Meine drei Leben - Shulamith 2022 - E-Book

Meine drei Leben E-Book

Shulamith 2022

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Beschreibung

Ihr Leben ist ein einziges Abenteuer. Als Landwirtin und Schäferin verwirklicht sie alle ihre Träume. Sie lebt als Selbstversorgerin und bewirtschaftet einen Arche-Hof, eröffnet einen Hofladen, beweidet mit ihrer Herde ein Naturschutzgebiet und lebt mit Lamas und Wildpferdehengsten... Auf der Höhe ihres weltlichen Erfolges fügt sie sich ihrer göttlichen Führung und gibt alles Weltliche und ihre eigene Identität auf... Drei Jahre später erhält sie den Ruf zur Schamanin. Sie wandert über Gebirgsketten, bringt Heilung für Mutter Erde und steht Menschen in Lebenskrisen zur Seite. Nach 22 Jahren Zuhause in der Spirituellen Welt wird sie zu ihrer großen Überraschung zu Jesus Christus geführt und sie muß erkennen, daß er tatsächlich das ist, was über ihn in der Bibel geschrieben steht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Johannes 14, Vers 6)

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Seitenzahl: 132

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhaltsverzeichnis

Teil I - Mein Leben als Bäuerin

1. Die Kindheit

2. Endlich erwachsen

3. Meine kleine Farm

4. Die lieben Kollegen

5. Das Seminar

6. Zwei kleine süße Geschenke

7. Das Naturschutzprojekt

8. Mein eigener Hof

9. Die Behörden

10. Die Junggesellen

Teil II - Mein Leben als Schamanin

11. Wie alles anfing

12. Die schamanische Reise

13. Die erste Schwitzhütte

14. Erdheilungsmeditation

15. Mein erstes Channeling

16. Das alte Selbst stirbt

17. Neugeburt

18. Zwillingsflammen

19. Es spukt im Haus

20. Der Verkauf des Hofes

21. Im Extertal

22. Der Winter

23. Die Instrumente

24. Erdheilungszeremonien

25. Die Liebe der Venus

26. Am Kaiser

27. Meine Wanderjahre

28. Das Hügelgrab

29. Das Paradies

30. Die Peruanerin

31. Beim Bürgermeister

32. Harri

33. Stettiner Haff

34. Brocken

35. Im Vatikan

36. Solling

37. Nordholz

38. Die letzte große Reise

39. Corona

40. Neue Erde

41. Neue Erde Fortsetzung

Teil III - Mein Leben als Jesus Braut

42. Die Afrikaner

43. Wiedergefunden

44. Der Traum

45. Der Gebetskreis

46. Mein neues Leben

47. Meine Namen

48. Das Abendmahl

49. Die Taufe

50. Geistliche Nahrung

51. Pierrot Fey

52. Zoe Bee

53. Doreen Virtue

54. Buße und Sünde

55. Fazit

Anmerkungen

Teil I

Mein Leben als Bäuerin

Die Kindheit

Ich bin am 15. 4. 1969 um 15.04 Uhr geboren als Älteste von insgesamt vier Kindern. Mein Vater war von Beruf Maschinenschlossermeister wie sein Vater vor ihm auch. Immer, wenn wir mit ihm an seiner Firma vorbeikamen, sagte er mit theatralischer Stimme: „Mannesmann. Der Mörder meiner Jugend.“ Anders als seine Kollegen hatte er auch geistige Interessen, spielte Schach, hörte klassische Musik und verschlang Unmengen von Büchern, so wie seine Tochter später auch. Aus einem der großen russischen Werke entstammt auch mein Vorname Natascha, den meine Eltern für mich ausgesucht hatten.

Wir wohnten in einer kleinen Siedlung, welche die Firma Mannesmann um 1900 für seine Arbeiter erbauen ließ. Alle Häuser hatten einen großen Garten für Gemüse und Ställe für Hühner, und in der Zeit bis nach dem 2. Weltkrieg gab es hier auch die „Kuh des kleinen Mannes“, also die Ziege zur Milchgewinnung. Meine Mutter, die damals Hausfrau war, was in den 1970er Jahren als vollkommen selbstverständlich galt, hat Gemüse angebaut und von den 27 (!) Obstbäumen im Garten viel in Gläsern eingekocht. Sie hat auch oft an ihrer Nähmaschine gesessen, um Kleidung für uns Kinder zu nähen.

Wir Kinder hatten jegliche Freiheit in unserem großen Garten, kletterten auf Bäume und Dächer mit Strickleitern, fuhren mit unseren Rollschuhen die Bürgersteige auf und ab, bis die Straßenlaternen angingen und es Zeit war für das Abendbrot. Mehrmals die Woche holten wir Kinder unsere Milch bei Bauer Heinrich und schleuderten vergnügt die große Milchkanne auf dem Nachhauseweg!

Und wenn der Bäckerwagen draußen hupte, konnten wir Kinder nicht schnell genug laufen, um für die Familie ein großes Röstbrot für 3 Mark und 30 Pfennige zu kaufen, um es dann, weil es so gut roch, an der Kruste schnell ein wenig anzuknabbern. Unsere Mutter sagte dann immer: „Oh, das waren wohl wieder diese Mäuse aus der Backstube!“ Auch gab es bei uns in der Siedlung einen kleinen Tante-Emma-Laden, bei dem man auch mal anschreiben konnte. Wir bekamen auch erst Ende der 70er Jahre Telefon und Fernsehen; vorher gingen wir immer zur Telefonzelle „an der Ecke“, um Oma und Opa anzurufen.

Hinter unserer Siedlung, die den lieblichen wie ebenso pragmatischen Namen „Südwestfeld“ trug, gab es einen Wald mit drei Teichen. Dort fuhren wir im Winter immer Schlittschuh.

An einem kalten Januartag mit minus 20 Grad standen wir Kinder mit unserem Vater und einem Protestschild gegen die geplante A33 an unserer wenig befahrenen Straße. Nach über vierzig Jahren ist sie nun doch gebaut worden, aber dank der Bürgerinitiative, die mein Vater gegründet hatte, wurde für die anliegenden Ortschaften genügend Lärmschutz errichtet.

Meine Oma Hilde war eine patente Frau. Sie hatte schon mit zwölf Jahren in der Landwirtschaft helfen müssen. Nach der Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg, welche auch die Frauen verrichten mussten, erwarb sie 1 Hektar * Land, wo sie Geflügel hielt, Kartoffeln und Erdbeeren anbaute. Sie kaufte sich einen großen blauen Ford Transit und fuhr als Eierfrau eine sogenannte Eiertour durch die Siedlungen. Für mich war das spannend, wenn ich mal mitfahren durfte. Eines Tages kam Oma Senne, wie wir sie nannten, mit einem Huhn bei uns an. Sie hatte es auf der Straße aufgelesen, als es von einem Tiertransporter fiel. Da war die Freude bei uns Kindern natürlich groß! Schnell war der Hühnerstall hergerichtet und „Hühnchen“, wie wir es liebevoll nannten, wurde schnell zahm, begleitete uns im Garten, schaukelte sogar alleine auf unserer Schaukel und posierte mit uns auf den Familienfotos. Brav legte es jeden Tag sein weißes Ei, bis, ja bis meine resolute Oma beschloss, daß es jetzt zu alt werde und es schlachtete. Das führte bei uns Kindern natürlich zu großer Traurigkeit - Hühnchen war ja schließlich unser Familienmitglied!

Meine Mutter fütterte immer die wildlebenden Katzen, die in den Gärten bei den Komposthaufen herumstromerten mit Leberwurstbroten, lockte sie mit Rufen und Minka, Muschi und Mieze und andere kamen herbeigeeilt, strichen um ihre Beine und miauten. Diese Katzen wurden aber nie zahm und ich sehnte mich sehr nach einem tierischen Gefährten, am liebsten hätte ich ein eigenes Pony! Platz hatten wir ja genug, aber mein Vater mochte leider gar keine Tiere…

Nun sprang mein Opa ein. Eines Tages, als wir gerade von unserem Dänemark-Urlaub zurückkamen, hatte er eine Überraschung für uns parat. In unserem ehemaligen Hühnerstall fanden wir drei Kaninchen vor, für jedes Kind eines. Da war die Freude natürlich groß! Was haben wir nicht alles mit unseren Kaninchen erlebt…

Meine beste Freundin Katrin wohnte gleich nebenan, sie hatte auch Kaninchen und wir kauften uns ein Katzengeschirr für unsere Hoppel, erbettelten uns von unseren Müttern ein 50 Meter langes Gummiband und dann liefen wir unseren Hasen hinterher, die munter durcheinander durch die großen Gärten liefen.

Wenig später bekamen wir dann allerlei gescheckten Nachwuchs…

Endlich erwachsen

Meine große Liebe zu Tieren konnte ich erst verwirklichen, als ich 18 Jahre alt war und von zu Hause auszog. Mit meinem damaligen Freund kam als erstes eine liebe Neufundländerhündin in unser Zuhause, ein Jahr später dann endlich die Ponys, in diesem Falle zwei Islandpferde, für die wir gemeinsam mit meiner rüstigen Oma einen großen Offenstall auf dem 1 Hektar großen Land bauten. Dazu gesellte sich noch unsere erste Katze und ein paar Hühner und Oma baute Gemüse an…

Zu der Zeit studierte ich Sozialpädagogik, da ich durch die jahrelange Zugehörigkeit zu unserem Jugendzentrum geprägt war. Aber meine Seele hielt es in geschlossenen Räumen nicht aus, ich brauchte Natur und Tiere um mich herum, wollte am liebsten Schäferin sein!

Da mein Sohn Lasse in der Zwischenzeit geboren wurde, entschloss ich mich, keine Schäferin, sondern Landwirtin zu werden. Ich entschied mich auch gegen ein Studium als Agraringenieurin wie geplant, sondern für die Ausbildung als Landwirtin. Da ich alleinerziehend war und ich diese Ausbildung aufgrund meines Abiturs auf zwei Jahre verkürzen konnte, erschien mir diese Lösung als der schnellste Weg, meinen Traum von einem eigenen Bauernhof zu verwirklichen!

Das erste Jahr meiner Ausbildung habe ich auf einem Biolandhof absolviert, ein Familienbetrieb mit 70 Milchkühen und einem Hofladen. Im zweiten Ausbildungsjahr wechselte ich zu einem großen innovativen Biolandbetrieb mit 150 Kühen und 300 Hektar Fläche. Ich erinnere mich, daß ich gemeinsam mit meinem Sohn die gesamten Osterferien auf dem Trecker verbracht habe, um das Grünland zu schleppen und walzen. In den Sommerferien habe ich bei einem Wanderschäfer gearbeitet, welcher eine Herde von 2000 Heidschnucken* besaß. Diese hat er mir sogleich zum Hüten überlassen, während er davonfuhr, um etwas zu erledigen. Zum Glück wußte sein selbständig arbeitender Hütehund, was zu tun war. Nach ein paar Tagen war auch ich soweit eingearbeitet, daß ich mit dem Hütehund zusammenarbeiten konnte. Mein Sohn Lasse war damals fünf Jahre alt und lernte gerade das Fahrradfahren. Wir zelteten bei den Schafen und hüteten tagsüber die Herde auf einem Segelflugplatz in der Senne. So lernte Lasse das Radfahren auf der Landebahn! Nie vergessen werde ich den Anblick, als er sich seinen ersten Bock bei den Hörnern packte! Obwohl mein Sohn von klein auf gerne bei allen Tieren geholfen hat, begeisterte er sich doch mehr für das Treckerfahren und so hat er später dann auch Fahrzeugtechnik studiert.

Meine kleine Farm

Nach meiner Ausbildung kaufte ich mir meine ersten Schafe von einer Schäferin, welche eine große Skuddenherde besaß. Skudden sind eine alte vom Aussterben bedrohte Schafrasse, die kleinste europäische Rasse. Die Muttertiere haben teilweise noch Hörner und die Böcke große schöne Schnecken wie Muffelwild. Für mich sind Skudden die schönsten Schafe dieser Welt und die Lämmer sind winzig klein und entzückend!

Meinen Altdeutschen Hütehund* Lupus besaß ich zu der Zeit auch schon, er ist mit sechs Monaten zu mir gekommen, da ich einfach hartnäckig war und den Schäfer immer wieder anrief. Als er schließlich nachgab, ich könne ja mal vorbeikommen, war es eigentlich schon entschieden. Der Hund sah mich, kam zu mir und legte sich zu meinen Füßen und die Sache war klar. Dem Schäfer zum Glück auch. Er verlor einen sehr guten Hütehund und exzellenten Wachhund. Lupus verstand mich auch ohne große Worte oder Ausbildung, obwohl er sein Leben bisher nur im Stall verbracht hatte. Oft genügte ein Blick und er wußte genau, was ich meinte. Er hütete mir zuverlässig nicht nur die Schafherde, die später auf 50 Muttertiere und ca. 70 Lämmer anwuchs, sondern er war auch so mutig, daß er es auch mit den Kühen und Ziegen, allesamt mit Hörnern, aufzunehmen wagte. Manchmal trieb er es aber auch einfach zu dolle. Bei einer Spielerei mit meinen Junghengsten verlor er leider zwei Zähne…

Im Winter, wenn die Tiere nur Heu zu fressen bekamen, ging ich gerne mit meiner kleinen Ziegenherde im Wald spazieren, damit sie ein paar Brombeerblätter naschen konnten und Mineralstoffe aufnahmen. Das hat den Ziegen, meinem Hund und mir immer sehr viel Spaß gemacht!

Bevor ich meinen Schraubengehörnten Bulgarischen Langhaarziegenbock besaß, mußte ich mit meinen Ziegen selber zum Bock fahren. Ich packte mir also zwei meiner „Damen“ in meinen Kofferraum und band sie mit Halsband und Leine an den Kopfstützen fest. Aber sie benahmen sich sehr damenhaft und standen stolz und aufrecht während der Fahrt hinter mir. Da hielt ein Fahrer neben mir an einer roten Ampel und glaubte wohl seinen Augen nicht zu trauen. Ich habe herzlich gelacht.

Eines Tages fuhr ich ins Sauerland, um dort von einem Züchter, der die seltenen Walliser Schwarzhalsziegen besaß, ein junges Zicklein zu erwerben. Der gute Mann war Pastor und zu dem Zeitpunkt in Bedrängnis, da er eine vier Jahre alte Ziege besaß, die ihr Lamm verloren hatte und er sie jetzt täglich abmelken mußte, damit sie keine Euterentzündung bekam. Zu allem Überfluß mußte er auch noch eine Nachbargemeinde vertreten. So änderte ich kurzerhand meine Pläne und verzichtete auf das Mutterlamm und nahm stattdessen die vierjährige Ziege mit. Dieses Tier war wild, stolz und frei und sollte es auch bleiben. Nur die Frage war, wie melke ich es? Einsperren kam für mich nicht in Frage, bei mir laufen alle Tiere auf den Weiden und im Winter im Auslauf mit einem Offenstall. Also gab ich der schönen Stolzen mental zu verstehen, daß ich sie nicht bedrängen möchte und sie solle doch bitte einfach an einer Stelle stehenbleiben, damit ich sie abmelken kann. Das tat sie dann auch und ich hatte feinste Ziegenmilch und konnte den ganzen Sommer leckeren Frischkäse zubereiten.

Die lieben Kollegen

Schottische Hochlandbullen sind die friedfertigsten Geschöpfe dieser Erde. Mit etwa einer Tonne Gewicht, ihren gewaltigen Hörnern und ihrem langen Fell sehen sie sehr gefährlich aus. Aber alle Züchter schwärmen von ihrer Gutmütigkeit, lassen ihre Kinder und Enkel auf ihnen reiten… Meinen Bullen Hugo habe ich aus einer großen freilebenden Rinderherde aus einem Naturschutzgebiet gekauft, und so zahm war er anfangs gar nicht. Also freundete ich mich mit ihm an, indem ich ihm sein langes zottiges Fell bürstete. Das genoß er so sehr, daß er sich dann immer vor seinen Kühen vordrängelte, wenn er mich kommen sah. Eines Tages wollte ich Hugo die Klauen schneiden. Manche Landwirte machen das mit einer Flex, aber da ich nicht so gerne mit Maschinen arbeite, holte ich einen Stechbeitel und einen großen Hammer sowie meine Hufzange und Hufraspel von den Pferden. Da der Bulle ja nun doppelt so groß war wie meine Kühe, bat ich zwei benachbarte Milchviehbauern, mir zu helfen. Das Ergebnis war, daß die beiden mit großen Augen und zitternden Knien vor dem Zaun standen und mir bei der Arbeit zuschauten, die sich der gutmütige Hugo, ohne daß ich ihn angebunden hätte, gefallen ließ. Nie hat mich ein Tier angegriffen! Dafür bekamen sie meine Liebe und Fürsorge in Form von größtmöglicher Freiheit für ihre ureigenen Bedürfnisse und wenn etwas anstand, habe ich es ihnen dementsprechend erklärt.

Das Seminar

Einmal habe ich ein kleines Wochenendseminar gegeben in Sachen Selbstversorgung. Ich bewirtschaftete einen großen Gemüsegarten, habe immer entweder eine Kuh, ein Schaf oder eine Ziege mit abgemolken, Frischkäse hergestellt, Brot gebacken, Wurst und Fleisch für den Wintervorrat eingelagert sowie eigene Eier von meinen Hühnern gehabt. Oft habe ich nur Klopapier und Seife zugekauft. Zu meinem Seminar hatten sich eine Handvoll Männer angemeldet, darunter ein Lehrer und ein Manager. Nachdem ich den Teilnehmern zwei Tage ganz anschaulich vor Ort die Grundkenntnisse des Gemüseanbaus, der Hühnerhaltung, Schaf-, Ziegen- und Schweinehaltung, das Melken und Käsen sowie das Backen von Brot vermittelt hatte, und sogar noch auf Wunsch mit meinen Pferden demonstrierte wie man vor hundert Jahren einen Acker bewirtschaftete, waren alle hellauf begeistert.

Der Manager wollte Sonntagabend um sechs Uhr dann noch unbedingt einen Eichenpfahl setzen. Also gab ich ihm meinen Spaten, den er „Totmacher“ nannte und grub heldenhaft sein 80cm Loch und setzte schwitzend den schweren Eichenpfahl in die Erde. So glücklich und erschöpft, als hätte er einen 10 km Lauf absolviert. Eine kleine Überraschung gab es noch zum Schluß. Der Lehrer weigerte sich zu bezahlen, da er glaubte, er wüsste schon alles. So musste er ein paar Tage später nochmal wieder kommen. Aber im Großen und Ganzen: Ja, es hat Spaß gemacht mit den „Jungs“.

Zwei kleine süße Geschenke

Lamas sind wundervolle Geschöpfe Gottes. Sie sind frei und anmutig und nicht zu zähmen. Faszinierend an ihnen ist, daß sie unglaublich neugierig und kommunikativ sind. Sie kommen erst einmal angaloppiert und beschnuppern dich im ganzen Gesicht, aber anfassen lassen wollen sie sich nicht! Es braucht also viel Geduld, um sie an ein Halfter zu gewöhnen, aber hat man diese Hürde erstmal gemeistert, sind diese Tiere wunderbar leicht von jedem Kind an der Leine zu führen und eignen sich sehr gut für Trekkingtouren.

Auch ich begeisterte mich für sie und holte mir aus einem benachbarten Tierpark zwei junge Stuten. Nach ein paar Wochen gab es eine große Überraschung. Erst dachte ich, eines meiner Schafe hätte gelammt, aber dann sah ich, daß es ein schneeweißes kleines Lamafohlen war, das schon putzmunter am Euter seiner Mutter trank! Daß die Stute tragend gewesen ist, war mir nicht bekannt, auch lief kein Hengst in der Herde mit. Lamas werden auch nicht rossig wie Pferdestuten, sondern bekommen beim Deckakt ihren Eisprung. Auch sieht man einer Lamastute ihre Trächtigkeit nicht an wie bei Kühen oder Schafen.