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Dieses Handbuch richtet sich grundsätzlich an alle Menschen, die neugierig darauf sind sich mit den Erfahrungen der Bipolaren Atemtypenlehre (Terlusollogie®) nach Erich Wilk (Musiker), Dr. Charlotte und Christian Hagena (Ärzte), auseinanderzusetzen. Besonders hilfreich und unterstützend sind die in über zwanzig Jahren erforschten und erprobten Erkenntnisse für Sänger und Instrumentalisten jedes Genres. Die Autorinnen gehen in diesem Handbuch zwar speziell auf die Bedürfnisse der Blockflötisten ein, jedoch lassen sich ihre Erfahrungen, die sie sowohl im Unterricht, in Seminaren als auch in langjährigen Konzerttätigkeiten gesammelt haben, ebenso in Berufsgruppen, in denen Atmung und Sprache eine zentrale Rolle spielen, übertragen. Dieses Handbuch lädt dazu ein, sich mit Neugier und Freude auf das eigene Erforschen und Erfahren einzulassen.
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Seitenzahl: 84
Veröffentlichungsjahr: 2017
Unser Handbuch verstehen wir als Anregung und Unterstützung beim selbstständigen Erforschen der angewandten Atemtypenlehre. Die Anwendung unserer Erfahrungen erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis und darf gerne individuell weiter erforscht werden.
Wir waren bemüht all unsere Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir bis zum Zeitpunkt des Fertigstellens dieses Handbuchs gewonnen haben, zusammenzustellen und hier zu veröffentlichen. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem Anspruch auf Vollständigkeit, denn die Forschung ist noch lange nicht abgeschlossen.
Jeder Anwender ist und bleibt vollständig selbstverantwortlich im Umgang mit unseren hier aufgeführten Erfahrungen.
Wir sind in keiner Weise für physische, psychische oder seelische Folgen haftbar.
Dieses Handbuch berechtigt
nicht
, sich als Atemtypenlehrer (Terlusolloge) auszugeben.
Wir setzen in unserem Handbuch Grundkenntnisse der Terlusollogie® voraus. Für vollkommene Neueinsteiger empfehlen wir daher zunächst sich mit den Grundlagen der Terlusollogie® auseinanderzusetzen. Literaturhinweise siehe hinten.
Die Atemtypenlehre lässt sich natürlich auch bei Sängern und allen anderen Instrumentalisten, sowie im Alltag und Berufsleben eines jeden Menschen anwenden!
”Das Schönste, was wir erkennen können,
ist das Geheimnisvolle.
Es ist das Grundgefühl, das in der Wiege
von Wahrheit, Kunst und Wissenschaft steht.
Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundert
und nicht mehr staunen kann,
ist sozusagen tot und seine Augen sind erloschen.“
Albert Einstein (1879 - 1955)
ERGÄNZUNG:
An jedem Morgen, bevor Albert Einstein in seinem Institut die Tür
zum Forschungszentrum öffnete, hängte er seinen Mantel an den
Garderobenhaken mit der symbolischen Bemerkung:
„Hier hängt mein Wissen von heute –
Wenn ich meinen Arbeitsforschungsraum betrete,
bin ich frei von dem, was ich vorhin noch wusste!“
Wichtige Informationen
Vorwort der Autoren
Kurze Einführung in die Atemtypenlehre
Hoch- und Niedrigprozentigkeit
Dehnungs- und Verengungszonen
Gelenkstellungen
Atmung
Basisübungen
Solar
Im Liegen
Im Sitzen
Im Stehen
Basisübungen
Lunar
Im Liegen
Im Sitzen
Im Stehen
Integrationsübungen in der
Gruppe
Atemkreis
Paarübung
Gruppenübung
Atemspiele
Anwendung am Instrument
Solar
Haltung und Fingertechnik
Sprünge / Skalen im Stehen
Artikulation
Lunar
Haltung und Fingertechnik
Sprünge / Skalen im Stehen
Artikulation
Ton-Klangbildung / Dynamik / Interpretation (
Enge
und
weite
Mundhöhle)
Tonbildung
Solar
Dynamik
Solar
Interpretationshilfe
Solar
Klangbildung
Lunar
Dynamik
Lunar
Interpretationshilfe
Lunar
"Ohrhygiene"
Eröffnungsübung
Auditive Wahrnehmungsübung
Stimmgabeltest
Oberton hören / lauschen
Nah- und Weitohr / Intonation
Aufstellungsempfehlung
Praxis
Elementarbedürfnisse
Solar
und
lunar
erleben
Auswendig – Inwendig spielen
Rhythmus – und Melodieebene
Zusammenspiel im Duo, Trio und mehrköpfige Gruppen
Rhythmus mit dem Fuß Klopfen
Rhythmus Klatschen
Gegenüberstellung
Solar / Lunar
Bauweise atemtypengerechter Blockflöten
Anhang
Literaturverzeichnis
Blitzlichter
Komponistenliste
Dank
”Man suche nur nichts hinter den Phänomenen; sie selbst sind die Lehre!“
J. W. v. Goethe (1749-1782)
(Dozentin für Blockflöte, Blockflötistin, Atemtypenlehre nach Wilk/Hagena)
In unserem Handbuch "Musik & Atemtypen", das ich als Leitfaden verstehe, werden vor allem die Grundlagen und mit Absicht keine individuellen Differenzierungen beschrieben.
Voraussetzung für ein innovatives Lernen, ist das Einverstandensein, mit den vielfältigen Möglichkeiten, die jeder Mensch in sich trägt und die sein individuelles Lernen einmalig machen. Die Beachtung der elementaren Gesetzmäßigkeiten der Terlusollogie® dienen dazu einen selbstständigen Forschungsweg einzuschlagen, um seinen persönlichen, differenzierten, empfindungsreichen und technisch brillanten Stil zu finden. Diesen zu entfalten und individuell den Bedürfnissen entsprechend zu modifizieren ist Aufgabe eines jeden einzelnen.
Aus dem praktischen Tun heraus erlebt und erlernt, gelingt es die Ergebnisse dieser Erfahrungswissenschaft als unverzichtbare Unterstützung zu integrieren, sowohl in das eigene Spiel, als auch in die Ausbildung von Schülern, denn der Körper weiß sehr genau, was ihm gut tut und was ihm fehlt. Er ist sehr weise!
Das selbstständige Suchen, Spüren, Finden ist für jede Entwicklung notwendig, wobei Lehrer die Schüler dabei unterstützen können, die eigenen atemtypenspezifischen Bedürfnisse wahrnehmen zu lernen.
Die Inhalte dieses Buches richten sich hauptsächlich an Blockflötisten. Die bipolaren Gesetzmäßigkeiten sind jedoch natürlich für alle Musiker anwendbar!
Die Darstellung in Schriftform erfordert hier eine Reihenfolge, die in der praktischen Arbeit vollkommen anders sein kann. In der Praxis durchdringen sich die Phänomene, die auf dem Papier zunächst voneinander getrennt beschrieben sind.
Ich habe lange gezögert dieses Buch zu erstellen.
Der Grund dafür liegt in vielen Begegnungen mit Hugo Kükelhaus und meinen ersten Lehrern Karl und Thilde Lorenz, die mich nachhaltig geprägt haben. Ein mir, bis heute von ihnen unvergesslicher Satz lautet: „Mit jeder neuen Erkenntnis, die mir zur Erfahrung wird, werde ich immer wieder zum Anfänger.“
Immer wieder neu werden wir von den Phänomenen, die uns zu weiteren Erkenntnissen bringen, eingeholt.
Viele Kursabsolventen und Schüler haben mich dennoch überzeugt, die terlusollogischen Erkenntnisse in Verbindung mit meinen jahrelangen Erfahrungen zu veröffentlichen.
Meine Aufgabe als Lehrerin und Vermittlerin orientiert sich an dem weisen Zitat von Sokrates:
„Ein Lehrer ist der, der hilft, dass der Schüler sich an das erinnert, was er eigentlich schon weiß, jedoch vergessen hat. Fragen stellen, die so wirken, dass der Schüler sein Gehirn nach Antworten und Erkenntnisse durchsucht und durchleuchtet.“
Das bedeutet, dass wir Lehrer das zutiefst in uns verwurzelte Wissen wieder ins Bewusstsein bringen.
Das Wissen um die atemtypspezifischen Prägungen bedeutet eine große Hilfe für ein besseres Selbstverständnis sowie Toleranz für die Bedürfnisse des anderen Atemtyps.
Durch die Ergänzungen im Zusammenspiel beider Atemtypen lösen sich alle Arten von Anstrengungen zur Anpassung auf. Im "Sowohl als auch" lässt sich eine entspannende Befreiung erleben:
Wir sind ausgeglichen, stark und interessant in der Ergänzung!
Durch die Einheit der Gegensätze profitiert das Miteinander in allen Begegnungen des Lebens.
Eine immerwährende, wache, spannende und Freude bringende Reise zu sich selbst, wünsche ich all denen, die mutig diesem Naturgesetz vertrauen.
“Das belehrende Wort und der Menschenverstand haben sich
als ungeeignet erwiesen, die Leibesvernunft zu fördern.
Nur im Umgang mit den Phänomenen selbst
können Organe belehrt werden.“
“Wege durch bewegte Zeiten” S. 256-257 Karl Lorenz
(Blockflöte, Gesang, Gitarre, Hawaiian Bodywork, Autorin, Atemtypenlehre nach Wilk/Hagena, www.freestyleentertainmnt.de)
Die terlusollogischen Erkenntnisse haben mir in allem was ich tue einen wohltuenden Frieden und eine wiedergewonnene Freiheit beschert. Das Wissen um die unterschiedlichen Bedürfnisse ist so fundamental wichtig für jegliche Beziehungsformen, sowohl zu anderen Menschen wie auch zu sich selbst und schließlich zum Instrument, dass ich sehr dankbar dafür bin das alles zu wissen. Das dadurch entstehende Verständnis, und die daraus folgende Toleranz führen zu einer Lebensfreude fördernden Erleichterung und Ergänzung. Das wunderbare "Sich-Selbst-Nährende-Musikmachen" eröffnet mir ein ungeahntes Potenzial!
Vor allem auf der Bühne profitiere ich sehr von diesen wundervollen Erkenntnissen, denn sie lassen mich stundenlange Auftritte mit Leichtigkeit und Freude meistern.
Hiermit sei auch mein herzlichster Dank an meine Mutter Brunhilde Holderbach ausgedrückt, die diese Erkenntnisse, die auch zwischen uns zu viel mehr gegenseitigem Verständnis geführt haben, in diesem Handbuch zu veröffentlichen!
Da meine Mutter und ich dem jeweils anderen Typ angehören, sie solar, ich lunar, haben wir die besten Voraussetzungen die Erkenntnisse gleich für beide Typen zu erforschen, was immer sehr spannend, äußerst interessant, lehrreich, heilsam und ebenso freudevoll und lustig ist!
Wissen ist Lernen.
Weisheit ist, angewandtes Wissen zum höchsten Wohl aller.
Erforsche Deine Wahrheit.
Der Friede kommt mit der Wahrheit.
Anzy Heidrun Holderbach
Zusammenfassung aus den Büchern von Dr. Charlotte und Christian Hagena
Das Wissen um die Phänomene der Polarität der Atemtypen gibt es schon seit langer Zeit. Unabhängig jener uralten Quellen wurde dieses Wissen um die bipolaren Gesetzmäßigkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von dem Musiker und Heilpraktiker Erich Wilk wiederentdeckt.
Die Kinderärztin Dr. Charlotte Hagena hat diese dann mit großem Erfolg in ihrem Berufsleben angewandt.
Ihr Sohn Christian Hagena (Arzt) gibt heute, die ebenfalls von Erich Wilk entwickelten atemtypenspezifischen Körperübungen und die dazugehörigen theoretischen Grundlagen in Ausbildungsseminaren unter dem Begriff TERLUSOLLOGIE® weiter. Sein Buch “Die Grundlagen der Terlusollogie” ist bei allen grundsätzlichen Fragen zu Rate zu ziehen. (s. Literaturverzeichnis)
Der Begriff TERLUSOLLOGIE® setzt sich aus den ersten Silben der drei lateinischen Wörter: terra, luna und sol (Erde, Mond und Sonne) zusammen. Er gibt damit den Grundgedanken wieder, dass sich das Leben auf der Erde in einem Spannungsfeld zwischen Mondenergie und Sonnenenergie befindet. Man beachte nur die ungeheure Kraft des Mondes, die durch die Gezeiten sichtbar wird.
Das Prinzip der Polarität lässt sich kurz folgendermaßen beschreiben: Die Sonne hat grundsätzlich eine vertikal ziehende, und der Mond eine horizontal dehnende Auswirkung auf alle Lebewesen.
Die Konstellation der beiden Himmelskörper prägt den Atemtyp mit dem ersten selbstständigen Atemzug.
Das aktivierte Atemzentrum erhält so seine aus- bzw. einatmungsbetonte Prägung und behält diese ein Leben lang bei.
Abhängig vom Sonnen- und Mondstand im Bezug zu Geburtsort und Geburtszeit werden die im Folgenden genannten solaren Ausatmer und lunaren Einatmer geprägt.
ERMITTLUNG DES ATEMTYPS
Der Atemtyp wird durch die Angaben des Geburtsdatums, der Geburtszeit und des Geburtsortes bestimmt. Die konkrete Berechnung des Atemtyps durch diese Angaben muss daher auch die unterschiedlichen Verhältnisse der nördlichen und südlichen Hemisphäre und die Besonderheiten der Tropenzone berücksichtigen!
VORSICHT ist geboten bei falschen Angaben von Geburtsdaten!
Selbst beim Standesamt landen gelegentlich falsche Angaben.
Leider gibt bis heute immer noch keine schlüssige wissenschaftliche Berechnungsmethode, daher ergibt sich Folgendes:
Ein Mensch ist dem lunaren oder solaren Atemtyp nur dann eindeutig zuzuordnen, wenn durch die Berechnung mindestens eine Differenz von 10% und mehr herauskommt. Sind es weniger als 10%, so spricht man von einem rechnerischen Fragezeichentyp. In diesem Fall sollte von einem ausgebildeten Terlusollogen ausgetestet werden, welche Atemtypprägung vorherrschend ist. Das gilt auch bei Zweifeln an der Richtigkeit des Geburtsdatums, des Geburtsortes und der Geburtszeit!
Auf jeden Fall ist eine der beiden Prägungen vorherrschend!
Leider ist es noch nicht gelungen eine Tabelle zu erstellen, die für alle Zonen auf der Erde gültig ist. Die Tabellen, der im Literaturverzeichnis genannten Büchern, sind noch unvollständig und gelten nicht für den Bereich zwischen den beiden Wendekreisen!
Weitere Informationen dazu, sowie ein Berechnungsprogramm sind auf der Internetseite von Christian Hagena: www.terlusollogie.de sowie in seinem Buch zu finden. (s. Literaturverzeichnis)