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Dieses Handbuch richtet sich grundsätzlich an alle Menschen, die neugierig darauf sind sich mit den Erfahrungen der Bipolaren Atemtypenlehre (Terlusollogie®) nach Erich Wilk (Musiker), Dr. Charlotte und Christian Hagena (Ärzte), auseinanderzusetzen. Besonders hilfreich und unterstützend sind die in über zwanzig Jahren erforschten und erprobten Erkenntnisse für Sänger und Instrumentalisten jedes Genres. Die Autorinnen gehen in diesem Handbuch zwar speziell auf die Bedürfnisse der Blockflötisten ein, jedoch lassen sich ihre Erfahrungen, die sie sowohl im Unterricht, in Seminaren als auch in langjährigen Konzerttätigkeiten gesammelt haben, ebenso in Berufsgruppen, in denen Atmung und Sprache eine zentrale Rolle spielen, übertragen. Dieses Handbuch lädt dazu ein, sich mit Neugier und Freude auf das eigene Erforschen und Erfahren einzulassen.
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Seitenzahl: 99
Veröffentlichungsjahr: 2022
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"Das Schönste, was wir erkennen können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das in der Wiege von Wahrheit, Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundert und nicht mehr staunen kann, ist sozusagen tot und seine Augen sind erloschen."
Albert Einstein (1879 - 1955)
ERGÄNZUNG: An jedem Morgen, bevor Albert Einstein in seinem Institut die Tür zum Forschungszentrum öffnete, hängte er seinen Mantel an den Garderobenhaken mit der symbolischen Bemerkung: "Hier hängt mein Wissen von heute – Wenn ich meinen Arbeitsforschungsraum betrete, bin ich frei von dem, was ich vorhin noch wusste!"
* Durch das bewusste Anwenden der kosmischen Gesetze erfahren wir über die Biologie unseres irdischen Körpers die göttliche Einheit, die alles umfasst und alles durchdringt. Die Differenzierung der Atemtypen führt uns letztendlich zu der Erkenntnis, dass wir ganz und vollkommen sind, und sich die vermeintlich gegensätzlichen Kräfte ergänzen und in Wahrheit eins sind. Die Atemtypenlehre bildet eine Brücke, um die Göttlichkeit in uns wiederzuentdecken und uns von ihr berühren, erfüllen und führen zu lassen. In der Hingabe an die kosmischen Gesetze können wir die ewige Einheit wieder spüren, in die wir in Wahrheit alle gleichermaßen eingebunden sind. Auf diesem Weg erfahren wir die göttliche Ganzheit und Verbundenheit mit allem was ist. Der Atem erfüllt den Körper mit Leben - der liebenden, göttlichen Essenz. In der Einheit, als reine geistige Lichtwesen haben wir keinen physischen Atem. Die Wirkung der kosmischen Kräfte sind daher nur in der Biologie als polar zu erfahren.
* Unser Handbuch verstehen wir als Anregung und Unterstützung beim selbstständigen Erforschen der angewandten Atemtypenlehre (Terlusollogie®). Die Anwendung unserer Erfahrungen erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis und darf gerne individuell weiter erforscht werden.
* Wir waren bemüht all unsere Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Handbuchs gewonnen haben, zusammenzustellen und hier zu veröffentlichen. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem Anspruch auf Vollständigkeit, denn die Forschung ist noch nicht abgeschlossen.
* Jeder Anwender ist und bleibt vollständig selbstverantwortlich im Umgang mit unseren hier aufgeführten Erfahrungen. Wir sind in keiner Weise für physische, psychische oder andere Folgen haftbar.
* Wir setzen in unserem Handbuch Grundkenntnisse der Terlusollogie® voraus. Für vollkommene Neueinsteiger empfehlen wir daher zunächst sich mit den Grundlagen der Terlusollogie® auseinanderzusetzen. (s. Literaturverzeichnis)
* Die Atemtypenlehre lässt sich natürlich auch bei Sängern und allen anderen Instrumentalisten, sowie im Alltag und Berufsleben eines jeden Menschen anwenden. Auch wenn wir hier explizit auf die Blockflöte eingehen, so kann dieses Wissen jedoch ganz leicht auf alle anderen Instrumente und das Leben im Allgemeinen abgeleitet und übertragen werden.
Wir wünschen dir nun viel Freude beim Erleben deines göttlichen Atems!
Wichtige Informationen
Vorwort der Autoren
Einführung in die Atemtypenlehre
Hoch- und Niedrigprozentigkeit
Dehnungs- und Verengungszonen
Gelenkstellung
Atmung
Basisübungen
Solar
Im Liegen
Im Sitzen
Im Stehen
Basisübungen
Lunar
Im Liegen
Im Sitzen
Im Stehen
Integration in der Gruppe
Atemkreis
Paarübung
Gruppenübung
Atemspiele
Anwendung am Instrument
Haltung und Fingertechnik
Solar
Haltung und Fingertechnik
Lunar
Sprünge / Skalen
Solar
Sprünge / Skalen
Lunar
Artikulation
Solar
Artikulation
Lunar
Tonbildung
Solar
Klangbildung
Lunar
Dynamik
Solar
Dynamik
Lunar
Interpretationshilfe
Solar
und
Lunar
Übergeordnete Bedingungen
Ohr und "Ohrhygiene"
Eröffnungsübung
Auditive Wahrnehmungsübung
Stimmgabeltest
Oberton hören / lauschen
Nah- und Weitohr / Intonation
Aufstellungsempfehlung
Praxis
Elementarbedürfnisse
solar
und
lunar
erleben
Rhythmus– und Melodieebene / Metrum und Pulsation
Auswendig – Inwendig spielen
Zusammenspiel im Duo, Trio, Ensemble/Band/Orchester
Rhythmus mit dem Fuß klopfen
Rhythmus klatschen
Gegenüberstellung
Solar / Lunar
Atemtypengerechte Blockflöten
Anhang
Literaturverzeichnis
Blitzlichter
Komponistenliste
Dank
"Man suche nur nichts hinter den Phänomenen; sie selbst sind die Lehre!"
J. W. v. Goethe (1749-1782)
Brunhilde Holderbach
(Dozentin für Blockflöte, Blockflötistin, Atemtypenlehre nach Wilk/Hagena)
In unserem Handbuch "Musik & Atemtypen", das ich als Leitfaden verstehe, werden vor allem die Grundlagen und mit Absicht keine individuellen Differenzierungen beschrieben.
Voraussetzung für ein innovatives Lernen, ist das Einverstandensein, mit den vielfältigen Möglichkeiten, die jeder Mensch in sich trägt und die sein individuelles Lernen einmalig machen. Die Beachtung der elementaren Gesetzmäßigkeiten der Terlusollogie® dienen dazu einen selbstständigen Forschungsweg einzuschlagen, um seinen persönlichen, differenzierten, empfindungsreichen und technisch brillanten Stil zu finden. Diesen zu entfalten und individuell den Bedürfnissen entsprechend zu modifizieren ist Aufgabe eines jeden einzelnen.
Aus dem praktischen Tun heraus erlebt und erlernt, gelingt es die Ergebnisse dieser Erfahrungswissenschaft als unverzichtbare Unterstützung zu integrieren, sowohl in das eigene Spiel, als auch in die Ausbildung von Schülern, denn der Körper weiß sehr genau, was ihm gut tut und was ihm fehlt. Er ist sehr weise!
Das selbstständige Suchen, Spüren, Finden ist für jede Entwicklung notwendig, wobei Lehrer die Schüler dabei unterstützen können, die eigenen atemtypenspezifischen Bedürfnisse wahrnehmen zu lernen.
Die Inhalte dieses Buches richten sich hauptsächlich an Blockflötisten. Die bipolaren Gesetzmäßigkeiten sind jedoch natürlich für alle Musiker anwendbar!
Die Darstellung in Schriftform erfordert hier eine Reihenfolge, die in der praktischen Arbeit vollkommen anders sein kann. In der Praxis durchdringen sich die Phänomene, die auf dem Papier zunächst voneinander getrennt beschrieben sind.
Ich habe lange gezögert dieses Buch zu erstellen.
Der Grund dafür liegt in vielen Begegnungen mit Hugo Kükelhaus und meinen ersten Lehrern Karl und Thilde Lorenz, die mich nachhaltig geprägt haben. Ein mir, bis heute von ihnen unvergesslicher Satz lautet: „Mit jeder neuen Erkenntnis, die mir zur Erfahrung wird, werde ich immer wieder zum Anfänger.“
Immer wieder neu werden wir von den Phänomenen, die uns zu weiteren Erkenntnissen bringen, eingeholt.
Viele Kursabsolventen und Schüler haben mich dennoch überzeugt, die terlusollogischen Erkenntnisse in Verbindung mit meinen jahrelangen Erfahrungen zu veröffentlichen.
Meine Aufgabe als Lehrerin und Vermittlerin orientiert sich an dem weisen Zitat von Sokrates:
„Ein Lehrer ist der, der hilft, dass der Schüler sich an das erinnert, was er eigentlich schon weiß, jedoch vergessen hat. Fragen stellen, die so wirken, dass der Schüler sein Gehirn nach Antworten und Erkenntnisse durchsucht und durchleuchtet.“
Das bedeutet, dass wir Lehrer das zutiefst in uns verwurzelte Wissen wieder ins Bewusstsein bringen.
Das Wissen um die atemtypspezifischen Prägungen bedeutet eine große Hilfe für ein besseres Selbstverständnis sowie Toleranz für die Bedürfnisse des anderen Atemtyps.
Durch die Ergänzungen im Zusammenspiel beider Atemtypen lösen sich alle Arten von Anstrengungen zur Anpassung auf. Im "Sowohl als auch" lässt sich eine entspannende Befreiung erleben:
Wir sind ausgeglichen, stark und interessant in der Ergänzung!
Durch die Einheit der Gegensätze profitiert das Miteinander in allen Begegnungen des Lebens.
Eine immerwährende, wache, spannende und Freude bringende Reise zu sich selbst, wünsche ich all denen, die mutig diesem Naturgesetz vertrauen.
"Das belehrende Wort und der Menschenverstand haben sich als ungeeignet erwiesen, die Leibesvernunft zu fördern. Nur im Umgang mit den Phänomenen selbst können Organe belehrt werden."
"Wege durch bewegte Zeiten" S. 256-257 Karl Lorenz
(Blockflöte, Gesang, Gitarre, Autorin, Atemtypenlehre nach Wilk/Hagena)
Die terlusollogischen Erkenntnisse haben mir eine wohltuende, friedvolle Entspannung beschert, wofür ich sehr dankbar bin. Das Wissen um die im biologischen Leben auf der Erde bipolar wirkenden kosmischen Energien ist, meines momentanen Kenntnisstandes nach, fundamental wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und jegliche Beziehungsformen, sowohl die zu anderen Menschen als auch die zu uns selbst und schließlich ebenso die zum Instrument. Das dadurch entstehende Verständnis und die daraus folgende Toleranz, sowohl für den eigenen als auch für den anderen Atemtyp, führen zu einer Lebensfreude fördernden Erleichterung und dem Erleben von bereichernder Ergänzung.
Die Anwendung dieses Wissens eröffnet uns eine neue Welt, sodass wir im alltäglichen Leben, im Unterricht und sogar auf der Bühne von diesen wundervollen Erkenntnissen sehr profitieren können, denn nun gelingen auch stundenlange Auftritte mit Leichtigkeit und Freude, was sowohl uns selbst als auch die Zuschauer erfüllt. Das Hingeben an diese kosmischen Gesetze unterstützt ganz fundamental die Selbstfürsorge und lehrt uns liebevolle Selbstverantwortung zu praktizieren. Gehen wir dann noch einen Schritt weiter und lassen alles verstandesmäßige Erklärenwollen und erst Begreifenmüssen beiseite und überlassen unseren Geist komplett der göttlichen Führung, gibt es nichts mehr zu tun, als es einfach zu (er)leben.
Hiermit sei auch mein herzlichster Dank an meine Mutter Brunhilde Holderbach ausgedrückt, die diese Erkenntnisse mit unermüdlicher Hingabe tiefer erforschte und insbesondere die Anwendung in der Musik weiterentwickelte, was auch zwischen uns zu großem gegenseitigem Verständnis, Leichtigkeit und Humor geführt hat. Da meine Mutter und ich dem jeweils anderen Atemtyp angehören, sie solar, ich lunar, hatten wir die besten Voraussetzungen die Phänomene gleich für beide Typen zu erforschen, was immer sehr spannend, äußerst interessant, lehrreich, heilsam und ebenso freudvoll und lustig war!
"Wissen ist Erinnern an die Quelle allen Seins. Weisheit ist angewandtes Wissen zum höchsten Wohl aller. Öffne Dich Deiner göttlichen Wahrheit. Der Frieden kommt mit der Wahrheit."Anžy Heidrun Holderbach
Kurze Zusammenfassung aus den Büchern von Dr. Charlotte und Christian Hagena
Das Wissen um die Phänomene der Polarität der Atemtypen gibt es schon seit langer Zeit. Unabhängig jener uralten Quellen wurde dieses Wissen um die bipolaren Gesetzmäßigkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von dem Musiker und Heilpraktiker Erich Wilk wiederentdeckt.
Die Kinderärztin Dr. Charlotte Hagena hat diese dann mit großem Erfolg in ihrem Berufsleben angewandt. Ihr Sohn Christian Hagena (Arzt) gibt heute, die ebenfalls von Erich Wilk entwickelten atemtypenspezifischen Körperübungen und die dazugehörigen theoretischen Grundlagen in Ausbildungsseminaren unter dem Begriff TERLUSOLLOGIE® weiter. Sein Buch "Die Grundlagen der Terlusollogie" ist bei allen grundsätzlichen Fragen zu Rate zu ziehen. (s. Literaturverzeichnis)
Der Begriff TERLUSOLLOGIE® setzt sich aus den ersten Silben der drei lateinischen Wörter: terra, luna und sol (Erde, Mond und Sonne) zusammen. Er gibt damit den Grundgedanken wieder, dass sich das Leben auf der Erde in einem Spannungsfeld zwischen Mondenergie und Sonnenenergie befindet. Man beachte nur die ungeheure Kraft des Mondes, deren Wirkung durch die Gezeiten sogar für das menschliche Auge sichtbar wird.
Das Prinzip der Polarität lässt sich folgendermaßen kurz beschreiben:
Die Sonne hat grundsätzlich eine vertikal ziehende, und der Mond eine horizontal dehnende Wirkung auf alles Leben.
Die Konstellation der beiden Himmelskörper prägt den Atemtyp mit dem ersten selbstständigen Atemzug.
Das aktivierte Atemzentrum erhält so seine aus- bzw. einatmungsbetonte Prägung und behält diese ein Leben lang bei.
Abhängig vom Sonnen- und Mondstand im Bezug zu Geburtsort und Geburtszeit werden die im Folgenden genannten solaren Ausatmer und lunaren Einatmer geprägt.
ERMITTLUNG DES ATEMTYPS
Der Atemtyp wird durch die Angaben des Geburtsdatums, der Geburtszeit und des Geburtsortes bestimmt. Die konkrete Berechnung des Atemtyps durch diese Angaben muss daher auch die unterschiedlichen Verhältnisse der nördlichen und südlichen Hemisphäre und die Besonderheiten der Tropenzone berücksichtigen!
VORSICHT ist geboten bei falschen Angaben von Geburtsdaten!
Selbst beim Standesamt landen gelegentlich falsche Angaben.
Leider gibt bis heute immer noch keine durchweg klare und schlüssige wissenschaftliche Berechnungsmethode, daher ergibt sich Folgendes:
Ein Mensch ist dem solaren oder lunaren Atemtyp nur dann durch die momentan zur Verfügung stehenden Berechnung eindeutig zuzuordnen, wenn anhand der Berechnung mindestens eine Differenz von 10% und mehr herauskommt. Sind es weniger als 10%, so spricht man von einem rechnerischen Fragezeichen. In diesem Fall sollte zusammen mit einem Terlusollogen oder Atemtypenlehrer herausgefunden werden, welche Atemtypprägung vorherrschend ist. Das gilt gleichermaßen bei Zweifeln an der Richtigkeit des Geburtsdatums, des Geburtsortes oder der Geburtszeit.
Auf jeden Fall ist immer eine der beiden Prägungen vorherrschend!
Leider ist es dadurch noch nicht gelungen eine Tabelle zu erstellen, die für alle Zonen auf der Erde gültig ist. Die Tabellen, in den im Literaturverzeichnis genannten Büchern, sind daher noch unvollständig und gelten z.B. nicht für den Bereich zwischen den beiden Wendekreisen!
Weitere Informationen hierzu, sowie eine Berechnungsmöglichkeit sind auf der Internetseite von Christian Hagena: www.terlusollogie.de oder auch in seinem Buch zu finden. (s. Literaturverzeichnis)
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