Sinnestäuschung - O. Trilling - E-Book

Sinnestäuschung E-Book

O. Trilling

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Beschreibung

Eine kurze Begegnug zweier Menschen, die eine tiefe Spur im Leben Beider hinterlassen hat. Haß, Liebe und große Leidenschaft! Die Erzählung handelt über die Konzequenzen der einzelnen Handlungen eines jeden Menschen.

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Seitenzahl: 23

Veröffentlichungsjahr: 2013

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O. Trilling

Sinnestäuschung

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Impressum neobooks

Kapitel 1

Sinnestäuschung.

Der Traum in der frühen Morgenstunde war irgendwie beunruhigend und aufwühlend. Als wäre es nicht ein Traum sondern eine Vision:

Er befand sich ganz mutterseelenallein in einer fremden und öden Gegend, die je ein Mensch oder ein Tier betreten hatte. Ihm wurde unheimlich zumute. Er wollte fliehen, aber seine Beine gehorchten nicht. Sie waren schwer wie Blei und er bewegte sich mit großer Mühe fort. Ein Schauder lief kalt über seinen Rücken. Er versuchte zu schreien, aber die Kehle war wie zugeschnürt. Und so erwachte er mit einem weit geöffneten Mund und aufgequollenen Augen.

Was war das?

Er setzte sich im Bett hin, atmete tief durch.

Durch die dichten Gardinen drang das Morgenlicht kaum hinein.

Plötzlich fiel ihm ein, dass es wohl schon ziemlich spät sein könnte. Kein Wunder, dass er so schlecht geträumt hatte.

Er erhob sich rasch, zog die Gardinen zur Seite. Die Sonne drang ein und überflutete das Zimmer ganz unerwartet mit einer heiteren Frühlingsstimmung.

Sorgfältig rasiert, sah er im Spiegel des Badezimmers selbstzufrieden seinem Ebenbild entgegen.

Übrigens, er war noch immer mit sich selbst zufrieden gewesen. Genau wie auch die vielen Frauen in seinem Leben, die ihn umschwärmten und anhimmelten.

Oh, diese Frauen! Gott , oh Gott, was für Frauen ihn stets begleiteten!

Aber seine Beziehungen waren nie auf die Dauer. Er trennte sich leicht und es gab nie Tränen oder irgendwelche Auseinadersetzungen. Vom ersten Schritt an stellte er klar, dass er nie heiraten würde. Und die Frauen fanden sich damit ab. Und trotzdem waren Frauen, genauer gesagt, die Eroberungen des anderen Geschlechts der Inhalt seines Lebens geworden. Die Erinnerungen an jede waren immer angenehm und unbelastend.

Eine aber hatte doch eine Spur hinterlassen.

Er kam damals mit dem Zug aus einer Dienstreise zurück und war ganz ergriffen und fasziniert von der Schönheit und dem Liebreiz der jungen Dame, die irgendwo unterwegs in sein Abteil einstieg. Ihr makelloses Erscheinen, die strahlenden Bernsteinaugen, die ungewöhnlich weiße Haut ergänzten die zierlichen gepflegten Hände und die schlanken Beine. Es war wie ein Traum, eine Täuschung der Sinne, eine Fata Morgana.

Oh, diese Frau hatte ihn sofort geblendet. Vier Stunden verflogen wie im Nu. Er stieg mit ihr auf irgendeinem Bahnhof aus dem Zug. Sie verbrachten eine unvergessliche Nacht voller Wahnsinn und Leidenschaft …

Aber am nächsten Tag musste er zu seinem aufrichtigen Bedauern weiter. Er war sich sicher, dass er wiederkommen würde, gab ihr aber aus irgendwelchen Gründen die Adresse seines Freundes und nannte sich mit seinem Namen.