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Der Autor, E.R. Petzold, blickt auf seine Erfahrungen und Erlebnisse als ein sich interdisziplinär verstehender Arzt für psychosomatische Medizin zurück. Basel, Heidelberg, Homburg/Saar, Aachen sind die Stationen. Die Inhalte sind Familienmedizin, systemisches Denken, Balintarbeit, Kunst und Theologie. Die vielfältigen Facetten interpsychischer Kommunikation sind das therapeutische Kernthema.
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Seitenzahl: 164
Veröffentlichungsjahr: 2020
Opera omnia – alii et mea
Zukunft braucht Herkunft
Ein Resümee
Opera omnia – alii et mea
Zukunft braucht Herkunft1,2,3
Ein Resümee
E. R. Petzold
1 Jean Paul: Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal, Reclam 2013, S.28
2 Marquard Odo: Zukunft braucht Herkunft- Philosophische Essays, Reihe Reclam, 2003
3 Petzold E., Bölle M., Henkelmann, Th.: Von Mesmer bis Breuer. - Aus den Anfängen der Psychosomatischen Medizin - In: Meyer, A.E., Lamparter, U. (Hrsg.): Pioniere der Psychosomatik. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte ganzheitlicher Medizin. Roland Asanger Verlag Heidelberg (1994)
© 2020 Ernst Petzold
Verlag und Druck: tredition GmbH
Halenreie 40–44
22359 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-347-13693-9
Hardcover:
978-3-347-13694-6
e-Book:
978-3-347-13695-3
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kap. I Die Anfänge und das Wachsen unter Paul Christian
Kap. II Familiäre Dimensionen – Das Konzept der Familienmedizin
Kap. III Zur Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin an der RWTH in Aachen
Kap. IV Balintarbeit
Kap. V Von der Physiologie, der Salutogenese und den Wartburggesprächen
Kap. VI Das Aachen–Jenaer Kunst- und Psychosomatik-Seminar
Kap. VII Vom Gestaltkreis über die Bisperonalität zum Methodenkreis
Kap. VIII Meine kirchlichen Wurzeln – das jüdisch-christliche Erbe
Vorwort
Kein Geringerer als das ,Schulmeisterlein Wutz‘ von Jean Paul (1793) ist Pate dieses Titels. „Opera omnia“ so schreibt er und weiter: „Wie alle großen Skribenten ihren Lebenslauf… in ihre opera omnia stricken…“ Das Leben und das Sterben des ,Schulmeisterlein Wutz‘ erzählt J.P. so nüchtern und eindrucksvoll, dass ich mir den Titel borge, auch wenn ich mich nicht wie er zu den großen Skribenten rechne. Alii et mea sind meine Ergänzungen. Mea sind subjektives Erleben und objektives Erklären meiner sechzig Jahre in der Psychosomatischen Medizin (1959–2019). Alii sind die Autoren, Coautoren, Doktorandinnen und Doktoranden, Schwestern, Pfleger und Studenten meiner Zeiten in Heidelberg, Homburg/Saar, Aachen, Jena und Tübingen. Ihnen will ich meinen Dank sagen. Sie haben meinen Weg durch Höhen und Tiefen begleitet. Daran erinnere ich mich gerne.
Erinnerungen prägen uns Menschen und gestalten oft die Zukunft. Wie das Erinnern, so ist auch das Vergessen ein wichtiger Teil unseres Lebens. Gegen das Vergessen habe ich diesen Rückblick geschrieben, um festzuhalten, was aus meiner Sicht für das Gelingen der Psychosomatischen Medizin und der Balintarbeit in unserer Zeit wichtig war. Gespräche, Körper und Seele!
Braucht Zukunft wirklich Herkunft? Wer und Was? Wie und warum? Wann und wozu? Mit diesen Fragen können Vergangenheit und Zukunft miteinander verknüpft werden. „Aus Tradition in die Zukunft“ war der Leitspruch der Heidelberger Universität. „Bei uns beginnt die Zukunft“ konterte man in Aachen. Hier wie dort haben wir versucht, psychosomatische Medizin zu verwirklichen, u.a. beim ,Brückenbau von der Psychosomatik zur Allgemeinmedizin‘.4
Mit meinen Anfängen im Sanitätsdienst der Bundeswehr (1959) und in der Medizinischen Universitätsklinik in Heidelberg, der Ludolf Krehl (als Doktorand,1965-67), geht es über die Entdeckung der familiären
Dimension bei Anorexia nervosa Patienten, zu dem Aufbau einer Psychosomatischen Klinik an der RWTH in Aachen. Das Epitheton ,psychosomatisch‘ hat mehrere Bedeutungen, u.a. eine Benennung bestimmter Krankheiten, eine Philosophie der Leib- Seele Beziehungen, ferner Psychophysiologie, eine Kategorie von Symptombildungen sowie eine holistisch-integrative Sicht von Krankheiten.
Vereinfacht kann man für den deutschen Sprachraum sagen: „Psychosomatik ist Psychotherapie von Körperkrankheiten“.5 Weitere Positionen des Möglichen‘ ergaben sich aus der Balint-arbeit, aus den Wartburggesprächen zur Salutogenese und aus der Physiologie. Hinzu kamen Kunst und Psychosomatik, eine theoretische Stufentreppe und last but not least meine kirchlichen Wurzeln und das jüdische – christliche Erbe.
Ohne alii wären opera omnia mea nie entstanden. So gilt Ihnen allen mein Dank.
Ein ganz besonderer Dank gilt Günther Bergmann für das mühevolle Lektorieren dieser Arbeit.
4 Petzold E.; B. Luban-Plozza; Hj. Mattern; G. Bergmann (Hrsg.) Brücken von der Psychosomatik zur Allgemeinmedizin, Springer Verlag, Heidelberg, 1987. Daraus entstand eine Reihe, die noch zehn Jahre fortgesetzt werden konnte.
5 Petzold E. , M. Bölle, Th. Henkelmann: „Aus den Anfängen der Psychosomatischen Medizin“ In: Meyer A.E. & U. Lamparter (Hg.) Pioniere Psychosomatik- Beiträge zur Entwicklungsgeschichte ganzheitlicher Medizin. Asanger, Heidelberg, 1994
