Messer, Gabel, Schere, Mord - Ann Granger - E-Book

Messer, Gabel, Schere, Mord E-Book

Ann Granger

4,7
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Beschreibung

Mitchell & Markbys 4. Fall Als der ehrgeizige Hotelier Eric Schuhmacher verkündet, dass er Springwood Hall, in der Nähe von Bamford gelegen, in ein nobles Landhotel umgestalten will, ist der Protest groß. Sowohl die Gesellschaft zur Bewahrung historischer Gebäude als auch die Leiterin des Tierheims, die Springwood Hall bisher nutzte, stellen sich gegen den Plan. Richtig prekär wird die Lage jedoch erst, als während der Eröffnungsfeier auf dem Grundstück die Leiche einer Frau gefunden wird. Meredith Mitchell und Chefinspektor Markby beginnen zu ermitteln ...

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Inhalt

Cover

Über die Autorin

Titel

Impressum

Anmerkung der Autorin

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Unsere Empfehlungen

Über die Autorin

Ann Granger war früher im diplomatischen Dienst tätig. Sie hat zwei Söhne und lebt heute mit ihrem Mann in der Nähe von Oxford. Bestsellerruhm erlangte sie mit der Mitchell-und-Markby-Reihe und den Fran-Varady-Krimis. Nach Ausflügen ins viktorianische England mit den Lizzie-Martin-Romanen, knüpft sie mit der Serie um Inspector Jessica Campbell wieder unmittelbar an die Mitchell-und-Markby-Reihe an.

ANN GRANGER

MESSER, GABEL, SCHERE, MORD

Mitchell & Markbys vierter Fall

Ins Deutsche übertragen von Axel Merz

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe

des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Titel der englischen Originalausgabe:Murder Among Us

© 1992 by Ann Granger

© für die deutschsprachige Ausgabe 2001/2011 by Bastei Lübbe AG, Köln

Lektorat: Stefan Bauer

Titelillustration: David Hopkins

Umschlaggestaltung: QuadroGrafik, Bensberg

E-Book-Produktion: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

ISBN 978-3-8387-0697-9

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Anmerkung der Autorin

Der Name Springwood Hall ist angelehnt an ein viktorianisches Landhaus, in dessen Seitenflügel mein Ehemann als kleiner Junge gelebt hat. Leider wurde das Gebäude bereits vor vielen Jahren vollständig abgerissen. Ich weiß nichts von einem anderen Haus dieses Namens, und ganz gewiss ist jeder Verweis auf ein solches Haus, sollte es tatsächlich existieren, nicht beabsichtigt.

A. G.

 KAPITEL 1 

›Springwood-Hall-Hotel-Restaurant‹. Der Name prankte in stolzen Lettern auf einem brandneuen, glänzenden Schild. ›Eröffnung in Kürze‹ stand diskret auf einem kleineren Schild darunter.

Der Lieferwagen der Elektrizitätswerke ratterte daran vorbei und ignorierte gleichermaßen stolzen Namen und diskrete Ankündigung. Er bog in ein frisch gestrichenes schmiedeeisernes Tor mit goldenen Schnörkeln und donnerte über die neu gekieste Zufahrt. Es war nur einer von mehreren Aufträgen auf einem engen Terminplan.

Der Lieferwagen hielt vor dem Gebäude an, und ein junger Mann in einem Overall kletterte vom Fahrersitz, nachdem er seine Werkzeugkiste gepackt hatte. Während er die Fahrertür zuknallte, musterte er das verwinkelte, im gotischen Stil erbaute viktorianische Herrenhaus mit seinen falschen Türmen und den Regenrohren, die aus den Mündern fratzenschneidender Wasserspeier ragten. Das Bauwerk war ganz aus einheimischem honigfarbenem Stein errichtet, der erst vor kurzem gereinigt worden war. Bar jeglicher verhüllender Patina, die Flechten, Zeit und Wetter über es gebracht hatten, wirkte es seltsam nackt und hatte seine vorherige Harmonie mit der Landschaft eingebüßt. Der Widerspruch zwischen architektonischem Stil und gewähltem Baumaterial wurde unvorteilhaft betont. Rein technisch betrachtet, hatten die Restaurateure ausgezeichnete Arbeit geleistet, auch wenn das Ergebnis empfindlichere Seelen eher abschreckte.

Der junge Elektriker sah jedenfalls nichts, was ihn sonderlich beeindruckt hätte. Gleichmütig zuckte er die Schultern und wandte sich laut pfeifend ab, um auf einen Handwerkerkollegen zuzugehen, der ein paar Yards zur Seite an einem Gebäude arbeitete, das als »Indoor Swimming Pool« ausgewiesen war. Hier hatten die Restaurateure großflächige Doppelverglasung im Überfluss eingebaut, sodass man von draußen den Pool sehen konnte, gesäumt von weißen Fliesen, Topfpalmen und Korbsesseln, und, im Hintergrund, die Türen zu den Umkleideräumen und Duschen. Doch Alter, Ort und Größe dieses unscheinbareren Gebäudes zeigten an, dass es sich um die einstige Remise handeln musste. Der Handwerker, ein Maler, trug die letzte Lackschicht auf den Türrahmen auf. Er beobachtete, wie der Neuankömmling näher kam, ohne sich nach außen hin etwas anmerken zu lassen.

»Elektriker!«, verkündete der Mann von den Stadtwerken.

Er signalisierte seine Bereitschaft zu einem Schwätzchen, indem er in seiner Arbeit innehielt, einen Schritt zurücktrat und mit zur Seite gelegtem Kopf sein Werk begutachtete.

Und der junge Elektriker war endlich doch noch beeindruckt angesichts des Swimmingpools hinter den Scheiben. »Schicke Bude«, brachte er vor und fügte mit einem Wink der freien Hand in Richtung Haupthaus hinzu: »Ist alles ein wenig hergerichtet worden, seit ich das letzte Mal hier war. Ein gruseliger alter Kasten war das! Muss ’n Vermögen gekostet haben.«

»Geld«, erklärte der Maler umständlich, »Geld spielt keine Rolle, wie man so sagt.«

»Schätze, ’s passt zu reichen alten Opas und Omas, aber mir ist schleierhaft, warum sie so viel Zeit und Geld für die Renovierung ausgeben mussten. Ich meine, ’s ist immer noch eine aufgetakelte alte Ruine, eh? Sie haben nichts gemacht, um den Kasten zu modernisieren. Besser, sie hätten das ganze Ding abgerissen und etwas Vernünftiges hochgezogen. Wann soll das Hotel eigentlich eröffnen?«

»Samstag. Alle schwirren durcheinander wie ’n Haufen Schmeißfliegen, um rechtzeitig fertig zu werden. Sollen ja jede Menge Berühmtheiten kommen. Fernsehleute und alles, hab ich gehört.«

»Ach, ehrlich?« Der Mann von den Stadtwerken zeigte erwachendes Interesse.

»Keiner, von dem man je gehört hätte«, sagte der Maler empört. »Irgendwelche Typen, die in den dicken Zeitungen über Essen schreiben. Dann noch Architekten und so was. ’n paar geldgeile Oberklassenutten mit festen Titten, wahrscheinlich um zu zeigen, dass sich auch die Kerle mit der entsprechenden Kohle hier rumtreiben.« Gnädig wandte er sich endlich seinem Gesprächspartner zu. »Wenn du was wissen willst, dann gehst du am besten nach hinten zur Küche. Da findest du sie noch am ehesten, obwohl ich nicht weiß, ob du irgendwas von dem verstehst, was sie dir erzählen. Da drin geht’s zu wie in einem Irrenhaus! Pass auf, dass du nicht mit dem Chefkoch aneinander gerätst, der ist so ’ne Art Mädchen für alles. Ein Schweizer. Haben ein paar verdammt scharfe Messer rumliegen in ihrer Küche, also halt ich mich lieber fern! Und achte auf den Typ, dem das alles hier gehört, auch ’n Schweizer. Aber der ist im Augenblick sowieso nicht hier.«

In dieser Sekunde durchschnitt ein grässliches Geräusch die Stille, ein Zwischending zwischen einem Kreischen und einem Bellen; es schwoll immer mehr an, bis es wie eine gequälte Seele klang, die ihren Todeskampf herausschrie. Dann wurde es wieder leiser und verklang.

»Mensch, was war das?«, fragte der erschrockene Elektriker.

Der Maler zeigte sich ungerührt und nahm seine Arbeit mit langsamen, vorsichtigen Strichen wieder auf. »’n Esel.« Er nickte in Richtung der offenen Landschaft hinter dem Hallenbad. »Steht ’ne ganze Weide voll mit den Biestern da unten. Nicht alles Esel, um Gottes willen, nein! Zwei Gäule stehn auch noch da und ein oder zwei Shetlandponys. Heruntergekommene alte Mistviecher, die dich schon beißen, wenn du auch nur in ihre Richtung siehst! Ich halt mich hübsch von ihnen fern. ’n Stall steht auch noch da, aber der sieht aus, als könnt er jeden Augenblick zusammenstürzen, und ’ne Mieze kümmert sich um die Biester.«

Der Elektriker erinnerte sich an den Grund seines Hierseins und daran, dass er Rechenschaft über seine Zeit ablegen musste. »Bis dann mal«, sagte er und ging in Richtung Rückseite des Hauses und Küchentrakt davon.

Gut zehn Minuten später kam ein großer Mercedes die Zufahrt herauf und hielt vor dem Haupteingang. Ein Mann sprang heraus, nicht mehr als mittelgroß, aber massiv gebaut, mit breiten Schultern, gebräuntem Gesicht und kurz geschnittenem dunklem Haar. Er war umgeben von der Aura des erfolgreichen Geschäftsmannes oder, wahrscheinlicher noch, des ehemaligen Sportlers, der seine Aufmerksamkeit und seine Talente nun dem Geschäftsleben zugewandt hatte. Und genau so war es auch. Eric Schuhmacher war zu seiner Zeit ein ausgezeichneter Eishockeyspieler gewesen. Die Muskeln hatten eben erst angefangen zu erschlaffen, wie das bei ehemaligen Sportlern die Regel ist, doch er besaß noch immer eine beeindruckend kraftvolle Gestalt und war gewiss niemand, den man leichtfertig zu einem Streit herausforderte.

»Da ist er«, murmelte der Maler und blickte Eric hinterher, der zielstrebig in teuren weißen Kalbsledermokassins in Richtung Küche marschierte. »Wilhelm Tell höchstpersönlich!« Der Maler wischte seinen Pinsel sauber und setzte sorgfältig den Deckel auf den Farbtopf zurück. »Ho! Ich schoss ’nen Pfeil hoch in die Höh’: Er kam zurück, ich weiß nicht wö!« Er kicherte fröhlich über seinen gelungenen Spottvers.

Im engen Vestibül auf der Rückseite des Hauses kam Eric Schuhmacher auf dem Weg zur Küche an der offenen Tür vorbei, hinter der eine Treppe in die Kellerräume führte. Er runzelte die Stirn und fragte sich, wer dort unten sein mochte. Er hatte den Eingang zum Keller verlegen müssen, was sich schon jetzt als ständiges Ärgernis erwies. Der alte Kellereingang in der Küche war im Weg gewesen, als die neuen Arbeitsflächen installiert worden waren, und eine neue Tür war draußen vor dem Küchenbereich in die Wand des Vestibüls gebrochen worden. Umständlich zu erreichen, wenn Lieferungen eintrafen, und schlimmer noch: nicht in Sichtweite des Küchenpersonals.

Eric betrat die Küche und fand eine Szene vor, die von Brueghel hätte stammen können. Im ersten Augenblick ein heilloses Durcheinander, das sich bei näherer Betrachtung auflöste in hektische Souschefs, Berge von Feinkost, riesige, glänzende, brodelnde Kochtöpfe und unzählige geheimnisvolle Flaschen. Über allem schwebte ein Duft nach Knoblauch, Schweiß, Wein, Fleischsäften, Zwiebeln und siedenden Knochen.

Eric näherte sich einem kleinen, untersetzten, schwitzenden Mann mit langen Armen und niedriger Stirn. Seine hoch gekrempelten Ärmel gaben den Blick frei auf muskulöse Unterarme, die von einem dichten lockigen Pelz schwarzer Haare bedeckt waren und sein affenartiges Aussehen noch verstärkten.

»Grüezi, Ulli!«, begrüßte ihn Eric mit einem Schlag auf die muskulöse Schulter. »Samstag wird der größte Tag in meiner Karriere – unserer Karriere, Ulli.«

»Ja, Herr Schuhmacher!«, grollte der Küchenchef.

Doch Eric hatte bereits einen Missstand entdeckt. Plötzlich schoss er davon und stürzte sich auf eine Kiste Pfirsiche. »Wer hat diese Lieferung angenommen? Bis Samstag sind die längst verdorben!«

»Tut mir leid, Herr Schuhmacher«, entschuldigte sich einer der Souschefs.

»Tut mir leid reicht nicht, Mickey! Du weißt ganz genau, was ich für dieses Hotel anstrebe! Vier Sterne! Und eines Tages vielleicht sogar fünf! Das ist es, was ich möchte! Und wie bekommt das Springwood-Hall-Hotel seine Sterne? Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf jedes Detail richten, Mickey. Jedes Detail!«

Er kehrte zu Ulli Richter zurück, der schwitzend über einem Marmorblock mit einem makabren abgetrennten Tierkopf stand.

»Ich kann meine Augen nicht überall haben, Herr Schuhmacher!«, sagte Ulli. »Wir werden bis Samstag fertig, aber nur, wenn Gott es will! Der große Ofen macht schon wieder Zicken, und irgendjemand nimmt mir ständig meine Messer weg!«

Das war eine ernste Beschuldigung, und Schuhmacher blickte gehörig entrüstet drein. Das persönliche Messerset eines Meisterkochs war heilig, und jeder in der Küche wusste das. Schuhmacher wandte sich zum Rest seiner Mitarbeiter um, die ausnahmslos ihre jeweilige Tätigkeit unterbrachen und in den verschiedensten Posen erstarrten, mit halb erhobenen Beilen, schräg gehaltenen Kochlöffeln, und ihre gesamte Aufmerksamkeit auf ihn richteten.

»Am Samstagnachmittag werden unsere Ehrengäste früh hier eintreffen, und sie werden herumgeführt. Genau wie die Fernsehleute. Ich möchte keine Unordnung, nichts von diesem Chaos! Ich will Ordnung und absolute Sauberkeit, keine ungewaschenen Schüsseln, keine schmutzigen Lappen! Und jeder hat zu lächeln!«

»Ja, Herr Schuhmacher«, erwiderten sie gehorsam im Chor, mit Ausnahme von Ulli Richter, der lediglich mit den buschigen Augenbrauen zuckte.

»Gut. Zurück an die Arbeit!« Schuhmacher wandte sich wieder zu seinem Küchenchef um. »Scheinen alle hier zu sein, Ulli. Aber wer ist dann unten im Weinkeller? Die Tür steht offen.«

Ulli überlegte einen Augenblick. »Ein junger Mann mit einer Werkzeugkiste ist vor zehn Minuten nach unten gegangen. Ein Elektriker. Die neue Beleuchtung macht Ärger, und ohne Licht sieht man dort unten nicht die Hand vor Augen.«

Schuhmacher erbleichte. »Allein?« Er rannte zur Tür, und seine Stimme wurde zu einem wütenden Heulen. »Allein in einem Keller voller edelster Weine! Einige davon große Klassiker, die fast nicht mehr zu beschaffen sind! Und niemand ist mit ihm gegangen? Herr im Himmel, muss ich denn alles selbst machen?« Er verschwand durch die Tür.

»Was bin ich verdammt noch mal froh«, murmelte Mickey, der Souschef, »wenn erst der Samstagabend vorbei ist.«

Ulli Richter tat, als hätte er nichts gehört. Er nahm ein Schlachterbeil zur Hand, schwang es hoch, und mit einem widerlich dumpfen Geräusch krachte es auf den Block. Sauber gespalten zerfiel der Kalbskopf in zwei Hälften, wie ein aufgeschlagenes Buch, und gab den Blick frei auf ein wirres Durcheinander pinkfarbenen Hirns.

»Wir verschwenden unsere Kraft und Zeit, meine Freunde«, sagte Charles Grimsby. »Diese Schlacht ist verloren. Gürten Sie Ihre Lenden für die nächste.«

»Unsinn!«, widersprach Hope Mapple in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Gesellschaft zur Bewahrung des Historischen Bamford fest.

Zoë Foster betrachtete Hopes stattliche Gestalt und stellte sich im Geiste vor, wie sie Charles’ Bemerkung wörtlich nahm. Sie unterdrückte ein Kichern.

»Was ist los, Zoë?«, erkundigte sich Hope verärgert.

»’tschuldigung. Heuschnupfen. Meine Nase läuft.«

»Ich habe gar nicht bemerkt, dass der Pollenflug heute so stark gewesen wäre«, sagte Grimsby. »Ich leide selbst an Heuschnupfen, und normalerweise bin ich der Erste, der es spürt.« Seine blassblauen Augen musterten Zoë misstrauisch durch eine randlose Brille hindurch.

Zoë sank in ihren Stuhl zurück. Der Augenblick der Erheiterung war vergangen, und geblieben war nur tiefe Depression.

Zoë war das jüngste Mitglied der Gesellschaft, deren Ziel die Rettung der alten Monumente rings um Bamford war, und sie war nur beigetreten, weil die Gesellschaft auch gegen Eric Schuhmacher und seine Pläne für Springwood Hall zu Felde zog. Der Alice-Batt-Schutzhof für Pferde und Esel war auf einem Stück Land untergebracht, das zu dem Herrenhaus gehörte. Der Schutzhof und seine alten Bewohner waren Zoës Leben. Sie hatte es nicht gegründet. Das war Miss Batt selbst gewesen, vor vielen Jahren. Zoë war die Letzte in einer langen Reihe von Helfern, die sich willig für Alice Batt abgemüht hatten, und als die alte Dame sich schließlich selbst nach Bournemouth in ein Pflegeheim für Menschen begab, hatte Zoë das Ruder übernommen.

»Ich übergebe Ihnen den Hof zu treuen Händen«, hatte Miss Batt gesagt. »Ich weiß, Sie werden mich nicht enttäuschen, Zoë, und wichtiger noch, Sie werden unsere vierbeinigen Freunde nicht im Stich lassen!«

Zoë hatte ihr Bestes getan. Der Schutzhof verfügte nie über genügend Geld, wie konnte es anders sein, doch sie kam zurecht. Ein einheimischer Tierarzt verzichtete auf seine Bezahlung, und das half ein wenig. Doch die Tiere waren in der Regel wenig attraktiv wegen ihres Alters und zahlreicher Behinderungen, und einige waren in der Folge vorangegangener Misshandlungen ausgesprochen übellaunig. Es machte das Sammeln von Spenden umso schwieriger.

Unter der Ägide des vorhergehenden Herrenhausbesitzers hatte ihnen kurz das Glück zugelächelt. Er war selbst Pferdeliebhaber gewesen und hatte sich nicht nur dazu bereit erklärt, den rein symbolischen Pachtzins zu akzeptieren, den der Schutzhof zahlen konnte, sondern sogar bescheidene Subventionen beigesteuert.

Mit Schuhmachers Ankunft hatte sich all das geändert. Und wie es das Pech wollte, war zur gleichen Zeit auch der Pachtvertrag zur Erneuerung fällig gewesen. Der Schweizer betrachtete die altersschwache Ansammlung von Pferden und Eseln sowie den baufälligen Stall nicht gerade als Gewinn in dieser engen Nachbarschaft zu seinem Luxushotel, ganz zu schweigen vom charakteristischen Geruch. Schuhmacher besaß nicht die Absicht, den Pachtvertrag zu erneuern. Der Schutzhof hatte sechs Monate Zeit, um neues Land und Räumlichkeiten zu finden, und falls das nicht gelang, was wahrscheinlich war, musste er schließen.

Zoë schloss die Augen und versuchte, die schrecklichen Visionen zu verdrängen, was mit all ihren armen, kahl werdenden, grantigen, auskeilenden, schlappohrigen, gelbzahnigen und innig geliebten Schutzbefohlenen geschehen würde.

»Tut mir leid für Sie, wenn es Ihnen nicht gut geht, meine Liebe«, sagte Hope Mapple. »Können Sie wenigstens weiter Notizen machen? Oder möchten Sie, dass Charles Sie als Schriftführer für dieses Treffen ablöst?«

»Nein, mir geht es gut, wirklich. Ich musste niesen, das ist alles.«

Robin Harding verlor wieder einmal die Geduld mit ihnen allen, wie es bei ihm häufig geschah – nur Zoë war bisher verschont geblieben. »Und was sollen wir Ihrer Meinung nach unternehmen, Hope?«, fragte er barsch. »Der Laden öffnet am Samstag mit einem gewaltigen Aufwand an Publicity! Feine Küche, Champagner aus Magnumflaschen und Berühmtheiten in Designerkostümen und schwarzen Anzügen! Und zum Abschluss ein Feuerwerk mit Musik von Händel! Keine Spur von schlechtem Geschmack, meiner persönlichen Meinung nach. Hinzu kommt die Tatsache, dass Sie und ich und der Rest unserer fröhlichen Bande ungefähr so viel Eindruck machen, als wären wir Gipszwerge. Es ist sinnlos! Bis zu dem Tag, an dem wir uns das Essen dort leisten können«, endete er bitter.

»Denis Fulton wird dort sein«, sagte Grimsby und fügte unsicher hinzu: »Ich habe eins von seinen Büchern.«

»Der Kochheini?« Robin winkte ab. »Nichts als ein aufgeblasener Sack voller heißer Luft!« Ein Anflug von Verachtung huschte über sein sommersprossiges, stupsnäsiges Gesicht.

»Er ist berühmt!«, sagte Grimsby gekränkt.

»Ich glaube nicht, dass er so gut ist wie Paul Danby«, warf Zoë ein und stellte sich hinter Robin. Außerdem half Paul Danbys Tochter Emma regelmäßig im Schutzhof, ohne einen Penny dafür zu verlangen. Sie mistete die Ställe aus und striegelte die Tiere, weil es ihr Spaß machte. »Seine Artikel über das Kochen sind praktisch und machen Freude. Ich weiß überhaupt nicht, warum sie diesen Fulton einladen mussten, wo wir hier doch unseren eigenen Mann haben. Paul Danbys Urteil über das neue Restaurant würde den Einheimischen eine Menge mehr bedeuten!«

»Aber nicht der so genannten feinen Gesellschaft, in der Schuhmacher die Nachricht von seinem neuen Fresstempel verbreiten möchte. Pauls Klientel ist unbedeutend …« Grimsby blickte selbstzufrieden drein. »Fulton hat eine eigene Fernsehsendung, und er ist zufällig mit Leah Keller verheiratet.«

»Hören Sie auf!«, befahl die Vorsitzende entschlossen. »Hören Sie auf mit diesem leeren Geschwätz über Essen. Das ist ja widerlich! Hier geht es um unser kulturelles Erbe! Wir wollten über unsere Vorgehensweise reden.«

Eine schlanke, dunkelhaarige Frau in der Ecke streckte die Arme über den Kopf, und eine Sammlung silberner Armreifen klimperte laut, während sich der rote Pullover über ihrer Brust spannte. »Wir haben keine, Hope«, murmelte sie mit leicht nasaler Stimme.

Hope Mapple musterte Ellen Bryant mit unverhohlener Abneigung. Sämtliche Mitglieder des Komitees wussten, dass Hope und Ellen sich gegenseitig nicht ausstehen konnten. Ellen machte Hope wütend, und zwar mit Absicht. Vielleicht war Mrs. Bryants schlanke elegante Erscheinung genug, um Miss Mapple gegen sie aufzubringen. Zoë fragte sich nicht zum ersten Mal, was für ein Mann Mr. Bryant sein mochte. Ellen erwähnte ihn nie, und niemand hatte ihn je gesehen. Doch sie trug stets ihren Ehering, ein schweres goldenes Ding. »Ellens Schlagring«, nannte Robin es.

»Hope schon!«, sagte Robin unerwartet. »Sie haben doch einen Plan, oder? Kommen Sie schon, Hope, spucken Sie’s aus!«

Miss Mapple erhob sich, um ihre bedeutsame Erklärung abzugeben. Die Atmosphäre war elektrisch aufgeladen. Der Kontrast zwischen Hope und Mrs. Bryant hätte nicht deutlicher zutage treten können. Es war nicht klug von Hope, diese weiten geblümten Hosen zu tragen, dachte Zoë. Und das knallige pinkfarbene Haltertop aus Jersey half auch nicht. Irgendjemand sollte Hope sagen, dass es so etwas wie Büstenhalter gab. Es war richtiggehend peinlich.

Robin starrte ebenfalls auf Hopes unförmige Gestalt und murmelte: »Diese Frau braucht ein Gerüst!«

»Still!«, zischte Zoë.

Sie befanden sich immerhin in Hopes winziger Wohnung und tranken Hopes katastrophalen Tee, und man beleidigte seinen Gastgeber nun einmal nicht. Außerdem teilten Hopes drei Pekinesenhunde den Raum mit ihnen. Ihr Geruch hing in der Luft, und ihre Haare klebten an jedermanns Kleidung. Ellen Bryant hatte längst angefangen, ihren Pullover ostentativ sauber zu pflücken. Einer der Hunde lag eingekeilt zwischen Charles Grimsby und der Armlehne auf dem Sofa. Charles wagte nicht, sich zu bewegen, weil der Köter ein bissiges kleines Mistvieh war und alle drei Pekinesen Charles aus irgendeinem unbekannten Grund häufiger anbellten als jeden anderen.

Miss Mapple deutete mit der Hand in Richtung Fernseher. Auf dem Gerät stand ein Foto der drei Hunde. »Sie werden am Samstag dort sein!«, verkündete sie dramatisch.

»Nicht die verfluchten Köter!«, ächzte Grimsby erschrocken.

»Nein, doch nicht meine armen Jungs! Sie wären völlig verängstigt wegen all der fremden Leute! Also wirklich, Charles. Nein, ich meine die Leute vom Fernsehen! Schuhmacher und die Mächte des Mammons mögen in gewisser Hinsicht gewonnen haben, doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen! Wir werden in Glanz und Gloria ausziehen, nicht unterwürfig und gewiss nicht von kommerziellen Interessen besiegt! Wir werden es ihnen zeigen! Wir werden demonstrieren. Am Eröffnungstag, vor laufenden Fernsehkameras, sodass die gesamte Nation unseren Protest sehen kann!«

»Schön und gut«, sagte Grimsby und setzte sich gerade auf, wobei er versehentlich den Pekinesen anstieß. Ein Knurren war die Reaktion. »Wir werden aussehen wie eine Bande von Blödmännern! Zehn zu eins, dass Sicherheitsleute dort draußen rumlaufen, bei all den Berühmtheiten! Schläger ohne Hals und mit Schultern von einer Wand zur anderen. Sie werden uns packen, bevor wir auch nur zucken können. Ganz bestimmt schneller, als wir unser Spruchband ausrollen können. Das wir sowieso nicht unbemerkt hineinschmuggeln könnten, genauso wenig wie ein Plakat – woher also sollen die Zuschauer wissen, warum wir demonstrieren?«

»Daran habe ich auch schon gedacht«, sagte Miss Mapple. »Ich selbst werde das Spruchband hineinschmuggeln. Ich binde es mir unter dem Hänger um den Leib.«

Betäubtes Schweigen breitete sich aus.

»Wäre das praktikabel, Hope?«, erkundigte sich Zoë. »Ich meine, wie wollen Sie es unbemerkt hervorholen?« Robin schüttelte sich in stummer Heiterkeit, doch Zoë fuhr fort und ignorierte ihn entschlossen. »Sie können sich ja wohl kaum auf dem Rasen ausziehen und das Spruchband von Ihrer Taille wickeln, oder?«

Erneutes Schweigen. Robins Schultern beruhigten sich wieder, und er blickte erschrocken zu Hope. »Meine Güte, Hope, das würden Sie doch wohl nicht tun?«

»Und ob ich das tun werde!«, rief Miss Mapple, dass es in ihren Ohren dröhnte. »Mehr noch, ich werde Nägel mit Köpfen machen!«

»Hope!«, riefen sie unisono.

»Ich werde mich ganz ausziehen!«, kreischte ihre Anführerin.

Vielleicht spürten die drei Pekinesen die schiere emotionsgeladene Atmosphäre, die mit einem Mal den Raum erfüllte, denn alle drei schraken unvermittelt hoch und begannen wild zu kläffen.

»Ich halte das für eine gemeine Herabwürdigung deiner Person!«, sagte Laura Danby heftig.

Ihr Ehemann Paul stand am Küchentisch und war mit der Zubereitung frischer Mayonnaise beschäftigt. Liebevoll blickte er zu der Gestalt auf, die mit in die Hüften gestemmten Fäusten im Eingang stand, und lächelte sie an. Am Morgen noch ein Bild kompetenter Effizienz, hatten ein langer Arbeitstag im Büro und die Beaufsichtigung der jüngeren Kinder beim Baden ihren Zoll von Laura gefordert. Ihr blondes Haar war nicht länger ordentlich frisiert, sondern hing wirr in ihr gerötetes Gesicht. Sie hatte das strenge Schneiderkostüm der Anwältin abgelegt und trug Shorts und ein gestreiftes Matrosenhemd.

»Du siehst sehr sexy aus«, sagte Paul.

»Denis Fulton!« Sie wollte sich nicht ablenken lassen. »Was weiß er schon über das Kochen! Er hat dein Rezept geklaut!«

»Er hat mich um Erlaubnis gebeten, und ich habe es ihm nur zu gerne überlassen. Und nachdem man ein Rezept erst veröffentlicht hat, ist es zum Allgemeingut geworden. Du bist doch Anwältin; ich bin überrascht, dass du mit wilden Anschuldigungen um dich wirfst.«

»Pah, von wegen wild! Vielleicht nicht illegal, aber hinterhältig. Er hat dich ausgequetscht! Wenigstens hätte er dir Anerkennung zollen müssen! Wer nicht imstande ist, eine derartige Lappalie zuzugeben, wird auch andere Sachen verschweigen!« Sie nickte bekräftigend.

»Er ist eigentlich ziemlich gut. Besitzt Sachkenntnis und einen großen Namen.«

»Du bist genauso gut wie Fulton! Wenn er so eine Kanone ist, dann soll er sich doch seine eigenen Rezepte ausdenken!«

Es war reine Zeitverschwendung, mit ihr zu diskutieren, wenn sie emotional so aufgeladen war wie jetzt. Ablenkung war die bessere Alternative. Paul klopfte den Mayonnaiselöffel gegen den Schüsselrand.

»Ich kenne jemanden, der besser ist als wir alle beide. Dieser Küchenchef von Eric Schuhmacher, Ulli Richter. Ich freue mich schon jetzt auf Samstagabend, auch wenn es praktisch kein freier Abend ist! Ich habe gehört, die Inneneinrichtung des Hauses soll ganz wunderbar sein. Schuhmacher hat angeblich Victor Merle als Berater hinzugezogen, den Kunsthistoriker, weißt du? Immer nur das Beste, in jeder Hinsicht! Es wird sicher ein bemerkenswerter Abend, Liebling!«

»Wie kannst du nur so reden? Wie kannst du nur Witze darüber machen?«

Der Schrei war nicht von Laura gekommen, sondern von jemandem hinter ihr. Emma Danby platzte mit all dem rechtschaffenen Zorn einer Elfjährigen in die Küche. Sie trug eine schmutzige Reithose und ein Sweatshirt mit einem Pferdekopf darauf. Ihr sommersprossiges Gesicht war rot vor Erregung, und der schwache Pferdegeruch, der an ihr haftete, ließ vermuten, dass sie gerade von ihrer Arbeit beim Alice-Batt-Schutzhof kam. Beide Eltern starrten ihre Tochter entgeistert an.

»Wir machen keine Witze, Darling«, beeilte sich Laura zu sagen. »Dad und ich wissen sehr gut, wie du dich fühlen musst …«

»Nein, das tut ihr nicht! Ihr redet immer nur vom Essen!« Emma legte eine derartige Verachtung in das Wort, dass ihr Vater zusammenzuckte. »Dieser schreckliche Mann will den Schutzhof schließen!« Tränen strömten über Emmas Wangen. »Alle Tiere müssen eingeschläfert werden, weil niemand sie haben will! Sie sind zu alt und zu hässlich und können nicht mehr arbeiten! Wartet nur, bis ihr selbst alt und hässlich seid und niemand euch mehr will und ihr nicht mehr arbeiten könnt! Ich hasse Eric Schuhmacher und diesen Kunstheini! Ich hoffe wirklich, dass am Samstag etwas Schreckliches passiert, das den ganzen elenden Eröffnungsabend verdirbt! Ich hoffe, irgendjemand fällt tot um, und alle geben dem Koch die Schuld!«

 KAPITEL 2 

»Hätten Sie einen Augenblick Zeit, Sir?«

»Ist es dringend?« Chief Inspector Markby ging weiter auf die Treppe zu, die in sein Büro führte.

Woman Police Constable Jones blieb hartnäckig. »Ja, Sir. Ich denke, das ist es.«

Markby blieb stehen. WPC Jones war eine Beamtin, vor deren Urteilsvermögen Markby einen gesunden Respekt empfand. »Also gut, schießen Sie los. Aber machen Sie’s kurz.«

»Er ist zurück, Sir«, sagte Jones ruhig. »Der Scheißkerl, der sich letztes Jahr vor den Schulen herumgedrückt und die Kinder angesprochen hat.«

»Oh, ist er das?«, erwiderte Markby grimmig. »Ja, Sie haben Recht, Jones. Es ist wichtig.«

Die Protokollbücher der meisten Polizeireviere waren voll mit Perversen jeder Couleur; mehr oder weniger wöchentlich wurden neue vorgeladen oder zum Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Angefangen bei entsprechenden Tagträumern, Exhibitionisten und obszönen Anrufern – teils mitleiderregend, teils offen geistesgestört – bis hin zu ausgemachten Hardcore-Zirkeln von widerlicher Lasterhaftigkeit.

Die gefährlichsten von allen waren diejenigen, die Kindern auflauerten. Oft hielten sie sich schon eine ganze Weile in einer Gegend auf, bevor irgendjemand ihre Aktivitäten meldete. Sie waren diejenigen, die sich vor Schulen und Spielplätzen herumtrieben und nach Kindern Ausschau hielten, die allein waren. Oder mit ihren Wagen durch die Straßen streiften und Kindern anboten, sie ein Stück mitzunehmen, manchmal sogar versuchten, sie in ihr Fahrzeug zu zerren. Sie waren der Albtraum eines jeden Polizisten. Nur zu häufig endeten derartige Vorfälle mit dem Leichnam eines missbrauchten kleinen Kindes und einer zerstörten Familie.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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