Sternenschweif, 50, Eine Freundin für Waldfee - Linda Chapman - E-Book

Sternenschweif, 50, Eine Freundin für Waldfee E-Book

Linda Chapman

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4,99 €

Beschreibung

Das Einhornfohlen Waldfee ist endlich alt genug für eine Einhornfreundin. Laura und Sternenschweif haben da schon jemanden im Sinn. Komisch nur, dass dieses Mädchen sich so gar nicht für die magische Einhornwelt begeistern kann. Sind die beiden wirklich auf der richtigen Fährte? Eine spannende und magische Geschichte mit viel Platz zum Träumen!

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Seitenzahl: 61

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Eine Freundin für Waldfee

von Linda Chapman

KOSMOS

Umschlaggestaltung: Niklas Schütte, Siegburg

unter Verwendung einer Illustration von Josephine Llobet, Lüneburg

Textillustrationen: © Biz Hull

Sternenschweif – Eine Freundin für Waldfee, erzählt von Anne Scheller

Based on characters created by Working Partners Ltd.

© Working Partners Ltd., 2016

Unser gesamtes lieferbares Programm und viele

weitere Informationen zu unseren Büchern,

Spielen, Experimentierkästen, DVDs, Autoren und

Aktivitäten findest du unter kosmos.de

© 2016, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-440-15241-6

eBook-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

1

„Ganz ruhig, mein Kleiner. Es geht ja gleich los!“ Laura Foster saß auf dem Rücken ihres grauen Ponys Sternenschweif. Es trippelte auf der Stelle und konnte es kaum erwarten loszugaloppieren!

Laura und Sternenschweif waren heute beim Herbstfest auf der Farm der Peeks. Dort konnte man Kürbisse schnitzen, am Lagerfeuer sitzen, auf den Ponys der Familie reiten, Kutschfahrten machen – und wie Laura und Sternenschweif am Herbstrennen teilnehmen. Deswegen standen die beiden jetzt am Rand einer Wiese und warteten auf das Startsignal. Außer ihnen waren noch ein paar Mädchen aus dem Ponyclub am Start, ein Junge auf einem Rappen, eine Frau mit einer hübschen Schimmelstute und ein Mädchen auf einem ziemlich kleinen Shetlandpony.

„Fertig …“, rief Mr Peek und hob eine bunte Fahne. „Und los!“

Die Fahne war noch nicht ganz unten, da galoppierte Sternenschweif auch schon an. Laura war von dem rasanten Start etwas überrumpelt. Sie klammerte sich mit den Knien ganz fest und beugte sich tief über Sternenschweifs Hals. Was für ein Ritt!

Die Wiese war nicht groß. Viel zu schnell war das Rennen vorbei. Laura und Sternenschweif preschten nach dem Jungen auf dem Rappen über die Ziellinie.

„Wir sind Zweite geworden! Sternenschweif, du warst toll!“, jubelte Laura. Ihr Pony atmete schwer, aber es nickte mit dem Kopf, als wollte es Laura antworten. Und das wollte es vermutlich auch, denn Sternenschweif war ein ganz besonderes Pony. Mithilfe eines Zauberspruchs konnte Laura ihn in ein Einhorn verwandeln. Das tat sie aber nur, wenn niemand sie beobachten konnte, meist in der Nacht. Es war ein großes Geheimnis, dass Einhörner aus dem magischen Land Arkadia auf die Erde kamen, um Gutes zu tun. Nur Menschen, die mit einem Einhorn befreundet waren und es verwandeln konnten, so wie Laura, durften davon wissen. Sonst würde die Magie der Einhörner versiegen.

Wenn Sternenschweif seine wahre Einhorngestalt hatte, dann konnten er und Laura richtig miteinander sprechen. Und er hatte noch mehr magische Kräfte: Er hörte besonders gut, konnte Wunden heilen und fliegen. Daran musste Laura denken, als sie Sternenschweif im Schritt trocken ritt. Das Rennen war großartig gewesen, aber fliegen war noch ein bisschen schöner.

Mr Peek winkte Laura zu sich herüber. „Ein tolles Rennen, Laura, Glückwunsch“, sagte er und schüttelte Laura die Hand. „Du gewinnst natürlich auch einen Preis. Siehst du den Wagen dort drüben? Du darfst mit deiner ganzen Familie eine Kutschfahrt darin machen!“ Er zeigte auf eine Kutsche, vor der zwei braune Kaltblüter angeschirrt waren. „Die Kutscherin heißt Sara. Sie fährt euch gerne eine Runde um die Farm. Sternenschweif kannst du solange auf die Koppel bringen.“

„Danke, Mr Peek, das wird sicher lustig!“ Laura sah gespannt zu der Kutsche hinüber. Die Kutschpferde sahen schon von Weitem riesig aus und sie wollte sie liebend gern von Nahem betrachten.

Laura brachte Sternenschweif zu einer Koppel, die etwas abseits des Festtrubels lag. Sie kannte sich auf der Farm der Peeks so gut aus, weil sie hier regelmäßig Waldfee besuchte, ihren besonderen Ponyliebling. Gemeinsam mit Sternenschweif und ihrem Hund Walter hatte Laura Waldfee als Fohlen im Wald gefunden. Und schon bald hatten sie herausgefunden, dass Waldfee auch ein Einhorn war. Sie entwickelte sich prächtig und war schon richtig groß geworden. Mit ihrem dunkelgrauen Wuschelfell war sie außerdem richtig süß. Einen passenden Menschen als Einhornfreund hatte sie aber bisher leider noch nicht gefunden.

Waldfee trabte an den Zaun, als Laura und Sternenschweif näher kamen.

„Hallo, Süße!“ Laura kraulte Waldfees dunklen Schopf. „Hier kommt dein Kumpel Sternenschweif, einverstanden?“

Waldfee schnaubte begeistert. Laura nahm ihrem Pony Sattel und Trense ab, dann öffnete sie das Gatter im Weidezaun. Sternenschweif stupste Laura noch einmal mit dem Maul an und trabte mit Waldfee auf die Koppel hinaus. Von oben auf dem Hügel kam ihnen ein kleiner Brauner entgegen. Es war Ringo, Waldfees bester Freund. Sofort drehten die drei Ponys eine Runde um die Koppel.

Laura schlenderte zum Lagerfeuer, wo es verführerisch nach Bratwurst und Stockbrot duftete. So ein Rennen machte hungrig! Doch ihre Familie war leider nirgends zu sehen und Laura wollte ihnen unbedingt von ihrem Gewinn erzählen.

In der Scheune, wo es Kaffee und Kuchen gab, waren ihre Eltern auch nicht. Endlich entdeckte sie ihren kleinen Bruder Max. Er kletterte mit einigen anderen Kindern auf den Strohballen herum, die hinter der Scheune lagerten.

„Hey, Max!“, rief Laura. „Wo sind Mum und Dad? Ich habe etwas gewonnen!“

„Echt? Was denn?“ Max kletterte von den Strohballen herunter und lief zu seiner Schwester. „Etwas Großes?“, fragte er.

„Eine Kutschfahrt“, erzählte Laura und musste über Max’ enttäuschtes Gesicht lachen. „Aber für uns alle. Komm mit, wir suchen die anderen und dann geht es los.“

Mr und Mrs Foster waren beim Ponyreiten. Sophie, das jüngste Familienmitglied, saß auf einem Schecken und hielt sich in seiner Mähne fest. Sie sah total glücklich aus.

„Da seid ihr!“ Laura umarmte ihre Mutter. „Ich habe euch schon überall gesucht.“

„Vorsicht, sonst verschütte ich meinen Punsch!“ Mrs Foster und ihr Mann hielten beide dampfende Becher in den Händen. „Wir stehen hier wirklich schon ewig, aber Sophie will einfach nicht aufhören zu reiten! Ich bin richtig durchgefroren.“

„Du Arme!“ Mr Foster legte seiner Frau einen Arm um die Schultern. „Laura, wie war denn dein Rennen?“

„Wir sind Zweite geworden!“, verkündete Laura. „Und einen Preis haben wir auch bekommen!“

„Gut gemacht! Und welchen?“, fragte ihr Vater.

„Eine Kutschfahrt für uns alle. Können wir jetzt los?“, fragte Laura.

„Sowie Sophie fertig ist“, versprach ihre Mum.

„Also nie“, murrte Max leise.

Mr Foster grinste ihn an. „Ich hole sie schon.“ Er hob Sophie von ihrem Schecken und trug sie zurück zum Rest der Familie. Die Kleine weinte herzzerreißend.

„Will reiten!“, jammerte sie.

„Sophie, wir machen eine Kutschfahrt. Mit zwei ganz großen Pferden!“, sagte Laura. Und schon strahlte ihre Schwester wieder.

Am Tor zur Farm stand noch immer die Kutsche, die Mr Peek Laura gezeigt hatte. Auf dem Kutschbock saß ein Mädchen, etwas älter als Laura. Ihre langen braunen Haare tanzten ihr in unzähligen Locken um den Kopf.

„Hallo, bist du Sara?“, fragte Laura. „Mr Peek sagt, wir haben eine Kutschfahrt gewonnen, weil ich den zweiten Platz im Rennen gemacht habe.“

Das Mädchen sprang von der Kutsche. „Ich weiß schon Bescheid. Ihr seid also die Fosters, oder?“

Laura nickte. „Genau, ich heiße Laura. Das sind meine Eltern und meine Geschwister Max und Sophie.“

Sara schüttelte allen die Hand, sogar Sophie.

„Darf ich deine Pferde begrüßen?“, fragte Laura. „Ich habe auch ein eigenes Pony, aber solche Riesen wie diese beiden habe ich noch nie getroffen.“

Während die anderen in den Wagen kletterten, führte Sara Laura zu den Kutschpferden. „Das sind Benny und Toby. Sie sind Kaltblüter, das sind besonders große und starke Pferde, extra gezüchtet als Arbeits- und Zugtiere. Sind sie nicht toll?“