Romantische Bibliothek - Folge 33 - Ina Ritter - E-Book

Romantische Bibliothek - Folge 33 E-Book

Ina Ritter

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Beschreibung

Nach langen Jahren der Trauer beschließt die junge Carla Pauly, nach Kanada auszuwandern und einen Deutschkanadier zu heiraten. Ihr Verlobter Edwin Weber, der Mann, den sie über alles liebt, ist im Krieg gefallen, und in Deutschland hält Carla nichts mehr. Und so heiratet sie in Quebec Winfried Kattau, einen fremden Mann, dem sie keine Gefühle entgegenbringt. Als Carla allmählich beginnt, ihren Mann schätzen zu lernen, steht plötzlich Edwin Weber vor ihrer Tür. Die Todesnachricht war ein Irrtum! Was soll sie tun? Den Mann, mit dem sie verheiratet ist, liebt sie nicht, und den Mann, den sie liebt, kann sie nicht heiraten, weil sie nicht frei ist.

Hin- und hergerissen zwischen Loyalität und Liebe sieht Carla nur einen Ausweg: die Flucht. Und so flieht Carla vor beiden Männern und versucht, sich in diesem weiten, fremden Land alleine irgendwie durchzuschlagen. Ein junges Mädchen, das den Glauben an ein glückliches Leben an der Seite eines liebenden Mannes verloren hat ...

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Seitenzahl: 171

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

Cover

Impressum

Dein in Glück und Unglück

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2016 by Bastei Lübbe AG, Köln

Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: shutterstock/Daria_Cherry

E-Book-Produktion: César Satz & Grafik GmbH, Köln

ISBN 978-3-7325-3264-3

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

www.bastei.de

Dein in Glück und Unglück

Schicksalsroman um eine junge Liebe

Von Ina Ritter

Nach langen Jahren der Trauer beschließt die junge Carla Pauly, nach Kanada auszuwandern und einen Deutschkanadier zu heiraten. Ihr Verlobter Edwin Weber, der Mann, den sie über alles liebt, ist im Krieg gefallen, und in Deutschland hält Carla nichts mehr. Und so heiratet sie in Quebec Winfried Kattau, einen fremden Mann, dem sie keine Gefühle entgegenbringt. Als Carla allmählich beginnt, ihren Mann schätzen zu lernen, steht plötzlich Edwin Weber vor ihrer Tür. Die Todesnachricht war ein Irrtum! Was soll sie tun? Den Mann, mit dem sie verheiratet ist, liebt sie nicht, und den Mann, den sie liebt, kann sie nicht heiraten, weil sie nicht frei ist.

Hin- und hergerissen zwischen Loyalität und Liebe sieht Carla nur einen Ausweg: die Flucht. Und so flieht Carla vor beiden Männern und versucht, sich in diesem weiten, fremden Land alleine irgendwie durchzuschlagen. Ein junges Mädchen, das den Glauben an ein glückliches Leben an der Seite eines liebenden Mannes verloren hat …

Carla Pauly öffnete die Schrankschublade und nahm einen Stoß Briefe heraus.

Die Augen des Mädchens blieben trocken, als es sich an den Tisch setzte und die Briefe ein letztes Mal durchsah. Es mag vielleicht üblich sein, Liebesbriefe mit einem bunten Bändchen zusammenzuschnüren. Carla hatte es niemals getan, sie las die Briefe, nahm zum letzten Mal die zärtlichen Worte des toten Mannes in sich auf, und dann erhob sie sich brüsk.

Das, was Edwin Weber ihr einmal geschrieben hatte, war vorbei, endgültig Vergangenheit, nur die Briefe lebten noch. Deshalb musste sie die Briefe töten, wie andere den Mann getötet hatten, mit dem sie – eine Ewigkeit schien es schon her zu sein – einmal verlobt war.

Den Entschluss, die Vergangenheit ganz und gar auszulöschen, hatte sie heute Morgen gefasst, und jetzt merkte sie, dass die Ausführung viel schwerer war, als sie es sich vorstellen konnte. Sie kannte die Briefe Wort für Wort auswendig. Sie hatten sich mit jeder zärtlichen Wendung in ihr Gedächtnis eingebrannt, und es würde nicht viel ändern, wenn sie sie jetzt nahm und nacheinander in den Ofen steckte. Die Flammen konnten nur das Papier vernichten, nicht aber die Erinnerung an die Grüße des Mannes, der ihr so unendlich viel bedeutete.

In einer Woche würde sie abfahren, ein neues Leben beginnen, ein Leben in einem anderen Land, mit einem fremden Mann, den sie niemals gesehen hatte, von dem sie nur das wusste, was er ihr in etwas unbeholfener Art geschrieben hatte.

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