Verlag: Langen-Müller Kategorie: Sachliteratur, Reportagen, Biografien Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

So viel wie eine Liebe E-Book

Paula Banholzer  

4.5 (6)

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E-Book-Beschreibung So viel wie eine Liebe - Paula Banholzer

'Brecht hat viele Frauen gehabt, geliebt hat er aber nur die Bi.' (Helene Weigel) Er gab ihr den Kosenamen 'Bi' für Bitterspüß, sich selbst nannte er 'Bidi' – warum, hat er nie verraten. 15 Jahre war Paula Banholzer, wohlbehütete Tochter aus gutbürgerlichem Hause, als der 18-jährige Gymnasiast Eugen Berthold sich im Frühjahr 1916 an ihre Fersen heftete: nicht besonders gutaussehend, dafür aber von ungeheurer Hartnäckigkeit und beeindruckender Beredsamkeit, mit der er Konkurrenten einfach 'wegdiskutierte'. Dieser Faszination konnte sich Paula nicht entziehen, und so wurde aus den beiden ein Paar. Dies blieb drei Jahre später nicht ohne Folgen, und damit war der Skandal perfekt. Immerhin schrieb man das Jahr 1919. Erst als alte Dame hat Paula Banholzer die Erinnerungen an die gemeinsamen Jahre niedergeschrieben – eine turbulente Zeit, nicht nur wegen des ungeplanten Nachwuchses. Denn der große Dramatiker war zwar extrem eifersüchtig, doch selbst alles andere als monogam, wobei er ungeniert 'Parallel-Gastspiele' auf mehreren 'Bühnen' gab. Die Beziehung zu der Opernsängerin Marianne Zoff endete gar in einem festen Engagement als Ehemann und Vater – vorläufig jedenfalls.

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E-Book-Leseprobe So viel wie eine Liebe - Paula Banholzer

Paula Banholzer

So viel wie eine Liebe

Ungeordnetes Verhältnismit Bert Brecht

Erinnerungen undGespräche

LangenMüller

Besuchen Sie uns im Internet unter

www.langen-mueller-verlag.de

© für die Originalausgabe und das eBook:

2016 LangenMüller in der

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München.

Alle Rechte vorbehalten

Überarbeitete Neuauflage des 1981 im Universitas Verlag erschienenen Bandes So viel wie eine Liebe. Der unbekannte Brecht

Herausgegeben von Axel Poldner

Umschlaggestaltung: Wolfgang Heinzel

(Archiv Axel Poldner)

Satz und eBook-Produktion:

Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

www.Buch-Werkstatt.de

ISBN 978-3-7844-8248-4

Es ist schön zu sehen, wie die Bi spielt:

ganz menschlich, ganz einfach.

Eine Königin, das ist eine Königin,

ein Erschrecken, das ist ein Erschrecken,

und die Bi, das ist die Bi.

Bi dagegen höre ich gern:

Ich weiß, wie sie ist,

und sie tut nichts zu den Dingen hinzu.

Bert Brecht (*10. Februar 1898 in Augsburg, †14. August 1956 in Ost-Berlin)

Brecht hat viele Frauen gehabt, geliebt hat er aber nur die Bi.

Helene Weigel (*12. Mai 1900 in Wien, † 6. Mai 1971 in Ost-Berlin)

Inhalt

So viel wie eine Liebe Ungeordnetes Verhältnis mit Bert Brecht

Paula Banholzer Gespräch mit Paula Groß, geb. Banholzer

Marianne Zoff-Brecht-Lingen erzählt über ihre Zeit mit Bert Brecht

… fast ein Vorwort

Meinen Beitrag zu diesem Buch könnte ich auch mit dem Titel Bidi und ich versehen.

Bi – das war die Abkürzung eines Kosenamens, den Brecht mir gab: »Bittersüß«.

Bidi – so bezeichnete er sich selbst, wenn er von uns sprach. Von Bi und Bidi.

Er hat mir aber nie verraten, welches Wort oder welche Worte sich in dieser Abkürzung finden. Meine Erinnerungen an meine Zeit mit Bert Brecht veröffentliche ich erstmals in diesem Buch.

Dabei bin ich lange unschlüssig gewesen, ob ich von und über diese Zeit erzähle und schreiben lasse oder es selbst aufzeichne. Sicherlich wäre es einfacher gewesen, wenn ich berichtet und ein geübter Autor notiert und geschrieben hätte.

Wenn ich mich trotzdem nicht für diesen ohne jede Frage einfacheren und für mich unkomplizierteren Weg entscheiden konnte, so liegt das am Thema.

Ich befürchtete einfach, daß durch einen geübten Schreiber ein Filter wirksam würde und die Erlebnisse und Begegnungen – mein Leben mit Brecht – nicht die Wirklichkeitsnähe haben könnten, die einfach notwendig ist.

So möchte ich jetzt auch sagen dürfen, daß ich weder vor noch nach diesen Aufzeichnungen schriftstellerische Ambitionen hatte oder haben werde.

Was hier vielleicht an literarischer Qualität verlorengeht, wird an unverfälschter Darstellung und Nähe gewonnen.

I

Bert Brecht. Ein Name, der um die Welt gegangen ist und der um die Welt gehen wird.

Als ich ihn kennenlernte, da war er noch der Eugen Berthold oder der Berthold Eugen, wie er seine ersten Pressebeiträge und schriftstellerischen Arbeiten zeichnete, oder einfach der Brecht. Erst später korrigierte er seinen Vornamen: Er nannte sich dann Bertolt oder Bert.

Im Frühling des Jahres 1916 war ich fünfzehn Jahre alt. Es war nicht nur ein schöner, bewegter Frühling, sondern auch ein bewegtes Jahr, an das ich mich besonders häufig erinnere. Der Erste Weltkrieg dauerte nun schon zwei Jahre.

Bis auf die immer schwieriger werdende Versorgung und Verknappung selbst alltäglicher Gebrauchsdinge spürten wir in Augsburg freilich noch wenig davon.

An einem schönen Sonnentage dieses Frühlings fiel mir plötzlich auf, daß mir täglich auf dem Weg zur Schule zwei Gymnasiasten begegneten, die anfingen, mich zu grüßen und mich dann auf meinem Weg verfolgten.

Das bemerkten auch meine Klassenkameradinnen, und es sprach sich schnell in meiner Schule – der Maria-Theresia-Schule – herum, daß man mich nur begleiten müsse, um etwas »zu erleben«. Mir war das unangenehm, peinlich und lästig. Aber was half’s. Ich wurde noch mehr beobachtet als vorher.

Die »Erlebnisse«, von denen in der Schule gesprochen wurde, hielten sich allerdings in engen Grenzen. Es blieb beim Gruß der beiden jungen Leute und bei der Verfolgung. Meine Schüchternheit und meine mir angediehene Erziehung erlaubten es ohnehin nicht, die Blicke der Gymnasiasten zu erwidern.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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