Peru und Deutschland: Mein Leben zwischen zwei Kulturen - Mónica Giersbach - E-Book

Peru und Deutschland: Mein Leben zwischen zwei Kulturen E-Book

Mónica Giersbach

0,0
2,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.
Mehr erfahren.
Beschreibung

Mit ihrem Buch versucht die Autorin anderen Menschen, die auch in einem fremden Land leben, Mut zu machen. Ebenso wird der Leser Einblick in eine neue Kultur nehmen. Auf diese Weise hofft die Autorin auf mehr Offenheit gegenüber Ausländern. Das Kennenlernen verschiedener Mentalitäten trägt aus ihrer Sicht zweifellos zum Abbau vieler Vorurteile und zu einer gelungenen Integration bei, was ein besseres Miteinander ermöglicht. Die Hauptfigur Viviana erzählt, wie sie ihren deutschen Mann Peter kennenlernte. Bilinguale Kindererziehung, kulturelle Unterschiede zwischen Peru und Deutschland, Trauer und Freude werden im Buch thematisiert.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Andere Länder, andere Sitten

Wo ist dann unsere Heimat?

Kinder bilingual erziehen?

Gemeinsamkeiten zwischen Lima und London?

Rollläden und Briefkästen fehlen.

An den Haustüren sind in London nur die Hausnummern angebracht.

Rollläden und Mischbatterien: Fehlanzeige.

Die Rechnung, bitte! ¡La cuenta, por favor!

Deutsches Brot und Mineralwasser?

Schuluniform

Wenn der eigene Vater Alzheimer hat

¡Feliz Navidad!

„Stille Nacht, heilige Nacht!“

Wie man mit Trauer aus der Ferne umgehen kann.

Ein Wunder ist geschehen!

Leb wohl, Alexia!

Für meine lieben Eltern

Para el abuelo y la abuela

Los queremos mucho

Eure deutsche Familie

Andere Länder, andere Sitten

„Was ist typisch deutsch?“, werde ich oft gefragt, wenn ich meine Familie in Lima, Hauptstadt von Peru, besuche. Eine kurze Antwort wäre: „Ordnung ist das halbe Leben der Deutschen.“ Das war mein erster Eindruck, als ich das erste Mal in Deutschland war. Der Verkehr in Lima (eine Großstadt mit mehr als acht Millionen Einwohnern) ist chaotisch. In Deutschland sind die Straßen in der Regel gut ausgeschildert, was dazu beiträgt, dass der Verkehr ordentlich läuft. Die Peruaner, wie viele andere Südländer, sind lockere, liebenswürdige Menschen. Beim Begrüßen küsst man sich gegenseitig auf die Wange. Männer schütteln Hände oder klopfen sich auf die Schulter. Begrüßungen oder Abschiede sind praktisch ein Ritual, da es lange dauert, bis man sich wirklich verabschiedet hat und geht. Hier war ich anfangs erstaunt, als jemand plötzlich aufgestanden und nach einem einzigen „Tschüss!“ oder „Macht es gut!“ weggegangen ist. „Hat er es eilig?“, dachte ich. Pünktlichkeit gehört nicht zu den besten Eigenschaften der Südamerikaner. Ich denke, „Zeit“ wird da drüben anders wahrgenommen. Mein Mann selbst sagt zu mir: „Du hast immer Zeit“, obwohl ich eigentlich pünktlich bin. Ein Peruaner hat aber immer Zeit, um sich mit Freunden – auch unter der Woche – zu treffen. Der Tag verläuft spontan, ohne dass man sich so große Gedanken macht. Es kommt oft vor, dass man ganz unerwartet die Familie oder Freunde besucht: Übrigens, dort hat man „nur“ „Freunde“, das Wort „Bekannte“ benutzen wir nicht.

Hier dagegen planen die Deutschen fast alles. Kaffeetrinken beginnt pünktlich um 15 Uhr. Als mein Sohn einmal Geburtstag in Lima feierte, wunderte er sich, dass die ersten Gäste erst ab 18 Uhr erschienen. Geburtstage werden dort spät gefeiert. Gäste kommen nach und nach, selten alle zur gleichen Zeit. Das Haus meiner Eltern war am Ende des Tages voll, da die Familie dort sehr groß ist. Das hat meinem Sohn gut gefallen.

Ich vermisse das peruanische Essen sehr. Es gibt viele leckere Gerichte, die mit „ají“ (eine Art Chilischote) zubereitet werden. Zum Beispiel: „Papa a la huancaína“ (Kartoffeln mit einer scharfen Käsesoße). Wusstet ihr, dass die Kartoffeln aus Peru (aus den Anden) stammen? Dort gibt es über 4000 Kartoffelsorten. Meinem Mann schmecken „ollucos“ (kleine Kartoffeln, klein geschnitten, mit Fleischstückchen und mit „ají“, Zwiebeln, Knoblauch, mit etwas Pfeffer und Salz gewürzt und mit Reis serviert) besonders gut. Reis isst man jeden Tag als Beilage, so wie die meisten Deutschen Kartoffeln. In Peru ist es üblich, Reis und Kartoffeln zusammen in einem Gericht zu finden, was für die Deutschen unvorstellbar wäre. Etwas, was mir anfangs auch unglaublich schien, ist die Tatsache, dass Knoblauch hier nicht gegessen wird, wenn man zur Arbeit muss. Die Kollegen könnten sich doch beschweren, dass man so stark nach Knoblauch riecht. In Peru gehört Knoblauch zum Alltag, da wir den Reis mit Knoblauch zubereiten.

Papa a la huancaína

Hier ein Familienrezept unserer peruanischen Vorspeise „Papa a la huancaína“:

Zutaten (6 Personen):

6 Kartoffeln3 hartgekochte Eier6 schwarze OlivenEin paar Blätter Eisbergsalat200 ml Speiseöl200 ml Kondensmilch2 KnoblauchzehenSalz250 g Hirtenkäse (oder Schafs- oder Fetakäse)4 orangefarbene Chilischoten (in Peru bekannt als „ají amarillo“)

Zubereitung: