Nie wieder dick! - Susanne Schmidt - E-Book

Nie wieder dick! E-Book

Susanne Schmidt

4,4
9,99 €

oder
  • Herausgeber: Heyne
  • Kategorie: Lebensstil
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Ob 5, 15 oder 50 Kilo – mit Susanne Schmidt purzeln die Pfunde garantiert!

Zum Wunschgewicht ohne Hungern und Kalorienzählen – das ist das Prinzip von Susanne Schmidt. Ihre einzigartige Methode ist keine Diät, ganz im Gegenteil: Hier isst man sich rundum satt mit allem, was schmeckt. Das Besondere: Es werden pro Tag nicht mehr als 30 g Fett verzehrt. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung lässt die Pfunde schnell und bequem purzeln – ohne Heißhungerattacken und Jo-Jo-Effekt. Mit vielen leckeren Rezepten und simplen Fetttabellen schlank werden und bleiben – so unkompliziert war Abnehmen noch nie!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 184




Wilhem Heyne Verlag

München

Copyright © 2013 by Wilhelm Heyne Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Mitarbeit: Edelgard Prinz-Korte, München

Umschlaggestaltung und Layout: Eisele Grafik-Design, München

Illustrationen: Steffen Gumpert, Berlin

eBook-Produktion: EDV-Fotosatz Huber/Verlagsservice G. Pfeifer, Germering

ISBN: 978-3-641-09818-6

www.heyne.de

Inhalt

Vorwort von Dr. med. Tristan Preuß, Spessart-Klinik

Nie wieder dick! – Vorwort von Susanne Schmidt

Grundlagen und Praxis der 30-g-Fett-Methode

Mein langer Kampf mit dem Gewicht – eine Erfolgsgeschichte

Die 30-g-Fett-Methode

Sport oder Anti-Aging

Tipps für den Alltag

Motivationshilfen

Rezepte und Tipps

Rezeptleitfaden und Küchentipps

Frühstück & Snacks

Smoothies & Fast Food

Dips & Saucen

Vorspeisen & Salate

Suppen & Eintöpfe

Vegetarisches

Fisch & Meeresfrüchte

Hauptgerichte mit Fleisch

Desserts

Kuchen & Gebäck

Fettarme Klassiker

Anhang

Fetttabelle

Rezeptregister

Nie wieder dick!

Ich, Susanne Schmidt, bin 1955 geboren und war mehr als 30 Jahre dick. 2006 habe ich mit der 30-g-Fett-Methode 57 kg in 7 Monaten abgenommen, obwohl ich das Thema Abnehmen schon als gescheitert betrachtet hatte. Doch da ich endlich verstanden hatte, dass nur ich mich schlank machen, aber auch sehr schnell wieder dick machen kann, lebe ich weiter mit dieser Methode und betreibe bis zum heutigen Tag auch meinen täglichen Sport.

Es ist egal, wie alt Sie sind und wie viel Gewicht Sie verlieren möchten. Diese Methode ist für jedermann geeignet. Es ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung, die für den Rest des Lebens beibehalten werden kann. Das beinhaltet schon, dass niemand dabei hungrig sein wird. Und deshalb schaffte ich es, das erste Mal in meinem Leben mein Wunschgewicht zu erreichen. Aber auch, weil diese Methode ohne Verbote und Gebote auskommt, hielt ich durch.

Am Schluss dieses Buchs werden Sie sich fragen: »Warum habe ich mich bisher mit Diätplänen herumgeplagt?« Abnehmen kann so unkompliziert sein. Denn: Du musst und du darfst nicht gibt es hierbei nicht!

Nie wieder dick! Ein frommer Wunsch? Ja, vielleicht sogar eine Beschwörung, um den Zustand des Dickseins für immer zu verbannen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich meine Kilos für kein Geld der Welt wieder zurückhaben will.

Ich möchte Ihnen Mut mache, gerade wenn Sie schon aufgegeben haben, es noch einmal zu versuchen. Genauso wie ich es damals tat. Gesund und fit zu sein, sich in seiner Haut wohlzufühlen, mitten im Leben zu sein, anstatt nur als Zaungast zuzuschauen: Das sind doch wirklich lohnende Ziele. Doch sicher fallen Ihnen noch mehr Gründe ein …

Sie entscheiden für sich, wie Ihr Weg aussehen wird, und er wird genau so richtig sein.

Herzlichst

Susanne Schmidt

Susanne Schmidt vor 2006

seit 2007

Mein langer Kampf mit dem Gewicht – eine Erfolgsgeschichte

Zeit meines Lebens habe ich mit meinem Übergewicht gekämpft, obwohl ich im Mai 1955 als vollkommen normalgewichtiges Kind zur Welt kam. Die damals und vielleicht auch heute noch gut gemeinte, aber zweifelhafte Erziehungsmethode von Eltern, ihren Kindern mit Essen Liebe, Trost und Belohnung zum Ausdruck zu bringen und Gutes tun zu wollen, hat schon sehr früh den Grundstein für viele meiner Probleme gelegt, die sich durchaus hätten vermeiden lassen.

Die ersten Erfahrungen, die Übergewicht haben kann, machte ich schon in den frühen Jahren meiner Schulzeit. Die Lieblingsstunde vieler meiner Mitschüler, der Sportunterricht, war für mich der reinste Horror. Bockspringen, Laufen und Feldspiele bedeuteten für mich psychisch und physisch eine Qual, da ich fast immer das Schlusslicht bildete, aber trotzdem der Anstrengung kaum gewachsen war. Diese und ähnliche Situationen wurden zu Hause immer häufiger mit Leckerlis jeder Art kompensiert, was dazu führte, dass die dicke Susanne immer mehr ins Abseits rutschte.

Pubertät und erste Diät

Als 14-Jährige begann ich mit den ersten Diäten, die ich mit meiner Mutter zusammen zwei, drei oder sogar sieben Tage durchhielt. Doch von Ernährungsumstellung auf Dauer hatte damals noch niemand etwas gehört. Abnehmen hieß in den 1960er- und 70er-Jahren Eierdiät, Ananasdiät, Reistage, Weizenkleie oder Nulldiät. Das hielten wir dann ein paar Tage durch, aber danach wurde vor lauter Hunger alles wieder schnell aufgeholt, und das Resultat war meistens mehr anstatt weniger Gewicht auf der Waage.

Ich war und blieb einfach ein Pummelchen. Meine Freundinnen trugen Hotpants und hatten ihren ersten Freund. Für mich blieben das alles nur Träume. Denn wer will schon eine dicke Freundin haben? Und die schicke Mode war nur für Schlanke tragbar. So musste ich als graues Etwas die selbst genähten Klamotten von meiner Mutter tragen, zog mich immer mehr zurück und tröstete mich wie immer mit Schokolade oder Keksen.

Doch ab und an gab es auch wieder Phasen, in denen ich es schaffte, etwas mehr abzunehmen. Dann, wenn der Sommerurlaub anstand oder mein Wille abzunehmen zufällig länger als drei Tage anhielt. Das klappte richtig gut, als ich von zu Hause auszog, mein eigenes Zimmer hatte und keine Süßigkeiten mehr in der Wohnung herumlagen.

Ein neuer Lebensabschnitt: Ehe und Familie

1975 hatte ich wieder so eine schlanke Phase. Ich lernte meinen späteren Mann Holger kennen. Relativ schlank und recht ansehnlich, erlebte ich für kurze Zeit, wie es ist, nicht nur im Schatten zu stehen, sondern sich mit den anderen schlanken Frauen auf Augenhöhe zu bewegen. Ich fühlte mich soooo gut. Ein Jahr später heirateten Holger und ich. Ich war glücklich und sehr verliebt. In dieser Zeit konnte ich mein Gewicht problemlos unter Kontrolle halten. Ich war satt vor Glück und brauchte keinen Ersatz, keine essbaren Glücksbringer.

Doch mit der Zeit entwickelte sich mein Mann Holger mehr und mehr zur Naschkatze. Das kam ehrlich gesagt auch meiner Natur sehr entgegen, und so saßen wir fast jeden Abend gemütlich auf dem Sofa und knabberten Schokolade, Chips und was es sonst noch so alles gab. Ich konnte einfach nicht widerstehen, und an meine Figur dachte ich in diesen Momenten leider nicht. Holger machte damals viel Sport, konnte sich die Leckereien also ohne Reue leisten. Nur: Susanne und Sport? Das waren schon immer zwei Welten gewesen. Somit rächten sich diese gemütlichen Abende bei mir dann auch leider mit vielen zusätzlichen Kilos auf den Hüften. Aber ich dachte: »Demnächst machst du mal eine Diät. Dann ist der Speck schnell wieder weg.«

Warum ich immer wieder so dachte? Ich weiß es nicht: Denn Erfahrungen damit hatte ich ja genügend gemacht. Dass man eben mal schnell abnimmt, ist nur eine Illusion, das wusste ich eigentlich ganz genau. Und die Waage zeigte nun schon über 100 kg an. Nach zwei Jahren Ehe erlebte ich die erste Schwangerschaft mit Sohn Christian und nahm wider Erwarten kein Gramm zusätzlich zu. 1984 kam mein Sohn Mark auf die Welt, und auch dieses Mal gab es keine Gewichtszunahme. Wenn ich auch nicht schlank war, hielt ich doch mein Gewicht. Als Vollblutmutter, ohne eigene Interessen, war das für mich vollkommen ausreichend. Ich musste schließlich Mann und Kinder versorgen. Da war kein Platz für mich und meine Figur.

Aller Anfang ist schwer

Doch Kinder werden größer. Ich merkte, dass Mutter sein für mich nicht mehr die alleinige Lebenserfüllung war. Nun wurde mir wieder bewusst, wie dick ich eigentlich war und als Frau gar nicht mehr wahrgenommen wurde. Es gab mich eigentlich nur noch als Hausfrau und Muttertier.

Diese Erkenntnis führte jedoch nicht dazu, etwas zu ändern. Im Gegenteil. Das öffentliche Leben bestand für mich nur aus Spielplatz, Kindergarten und Einkaufen. Vielleicht manchmal noch ein Besuch bei einer Freundin. Da war mein Aussehen nicht so wichtig. Bei anderen Anlässen erfand ich jedoch immer neue Ausreden, um diese Termine nicht wahrnehmen zu müssen. Ich schämte mich und verkroch mich immer mehr. Die Folge war, dass ich alles mit noch mehr Essen kompensierte.

Jeden neuen Tag begann ich mit dem Vorsatz, endlich etwas dagegen unternehmen zu wollen. Doch nach zwei oder drei Tagen hielt ich diese Hungerdiäten natürlich nicht mehr aus und fiel ungebremst über den Kühlschrank her. Immer mit dem Spruch auf den Lippen: Aber morgen, ganz bestimmt, fange ich an.

Heute kann ich es nicht mehr begreifen, warum ich so viele Jahre meines Lebens auf das Leben verzichtet habe. Bin ich selbst schuld daran? Hätte ich es verhindern können? Und das Wichtigste: Kann ich es für die Zukunft verhindern? Und wenn ja, wie?

Jahrzehnte versuchte ich alle möglichen Mittel, Geheimtipps, Pülverchen, Drinks und Co. Jedes Mal nur mit kurzfristigem Erfolg. Denn die Werbung suggeriert bis heute, dass diese Hilfen ganz einfach, schnell und für alle Zeit eine schlanke Figur zaubern können, wenn man nur dieses oder jenes kauft oder für ein paar Wochen anwendet.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Und ich verschenkte 30 Jahre meines Lebens aus Unwissenheit, Bequemlichkeit, Frust und Leichtgläubigkeit. Immer in Erwartung, dass ich irgendwie und irgendwann von irgendetwas schon schlank gemacht werden würde. Die Erkenntnis, dass, wenn ich im Leben wirklich etwas für mich erreichen oder verändern will, dies selber machen muss, dass mir das niemand abnehmen kann, ist mir leider erst viel später gekommen.

Der Wendepunkt

Mittlerweile war ich 51 Jahre alt und wog stolze 132 kg. Es war das Jahr 2006, und mein Arzt meinte nach einem Check-up zu mir: »Hätten Sie nicht Lust, eine Kur zum Abnehmen zu machen?« Warum nicht ein paar Tage rauskommen, dachte ich. Glaubte aber nicht mehr an einen Erfolg. Denn was sollten die mir wohl noch Neues erzählen? Vier Wochen später machte ich mich auf zur Kur in die Spessart-Klinik nach Bad Orb. Doch der vermeintliche Erholungsurlaub entpuppte sich als Stress. Ich sollte Sport machen. Ich hasste Sport seit meiner Schulzeit. Und nun jeden Morgen, drei Wochen lang? Nordic Walking und Aqua-Fitness waren angesagt. Das alles auch noch vor dem Wachwerden, vor dem Aufstehen und vor dem Frühstück. Grauenhaft!

Bewegung war für mich immer etwas gewesen, das ich zu vermeiden versuchte. Denn in meinem Elternhaus lernte ich nie, dass Sport auch Freude bringen kann. Jede überflüssige Bewegung wurde vermieden. Durch mein immer höheres Gewicht und dessen Begleiterscheinungen wie geschwollene Füße und Beine, schmerzende Hüften, Rückenschmerzen und Atemnot reduzierte sich meine Bewegung dann schließlich auf ein Minimum. In Bad Orb nun Sport! Hätte ich diese Kur nur nicht begonnen, dachte ich wütend. Denn hier gab es keine Ausweichmöglichkeit. Ich musste das Laufen und die Aqua-Fitness jeden Morgen mitmachen. Es gehörte bei mir zur Kuranwendung. Ausreden waren zwecklos.

Das zweite Standbein zum Abnehmen in Bad Orb ist natürlich die Ernährung. Die 30-g-Fett-Methode basiert auf einer ganz einfachen Grundlage: Um das Gewicht zu reduzieren, sollte man nicht mehr als 30 g Fett am Tag essen. Dieses berechnet sich aus sichtbarem Fett, wie Öl oder Butter, aber auch aus unsichtbarem Fett, das in Käse, Wurst, Kuchen und fast allen anderen Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen enthalten ist. Das ist das ganze Geheimnis. Auch ein Mengenesser braucht nicht zu hungern. Das ist bei dieser Ernährungsform (es ist keine Diät) das Schöne. Jeder kann fast alle seine Angewohnheiten in puncto Essen beibehalten. Isst man morgens Müsli, soll man es weiterhin essen. Isst man abends warm, bedarf es keiner Änderung. Hat man immer um 22 Uhr noch etwas gegessen, sollte man auch dieses weiterhin tun. Wichtig ist nur, dass über den Tag verteilt die Menge stimmt. Die Ausnahmen sind Lebensmittel, die kein oder fast kein Fett haben, aber viel Zucker. Diese Lebensmittel, meistens sind es Naschereien, sollten nur in kleinen Mengen genossen werden, auch wenn sie kein oder sehr wenig Fett haben. (Gummibärchen zum Beispiel haben zwar 0 g Fett, aber 700 Kalorien in einer 200-g-Tüte!)

Am Ball bleiben

Nach drei Wochen Spessart-Klinik hatte ich 12 Kilo weniger auf der Waage und war ein wenig traurig, nach Hause zu müssen. Ich war gespannt, wie sich die 30-g-Fett-Methode im Alltag bewähren würde und was von dem Erlernten auf Dauer übrig blieb. Mein Sohn Christian, der sich sehr über meinen Erfolg freute, meinte: »Mama, Du hast in den letzten Wochen so gut abgenommen. Wir werden jetzt jeden Morgen Nordic Walking machen und du kochst, wie du es in der Spessart-Klinik gelernt hast. Dann wirst du sicher noch einige Kilos mehr verlieren, und mir schadet es auch nicht.« Gesagt, getan. Christian stand jeden Morgen bereit und holte mich zum Laufen ab. Bei Unlust erinnerte er mich immer wieder an meinen Vorsatz, und so wurde es nach und nach mit jedem verlorenen Kilo einfacher und selbstverständlicher, täglich Sport zu treiben. Das ist bis heute so geblieben. Ich kann immer noch ohne Sport leben. Aber ich weiß um die Vorteile und mache es einfach, ohne Ausreden zu suchen.

Oft habe ich mich gefragt: Was war dieses Mal anders als bei allen anderen Versuchen, das Gewicht zu reduzieren. Ich denke, es gab mehrere Gründe:

1. Ich hatte mittlerweile Konfektionsgröße 56. Bald würde ich gar nichts mehr zum Anziehen bekommen.

2. Der Arzt hatte eine Fettleber diagnostiziert und mir mehrfach gesagt, dass daraus Krebs entstehen könne.

3. Als die Waage in der Spessart-Klinik 132 kg anzeigte, obwohl ich mir immer vorgemacht hatte, dass mein Gewicht schon nicht höher als 125 kg steigen würde.

4. Dass mir endlich klar wurde, dass nur ich an meinem Gewicht etwas ändern kann. Es gibt niemanden, zu dem man sagen kann: »Mach mich mal schlank!«

5. Dass mein Sohn mich so unterstützt hat und bei einem Durchhänger meinen inneren Schweinehund in die Schranken verwiesen hat.

6. Dass ich eine Kur gemacht habe und somit den besten Einstieg zum Abspecken hatte.

7. Das erste Mal in meiner langen Abnehmkarriere kam das Wort Bewegung darin vor. Daher war der Erfolg wesentlich besser und die Motivation weiterzumachen auch.

ENDE DER LESEPROBE