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Der Verfasser dieses Buches hat einen Plan entwickelt Kindesschändungen wirkungsvoll zu bekämpfen. In diesem Buch sind verschiedene präventive Maßnahmen festgehalten. Diese Autobiographie ist so etwas wie ein Grundstein für mein Vorhaben. Dieses Buch soll von so vielen Menschen wie möglich gelesen werden, denn ich werde Mitstreiter brauchen die veröffentlichte Petitionen in sozialen Netzwerken teilen und unterschreiben/mitzeichnen. Im Buch wird näher darauf eingegangen. Verschließt die Augen nicht vor dem Problem der Kindesschändungen. Davon werden die Probleme nicht gelöst. Ich hatte schon früh in meinem Leben Gewalt und Missbrauch erfahren. Habe schlechtes, das ich in meinem Leben tat und tuen wollte, mit meiner Kindheit gerechtfertigt. Ich hoffe dass so etwas künftig nicht mehr sein wird und wenn es doch noch sein wird, dann hoffe ich, dass es Ausnahmen sein werden. Diese Autobiographie handelt unter anderem von Missbrauchs- und Gewalterfahrungen in meiner Kindheit, vom frühen Tod eines Elternteils, von frühem Drogenmissbrauch, die daraus resultierende Drogensucht, Erfahrungen im Drogenmilieu, von Sexsucht, Erfahrungen im Rotlichtmilieu, Auseinandersetzungen mit Clanmitgliedern, vermeintlichen Clanmitgliedern und Personen die Clanmitgliedern nahe stehen oder nahe standen; von Auseinandersetzungen mit Türstehern, von Auseinandersetzungen mit Polizisten, und von vielen anderen Geschichten in denen ich Gewalt erfuhr und in denen ich anderen Gewalt antat. Außerdem geht es um psychische Krankheiten, die da wären: Mehrere Jahre anhaltende Depressionen, psychotische Episoden und die Diagnose paranoide Schizophrenie. Wenn durch den Verkauf dieses Buches ein Profit entsteht, will ich mindestens 30% des Profits an Hilfsorganisationen spenden, die ich schon seit geraumer Zeit unterstütze. Es handelt sich um diese Hilfsorganisationen: Save the Children, Brot für die Welt, Christoffel Blindenmission
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Seitenzahl: 492
Veröffentlichungsjahr: 2024
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Ich hoffe, dass niemand die Augen verschließt vor dem was er oder sie gleich lesen wird. Durch Weggucken werden keine Probleme gelöst. Das Weggucken macht die Probleme nur noch größer.
Ich habe einen Plan entwickelt die Kindesschändungen wirkungsvoll zu bekämpfen, oder besser noch, ganz aus der Welt zu schaffen. Zumindest in Deutschland sollen die Kindesschändungen bald ein Ende haben. Damit der Plan aufgeht brauche ich euch als Unterstützer. Näheres erfahrt ihr beim Lesen.
Diese Autobiographie handelt von meinem Leben, das sich hauptsächlich in meiner Heimatstadt Bremen abspielte. Sie handelt unter anderem von Missbrauchs- und Gewalterfahrungen in meiner Kindheit, vom frühen Tod eines Elternteils, von frühem Drogenmissbrauch, die daraus resultierende Drogensucht, Erfahrungen im Drogenmilieu, von Sexsucht, Erfahrungen im Rotlichtmilieu, Auseinandersetzungen mit Clanmitgliedern, vermeintlichen Clanmitgliedern und Personen die Clanmitgliedern nahe stehen oder nahe standen; von Auseinandersetzungen mit Türstehern, von Auseinandersetzungen mit Polizisten, und von vielen anderen Geschichten in denen ich Gewalt erfuhr und in denen ich anderen Gewalt antat. Außerdem geht es um psychische Krankheiten, die da wären: Mehrere Jahre anhaltende Depressionen, psychotische Episoden und die Diagnose paranoide Schizophrenie.
Sie gibt einen Einblick in das, was Menschen in psychotischen Phasen erleben können und was es heißt paranoid schizophren zu sein. Es wird erklärt, was Halluzinationen sind, und es wird beschrieben welche starken Nebenwirkungen bei der Einnahme von Psychopharmaka auftreten können. Diese Autobiographie handelt von unerfüllten Lieben und man erfährt was mit einem Menschen passiert, in dem sich über viele Jahre der Hass aufstaut.
Beim Lesen dieser Autobiographie werden dem Leser oder der Leserin fragwürdige Verhaltensweisen auffallen. Der Leser oder die Leserin darf mich ruhig als Abschaum abstempeln, trotzdem bitte ich darum diese Autobiographie bis zum Ende zu lesen. Dieses Buch handelt zwar von mir und meinem Leben, aber es geht nicht um mich. Es geht darum die Kinder zu schützen. Dieses Buch wurde nicht geschrieben, um zu verheimlichen. Unter anderem will ich zeigen welche Abgründe sich in einem Menschen auftun können, und wie psychopathisch jemand werden kann, wenn er bestimmte Erfahrungen macht.
Bezüglich meines Vorhabens ist das 2. Nachwort das Wichtigste in diesem Buch, denn in diesem wird beschrieben, wie man die Kindesschändungen wirkungsvoll bekämpfen kann.
Wenn jemand mein Leben nicht lesen will, dann bitte ich darum, wenigstens das 2. Nachwort zu lesen. Dort steht geschrieben, wie mein Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann. Es geht erst einmal um eine Petition. Dieser Petition sollen weitere Petitionen folgen, damit die Kinder künftig in einer sichereren Welt leben.
Ich habe diese Autobiographie vielleicht nicht perfekt, aber ziemlich präzise chronologisch wiedergegeben. Ich bin vielleicht ein Verrückter, aber ich bin nicht nur ein Verrückter.
Ich bin ein Mann mit einer Botschaft und einer unmissverständlichen Forderung. Ich bin angetreten Deutschland zu verändern; mindestens Deutschland.
Wenn durch den Verkauf dieses Buches ein Profit entsteht, will ich mindestens 30% des Profits an Hilfsorganisationen spenden, die ich schon seit geraumer Zeit unterstütze.
Es handelt sich um diese Hilfsorganisationen:
Save the Children
Brot für die Welt
Christoffel Blindenmission
Vorwort
Meine ersten Jahre
Der Umzug nach Walle
Mein Stammbaum
1. Kapitel über meinen Vater
Der Traum vom eigenen Motorrad
Onkel Asmodeus
2. Kapitel über meinen Vater
Mein Cousin der Hai
Mein kleiner Bruder
Die wilden Grundschulzeiten
3. Kapitel über meinen Vater
Als ich begann die kleinen Kinder zu lieben
Boxen in Gröpelingen
Das Mädchen von gegenüber
Der Sturz
Aeshma
Als ich das erste Mal ein Messer zog
Das Feuer
Der Schulwechsel
Die Bombenattacke auf die Prostituierten
Das Geschäft mit den Zigaretten
Der Ruf nach einem schon längst Übergegangenen
Der brutale Drecksbulle
09.11
Zwei brutale Alkoholabstürze
Die erste Schlägerei mit Afshin
Meine Konfirmation
Straßenkampf mit Milan
Gefährliche Spritztour
Der Hinterhalt
Die zweite Schlägerei mit Afshin
Und gleich die nächste Schlägerei
Jolina
Da hatte er wohl den Falschen provoziert
Die Weihe des Felix
,,Lange Nacht“
Die Schlägerei mit Ihab
Mit einem Ständer hinein in den Klassenraum
Der Bulle, der meinen Arsch streichelte
Die Karibikreise
Beim Thaiboxen
Beginn meiner ersten Ausbildung
Die dritte Schlägerei mit Afshin
Der Erbstreit
Der Winterurlaub
Auf der Arbeit
Der viel zu frühe Tod von Enis
Die Zeugenaussage
Das erste Mal Kokain
Die Geschichte mit dem Schlagring
Der Zeitungsartikel, der mich auf eine schäbige Idee brachte
Die Fahrradtouren
Die weise Entscheidung des Psychologen
Nach der Narkose
Morbus Bechterew
Die unnötige Auseinandersetzung
Das Erbe
Meine erste Hure in der Helenenstraße
Die Cannabisernte
Die Nacht in der ich fast mein Kostbarstes verloren hätte
Der schäbige Trick mit der Fake-Hochnahme
Der Racheakt wegen einer Lappalie
Die Schlange im Keller
Deutsche Genies
Die Messer-Action in der Nähe des Hauptbahnhofs
Der Beginn einer Psychose mit ersten Halluzinationen
Das Buch gab mir die Antwort und die Herrlichkeit zog in mein Herz
Meine Rachegelüste bezüglich Onkel Asmodeus
Was zu einer Psychose führen kann
Umzug in die Bahnhofsvorstadt
Die übertriebenen Schläge
Mein Vaterherz
Die Klassenfahrt nach London
Erstes Kapitel über eine psychotische Episode
Die Spritztour zur Reeperbahn
Mathis Auftritt und Tritte bis ins Koma
Der Führerscheinentzug
Mein erster Strafverteidiger
Ein paar Flirtversuche
Beim Rheumatologen
Als es mich erwischte
Ein Kontrahent, der mir wie ein Pitbull in den Kopf biss
Die 300.000€ Klage
Die gebrochene Nase nach der Kopfnuss
Der Erstkontakt mit der süßen Asiatin
Die Bettler im Steintor
Terror in der Helenenstraße
Schönes Rügen
Die Zeit am Kolleg
Als ich die Tanzfläche zum Boxring machen wollte
Wenn sie nicht um ihr Leben gerannt wären, wäre vielleicht eines vorüber gewesen
Das Wiedersehen mit dem Koma-Prügler
Als ich beinahe ein Held wurde
Geistheiler waren meine Hoffnung
Der Zoff mit meinem Anwalt
Ich hoffe sie war nicht jünger als 16
Weiber die ich abschleppte
Ein echter Schlagabtausch
Die Folterung
Dank meines kleinen Bruders durfte jeder von ihnen weiterleben
Die Nachricht vom Tod meines Onkels Asmodeus
Ein langer Liebesbrief
Kontrollverlust der Gedanken
Als ich von Zahid Khan erfuhr
Das wie von einem Geist Eingegebene
Für meine Mission hätte ich auf meine Hoden verzichtet
Halluzinationen die ich während einer ganz speziellen Episode hatte
Die große Spende
Meine Zeit bei wahren Christen
Mein Abstecher bei Onkel Achmet
Mein Besuch beim Cousin meines Vaters
In Frankfurt am Main gestrandet
Die Zeit in der geschlossenen Psychiatrie
Ich hatte wieder Kontakt zur süßen Asiatin
Extrem überdosiert
Ich begann wieder Drogen zu konsumieren
Meine Drogenexperimente
Mein Schwager das alte Drecksschwein
Die zweite Abrechnung mit Felix
Provokante Kontrolle
Ich und die Frauen
Der ehemalige Polizist auf Strichersuche
Meine Knastbrüder
Zweites Kapitel über eine psychotische Episode
Die Deutschlandtour
Drittes Kapitel über eine psychotische Episode
Ich wurde wieder rückfällig
Viertes Kapitel über eine psychotische Episode
Als ich es abermals schaffte nicht zuzuschlagen
Meine Kunst
1.Nachwort
2.Nachwort
3. Nachwort
Schlusswort
Ich wurde im Dezember 1987 in Bremen geboren. Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich in einer ländlichen Gegend im Norden Bremens. Der Ort hieß Niederbüren, und unser Haus war nur wenige Meter von der Weser entfernt. Ich kann mich noch bruchstückhaft an meine ersten Lebensjahre erinnern. Zum Beispiel weiß ich noch, wie ich als Kleinkind meinen Schnuller verlor. Meine Mutter war mit mir einkaufen und hatte mich auf dem Arm. Er viel mir aus dem Mund. Ich konnte noch nicht sprechen und fing an zu blären. Meine Mutter sagte so etwas wie: ,,Du kriegst gleich was zu Essen.'' Ich sah noch, wie jemand mit einem Paletten-Wagen über den Schnuller fuhr und ihn genau dort stehen ließ. Meine Mutter ging mit mir raus und mein geliebter Schnuller war weg.
Ich kann mich auch noch an eine andere Situation erinnern, die ich erlebte, als ich noch ein Baby war. Meine Mutter hatte mich auf dem Arm und war traurig über etwas. Sie war so traurig, dass sie anfing zu weinen. Ich spürte diese Trauer, und wurde von ihr angesteckt. Ich wurde so traurig, dass ich auch anfing zu weinen.
Meine Mutter war immer sehr liebevoll und mein Vater war für mich zumindest am Anfang ein wahrer Held. Ich hatte öfters mit meinem Vater Fußball gespielt. Es war zwischen dem Hühnerstall und der Scheune, und einmal schoss er den Ball so weit in den Himmel, dass er nicht mehr zu sehen war. Danach ging er einfach weg. Heute glaube ich er hatte einfach einen Rückzieher hinters Haus gemacht.
Wie eben schon erwähnt hatten wir einen Hühnerstall. In dem Hühnerstall hatten wir einige Hühner und auch einen Hahn. Ich bin oft morgens in den Hühnerstall gegangen und habe dort Eier herausgeholt. Einmal hatte mein Vater einem unserer Vögel mit einem Beil den Kopf abgehackt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der Hahn war. Der Grund war wahrscheinlich, dass meinem Vater das morgendliche Krähen genervt hatte. Als er den Kopf abschlug, ist der Vogel anschließend kopflos weggelaufen.
Ich habe einen auf den Tag genau 19 Monate jüngeren Bruder und eine ältere Schwester, die im Mai 1980 geboren wurde. Außerdem habe ich noch eine wesentlich ältere Halbschwester die 1973 geboren wurde. Zu dieser hatte ich aber nie einen besonders engen Kontakt. Sie war die Tochter meines Vaters, der noch mit einer anderen Frau verheiratet war, als er meine Mutter kennenlernte. Als sich meine Eltern kennenlernten, war mein Vater 32 Jahre alt und meine Mutter wurde in diesem Jahr 16.
Ich spielte öfter mit meinem kleinen Bruder draußen. Wir waren des Öfteren an und auf der Deichmauer. An dieser waren oft zahlreiche Kreuzspinnen zu sehen. Zu bestimmten Zeiten waren es bestimmt Hunderte. Mit unserem Vater sind wir öfter die Weser langgelaufen und haben Steine ins Wasser geschmissen. Highlight war dann immer, wenn mein Vater einen großen Stein geschmissen hatte, oder wenn Schiffe vorbeigetuckert waren.
Asterix wohnte im Wohnwagen neben der Scheune. Er war ein Bekannter von meinem Vater. Ich müsste drei oder vier Jahre alt gewesen sein, da hatte ich einen Meißel in der Hand, und wollte wissen, wie es sich anhört, wenn Eisen auf Stein fällt. Mein jüngerer Bruder saß auf dem Plattenfeld vor unserer Eingangstür und spielte mit Modellautos. Es war wohl eines der ersten Male, dass er in einer Phantasiewelt war. Ich wollte den Meißel auf das Plattenfeld werfen und sagte zu ihm: ,,Geh mal weg.'' Er machte ein bockiges Gesicht und war das erste Mal trotzig mir gegenüber. Ich wurde zornig, machte die Augen zu, warf den Meißel und traf ihn damit. Ich glaube, dass ich den Meißel genau auf seinem Kopf warf. Er lief weinend rein und mein Vater kam herausgestürmt und hatte nach einem Fuchs oder etwas Ähnlichem geguckt. Er fragte mich was passiert sei und ich hatte nichts gesagt. Dann kam Asterix und hatte erzählt, dass ich den Meißel auf ihn geworfen hatte. Daraufhin holte mein Vater eine Rute und ich bekam das erste Mal einen Arschvoll. Ich weinte und lief weg. Vorher hatte ich nie ein Problem mit meinem Vater, aber an diesem Tag hatte er mir mein Herz gebrochen. Er schrie: ,,Hau ab du Arschloch!''
Wir hatten einen offenen Garten und links und rechts von uns waren Bauern. Ich lief Richtung Wald und krabbelte dann am Zaun der Kuhweide entlang. Als ich vorbeikrabbelte, sah ich ei9n Rind, das von mir Notiz nahm. Ich glaube, dass es ein Bulle war. Er sah mich an und ich spürte die Gefahr, die er ausstrahlte. Ich merkte, dass wenn ich auf die Weide gekrabbelt wäre, der Bulle mich wohl totgetrampelt hätte. Ich war kurzzeitig in einer Art klaustrophoben Schockzustand. Aber ich ging nicht zurück, ich krabbelte weiter. Besser an dem Bullen vorbei als zurück zu meinem Vater. Hätte ich damals die Fassung verloren, wäre ich wahrscheinlich umgedreht, wäre in den Wald gelaufen und hätte mich verirrt. Ich weiß nicht mehr, wie ich nach Hause gekommen war, aber gehe davon aus, dass meine Mutter mich beim Bauern gefunden hatte und mich zurückholte.
Nicht weit von unserem Haus entfernt gab es eine Sandgrube. In diese war ich oft reingesprungen und es hatte mir große Freude bereitet. Ich glaube mein kleiner Bruder ist damals auch in die Sandgrube gesprungen, aber er war nicht so tief gesprungen wie ich. Der konnte nicht so einen Satz machen wie ich, weil er noch zu klein war. Naja, der war damals auch erst zwei.
Mein Vater hatte ein Boot. Das Boot war so groß, dass es sogar eine Schlafkabine hatte. Ich weiß noch, wie ich ans Steuer durfte als kein Verkehr auf dem Wasser war. Ich war damals drei, oder höchstens vier Jahre alt.
Im Sommer 1992 sind wir nach Walle gezogen. Walle ist ein Stadtteil in Bremen, der ziemlich zentral liegt und nicht allzu weit vom Hauptbahnhof und der Innenstadt entfernt ist. Ich kam in einen Kindergarten. Wir hatten fast jeden Tag einen Spaziergang inklusive Wettrennen gemacht. Einmal war ich gestolpert.. Ich war sonst immer der zweitschnellste. Der schnellste war etwa ein Jahr älter als ich. Als ich stolperte, wurde ich von einigen anderen Kindern überrannt.
Kurze Zeit später kam ich zu Frau Welz in den Kindergarten. Dieser Kindergarten war in Walle. Er war in der Schleswiger Straße, neben meiner zukünftigen Grundschule. In diesem Kindergarten lernte ich Milan kennen, der albanischer Herkunft war. Er kam aus Mazedonien und ich glaube seine Familie war vor Unruhen geflüchtet. Ich denke es war zur Zeit des Balkankriegs.
Er war einer meiner ersten Freunde.
Nach der Kindergartenzeit wurde ich eingeschult. Dort lernte ich Felix kennen, mit dem ich noch lange Kontakt haben sollte. Ein weiterer Freund war Niclas. Als mein kleiner Bruder und ich noch kleine Kinder waren beteten wir: Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm; und: Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.
Kurz nachdem ich eingeschult wurde und ich schreiben lernte, schrieb ich einen Brief an den lieben Gott. Darin stand, dass Er meine ganzen Urgroßopas und so grüßen soll, und ich hatte Ihm für mein gutes Leben gedankt. Ich lief zum Balkon, hatte den Brief über das Geländer gehalten und losgelassen. Als der Brief Richtung Erdboden fiel, war ich perplex und enttäuscht, weil der Brief nicht in den Himmel flog, obwohl er an Gott gerichtet war.
Zum Fußball spielen ging ich in unseren Hintergarten oder spielte in der Seitenstraße. Wenn ich in der Seitenstraße spielte, machte ich unser Garagentor oft zum Fußballtor. Wenn man auf das Garagendach kletterte, konnte man im Sommer Kirschen vom Kirschbaum, der in unserem Hintergarten stand, pflücken. Wir hatten auch einen Pflaumenbaum, einen kleinen Apfelbaum und wenn ich mich richtig erinnere auch einen Haselnussstrauch im Hintergarten. Die ersten Jahre nach unserem Umzug nach Walle hielt ich mich fast ausschließlich in der Nähe unseres Hauses auf. Ich lernte zwar den Weg zur Schule und ging ihn auch, war aber nach Schulschluss fast nur in der Nähe unseres Hauses. Ich traute mich nicht andere Straßen auszukundschaften. Ich hatte Angst mich zu verlaufen. In Niederbüren gab es nur eine Straße. Dort hatte ich mich meines Wissens nie verlaufen. Ich hatte Angst vor der unbekannten Stadt und vermisste Niederbüren.
Als ich sechs Jahre alt war, hatte ich angefangen Vereinsfußball zu spielen. Wie schon erwähnt spielte ich oft in unserer Seitenstraße und schoss gegen das Garagentor. Neben dem Garagentor war ein Bunker und neben dem Bunker war ein Malereibetrieb, in dem ich später noch eine Ausbildung begonnen hatte. Als ich in der Seitenstraße Fußball spielte, war ich öfter Chakib begegnet. Er war ein bisschen älter als ich, circa zwei Jahre. Er war immer anders als die meisten anderen. Mit ihm ist nie eine engere Bindung zustande gekommen. Er war oft in Begleitung von anderen und hatte sich oft ganz schön was rausgenommen. Zum Beispiel hatte er sich manchmal einfach den Fußball genommen und tat dabei so, als wäre ich gar nicht da oder er kletterte auf’s Garagendach und hatte sich dort die Kirschen von unserem Kirschbaum gepflückt. Es gab da aber mal einen Moment, da wollte er sich glaube ich mit mir anfreunden. In diesem Moment kam allerdings ein Nachbarsjunge und hatte ihm gesagt, dass er uns in Ruhe lassen soll. Also mich und meinen kleinen Bruder. In diesem Moment hätte ich vielleicht etwas sagen sollen, konnte ich aber nicht, weil sich jemand für mich eingesetzt hatte. Wäre das nicht passiert, wäre mein Leben wahrscheinlich etwas anders verlaufen. Chakib war ein Spross eines berüchtigten Familienclans.
Wir lebten in einem ziemlich großem Haus, das von meinen Großeltern väterlicherseits gekauft wurde. Es hatte 3 Etagen. Im Erdgeschoss wohnten meine Großeltern, die aus Bad Neuenahr nach Bremen gezogen waren. In den beiden oberen Etagen hatten wir gewohnt, also meine Eltern, meine Geschwister und ich; und in unserem Kellergeschoß war auch noch eine Wohnung, in der meine Halbschwester kurzzeitig wohnte. Mein Großvater hatte nach dem zweiten Weltkrieg Medizin studiert und hatte bis ins hohe Alter als Arzt gearbeitet und er hatte reichlich Schotter.
Wenn ich Geburtstag hatte, bekam ich von meinen Großeltern jedes Jahr unglaubliche 100 Mark. Dieses Geld zahlte meine Oma mütterlicherseits auf das Sparbuch ein, welches sie für mich angelegt hatte. Über das Sparbuch verfügen durfte ich erst als ich achtzehn Jahre alt wurde. Mein Großvater fragte mich oft, was ich mal werden will. Ich wusste es zu dieser Zeit noch nicht. Ich denke ich hatte damals mit Fußballspieler geantwortet. Als ich in der zweiten oder dritten Klasse war, war ich meistens mit meinem kleinen Bruder zur Schule gegangen. Ich weiß noch, wie wir einmal quer über die Straße gegangen sind. Ich ging voran und mein kleiner Bruder hinter mir her. Er wurde fast von einer Straßenbahn erfasst. Als die Straßenbahn angefahren kam, merkte ich wie in mir ein Loch aufging. Wenn mein kleiner Bruder an diesem Tag sein Leben verloren hätte, wäre ich tief depressiv geworden und wäre wohlmöglich mein ganzes Leben nicht mehr glücklich geworden. Ich wäre wohl der traurigste Mensch der Welt gewesen. Ich hatte Schuldgefühle. Es wäre meine Schuld gewesen.
Wenn ich daran zurückdenke, will ich mir gar nicht vorstellen wie es einem Kind geht, das für den Tod eines seiner Geschwister verantwortlich ist.
Unser Vater war ein Mann mit einem großen Herzen, aber er war auch sehr streng und tyrannisch. Wir hatten noch einen Prügelstock bei uns in der Küche, mit dem wir fast regelmäßig den Arsch versohlt bekamen. Mein Vater sagte mal zu mir, dass es ihm mehr weh tut als uns, aber es müsste sein. Heute gehe ich davon aus, dass er sich oft nicht anders zu helfen wusste.
Außerdem erzählte er, dass er von seinem Vater jede Woche bekommen hatte, und dass mein Großvater jeden Tag bekommen hatte. Und er erzählte mir andere Dinge aus seiner Kindheit. Zum Beispiel wie er schwimmen lernte. Mein Großvater soll ihn einfach in tiefes Wasser geschmissen haben.
Zu manchen Zeiten war der Prügelstock weg. Da war ich heilfroh. Zu meinem Vater kommt gleich noch mehr. Doch zunächst möchte ich auf meine Familie mütterlicherseits eingehen.
Meine Mutter hatte drei Schwestern und zwei Brüder. Also meine Tanten und Onkels. Mein Vater hatte keine Geschwister.
Dann hatte ich vier Cousinen und einen Cousin. Und natürlich meine Oma mütterlicherseits. Meine Oma hatte vor meiner Geburt neu geheiratet; und zwar Opa Hartmut.
Mein leiblicher Opa mütterlicherseits hatte in einer anderen Stadt gelebt. Den hatte ich glaube ich nur einmal gesehen. Es war zu meiner Grundschulzeit. Wir hatten ihn besucht und ich kann mich noch daran erinnern, dass er uns gleich angenommen hatte, und ich hatte meinen Opa sofort geliebt.
Ähnlich, wie ich auch Opa Hartmut geliebt hatte. Ich hatte nie viel über meinen leiblichen Opa erfahren, aber meine Mutter erzählte mir, dass er nach dem zweiten Weltkrieg aus Schlesien vertrieben wurde.
Mein Onkel Karl Paul war der Sohn von meiner Oma und Opa Hartmut. Er war das jüngste Kind meiner Oma. Die anderen Kinder meiner Oma waren alle von meinem leiblichen Opa. Mein Onkel Asmodeus war das älteste Kind meiner Oma. Er war ungefähr so alt wie Opa Hartmut. Meine Oma wurde an Silvester 1930 geboren. Opa Hartmut war circa zwanzig Jahre jünger.
Mein Großvater väterlicherseits wurde im April 1912 geboren. Meine Großmutter väterlicherseits wurde Weihnachten 1915 geboren. Sie heirateten im Jahr 1943 und mein Vater kam auf den Tag genau neun Monate später zur Welt.
Von meinen Urgroßeltern hatte ich auch nie viel erfahren, aber ich hatte mal ein Foto von einem meiner Urgroßväter in Uniform gesehen. Ich bin der Meinung, dass er bei der Wehrmacht war und wohl in Russland fiel. Meine Oma hatte etwa 60 Jahre nach Kriegsende eine Nachricht bekommen, in der ihr Vater für Tod erklärt wurde, nachdem er seit dem zweiten Weltkrieg als verschollen galt.
In meiner Grundschulzeit hatten mein kleiner Bruder und ich öfter bei meiner Oma und Opa Hartmut geschlafen. Bei meinem Onkel Asmodeus hatten wir auch oft geschlafen. Zu ihm hatte ich ein besonders enges Verhältnis. Er sagte mir öfter, dass ich sein Lieblingsneffe sei. Ich hatte ihn sehr geliebt. Bei ihm gab es immer das leckerste Essen und die besten Filme. Außerdem hatte er öfter mit meinem kleinen Bruder und mir Spiele wie ,,Mensch ärgere dich nicht“ gespielt.
Ich wurde mit sechs Jahren eingeschult und hatte schnell Freunde gefunden. Zwei von ihnen waren Niclas und Felix. Als es mit der Schule losging, wurde ich auch in einem Hort angemeldet. Dort lernte ich auch noch spätere Weggefährten wie Thorben kennen. Niclas ging auch in diesen Hort. Mit denen spielte ich dort öfter Fußball oder Baseball.
Mein Vater brachte mir den christlichen Glauben nahe, doch als Vater war er kein ideales Vorbild. Im Nachhinein kam es mir so vor, als wenn ich das Ventil für seine Aggressionen gewesen war. Ich versteckte mich öfter unterm Bett, wenn er wütend war. Wenn ich mich unterm Bett versteckte, hatte ich Angst, dass er mich findet und mich unterm Bett hervorzieht. Mein Vater hatte mit dreizehn Jahren eine Lehre zum Bäcker gemacht und hatte im Laufe seines Lebens viele verschiedene Jobs. Zuletzt war er im Straßenbau tätig. Er erzählte mir, dass wenn er als kleiner Junge allein zuhause war, er Angst hatte, dass die Bomben wieder fallen. Ich kann mir dies gut vorstellen, schließlich ist er im Krieg geboren und in der Nachkriegszeit war Deutschland ein Trümmerfeld.
Mein Vater fuhr leidenschaftlich gern Motorrad. Er besaß eine beige Honda. Sie hatte einen dicken Tank und einen extrem laut knallenden Auspuff. Wenn er in die etwa 150 Meter von unserem Haus entfernte Kreuzung einfuhr, dann hörte man ihn schon kommen. Er nannte seine Maschine Bertha. Er erzählte, dass die Honda ein Nachbau einer alten Harley war. Irgendwann gab er Bertha ab und legte sich eine Sportmaschine zu. Es war eine Triumph. Wenn ich mich richtig erinnere, war sie metallic-grün. Ich fuhr öfter auf dem Rücksitz mit. Wenn mein Vater bremste, stieß mein Helm oft gegen seinen. Es war oft passiert, aber er war nur einmal aggressiv deswegen geworden. Ich glaube ich hatte mich mal am Auspuff verbrannt. Das würde zumindest meinen Brandfleck auf der Wade erklären. Mein Vater hatte vorher, ich glaube sogar mehrmals, seinen Führerschein verloren und saß deswegen auch mal im Gefängnis. Also wegen Verstoß gegen StVO. Außerdem war er Gewalttäter und hatte auch glaube ich mal an einem Banküberfall teilgenommen. Ab und zu nahm mein Vater entweder meinen kleinen Bruder, mich oder uns beide mit in die Innenstadt. Mein Vater gab uns dort Kleingeld, damit wir es Bettlern geben. Wie schon erwähnt war mein Vater ein strenger Vater. Ich glaube mit der Meißel-Geschichte fand ein Vertrauensbruch statt.
Mein Vater nahm mich mal mit vor die Tür, um da zu fegen. Es war wohl das erste Mal, dass ich einen Besen in der Hand hielt und ich muss reichlich ungeschickt ausgesehen haben. Als Kind muss man alles erstmal lernen. Mein Vater wurde aggressiv und hatte mich als vollkommenen Idioten dahingestellt. Ich weiß auch noch wie er eines Tages von einer Motorradtour nach Hause kam und das Motorrad in der Garage parkte. Ich glaube ich freute mich an diesem Tag ihn zu sehen, lief die Treppe runter, zog hastig meine Schuhe an und ging zur Garage. Ich hatte an diesem Tag die Schuhe falschherum angezogen. Ich glaube es war, als mein Vater sah, dass ich die Schuhe falschherum angezogen hatte, da wurde er wieder aggressiv, stellte mich als vollkommenden Idioten dar und gab mir irgendwie das Gefühl eine Enttäuschung und minderwertig zu sein. Er machte mich einfach nur traurig. Vielleicht war es so, weil er sich selbst in mir sah. Er sagte mal zu mir, dass ich werden würde wie er. Vielleicht sagte er es, weil ich ähnlich jähzornig war wie er.
Meine Eltern stritten sich oft. Ich glaube es ist mehr oder weniger normal, wenn man über einen längeren Zeitraum zusammen in einem Haushalt lebt. Meine Mutter sagte dann öfter: ,,Leck mich am Arsch.‘‘ Mein Vater amüsierte sich darüber und antwortete: ,,Hmm, wann denn? Jetzt sofort?“ Mein Vater nannte meine Mutter Mama. Er hielt viel von sich und redete oft in der dritten Person von sich. Wenn mein Vater etwas an jemandem auszusetzen hatte, fragte er denjenigen, ob er den Arsch offen hat.
Ich hatte Mal einen Traum. Ich träumte, dass ein Mini- beziehungsweise Pocketbike in unserem Hintergarten, auf dem Plattenfeld unter dem Balkon meiner Großeltern stand. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nichts von der Existenz der Mini- beziehungsweise Pocketbikes. Der Traum war so real, dass ich fest davon ausging ein Motorrad für Kinder zu besitzen. Als ich nachsah und das Mini- beziehungsweise Pocketbike nicht da war, war meine Enttäuschung riesengroß. Irgendwann wurde mir klar, dass es nur ein Traum war. Nachdem ich viele Jahre später ein echtes Mini- beziehungsweise Pocketbike sah, erinnerte ich mich wieder an diesen Traum.
Wenn mein kleiner Bruder und ich bei meinem Onkel Asmodeus schliefen, gab es unser Lieblingsessen: Currywurst mit Pommes und wir durften Cola trinken. Wir hatten Filme geguckt und spiele gespielt. Onkel Asmodeus war lieb zu uns. Er hatte uns nie mit dem Stock geprügelt. Keinen Menschen liebte ich mehr als ihn. Wahrscheinlich liebte ich ihn sogar mehr als meine Mutter. Ich meine mich erinnern zu können wie ich zu ihm sagte: ,,Ich wünschte, du wärst mein Vater.“ Denn er hatte mich nie geschlagen, gedemütigt und erniedrigt.
Mein Onkel Asmodeus trank immer sehr viel Bier. Wir durften nachts ohne Schlafanzug schlafen. Er hatte ein Doppelbett. Er schlief immer in der Mitte, komplett nackt. Ich auf der linken Seite und mein kleiner Bruder auf der rechten. Abends machte er dann oft Erotikfilme an. Er zog uns die Unterhosen aus und ließ sich immer viel Zeit unsere Kinderpenisse zu stimulieren. Es fand innerfamiliärer Missbrauch statt. Einmal holte er abends eine Videokassette und sagte so was wie: ,,Wenn ihr das erzählt, dürft er nie wieder hier her kommen.‘‘ Wir waren gespannt was darauf sein könnte. Es war natürlich ein Hardcoreporno. Ich glaube ich war circa zehn Jahre alt zu diesem Zeitpunkt. Ich weiß auch noch, wie er mit erigiertem Glied in der Mitte lag und mich dazu drängte sein Glied zu küssen. Ich war völlig überfordert mit der Situation. Ich legte meine Wange auf das Glied und wollte damit so tun, als wenn ich es küsse, wohl in der Hoffnung, dass er weder mich noch meinen kleinen Bruder nochmal danach fragt. Und ich weiß noch, dass er einmal sauer wurde, weil ich beim Ausziehen nicht gleich meine Unterhose mit ausgezogen hatte. Spätestens da hätte mir eigentlich klar werden können, dass er es nicht getan hatte, um mir einen Gefallen zu tun, sondern eher, um seine Triebe zu befriedigen. Doch davon verstand ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel. Im Schlafzimmer hing ein Bild von einer Frau, die ihre Unterhose aufknöpfte. Ich fragte ihn, ob sie den Schlüpfer aufmacht oder zumacht. Mein Onkel Asmodeus hatte nur gelacht. Ich wusste es wirklich nicht. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, dass er sich oral an mir verging. Ich bin der Meinung, dass ich ihm warme Luft in den Mund pumpte. Ich glaube in diesem Moment war etwas in mir gestorben. Mein Onkel Asmodeus war charismatisch und er schien für mich ein guter Mensch zu sein. Ich hatte was von ihm gehalten. Er war doch mein Onkel.
Wenn ich bei ihm auf Toilette war, war sehr häufig ein Spalt einer Schublade auf. Die Schrankkonsole war direkt neben der Toilette. In der Schublade lagen immer Hardcorepornohefte. Ich sah sie mir oft an. Als ich mir die Hardcorepornohefte das zweite oder dritte Mal ansah, spürte ich etwas in meinem Gehirn. Ich war ein noch nicht geschlechtsreifes Kind, aber dass was ich sah machte mich geil. Es war, als hätte ich dem Satan ein Tor geöffnet.
Als mein kleiner Bruder und ich einmal bei meinem Onkel Asmodeus schliefen, stand ich morgens auf und spielte danach am Computer meines Onkels. Ich war nackt und hatte eine Latte. Mein Onkel Asmodeus lag auf der Couch und genoss den Anblick meines erigierten Gliedes. Als ich in seine Nähe kam, hob er mich über sich und küsste mein erigiertes Glied.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass er meinen kleinen Bruder und mich mal massieren wollte. Wir waren beide nackt und wir lagen nebeneinander auf seinem Schoß. Ich bin der Meinung seinen Finger an meiner Poperze gespürt zu haben und es würde mich nicht wundern, wenn er auch an der Poperze meines kleinen Bruders rumfummelte. Ich weiß nicht mehr wie alt ich war als der sexuelle Missbrauch anfing. Vielleicht war ich neun oder zehn. Es könnte aber auch schon früher losgegangen sein.
Als Kind war ich alles andere als schön. Ich war sehr schmächtig, hatte hervorstehende Zähne, rötliches Haar, abstehende Ohren und viele Sommersprossen. Mein Vater guckte einmal auf mich herab und sagte: ,,Jetzt fehlt dir nur noch eine Brille.“ Ich lachte, aber in Wirklichkeit hatte es mich verletzt. Er versohlte meinem kleinen Bruder und mir den Arsch und sagte dann mal sowas wie: ,,Wenn ihr nicht aufhört zu heulen, dann nehme ich euch und schmeiß euch gegen die Wand.‘‘ Wir waren sofort leise und rannten die Treppe hoch. Mit der Zeit entwickelte ich Hass auf meinen Vater. Ich spielte mit dem Gedanken mich zu rächen, wenn ich älter werden sollte. Ich glaube mein Vater war oft sehr gestresst und auch nicht ganz frei vom Schlechten, aber er hatte einen guten Kern. Er war ein Haudegen mit Herz. Mein Vater hatte über SOS-Kinderdorf drei Patenkinder in Afrika und manchmal setzte er mich auf seinen Schoß und drückte mich an sein Herz. Da hatte ich seine Liebe gespürt. Ich fühlte mich wahrlich, wie auf dem Schoß und am Herz meines Vaters. Wenn ich nah an seinem Herzen war, konnte ich die Liebe fühlen, die es ausstrahlte. Und wenn er nicht von Gott und der Schöpfung sprach, erzählte er oft lustige und interessante Geschichten. Er gab nicht viel auf die Gesetze des Staates. Dies hörte man oft aus seinen Geschichten heraus. Laut meiner Mutter soll er etwas gegen Materialisten gehabt haben. Wahrscheinlich auch gegen Kapitalisten. Er war aber kein Kommunist.
Mein Vater hatte mir auch untersagt an mir herumzuspielen. Er erzählte mir, dass wichsen blind macht und er sagte: ,,Ich weiß alles was du tust.“ Ich konnte ihm schlecht erzählen, dass Onkel Asmodeus schon öfter an mir herumgespielt hatte. Mein Vater hatte einen verstümmelten Finger. Wenn er gute Laune hatte, kniff er mich öfters mit diesem. Er erzählte mal eine Geschichte von meinem kleinen Bruder und mir. Es ging um eine Begebenheit, die schon einige Jahre zurück lag. Wir waren damals noch Kleinkinder. Meine Mutter hatte eine übergewichtige Freundin, die eine Tochter in meinem Alter hatte. Diese Tochter soll irgendwas mit meinem kleinen Bruder gemacht haben, mit dem ich nicht einverstanden war. Ich soll sie auf irgendeine Weise dafür bestraft haben, so dass es ihre übergewichtige Mutter auf den Plan rief und diese wütend auf mich zu lief. Woraufhin ich mit meinen kurzen Beinen wie ein flinker Hase vor ihr weglief. Ich konnte mich nicht mehr an diese Begebenheit erinnern, glaubte aber meinem Vater.
Mein Cousin der Hai
Mein Cousin ist ein paar Jahre älter als ich. Wir waren mal zusammen an einem See. Ich lag auf einer Luftmatratze, die einige Meter vom Ufer entfernt war. Mein Cousin tauchte neben mir ab und kam an einer anderen Stelle wieder hoch. Ich glaube er spielte damals Hai. Ich weiß bis heute nicht genau wie es passieren konnte, aber ich war vom einen auf den anderen Moment unter Wasser. Wahrscheinlich war mein Cousin zu früh aufgetaucht und kam in einem Moment hoch, als er noch unter der Luftmatratze war, so dass ich unfreiwillig im Wasser landete. Ich sah Wasserpflanzen unter mir und konnte nicht auftauchen, weil über mir die Luftmatratze war. Ich bekam Panik und dachte kurz, dass ich sterben müsste, doch dann kam ich irgendwie wieder an die Oberfläche. Es war ein extremer Moment für mich und ich hatte einige Minuten lang geheult. Als wir wieder am Seeufer waren, hörte ich dann irgendwann mit dem Heulen auf. Mein Cousin hatte glaube ich ein schlechtes Gewissen und redete die ganze Zeit auf mich ein, so dass aus dem Weinen ein Lachen wurde.
Als ich mal bei meiner Oma war, lief Winnetou im Fernsehen. Ich sah einen Apachen der einen hellhäutigen auf abfällige Art und Weise Bleichgesicht nannte. Ich glaube ich fühlte mich damals zum ersten Mal rassistisch beleidigt. Ich war so erbost über diesen arroganten Apachen, dass ich das Bedürfnis hatte in den Fernseher reinzuspringen und den Apachen zu erwürgen.
Meine Halbschwester hatte kurzzeitig in unserem Kellergeschoss gewohnt. Ich hatte nie wirklich engen Kontakt zu meiner Halbschwester. Sie war schon eine erwachsene Frau und sie war attraktiv. Ich glaube ich war ungefähr 9 Jahre alt und ich fühlte mich sexuell zu ihr hingezogen. Ich stellte mich damals vor ihr Fenster und drückte meinen Penis gegen die Scheibe. Ich wusste nicht, ob sie zuhause war und ob sie es gesehen hatte. Ich weiß es bis heute nicht.
Als kleiner Junge habe ich öfter in Gebüschen nach Pornozeitschriften gesucht und auch oft welche gefunden. Als ich ein Kind war, gab es sogar noch Pornohefte im Supermarkt. Ich weiß noch, wie ich in einem Supermarkt ein Pornoheft klaute.
Eines Abends kam eine meiner Tanten zu besuch. Sie saß mit meiner Mutter in der Küche. Ich gesellte mich zu ihnen. Mein Vater kam auch in die Küche. Er kam, um mich zu prügeln. Es war einer dieser Tage, an dem ich den Grund für die Schläge nicht kannte.
An diesem Abend sollte ich mich nicht nur hinknien, sondern ich sollte auch meine Hose runterziehen. Ich bekam den nackten Arsch versohlt. Dieser Abend war besonders demütigend für mich. Der Hass auf meinen Vater wuchs.
Wenn es Sommer war, machte mein Vater mit meinem kleinen Bruder und mir ab und zu eine Fahrradtour zum Bürgerpark.
Der Bürgerpark ist Bremens größter Park. Ich war wohl für einen Moment ein bisschen verträumt und mein Vater regte sich mal wieder auf und schrie sowas wie: ,,Denkst du wieder an Weiber!“ Ich glaube ich war damals 10 Jahre alt.
Man hätte meinen Vater einen Frauenhasser nennen können. Oft hörte man von ihm: ,,Die scheiß Weiber.“
Ich glaube, dass mein Vater großen Anteil daran trägt, dass ich mein ganzes Leben, mal mehr, mal weniger, Probleme mit meinem Selbstbewusstsein beziehungsweise Selbstvertrauen habe.
Einmal war ich im Wohnzimmer, als mein Vater eine Dokumentation über Adolf Hitler sah. Hitler hielt eine seiner Wutreden. Mein Vater lachte und erzählte, dass es sich bei Hitler um den Satan handelte.
Mein kleiner Bruder hatte einen Lockenkopf und große Kulleraugen, weshalb ihn die Frauen süß fanden. Bei mir war dies weniger der Fall. Ich wollte, dass die Frauen mich auch süß fanden und war deshalb neidisch auf ihn. Mein kleiner Bruder und ich stritten und prügelten uns oft. Ich weiß noch, wie ich mal auf dem Boden lag, er auf mir saß und tobend vor Wut mit den Fäusten auf meine Brust schlug. Er war noch kleiner und schwächer als ich, weshalb es mir nicht weh tat. Anstatt Schmerzen zu spüren, empfand ich eine Art Glückseligkeit und lachte herzhaft, während er völlig aus der Haut fuhr. Mein Vater erfreute sich in diesem Moment auch an unserer Prügelei. Wenn ich mich richtig erinnere, sagte er mal zu meiner Mutter, dass sie uns machen lassen soll und dass es normal sei, beziehungsweise dass es sein müsste. Mein Vater gab meinem kleinen Bruder den Tipp mich mit seinem Kopf anzugreifen, weil dieser schon relativ groß war. Er sollte den Kopf senken und mich attackieren, wie es ein Stier tun würde. Als wir später Jugendliche waren, stritten und prügelten wir uns auch noch öfters. Das ein oder andere Mal ist dabei auch ein bisschen Blut geflossen.
Ich war nicht immer ein guter Bruder. Ich hatte ihn glaube ich mal mit einem Stein abgeworfen und ich hatte ihm mal erzählt, dass er adoptiert ist, weil es keine Babybilder von ihm gab. Keine Ahnung was mich da geritten hatte.
Wenn mein kleiner Bruder sauer auf mich war, nannte er mich öfter Mistgeburt oder Fixer. Mein kleiner Bruder hatte lange Zeit das Wort Pullover falsch ausgesprochen. Er sagte Blower oder Plover. Ich hingegen tat mich schwer damit Worte die auf tet enden auszusprechen. Ein Wort wie gerettet sprach ich gerettetet aus. Vielleicht spreche ich auch noch heute manche Worte falsch aus. Man selbst merkt so etwas ja nicht, wenn man es falsch abgespeichert hat. Der Ort Auschwitz hieß für mich noch mit
Anfang-Dreißig Ausschwitz.
Meine Mutter machte mal mit meiner Oma, meinem kleinen Bruder und mir eine Urlaubsreise zur Nordseeinsel Spiekeroog. Ein Junge der ein paar Jahre älter war als ich nahm mich dort huckepack. Ich viel runter und landete auf dem Rücken. Kurzzeitig bekam ich kaum Luft. Mir fiel das Atmen so schwer, dass ich dachte verrecken zu müssen. Nach einer Weile ging es dann wieder. Ich erinnere mich auch noch an den Kakao, den es da gab. Die Milch kam direkt vom Bauernhof. Der Kakao schmeckte mir nicht. Wenn ich mich richtig erinnere, bildete sich eine Haut auf dem Kakao. Man war das ekelig. Auf Spiekeroog lernte ich Schach. Ich guckte zwei Schachspielern beim Schach zu und lernte es so.
Dann gab es einen mysteriösen, mystischen Augenblick in meinem Leben. Ich war in unserem Hintergarten und bewegte mich Richtung Haustür. Als ich an einer bestimmten Stelle vorbeilief, fühlte ich mich für circa eine Sekunde wie ein erwachsener Mann. Ich erkannte meinen Vater in mir. Dann ging ich einen, oder ein paar Schritte zurück und ohne darüber nachzudenken beschimpfte ich Gott.
Daraufhin sah ich vor meinem inneren Auge dunkle geflügelte Schatten fliegen. Es war, als hätte ich ein Tor für Dämonen geöffnet.
Als ich bei meiner Oma zu Besuch war, entdeckte ich eine Barbie auf dem Fußboden. Diese gehörte wahrscheinlich eine meiner Cousinen. Ich wollte wissen, wie die Barbie unter ihrem Kleid aussah und zog der Barbie das Kleid aus. Mein Onkel Karl Paul entdeckte die ausgezogene Barbie und amüsierte dich darüber.
Ich glaube es war einige Zeit später, da schlief ich bei meiner Oma und als ich morgens aufwachte und ins Wohnzimmer ging, entdeckte ich eine aufgeblasene Gummipuppe. Ich bin mir sicher, dass mein Onkel Karl Paul sie dort platziert hatte. Ich glaube, dass er mir mit der Gummipuppe einen Gefallen tun wollte. Ich hatte einen ungeheuren Drang meinen Penis in die Puppe zu stecken, doch ich musste jederzeit damit rechnen, dass jemand ins Wohnzimmer kommt. Die Blöße wollte ich mir nicht geben. Heutzutage würde ich niemals geil werden beim Anblick dieser Gummipuppe und kann kaum mehr fassen, wie stark meine Libido zur damaligen Zeit war.
Als ich ein Kind war, hatte ich oft Scharlach. Wenn wir krank waren, hatte sich meine Mutter aufopferungsvoll um uns gekümmert. An einem Tag, an dem es mir wirklich schlecht ging, war meine Mutter mit mir auf dem Weg zum Kinderarzt. Als wir aus der Haustür gingen, kam mein Großvater uns entgegen. Meine Mutter erzählte ihm, dass ich Scharlach hätte. Mein Großvater, der selbst Arzt war untersuchte mich kurz, ließ dann grob von mir ab und sagte: ,,Der hat kein Scharlach.“ Ich war wirklich krank, aber ich merkte, dass mein Großvater mich für einen Simulanten hielt. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, als würde er mich verachten. Ich will nicht wissen, wie es war, sein Sohn zu sein.
Irgendwann in den neunziger Jahren heiratete meine älteste Cousine. Auf der Hochzeitsparty wurde ausgelost wer mit wem tanzen sollte. Ich sollte mit der schönsten Frau tanzen. Das gefiel mir gar nicht. Ich war dafür viel zu schüchtern und wollte mich nicht lächerlich machen. Aus diesem Grund entfernte ich mich unauffällig.
In der Grundschule, in die ich ging, gehörte ich zu den Chaoten. Gegenüber vom Schulgebäude befand sich eine Musikschule, in der unter anderem die Schulklassen unterrichtet wurden. Wir hatten einmal die Waschbecken verstopft und die Wasserhähne aufgedreht, so dass die Schule überschwemmt wurde. Außerdem hatten wir das Lehrpersonal geärgert, so dass einige anfingen zu heulen. Wir hatten allerlei Unfug getrieben, sowohl in der Schule als auch danach. Wir hatten öfter die Mülleimer auf dem Schulhof in Brand gesteckt. Wenn wir Scheiße bauten, flüchteten wir öfter vor der Polizei. Wir hatten öfter kleinere Gegenstände wie zum Beispiel Beeren, die an den Sträuchern auf unserem Schulhof wuchsen, durch offene Fenster in die Musikschule geschmissen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir sogar Böller in die Eingangstür der Musikschule geschmissen. Eines Tages kam mal ein Erwachsener herausgerannt und hatte uns verfolgt. Er sagte sowas wie: ,,Jetzt krieg ich euch ihr Scheißer.‘' Ich war an diesem Tag mit Thorben unterwegs und wir waren um unser Leben gerannt. Thorben rannte vorneweg und ich ihm hinterher. Der Erwachsene lief hinter uns beiden her. Unser Verfolger ist dann in einer Schlammpfütze ausgerutscht.
Felix war immer nach Hause gegangen, wenn wir Unfug trieben. Der hatte immer Muffensausen bekommen. Felix sollte auch noch später ein Schisser bleiben. Ich weiß noch, wie er einmal vor einem bellenden Hund geflüchtet ist, der ungefähr die Größe eines Chihuahuas hatte. Vielleicht war es sogar ein Chihuahua. Er lief immer um ein Auto herum und der kleine Hund hinter ihm her. Ich hatte köstlich gelacht. Mit Felix hatte ich eine schöne Zeit.
Ich hatte öfter Fahrradventile aufgedreht, damit die Besitzer ihre Fahrräder schieben konnten. Mit Niclas hatte ich Böller in Hundescheiße gesteckt. Bestimmt auch mal in den ein oder anderen Postkasten. Wir hatten Pfennige auf die Straßenbahngleisen gelegt, damit die Straßenbahn entgleist. Hatte natürlich nie geklappt. Und wir hatten mithilfe von Telefonbüchern Lagerfeuer entzündet.
Meine Mutter war Steuerfachgehilfen und arbeitete später in einem Klempnerbüro. Die Frau des Chefs war ihre beste Freundin. In der 4. Klasse hatten wir zwei neue Schüler bekommen. Beide wurden meine Freunde. Der eine hieß Manuel und der andere Aeshma. Beide waren Deutsche ohne unmittelbaren Migrationshintergrund. Ich weiß noch wie ich mit Manuel geschwänzt hatte und er dann von seinem Vater verdroschen wurde. Seine Mutter war kurz davor einem Hirntumor erlegen. Er hatte auch nicht die leichteste Kindheit.
Als wir mal ein paar Tage mit der Fußballmannschaft wegfuhren, war ich mit Semi in einem Zimmer. Semi war ein albanischer Freund von mir. Er war auch ein guter Freund von Milan. Semi ging auf die Knie, um zu beten und fragte mich, ob ich mit ihm beten will. Ich kniete mich daraufhin neben ihn. Er sagte: ,,Allahu akbar" und ich wiederholte ihn. Bei mir klang es aber wie: ,,Allah weg bäh.'' Einige Zeit später war ich mal mit Semi und Milan im Kunstraum unserer Schule. Einer von ihnen wollte, dass ich ,,Allahu akbar“ sage. Als ich es dann aussprach, lachten die beiden sich kaputt.
Ein Mädchen aus unserer Klasse, das Rozhina hieß und meines Wissens einen arabischen Migrationshintergrund hatte, kam in meine Nähe und gab mir eine Ohrfeige.
Anscheinend hatte ich ihre religiösen Gefühle verletzt, doch ich war mir keiner Schuld bewusst und wusste nicht, was ihr Problem war. Semi und ich gehörten zu den besten in unserer Fußballmannschaft. Semi war Zweikampfstark und hatte einen harten Schuss. Er spielte etwas später für die Werder-Jugend, Ich weiß noch, wie ich mal auf einem Turnier ganz easy ein Hackentor schoss. Zu dieser Zeit hatte kaum ein europäischer Profifußballer mit der Hacke gespielt, geschweige denn, ein Tor mit der Hacke geschossen. Der Trainer, den wir an diesem Tag hatten war begeistert von meinem Tor und meinte zu mir, ich hätte es wie ein Brasilianer gemacht. Einer meiner Trainer wollte mal, dass ich die Kapitänsbinde trage, aber ich wollte sie nicht, weil ich Angst vor Verantwortung hatte. Als ich die Kapitänsbinde dann aber dennoch trug, gefiel es mir und wenn ich mich richtig erinnere, steigerte es auch mein Selbstvertrauen.
Mein Vater brachte mir den Glauben nahe. Er sprach oft von Jesus, von der Existenz der Seele und er meinte: Das was übrigbleibt, wenn ein Mensch stirbt, ist nur das Fleisch. Wenn ich vor irgendwas Angst hatte, sollte ich beten.
Mein Vater hing einen Boxsack in unserer Garage auf und bastelte mit zwei Schlauchteilen und einer Stange eine Klimmzugapparatur. Als ich Klimmzüge an dieser machen wollte, regte mein Vater sich wieder auf, weil ich vermutlich irgendetwas falsch machte; und als ich vor dem Boxsack stand, mal die Linke, mal die Rechte schlagen sollte, wurde er auch wieder aggressiv. Zu diesem Zeitpunkt hatte mir noch nie jemand erklärt wo links und wo rechts ist. Mein Vater fühlte sich von mir verarscht und ließ es mich spüren. Wenn man ständig Angst haben muss von seinem Vater geschlagen zu werden und ständig verbal und emotional fertig gemacht wird, runter gemacht wird, erniedrigt wird, kann es lange dauern, bis die betroffene Person Selbstvertrauen entwickelt.
Meine ältere Schwester, also das erste Kind meiner Mutter, hatte auch unter der Tyrannei meines Vaters zu leiden. Ich weiß nicht, ob sie auch mit einem Stock geprügelt wurde, aber ich meine mich erinnern zu können, dass er ihr gegenüber handgreiflich wurde. Meine Schwester ist im Teenageralter zu meiner Oma und Opa Hartmut gezogen. Wie schon erwähnt hatten mein kleiner Bruder und ich öfter mit dem Stock bekommen, doch ich bekam öfter als mein kleiner Bruder. Mein kleiner Bruder war das Nesthäkchen und hatte meinen Vater auf seiner Seite, wenn Streit zwischen uns war. Mein kleiner Bruder hatte dies auch ausgenutzt. Ich kann mich noch erinnern wie er mal in einem Baum bei uns im Garten saß und ich mit ihm in der Seitenstraße Fußball spielen wollte. Er hatte keine Lust, ich wollte aber, dass er mit mir Fußball spielt, anstatt blöd im Baum zu sitzen. ich wurde fordernd, und weil ich ihn nicht in Ruhe ließ, fing er auf einmal an zu heulen, weil er ganz genau wusste, dass er unseren Vater auf seiner Seite hatte, und der mich bestrafte, wenn ich meinen kleinen Bruder zum Heulen brachte. Ich meine, dass ich meinen Vater danach wütend meinen Namen rufen hörte, und ich die Flucht ergriff. Mit Sicherheit hatte ich meinem kleinen Bruder oft Unrecht angetan, aber in dieser Situation gab es keinen Grund für meinen kleinen Bruder zu heulen, doch er tat es trotzdem, weil er wusste, dass er einen stärkeren auf seiner Seite hatte. Mein kleiner Bruder meinte, dass es diese Situation nie so gab; ich aber könnte meine Hand dafür ins Feuer legen. Ich bin der Meinung, dass es auch nicht das einzige Mal war, dass er auf Kommando anfing zu heulen, damit mein Vater kam.
Es kam der Tag, da bekam ich wieder mal Schläge von meinem Vater. An diesem Tag war ich wie eigentlich immer, wenn es passierte, die Treppen hochgelaufen; aber an diesem Tag war etwas anders. Die Rachsucht war in mir gewachsen. Ich schrie etwas runter. Mein Vater sollte begreifen, dass er sich mit dem Falschen angelegt hatte. Ich war fest entschlossen mich zu rächen, wenn ich alt genug sein würde.
Meine Großmutter stand oft in ihrem Schlafzimmer vor dem Fenster und guckte mir zu, wie ich im Hintergarten Fußball spielte. Wenn ich ihr zuwinkte, reagierte sie zwar, aber ihr winken kam zeitverzögert. Damals konnte ich mir nicht erklären, woran es lag. Wahrscheinlich hatte es mit ihrem fortgeschrittenen Alter zu tun. Manchmal war es so, als würde sie durch mich durch starren. Sie verzog keine Miene dabei. Ich fand es gruselig. Heute kenne ich den richtigen Ausdruck für ihren Blick. Er war apathisch.
Eines Tages, an dem ich wieder mal Fußball in unserem Hintergarten spielte, viel der Ball auf eine wunderschöne Hyazinthe und machte sie platt. Ich ging davon aus, dass mein Vater sie vor kurzem in das Beet gepflanzt hatte. Für mich war sofort klar, dass ich deswegen wieder Schläge von meinem Vater bekommen werde. Weil ich klein, schwach und hilflos war, und vielleicht auch das Gefühl hatte, dass es kein Zufall war, dass der Ball genau auf die Blume flog, ging der Zorn durch mich und ich probierte ihn an Gott auszulassen, in dem ich gen Himmel schrie und Gott beschimpfte. Überraschenderweise blieben die Schläge aus.
Wenn ich abends Hausaufgaben machte, rastete ich aus. Ich zerbrach meinen Bleistift und schmiss ihn gegen die Wand. Ich glaube es war als ich zehn oder elf Jahre alt war, da bekamen wir eine Playstation. Ich spielte öfter das Spiel ,,Tekken“. Ich kann mich heute noch daran erinnern, dass ich ständig gegen einen bestimmten Gegner verlor. Ich bekam Tobsuchtsanfälle und schlug mit meinen Fäusten gegen die Wand, bis sie blutig waren. Irgendwann nahm ich mir ein Kissen und schlug es so lange gegen einen Türrahmen, bis ich ausgepowert war und meine Aggressionen abgeklungen waren. Einmal kam mein Vater dabei hoch und wollte von mir wissen, ob ich bekloppt geworden war. Er meinte, dass die Konsole vom Satan sei. Mir viel es ohnehin schwer Niederlagen hinzunehmen. Verlieren war für mich fast unerträglich. Irgendwann trat ich die Playstation dann kaputt.
Ich war mal mit einem ehemaligen Freund, der bei mir in der Fußballmannschaft war auf dem Weg zum Bolzen. Die Ampeln waren aus und ich ging, ohne zur Seite zu gucken über die Straße. Ich wurde von einem Auto angefahren. Ich humpelte hin und her und sagte andauernd das Wort ,,Hurensohn“ vor mich dahin. Dieses Wort habe ich vorher irgendwo aufgeschnappt. Wahrscheinlich habe ich es von Chakib gehört. (Der, der bei uns die Kirschen abpflückte). Die Mutter meines Freundes hatte von dem Unfall etwas mitbekommen, kam zu mir und hatte mich in den Arm genommen. In diesem Moment hatte ich mich gefühlt, als wäre ich ihr eigener Sohn. Im Krankenhaus hatte sich dann herausgestellt, dass ich eine Knieprellung hatte. Diese Prellung hatte mehr weh getan als so mancher Bruch, den ich später noch kriegen sollte.
Kurz nach dem Unfall fanden die Bundesjugendspiele statt. Als meine Schulklasse zu den Bundesjugendspielen ging, waren ich und ein damaliger Freund einige Meter hinter der Gruppe. Die Mutter einer meiner damaligen Mitschülerinnen war auch dabei. Sie war anscheinend gestresst und schrie in unsere Richtung, weil wir weit von der Gruppe entfernt waren. Sie wollte, dass wir schneller gehen. Für mich fühlte es sich damals an, als wenn ich ein Ventil für ihre Aggression sei. Diese Frau konnte anscheinend nicht verstehen, dass ich mit einem geprellten Knie und Krücken nicht so schnell gehen konnte wie die anderen. Nach diesem Moment empfand ich abgrundtiefen Hass für diese Frau.
Meinen ersten Zug an einer Wasserpfeife nahm ich bei uns zuhause. Mein Vater hatte eines Abends einen Bong hochgezogen, und hatte mich und meinen kleinen Bruder daran ziehen lassen. Mein Vater sagte mir kurze Zeit später, dass ich es nie ohne ihn machen soll. Ich müsste damals elf Jahre gewesen sein. Zigaretten hatte ich zu dieser Zeit glaube ich auch schon ausprobiert. Unter den Geschichten, die mein Vater erzählte, waren auch Geschehnisse aus dem Knast. Man hätte den Eindruck gewinnen können, dass der Knast ein schöner Ort wäre.
Als meine zweitjüngste Cousine heranwuchs, ging bei mir die Kinderliebe los. Auch wenn ich selbst eigentlich noch ein Kind war. Ich weiß noch, wie sie anstatt zu krabbeln immer auf ihrer Windel hin und her rutschte. Ich hatte sie stets gern zum Lachen gebracht. Auf unserem Campingplatz in Hämelhausen, auf dem meine Oma und Opa Hartmut einen Wohnwagen hatten und einen Platz pachteten, nahm ich sie oft auf meine Schultern und lief mit ihr kreuz und quer über den Platz. Meine Mutter hatte dort für uns zeitweise auch gepachtet. Einige ihrer Geschwister ebenfalls.
Mein kleiner Bruder hatte mal von irgendjemanden ein Schweitzer Taschenmesser bekommen. Als wir dann mal vor unserem Vater standen und er sein Messer zeigte, wollte mein Vater, dass ich auch etwas bekomme. Er holte ein Messer vom Wohnzimmerschrank herunter und gab es mir. Es war ein Stichmesser mit massiver Klinge, einem Holzgriff und einem silbernen Adlerkopf. Es war ein schönes Stück und ich hatte mich sehr gefreut.
Meine Oma, meine Mutter, meine Geschwister und ich machten Urlaub auf der Nordseeinsel Sylt. Es war zu der Zeit, als Krieg im Kosovo war. Auf Sylt gibt es viele Dünen. Mein kleiner Bruder und ich sind diese runtergesprungen. Man, hatte das Spaß gemacht. Das Einzige, was vergleichsweise viel Spaß machte, war im Winter Schlitten fahren. Selten war ich so glücklich wie in diesen Momenten.
Auf Sylt machte ich eine Entdeckung. Es war mein erstes Achselhaar. Man war ich stolz darauf.
Meine Oma war lieb, aber auch streng. Sie wurde uns gegenüber nicht gewalttätig, aber wir hatten uns an Regeln zu halten. Zum Beispiel durften wir am Mittagstisch nichts trinken. Ich mochte nicht immer, was meine Oma kochte, aber ihr selbstgemachtes Apfelgelee war wirklich köstlich.
Opa Hartmut hatte oft auf dem Campingplatz gegrillt. Ich stand neben ihm und sagte sowas wie: ,,Ich will werden wie du.“ Er war immer sehr zurückhaltend, still und handwerklich begabt.
Zu der Zeit als die Backstreet Boys angesagt waren, machte ich mir einen Mittelscheitel. Nick Carter war mit seinem Mittelscheitel ein absoluter Teenie-Schwarm. Ich merkte auch, dass es damals gut bei den Mädchen ankam. Mein Vater regte sich darüber auf und nannte es eine Weiberfrisur.
Ich hatte öfter in Supermärkten gestohlen und war in Gartenhäuschen eingebrochen. Einmal bin ich mit einem ehemaligen Freund in ein scheinbar leerstehendes Haus eingebrochen. Dort waren Briefmarken- und Münzsammlungen. Wir nahmen einiges mit. Ich weiß noch, dass ein Teil der Beute unter anderem ein Reichsmarkschein war. Diesen schenkte ich kurze Zeit später meinem Cousin, der zu dieser Zeit rechtsradikal war. Der ehemalige Freund, mit dem ich in das Haus eingebrochen war, wohnte im siebzehnten Stock eines Hochhauses. Wir schmissen öfter Gegenstände aus dem Fenster und interessierten uns für den Aufprall. Dieser ehemalige Freund war etwa zwei Jahre älter als ich und hatte eine Katze. Ich weiß noch, wie er auf einer Couch oder etwas ähnlichem lag und seinen Penis in seine Katze steckte. Vielleicht hatte er es mit der Tierliebe falsch verstanden. Als ich Felix davon erzählte, amüsierte er sich darüber, aber wirklich glauben wollte er es mir wohl nicht.
Ich weiß noch, wie ich mit Manuel und meinem kleinen Bruder draußen war und dass da dann ein paar ausländische Kinder waren, die Jagd auf uns machten. Mein Vater hatte davon mitbekommen und war empört. Er sagte sowas wie: ,,Ihr seid meine Jungs und lauft vor niemanden weg.'' Daraufhin hatte er uns dazu aufgefordert zurückzugehen und die Sache zu klären. Ich ging voran und als ich irgendwann zurück guckte, sah ich, dass er uns verfolgte. Die ausländischen Kinder beziehungsweise Kinder mit Migrationshintergrund waren nicht mehr zu sehen.
Etwas später fragte mich mein Vater ob ich nicht Lust hätte Boxen zu lernen. Ich stimmte zu. Ich ging hin und ein oder zwei Wochen später kam mein kleiner Bruder auch mit. Etwas später holte ich dann auch Milan dazu. Ich war damals elf Jahre alt. Unser Boxverein war in unserem Nachbarstadtteil Gröpelingen. In diesem Stadtteil haben meiner Einschätzung nach etwa 3/4 oder 5/6 der Bewohner einen unmittelbaren Migrationshintergrund. Damit meine ich diejenigen, dessen Vorfahren nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland eingewandert sind. Also die in erster, zweiter, dritter oder vierter Generation hier leben. Die meisten von ihnen haben einen orientalischen Migrationshintergrund. Die Verhältnisse sind ähnlich wie in Duisburg Marxloh, Berlin Wedding oder Neukölln. Mittlerweile leben in Gröpelingen aber auch sehr viele dunkelhäutige Menschen. Wenn man dort die Hauptstraße langläuft, sind es gefühlt 95-99 Prozent, die einen unmittelbaren Migrationshintergrund haben. Wenn man durch diesen Stadtteil läuft und deutsch aussieht, ist man ohne Zweifel ein Exot.
Ich wage folgendes Gedankenexperiment:
Wenn ein Schiff mit zum Beispiel chinesischer Besatzung im Gröpelinger Hafen ankern würde und die Chinesen keine Ahnung hätten in welchem Land sie sich befinden würden und sie die Lindenhofstraße oder die Gröpelinger Heerstraße langspazieren würden, sie würden vermutlich niemals auf die Idee kommen, dass sie durch Deutschland laufen.
Ich hatte in den letzten Zeilen von einem unmittelbaren Migrationshintergrund geschrieben, weil ich glaube, dass wir streng genommen alle einen Migrationshintergrund haben, wenn man nur weit genug zurückrechnet.
Gröpelingen gilt als sozialer Brennpunkt. Doch Gröpelingen ist nicht der einzige Brennpunkt der Stadt. In den Nachbarstadtteilen gibt es auch viel kriminelle Energien. Genauso wie im Bremer Osten. Der berüchtigtste Stadtteil im Osten ist Tenever, wo sich sehr viele Menschen russischer Herkunft angesiedelten haben. Außerdem gibt es noch den einen oder anderen sozial schwachen Stadtteil im Norden Bremens. Wir haben aber auch einige Stadtteile wo es sich viele Reiche gemütlich gemacht haben.
Es hatte nicht lange gebraucht, da hatte ein Fernsehsender bei uns angerufen und hatte gefragt, ob wir ein Meeting mit dem Tiger Dariusz Michalczewski und Interview mit Videoaufzeichnung haben wollen. Eigentlich war ich eher schüchtern, aber wir stimmten zu. Ich hatte Dariusz die Hand geschüttelt. Er war elegant gekleidet und wirkte überhaupt nicht abgehoben. Als wir wieder zuhause waren, fragte mein Vater mich, ob er arrogant gewesen sei. Ich verneinte. Die vom Sender zugesagten Karten für den Kampf hatten wir nicht bekommen. Wenn ich mit Milan beim Boxen war, hatte er die Sache nicht ganz ernst genommen. Er blödelte andauernd herum. Eines Tages sollten wir uns beim Training in einer Reihe aufstellen. Einer unserer Trainer wollte, dass wir eine Übung machen. Milan stand neben mir, machte die Fäuste hoch und
fragte: ,,Boxen?'' Ich gab ihm einen leichten Schlag ins Gesicht und ihm floss das Blut aus der Nase. Es war nicht wenig Blut. Unser Trainer regte sich mächtig auf und trug uns auf das Blut wegzuwischen.
Mein Vater gab mir mal das Buch ,,Die drei Tage im Tempel'' und meinem kleinen Bruder ,,Die Jugend Jesu''. Ich glaube ich las ein paar Seiten und ließ es dann einfach in der Nachtkommodenschublade. Etwa zu dieser Zeit lief er dann einmal an meinem Zimmer vorbei und schrie: ,,Du Arschloch''. Aber er schrie es in einem Ton, wie ich ihn vorher nie gehört hatte und er war voller Trauer dabei.
Ich weiß leider nicht was ihn dazu bewogen hatte. Vielleicht war es, weil ich das Buch nicht las, vielleicht hatte es aber auch einen ganz anderen Grund und ich ordne den Moment zeitlich falsch ein.
