Sternkreuzer Proxima - Die letzte Schlacht - Dirk van den Boom - E-Book

Sternkreuzer Proxima - Die letzte Schlacht E-Book

Dirk van den Boom

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Beschreibung

Folge 11: Die Proxima kämpft an der Seite der Allianz gegen die Zu7. Ein verzweifelter Vorstoß auf die Zentralwelt der Maschinenwesen trifft auf erbitterten Widerstand. Beide Armeen sind bereit, in dieser Schlacht in den Tod zu gehen. Auch Captain Kraus kämpft mit - auf der Gegenseite. Doch dann macht er Zadiya Ark ein überraschendes Angebot. Kann sie ihm vertrauen?

Über die Serie:

Schicksalsmission jenseits der Grenzen der bekannten Galaxis!

Der verheerende Bürgerkrieg ist vorbei - zumindest vorerst. Die alte Republik liegt in Schutt und Asche. Die Nachkriegsordnung hängt vor allem von einer Frage ab: Wer kann sich als erster überlegene außerirdische Technologie sichern? Denn die terranische Zivilisation ist nicht allein im Universum!

Die außerirdische KI Caliban hat Captain Zadiya Ark und die Proxima um Hilfe bei einem verheerenden Konflikt in ihrem Heimatsystem gebeten. Unter der Flagge von Arks Heimat Khalid soll die Proxima mit dieser Mission auch einen essentiellen Wissensvorsprung sichern. Doch die Terranische Republik ist ebenfalls interessiert: Admiral Bonet beauftragt Captain Gerard Kraus - und beide haben noch eine Rechnung mit Zadiya Ark offen ...

Wer gewinnt das Wettrennen mit unbekanntem Ziel? Was wird die Terraner dort erwarten? Und warum sollen ausgerechnet die technologisch unterlegenen Menschen in der Lage sein, den Konflikt unter den Aliens zu beenden?

Die Fortsetzung von "Sternkreuzer Proxima" von Dirk van den Boom verspricht erneut packende Action, hintergründigen Humor und einfach gut durchdachte Military-SF!

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Inhalt

CoverSternkreuzer Proxima – Die SerieÜber diese FolgeÜber den AutorTitelImpressum12345678910111213

Sternkreuzer Proxima – Die Serie

Der verheerende Bürgerkrieg ist vorbei – zumindest vorerst. Die alte Republik liegt in Schutt und Asche. Die Nachkriegsordnung hängt vor allem von einer Frage ab: Wer kann sich als erster überlegene außerirdische Technologie sichern? Denn die terranische Zivilisation ist nicht allein im Universum!

Die außerirdische KI Caliban hat Captain Zadiya Ark und die Proxima um Hilfe bei einem verheerenden Konflikt in ihrem Heimatsystem gebeten. Unter der Flagge von Arks Heimat Khalid soll die Proxima mit dieser Mission auch einen essentiellen Wissensvorsprung sichern. Doch die Terranische Republik ist ebenfalls interessiert: Admiral Bonet beauftragt Captain Gerard Kraus – und beide haben noch eine Rechnung mit Zadiya Ark offen …

Wer gewinnt das Wettrennen mit unbekanntem Ziel? Was wird die Terraner dort erwarten? Und warum sollen ausgerechnet die technologisch unterlegenen Menschen in der Lage sein, den Konflikt unter den Aliens zu beenden?

Die Fortsetzung von »Sternkreuzer Proxima« von Dirk van den Boom verspricht erneut packende Action, hintergründigen Humor und einfach gut durchdachte Military-SF!

Über diese Folge

Die Proxima kämpft an der Seite der Allianz gegen die Zu7. Ein verzweifelter Vorstoß auf die Zentralwelt der Maschinenwesen trifft auf erbitterten Widerstand. Beide Armeen sind bereit, in dieser Schlacht in den Tod zu gehen. Auch Captain Kraus kämpft mit – auf der Gegenseite. Doch dann macht er Zadiya Ark ein überraschendes Angebot. Kann sie ihm vertrauen?

Über den Autor

Dirk van den Boom (geboren 1966) hat bereits über 100 Romane im Bereich der Science-Fiction und Fantasy veröffentlicht. 2017 erhielt er den Deutschen Science Fiction Preis für seinen Roman »Prinzipat«. Zu seinen wichtigen Werken gehören der »Kaiserkrieger-Zyklus« (Alternative History) und die Reihe »Tentakelkrieg« (Military SF). Dirk van den Boom ist darüber hinaus Berater für Entwicklungszusammenarbeit, Migrationspolitik und Sozialpolitik sowie Professor für Politikwissenschaft. Er lebt mit seiner Familie in Saarbrücken.

DIRK VAN DEN BOOM

DIE LETZTE SCHLACHT

Folge 11

Originalausgabe

»be« – Das eBook-Imprint der Bastei Lübbe AG

Copyright © 2021 by Bastei Lübbe AG, Köln

Textredaktion: Uwe Raum-Deinzer

Lektorat/Projektmanagement: Lukas Weidenbach

Covergestaltung: Massimo Peter-Bille unter Verwendung von Motiven von © Arndt Drechsler

eBook-Erstellung: hanseatenSatz-bremen, Bremen

ISBN 978-3-7517-1521-8

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1

»Admiral Nott.«

Ark schaute auf den Offizier herab, und das lag allein an seiner Körpergröße, nicht an ihrer Arroganz. Nott war kein Mensch, er war aber immerhin insofern von vertrauter Gestalt, als er zwei Arme und zwei Beine besaß, eine Konfiguration, zu der die Evolution relativ oft geführt hatte. Ansonsten aber war die Variationsbreite beträchtlich: Admiral Nott war maximal ein Meter fünfzig groß, aber fast ebenso breit, ein kompaktes Lebewesen, das trotz seiner geringen Größe Autorität ausstrahlte. Der Kopf lag wie ein Surfbrett auf dem Körper und ragte seitlich sogar etwas über die Schultern heraus. Die unregelmäßig auf der Oberfläche aufgereihten Augenstängel schienen ein hektisches Eigenleben zu entwickeln, als sie die Zentrale der Proxima besichtigten. Ein Stängel aber war allein auf Ark gerichtet und betrachtete sie mit sezierender Intensität.

Er war alleine gekommen, ohne Begleitpersonal. Er fühlte sich sicher und ruhte in sich selbst, das war zumindest der Eindruck, den er erweckte.

Nott benutzte kein Übersetzungsgerät. Er sprach das terranische Standard fehlerfrei, aber auf seine ganz spezielle Weise. Die Spezies der Tahal war aufgrund ihrer neurologischen Entwicklung hervorragend qualifiziert, um schnell Sprachen zu lernen, generell galten sie als hochintelligente und mental flexible Denker. Ark hatte sich die Mühe gemacht, die offiziellen Dateien zu diesem Volk aufmerksam zu studieren. Dass Nott relativ jung und der allererste Tahal in dieser Position war, wurde von Kommentatoren damit gerechtfertigt, dass die Allianz verzweifelt war und sich daher bereit zeigte, auch jenen einen Platz zu geben, die nicht alles machen wollten wie bisher.

Im Gegensatz zu einem gewissen Konvoikommandanten, an dessen grandiose Taktik sich Ark höchst ungern zurückerinnerte. Die Allianz lernte also, wenngleich langsam. Hoffentlich war es nicht zu spät dafür.

»Captain Ark. Ein schönes Schiff haben Sie hier.« Nott hatte eine etwas quakende Stimme, an der aber nichts lächerlich war. Er betonte sehr sorgfältig und konzentriert. Er gab sich Mühe, es richtig zu machen. Ark respektierte so etwas.

»Es macht im Vergleich zu Ihrem nicht viel her.«

Das war eine Untertreibung. Hier, im Moia-System, zog die Allianz alles zusammen, was sie noch hatte. Das Flaggschiff dieser Flotte, die Nandi, war ein beeindruckendes Meisterwerk technologischer Brillanz. Es gab keine vergleichbare Konstruktion in der Republik oder sonst wo. Der fast zwei Kilometer lange, wie ein lang gezogenes Dreieck geformte Schiffskörper stellte einfach alles in den Schatten. Ark musste an sich halten, nicht immer wieder verliebt auf die optische Übertragung zu starren. Raumschiffe. Es gab nichts Schöneres. Süße Babys, Hamster, Blumen, Waschbrettbauch – alles nichts, was an ein Raumschiff herankam. Die Nandi war ein Schlachtschiff, ein Instrument des Todes, da log sie sich nicht an. Aber sie gehörte zu dem Schönsten, worauf sie jemals ihre Augen gerichtet hatte, und sie wusste, dass es den meisten auf der Brücke ebenso ging wie ihr.

Außer Vara vielleicht. Aber das überraschte niemanden. Für Marineinfanteristen waren Raumschiffe Transportmittel voller lästiger Matrosen, aus denen niemals echte Soldaten werden würden. Da entwickelte man ein ganz eigenes Verhältnis zu diesen Fahrzeugen.

»Sie haben es in kurzer Zeit weit gebracht«, erwiderte Nott. Seine Stimme veränderte jetzt die Modulation, eine interessante Fähigkeit. Nun klang er sirrend, wie eine sanfte elektrische Zahnbürste, und es dauerte ein wenig, bis Ark die einzelnen Worte herausgefiltert hatte. Aber sie kam mit jedem weiteren Satz besser zurecht. Nott setzte die Frequenzen seiner Stimmbänder ein, um mehr zu kommunizieren als nur die Worte, die er bildete. Leider war Ark für diesen Teil der Nachricht nicht empfänglich, da ihr der kulturelle Kontext dafür fehlte.

Es war nun ein Gebot der Höflichkeit, nicht auf die Übersetzungskünste Saras zurückzugreifen. Nott hatte sich die Mühe gemacht, also war auch von Ark nichts anderes zu erwarten.

»Ein Erstkontakt unter anderen Umständen wäre mir lieber gewesen.«

»Das geht uns wohl allen so. Vielleicht haben wir eines Tages Zeit, das Verpasste aufzuholen und uns auf andere Dinge zu konzentrieren als auf Töten und Sterben. Aber jetzt müssen wir genau darüber reden: Sie haben die Pläne studiert? Noch irgendeine Rückmeldung? Ich lege Wert auf Ihre Einschätzung, Captain. Denn Sie haben eine eigene Perspektive. Ich möchte sie verstehen und mit einkalkulieren.«

Welch erfrischende Abwechslung. Wie immer, wenn jemand von Autorität einen um die eigene Meinung bat, wollte man etwas Originelles hinzufügen, eine eigene Idee formulieren, um zu beweisen, dass man die Frage für mehr als nur eine Formalität hielt. Ark hatte diesen Reflex seit ihrer Zeit als Rekrutin nie vollständig ablegen können. Aber an Notts Plänen war ihrer Ansicht nach im Grunde nichts auszusetzen.

»Ich habe mir alles gründlich angesehen. Ihre taktischen Überlegungen erscheinen mir angemessen.«

»Aber?« Das klang schlicht neugierig, nicht verletzt.

»Kein Aber. Wir wissen doch beide, dass der beste Plan oft unmittelbar dann scheitert, wenn der eine unkalkulierbare Faktor auftritt, der alles zunichtemachen kann.«

»Richtig. Der Feind. Kriege wären so viel einfacher zu gewinnen, wenn es den Feind nicht gäbe.«

Nott lachte, was hieß, dass er das Sirren durch ein Knacken wie aus einem Geigerzähler unterbrach.

»Wollen wir uns in meinen Besprechungsraum begeben?«

»Nach Ihnen, Captain.«

Kurz darauf hatten sie alle Platz genommen: der Admiral, ein begleitender Offizier aus der gleichen Spezies, der wohl eher eine wandelnde Gedächtnisstützte darstellte, Ark und Vara sowie Dr. Maarten, dessen Erkenntnisse wesentliche Grundlage des Plans waren. Ark war froh, dass sie nur in einer kleinen Runde tagten. Größere Besprechungen dieser Art sorgten meist nur dafür, dass man den Fokus verlor oder dass viele nicht mehr als ein stummes Publikum darstellten. Für die meisten Beteiligten war es Zeitverschwendung.

Nott lehnte das Angebot von Erfrischungen höflich ab. Er wollte gleich zur Sache kommen.

»Wir haben jetzt die größte noch mögliche und vor allem vermutlich letzte Flotte versammelt, die die Allianz noch aufbieten kann«, begann der Admiral. »Die aktuellen Zahlen sind Ihnen zugegangen. Es ist ein Abklatsch alter Glorie, aber wir haben alle gelernt, dass Glorie in einer solchen Situation ohnehin nicht viel weiterhilft. Unser Ziel ist der Maschinendom, das Zentrum der Zu7, ihre Zentrale und ihre Regierung, wenn man so will.«

Eine dreidimensionale Karte flimmerte über dem Tisch, um den sie sich platziert hatten, und zeigte sowohl ihren aktuellen Standort wie auch die Position des Maschinendoms. Es war keine besonders lange oder komplizierte Reise.

»Wir gehen nicht davon aus, dass wir diesen Angriff als Teil einer genuin militärischen Lösung durchführen. Unser Ziel ist es, die Zu7 zu Verhandlungen zu bewegen. Unsere Flotte stellt als Machtdemonstration eher ein symbolisches Aufstampfen mit dem Fuß dar. Zugleich aber sind wir Geleitschutz für die Proxima, die sich dem Dom nähern soll, um sowohl Drohnen als auch im Idealfall der Zentral-KI die veränderten Loyalitätsprotokolle zuführen soll. Dazu kommt, dass wir hoffen, dass die Menschen, die den Robotern dienen, doch bereit sind, sich für uns zu verwenden, wenn sie bemerken, dass andere Menschen mit ihnen reden möchten. Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Protokolle nur als Einstieg in eine Kommunikation dienen sollen, wenn uns das gelingt. Wir wollen die Zu7 nicht zu unseren Sklaven machen, selbst wenn sich das als machbar erweisen sollte.«

»Außer die Verhandlungen scheitern«, sagte Vara.

»Exakt. Dann ist es Notwehr. Das hat die Allianzführung abgesegnet.« Nott sah Ark an. »Und unsere terranischen Freunde haben dem zugestimmt.«

»Mit Bauchschmerzen, aber ja«, sagte Ark.

»So weit wird es nicht kommen«, warf Maarten ein. »Die Zu7 werden schnell Abwehrmaßnahmen entwickeln, selbst wenn wir die Protokolle einschleusen können. Wir haben nur ein gewisses Zeitfenster, um zu reden. Eine regelrechte Umprogrammierung … nein, das halte ich für höchst unwahrscheinlich. Dazu bedarf es weitaus umfassender Forschungen und Experimente von meiner Seite. Nein, ich rechne mit dieser Chance – oder dieser Gefahr – eher nicht.«

»Und da wären noch die Menschen, die mit den Zu7 kooperieren«, ergänzte Ark. »Es mag irrational sein, aber ich hoffe tatsächlich, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Vielleicht können sie eine Brücke zu den Robotern bauen, über die wir Verhandlungen in Gang setzen.«

»Wenn sie überhaupt so etwas wie einen freien Willen haben«, sagte Vara. »Darüber liegen uns noch gar keine Erkenntnisse vor. Leider, wie ich betonen möchte. Die Erkenntnisse unserer Bordärztin geben mir sehr zu denken. Sie weisen darauf hin, dass die Fortuna-Menschen über Cyborg-Implantate eine fast schon symbiotische Beziehung zu den Zu7 entwickelt haben. Das hört sich für mich nach Abhängigkeit an, nicht nach Freiheit.«

Nott nickte. »Es ist eine verzweifelte und mit vielen Unwägbarkeiten belastete Mission. Unter normalen Umständen hätte ich sie niemals gutgeheißen. Aber wir stehen am Abgrund. Entweder taumeln wir hinein, oder wir versuchen ein letztes Mal, diesen Konflikt zu beenden.«

»Wir unterstehen allerdings nicht umfassend Ihrem Kommando, Admiral«, warf Ark nun ein. Bisher war dieses Problem nicht offen thematisiert worden, es hatte viele Gespräche auf der Basis gegenseitiger, unausgesprochener Annahmen gegeben. Das Unausgesprochene biss einen aber gerne in den Hintern, wenn sich zeigte, dass die Annahmen nicht übereinstimmten. Nott richtete nun mehrere Augenstängel auf Ark. Dieser kam es so vor, als würde sie von einer ganzen Personengruppe angestarrt werden. Sehr seltsam.

»Nicht umfassend bedarf einer genaueren Festlegung, denke ich.«

»Wenn ich in einer Situation erkenne, dass eigenständiges Handeln zu einem möglichen Vorteil, einem Schritt in Richtung unseres gemeinsamen Ziels führt, werde ich diese Schritte unternehmen. Das gilt selbst dann, wenn sie aktiven Befehlen widersprechen oder Sie nicht erreichbar sind.« Ark hatte sich ihr Caveat gut überlegt und versuchte, es nicht so klingen zu lassen, als wollte sie schlicht tun, was sie für richtig hielt. Auch wenn das selbstverständlich ihre eigentliche Absicht war.

Notts Augenstängel bewegten sich nicht. Das war wahrscheinlich seine Version eines hypnotischen Blickes. Er verfehlte seine Wirkung keinesfalls. Ark fühlte sich sehr, sehr beobachtet.

»Ich verstehe. Ihre Haltung überrascht mich nicht. Normalerweise würde ich Ihr Ansinnen dennoch rundweg ablehnen, Captain Ark. Ich folge nicht in vielen Dingen strengen Konventionen, aber in einigen doch. Eine lückenlose Kommandokette und die damit verbundene Disziplin gehören dazu. Ich mag keine allzu große Abweichung von der einmal festgelegten Norm.«

Ark wollte etwas entgegnen, doch Nott ließ sie nicht zu Wort kommen.

»Dieser Krieg entspricht aber schon seit Langem nicht mehr den Normen, nach denen wir früher gehandelt haben. Ihre Ankunft ist nur eine weitere Variable, die wir irgendwie unterbringen müssen. Ich wurde mit diesem Kommando betraut, weil man glaubt, dass ich am ehesten in der Lage sei, auch einmal unorthodox zu denken. Gut. Ich weiß nicht, ob ich dieses Vertrauens würdig bin, aber ich drücke mich nicht vor hohen Erwartungen. Ihr Vorbehalt wird akzeptiert. Nicht alle in meinem Stab werden das gut finden, aber da sind ohnehin genug, die Probleme mit mir haben. Es ändert also im Grunde gar nichts. Ich darf Sie nur um eines bitten, Captain: Kommunikation. Bevor Sie auf wilde Gedanken kommen oder diese gar in die Tat umsetzen, reden Sie mit mir. Informieren Sie mich. Ich muss es wissen, denn ich muss abschätzen können, was es eventuell bedeutet. Können wir das vereinbaren?«

»Admiral, ich verspreche Ihnen größtmögliche Transparenz. Ich kann nicht versprechen, dass die Situation immer Gelegenheit für ein Gespräch bieten wird, aber ich sichere Ihnen zu, dass ich jede Gelegenheit nutzen werde, die sich ergibt.«

Nott bewegte seine Augenstängel endlich wieder. Ark fühlte sich, als hätte sich ein Bann gehoben, der auf ihr gelegen hatte. Der Admiral verfügte entweder über paranormale Kräfte, oder sie war schlicht zu erschöpft, um sich den Bildern ihrer eigenen Fantasie zu entziehen.

»Gut, dann hätten wir das geklärt«, schnurrte der Admiral. »Wir haben einen klaren Zeitplan, und ich möchte ihn nicht verschieben. Reden wir über technische Details, Dr. Maarten, und dann über eine zentrale Sache: Sollten die Zu7 mit uns sprechen wollen – was sagen wir ihnen?«

»Wir bieten Verhandlungen an«, erklärte Vara.

»Ja, aber warum sollten sie darauf eingehen? Sie stehen kurz vor dem Sieg. Was hätten sie zu verlieren, wenn sie zurückstecken würden?«

»Sie sparen Ressourcen und können eine vorteilhafte Machtposition auf der Basis langfristiger Effizienz erhalten, in der Unwägbarkeiten und künftige Verluste minimiert werden«, schlug Ark vor. »Wir haben ein rationales Argument. Wenn wir emotional appellieren, will ich mit unseren Artgenossen reden.«

»Die den Zu7 gehorchen.«

»Wahrscheinlich, ja. Aber vielleicht können wir sie davon überzeugen, für die gute Sache ein Wort einzulegen. Solange wir die genaue Natur ihrer Beziehung nicht kennen, ist das immerhin eine Hoffnung. Wenn sie allerdings nur so etwas wie willenlose Roboter aus menschlichem Fleisch sein sollten – dann wären auch diese Bemühungen zum Scheitern verurteilt.«

»Das wollen wir nicht hoffen«, sagte Nott. »Lassen Sie uns noch einmal über alle Szenarien reden. Auch die unwahrscheinlichen.«

Es wurde eine lange Besprechung.

2

»Das steht dir gut.«