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Margot reist durch die Türkei und lernt auf einer Busfahrt den Alkoholiker Ahmed kennen. Trotz aller Widerstände verliebt sie sich in ihn, muss aber feststellen, dass ihn eine andere Deutsche, die er angeblich nicht liebt, seit Jahren finanziert . Sie macht schluss und wird von ihm mit einem Trick an Murat weitergereicht. Ihm leiht sie viel Geld und merkt erst später, dass sie in einem Sumpf aus Alkohol, Drogen und Prostitution gelandet war.
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Mein türkischer Albtraum
Eine wahre Geschichte aus Istanbul
von Margot H.
Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte Dateien sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Impressum:
Herausgeber: ©red scorpion books
Serie: True Story - Wahre Geschichte Nr. 40
© Redaktion: www.evelyne-kern.de
Vertrieb: Zeilenwert® GmbH
ISBN E-Book: 9783959249546
© Die wahren Geschichten sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne Genehmigung weder kopiert noch anderweitig veröffentlicht werden. Genehmigungen ausschließlich über das Redaktionsbüro Kern.
Cover
Titel
Impressum
Mein türkischer Albtraum
Im Herbst vor einigen Jahren war ich auf einer Reise durch die Türkei und fuhr zum Abschluss mit dem Bus vom Inland nach Istanbul. Ich fragte einen Mitreisenden, wie ich am günstigsten vom Busbahnhof in Istanbul zum Flughafen käme.
Er war sehr hilfsbereit und bot sich sofort an mich dorthin zu bringen. Er stellte sich mir als Ahmed vor.
Ich war total überrascht ob solcher Freundlichkeit und habe bis zur Ankunft in Istanbul sorglos durchgeschlafen. Dort angekommen hatte ich noch einige Stunden Zeit bis zu meinem Abflug.
Ahmed meinte, wir könnten noch in die Altstadt gehen, Tee trinken, danach würden wir mit einem Flughafenbus weiterfahren. Er müsse ohnehin dorthin. Ich war einverstanden.
Auf dem Weg in die Altstadt erzählte er mir im Schnelldurchlauf sein Leben. Er sagte mit etwas stolz in der Stimme, dass er ehemaliger Profifußballer bei namhaften Vereinen war. Dann war er zwei Jahre als im Gefängnis und wurde dort gefoltert. Politisch aktive Türken mussten nur anecken, um im Gefängnis zu landen, und dort unendlich traumatisiert zu werden.
Wir waren zum Zeitpunkt, als wir uns kennenlernten, beide 45 Jahre alt. Als Islam-Wissenschaftlerin habe viele Jahre in Nahen Osten verbracht – und als jemand, die sich auch in Deutschland immer mal wieder aktiv für die Probleme von Ausländern engagiert hat, war ich von seinem Schicksal sehr berührt.
Er entschuldigte sich mehrmals und war dann immer kurz verschwunden und irgendwann offensichtlich betrunken. Ich war aber mehr oder weniger auf ihn angewiesen. Mein Gepäck hatten wir auf dem Busbahnhof in einem Office deponiert, ich hatte fast kein Geld mehr – die Situation war mir sehr unangenehm, peinlich, aber als routinierte Alleinreisende, vor allem in arabischen Ländern, dachte ich mir, dass wir in Kürze sowieso am Flughafen sind, was Schlimmes kann mir ja nicht passieren. Und dem war dann ja auch so, ich war ein paar Stunden später im Flieger nach Deutschland.
Doch immer wieder beschäftigte mich Ahmeds Schicksal sehr. Zwei Wochen nach meiner Rückkehr begannen die telefonischen Kontakte. Ich hatte manchmal den Eindruck, er hätte etwas getrunken, aber er bestritt das immer. Ich hatte bis dato fast keine persönlichen Erfahrungen mit Alkoholikern und habe das erst einmal geglaubt.
