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Das Leben eines intelektuell begabten Menschen, der auf eine schiefe Bahn gerataten ist und hate keine Hoffnung, dass er jemals aus dieser Lage herauskommt. Hatte keine Freunde und keine Angehörige. Als weise aufgewachsen und in eine schlechte Umgebung geraten.
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Seitenzahl: 21
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Sonnenfinsternis
Ein Leben ohne Hoffnung
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Sonnenfinsternis
Impressum neobooks
Krachend fällt die schwere eiserne Tür ins Schloss und der dumpfe Widerhall unserer Schritte klingt noch lange im düsteren Korridor, der von beiden Seiten von Eisengittern abgeschützt ist. Ein kurzes Signal und noch eine Tür öffnet sich mit einem entsetzlichen Getöse, wie ein gieriges Biest, langsam zurückweichend, als bereite sie sich zu einem Sprung vor. Wir passieren auch diese Tür, die sich sofort mit demselben schauderhaften, kurzen „Krach“ zuschlägt. Und noch und noch eine Tür öffnet sich und schon bin ich von der mir so vertrauter Welt der Farben und wohltuender Düfte getrennt, wie ein Fremdling, der auf einem anderen unvorhersehbar harten und gastfremden Planet gelandet ist.
Der mich begleitende Offizier lächelt, streckt einladend seine Hand vor und sagt:
„Da sind wir also. Ich begleite sie noch ins Zimmer.“
Er bemerkt meine Bestürzung und erkundigt sich sichtlich amüsiert:
„Zum ersten Mal bei uns hier?“
„Ja, Gott hat mich bisher bewahrt,“ sage ich tapfer, obwohl der entsetzliche Geruch, die kalten, grauen Wände, die düstere Decke und die schweren Türen, welche dumpf dröhnend ins Schloss fallen keine gute Laune hervorrufen.
„Aber Sie machen doch nicht nur seit heute Untersuchungen in der Gerichtspsychiatrie.“
„Das stimmt,“ antworte ich höflich, „aber gewöhnlich werden die Menschen zu mir in die Klinik gebracht.“
„Das sind für sie „Menschen?“ fragt er giftig.
„Ja, Menschen“, antworte ich, obwohl mich sein Hohn irritiert.
„Hier hinein, bitte“, öffnet er mir eine Tür.
Ich betrete ein kleines Zimmer. Die Stühle und auch der Tisch sind am Fußboden befestigt. Das kleine Fensterchen ist hinter einem kräftigen Eisengitter. Die Glühbirne an der Decke hinter einer gepanzerten Hülle.
Am Tisch sitzt bereits ein Mann mittleren Alters. Sein massiver Kopf ist sorgfältig kahl geschoren, was aber seinem Aussehen keinesfalls schadet. Verbissene entfremdete Gesichtszüge.
Der Begleitmann sitzt an der Tür auf einem Hocker.
Ich hatte mich erkundigt mit wem ich es zu tun haben werde. Habe am Tag zuvor seine Akte gründlich studiert, damit ich mir die Strategie der psychologischen Untersuchung besser überlegen konnte.
