Tatort Sportheim? - Andreas Breidert - E-Book

Tatort Sportheim? E-Book

Andreas Breidert

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Beschreibung

Wenn mitten in einer Fastnachtssitzung in Erzhausen - im Rhein-Main-Gebiet gelegen - ein Gast schlapp macht, ist das normalerweise nichts Ungewöhnliches. Diesmal ist das jedoch anders, denn der Gast ist tot. Tatort Sportheim? Entgegen allen Anzeichen geht Georg Wackermann fest von einem Verbrechen aus. Kommissar Strock setzt zwar alles daran, ihn von dieser Idee abzubringen, doch ohne Erfolg. Buschtrommeln, Flurfunk und seinen Verbindungen sei Dank kommt es wieder zu allerlei Begegnungen mit den dörflichen Arten und Unarten, von denen es in einem Ort wie Erzhausen mehr als genug gibt. Wird es dem Rentner gelingen die Wahrheit ans Licht zu bringen oder ist doch alles ein Hirngespinst? Kann die Polizei die aufgestellte Indizienkette nachvollziehen oder kann man zweifelsfrei die Todesursache belegen? Ein steiniger Weg liegt vor den zwei unterschiedlichen Ermittlern, die sich mittlerweile angefreundet haben. Wie weit die beiden gemeinsam unterwegs sind, welche Strecken sie wieder alleine zurücklegen und wie Georg "Schorsch" Wackermann die Welt um sich herum sieht, darum geht es in "Tatort Sportheim?". Das zweite Buch aus der Feder von Andreas Breidert, der seit seiner Geburt 1981 in Erzhausen wohnt, nimmt wieder einmal die Eigenheiten und (un-)geliebten Verflechtungen auf. Mit spitzer Feder karikiert er das urbane Leben in Erzhausen nun erneut nachdem der erste Teil sich der Beliebtheit der Leser erfreute. Mit "Mord am Hessenplatz" hat er seine Reihe begonnen, die sich um die beiden Hauptfiguren Georg Wackermann und Peter Strock drehen. "Eigentlich entstand die Idee aus einer Weinlaune." so der Autor. Zum zweiten Roman hat er sich bereits kurz nach der Veröffentlichung des ersten Buches inspirieren lassen und seine Ideen knapp ein Jahr danach niedergeschrieben.

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Seitenzahl: 217

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Tatort

Sportheim

Ein weiterer Lokalkriminalroman von

Dies ist eine weitere Episode eines Lokalkrimis. Dieser Kriminalroman erzählt eine fiktive Geschichte, die in und um Erzhausen bei Darmstadt spielt. Die Handlung sowie die darin mitwirkenden Personen sind wieder einmal frei erfunden – Ähnlichkeiten sind rein zufällig.

Eine weitere Krimikomödie in und um Erzhausen. Eine Geschichte ohne realen Bezug, aber an realen Orten, die man kennt oder kennen sollte. Eine Karikatur, eine Überzeichnung des urbanen Lebens in einem Ort wie Erzhausen einer ist: klein und liebenswert und zugleich auch wieder nicht.

Wie im ersten Teil gilt auch in Teil zwei die alte Regel: Der Lektor war kaputt, besonders der für die Dialektschreibweise. Wer also einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn – markiert oder unmarkiert – behalten.

Besonderer Dank gilt auch diesmal an alle, die bei der

Verwirklichung dieses Buches mitgewirkt haben:

Sven Klügl

Ilse und Manfred Breidert

Silke Heidler

Marco Schramma

René Lehr

Petra Fuhrmann

Melanie Niesik - Fotografie und Design

Buchbinderei Friedrich Dingeldein GmbH - Renate und Gerhard Hallstein

Printdesign24 GmbH - Bernd Hassenzahl und Sebastian Zils

Für alle, die sich eine Fortsetzung gewünscht haben.

Copyright: Andreas Breidert - Buchautor

Personenübersicht

Peter Strock: Hauptkommissar

Georg „Schorsch“ Wackermann: Rentner

Tim „Jimmy“ Wackermann: Schulkind, Enkel von Georg

Johannes Wackermann: Unternehmer, Vater von Tim

Silvia Wackermann: Buchhalterin, Mutter von Tim

August „Gustl“ Egon Wackermann: Rentner, Onkel von Georg

Simon Docht: Gerichtsmediziner der KTU Darmstadt

Gerald Huf: Staatsanwalt

Gerda Ruch: Vorsitzende der Gemeindevertretung sowie des Spargelbauernverbandes

Claudia Annette Zillermann: Angestellte

Philipp Zillermann: Bankberater

Thomas Ihler: Klempner

Alois Vorderleitner: Landwirt

Petra Mangler: Küchenhilfe

Ilse Gerner: Frührentnerin

Michael Gerstbecker: Hausarzt

Helmut Lugner: Bestatter

Clara Knupp: Dorfkrankenschwester

Dirk Wäscher: Bürgermeister

Annabelle Noethen: Bürgermeisterkandidatin

Peter Ellenbacher: Bürgermeisterkandidat

Reinhold: immer noch eine arme Sau

Inhaltsverzeichnis
Ein weiterer Lokalkriminalroman von
Andreas Breidert
Personenübersicht
Prolog
Samstagsprogramm
Sehen und gesehen werden
Wer zuerst kommt...
Zu(m) Wohl!
Doppelt komisch
Bankgeheimnis
Zufällig
Genesung
Mechaniker-Abend
Erkundungstour
Mahlzeit
Einblicke
Frauenrunde
Kandidaten
Nachhören
Kurschatten?
Onlineshopping
Eigenlob
Strapazierfähig
Tante Google
Keine Grüße
Fragezeichen
Mitbringsel
Posteingang
Rundfahrt
Versöhnung
Herantasten
Wahlfinale
Leitung
Wäsche
Dessert
Entschuldigung
Matratze
Anmerkungen

Prolog

Das, was man in dieser Region Winter nennt, hatte Erzhausen und die umliegenden Städte und Gemeinden fest im Griff: graue, hochnebelfade Tage mit eisigem Ostwind, viel zu wenig Sonne und viel zu wenig Niederschlag. Kein Schnee weit und breit in Sicht. Nur Menschen mit vermeintlich dicken Wintersachen, bei deren Anblick sich die Bewohner wirklich kalter Gefilde dieser Welt schlapp lachten ob dieser Bezeichnung.

Erzhausen, das kleine Nest mitten im Rhein-Main-Gebiet, bibberte unter dem scharfen Ostwind, der sich so unangenehm anfühlte, wenn er durch die Klamotten pfiff. Es gibt um diese Jahreszeit nur zwei Möglichkeiten wie das Wetter hier aussehen kann: frühlingshaft warm, sonnig und schon fast mit dem Gefühl verbunden angrillen zu wollen oder ein so derart kalter Wind, gepaart mit einem suizidalen Einheitsgrau am Himmel, dass man am liebsten das Haus hütete.

Dieser kleine beschauliche Ort... Einige werden ihn kennen und beim Lesen der dann folgenden Zeilen denken: stimmt, genau so ist es. Viele werden ihn nicht kennen und denken: ja, so war oder ist es hier bei mir auf dem Land auch...

Zur Bürgerpflicht gehört das Grüßen. Wer im Ort integriert sein, Kontakte knüpfen und Erzhäuser werden will, für den steht das „Guten Tag!“ an erster Stelle, quasi als Zulassungsvoraussetzung zur Aufnahmeprüfung in den Kreis der Erzhäuser. Der blanke Zuzug reicht dafür nicht, man muss schon Ticken wie ein Erzhäuser.

Bewegt man sich also außerhalb der Seite seiner eigenen Wohnungstür, auf der das Namensschild angebracht ist, sollte man es tunlichst vermeiden, eine entgegenkommende Person - völlig egal ob diese Person per Pedes, Fahrrad, Auto oder Bus unterwegs ist - nicht mit einem freundlichen „Guten Tag.“, einem einfachen „Tag!“ oder zumindest einem deutlichen Kopfnicken zu grüßen. Hierbei ist es - anders als beim Du - irrelevant, wer welches Alter hat. Der jünger in Erzhausen Ansässige grüßt zuerst. Sitzt eine der beiden sich begegnenden Personen in einem Auto oder Bus, ist ein kurzer Gruß per Handzeichen ausreichend.

Ist man erst einmal negativ aufgefallen, hat man Mühe, wieder Fuß zu fassen: „Unn? Hoste doi neie Nochbern schunn kennegelernt?“ - „Ach, bleib mer fordd. Die kenne noch nett emol Gemoje saache, wann se aus de Hausdiehr gehn.“

Kinder machen recht schnell die Erfahrung, dass es besser ist, immer zu grüßen, denn bereits die kleinste Ausnahme wird über kurz oder lang in der Familie zurückgemeldet: „Ei, warum hoste dann demletzt de Dande Elsbeth ihrner Nachbarin ihr Butzfraa nett gegrießt? Die Dande Elsbeth hott sich ooheern misse, dass de en ungezoochene Butze bist. Was hoste der dann dodebei widder gedenkt?“ Schon fiel das Kerbgeld von Tante Elsbeth wieder etwas kleiner aus als sonst.

Die gesteigerte Form davon ist auch möglich, dergestalt, dass einem wildfremde Menschen zunächst bestätigt wissen wollen, ob man das Kind seiner Mutter ist, danach eine Ohrfeige austeilen und diese dann kommentieren mit den Worten: „Doi Mudder werd des nett gern sähje, dass du in doim Alder schunn raachst!“ Ja, so geht es zu in diesem kleinen beschaulichen Dorf, nördlich von Darmstadt.

Es hat keiner gesagt, dass es leicht ist, ein Erzhäuser zu werden. Was man noch alles tun muss, um Erzhäuser sein zu dürfen? Da gibt es ein paar Dinge, die man selbst beeinflussen kann - einige liegen außerhalb der eigenen Macht.

Zunächst seien hier jene Dinge aufgeführt, die man selbst in der Hand hat: Die Teilnahme am öffentlichen Leben ist eine Grundvoraussetzung. So ist die Mitgliedschaft in zumindest einem der ortsansässigen Vereine unabdingbar. Die Auswahl ist riesig, denn im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Erzhausen sehr viele Vereine. Diese Art der Kontaktpflege ist ein wichtiger Teil der Gemeinde. Daher sollte man nicht nur Mitglied in einem Verein sein, sondern auch aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Von Sport über Kultur bis hin zu Parteien ist fast alles vorhanden, was das Herz begehrt.

Selbstverständlich sollte es auch sein, sich bei Veranstaltungen blicken zu lassen - hierbei wieder ganz wichtig: grüßen; auch wenn man bei so manchem Fest nicht mehr aus dem Grüßen rauskommt. Keiner nimmt es krumm, wenn man eine Unterhaltung nach jedem zweiten Wort mit „Gude!“, „Grüß dich!“, „Hallo!“, „N‘Abend“ oder „Ei!“ unterbricht. Wenn man genau hinschaut, wird man feststellen, dass es das Gegenüber nicht anders macht und dass er oder sie damit die ganze Zeit beschäftigt ist. Wer sich etwas mehr auf einen ordentlichen Redefluss konzentieren mag, der kann in solchen Situationen auf ein eindeutiges Handzeichen - man hebt zwei Finger - und ein damit verbundenes Kopfnicken zurückgreifen.

Konzerte, Kerb, Karneval, Feste, Bürgerversammlungen und Wahlen zählen zu diesen Veranstaltungen, zu deren Mehrheit man in Erscheinung treten sollte. Nach ein oder zwei Jahren der mühsamen und mit dauerhaftem „N‘Abend!“ verbundenen Veranstaltungsbesuche bleibt der ein oder andere stehen und wird ein Gespräch anfangen, etwa mit: „Woher kenne mer uns dann?“, „Sie sinn noch nett so lang in Erzhause, gell?“, „Sie wohne doch hinne im Rodensee, in dem graue Haus mit dere Dobbelgarasch devor, gell!“ ...

Dann kann man jedem nur raten: Dialekt lernen. Sie müssen nicht „die braadesd Schnuud vun gonz Sieedhesse howwe“, aber zu einem „Wärgglisch!“, „Gude!“ oder „En süße Ebbelwoi“, sollten sie fähig sein. Eine Wortwahl, welche „Äppelwein“, „der Heegbach“ oder „Egelsbach“ enthält entlarvt sie als „Oigeplaggte“. Es heißt nun man „Ebbelwoi“ oder „Ebbler“, „die Bach“ bzw. „die Heegbach“ und „Eelschbach“ oder „Dribbdebach“. Es hat keiner gesagt, dass es einfach ist, ein Erzhäuser zu werden.

Nun zu einer Sache, die man nicht beeinflussen kann: angesichts von Erzhäusern, die auf einen Stammbaum zurückblicken können, der sich in gerader Linie bis ins Jahr 1560 fast ausschließlich in den hiesigen Kirchenbüchern nachvollziehen lässt, ist es nicht verwunderlich, dass man mindestens in zweiter Generation an diesem wunderschönen, idyllischen und ruhigen Fleckchen Erde, welches eingebettet zwischen der achtspurigen Bundesautobahn 5, der viergleisigen Rhein-Main-Neckar-Bahn mit ICE-, Güter- und Nahverkehr, dem Verkehrslandeplatz „Frankfurt-Egelsbach“ und der Ausflugschneise der Startbahn West des Flughafen Frankfurt liegt, ansässig sein muss. Nur sehr wenige haben es bisher geschafft, vorher in den Kreis der Erzhäuser aufgenommen zu werden. Dazu sind viele Anstrengungen nötig, besonders in den Vereinen Erzhausens. Ab der zweiten Generation entscheidet der Grad der Beteiligung am Erzhäuser Leben, ob man als Erzhäuser oder weiterhin als Zugezogener gilt: „Ward noch so zwaa, drei Generatione, dann biste veelleischd aach en Erzhaiser.“

An diesem Abend stand wieder einmal eine dieser Veranstaltungen im Erzhäuser Terminkalender, bei der sich Menschen trafen, um einerseits einen schönen Abend gemeinsam zu verleben, andererseits allerdings auch ihre Teilnahme am Dorfleben zu demonstrieren. Es ging auf die Karnevalszeit zu. In dieser Zeit wird das Sportheim von den Karnevalisten jedes Jahr in eine mottogerechte Kulisse verwandelt, in jener dann mehrere Fastnachtssitzungen abgehalten werden, um die Gäste, „Erzhaiser unn Oigeplaggde“, zu unterhalten.

Georg Wackermann durfte natürlich nicht fehlen, wenngleich er eigentlich am darauffolgenden Tag zur Nachmittagssitzung für Senioren und Menschen mit Behinderung hätte gehen können. So alt fühlte sich der dorfbekannte und junggebliebene Rentner mit dem überaus guten Informationsstand über den Ort, seine Bewohner und deren Beziehung (oder auch Nichtbeziehung) untereinander, noch nicht. „Ich gehn doch nett bei die alde Leit!“, war stets seine Antwort, wenn ihn jemand darauf ansprach. Ob seines großväterlichen Alters jenseits der 70 konnte man die Frage niemandem verdenken, dennoch war er nie amüsiert, wenn es zur Sprache kam, warum er nicht sonntags zur Sitzung ginge.

Ein knappes Jahr war mittlerweile vergangen, seitdem der Rentner in den Hobbykriminalismus eingetreten war und nach zähen Ermittlungen in gemeinsamer Sache mit dem verantwortlichen Kommissar Peter Strock den Fall einer am Hessenplatz aufgefundenen Leiche gelöst hatte.

Dieser Fall, seit langem der erste Kriminalfall in der 8000-Seelen-Gemeinde, hatte für einigen Wirbel gesorgt. Über Monate gelang es weder der Polizei noch dem ehrenamtlichen Privat-ermittler die Lösung für das Gewirr der Spuren zu finden. Mit vereinten Kräften und Köpfen sowie einem kühnen Plan kam es unter den strengen und auch sehr skeptischen Augen des Staatsanwalts Gerald Huf zum großen Showdown. Haarklein konnten sie während einer Parlamentssitzung im Bürgerhaus das Rätsel lösen. Die Anwesenden waren über die Wendung mehr als erstaunt und ebenfalls die Ermittler waren verwundert, welche Endung der Fall am Schluss dann noch nahm.

Huf, der schon lange am Landgericht Darmstadt als Staatsanwalt tätig war, hatte der Vorgehensweise zwar zugestimmt, musste der formhalber allerdings im Nachgang dazu mit Strocks Vorgesetzten zusammen dem Hauptkommissar ins Gewissen reden. „Sowas derff nett mehr bassiern. Wenn des oireißt, dann schreibt es Escho bald, dass nur Labbeduddl bei de Bollizei arbbeide unn dass des eischendlisch jeder kann, was mir mache. Des geht nett! Ham mer uns verstanne?“ Kleinlaut musste Strock, der großgewachsene Mittvierziger, zustimmen.

Ihm selbst war die eigenmächtige und eigentümliche Ermittlung des Erzhäuser Urgesteins ebenfalls alles andere als recht gewesen, aber letztlich musste er - ebenso wie seine Vorgesetzten - sich eingestehen, dass es ohne Wackermanns Mithilfe nie zu einer Lösung des Falls hätte kommen können. Dazu hätte es schon einer 20-köpfigen Sonderkommission bedurft, die 10 Jahre nichts anderes hätte tun dürfen, als die Bewohner Erzhausens genauestens zu durchleuchten, zu befragen und deren verwandtschaftliche sowie freund- und feindschaftliche Verbindungen zu dokumentieren. Erst dann wäre ein Erfolg überhaupt möglich gewesen. Wenn man hier von Erfolg sprechen kann. Doch darum geht es in einem anderen Buch.

In der gleichen Konstellation wurde auch Georg „Schorsch“ Wackermann zum Gespräch gebeten. Nach einer eindringlichen Mahnung des Staatsanwaltes und dem untersetzten, schnauzbärtigen Dienststellenleiters des 1. Reviers in Darmstadt, Ermittlungen zukünftig ausschließlich der Polizei zu überlassen, folgte der Dank der beiden für die tatkräftige, allerdings auch ungewöhnliche Unterstützung zur Erreichung eines schnellen Ermittlungserfolgs. ‚So ebbes nenne die schnell! Isch hobb mer monaddelong es Herrn1 kapuddgedenkt, wie des nur alles passiert soi kann... unn die saache es wär schnell gonge... Hoch lääwe unser deutsche Beamde.‘ waren seine Gedanken während der Anerkennung seiner Arbeit. Peter Strock brachte auch noch einmal seinen Dank zum Ausdruck. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Menschen, dem Erzhäuser Rentner und Stammtischgänger Wackermann und dem norddeutschen, kühlen und korrekten Kommissar Strock hatte sich eine Freundschaft entwickelt. Einige Tage nach Ermittlungsende hatten die beiden sich zu einem kühlen Bier verabredet. Es wurden ein paar mehr und dabei hatten sie viel von einander erfahren. Dieser lose Kontakt hatte über das vergangene Jahr angehalten, in dem in Erzhausen nicht viel neues passiert war.

Am Hessenplatz war immer noch keine Veränderung zu sehen. Dort sollte, gerade nach dem Leichenfund an Kerbsamstag, endlich eine Neugestaltung stattfinden. Über die schieden sich jedoch die Geister. Hatten die einen das anmutende und grazile Gespenst einer grünen Lunge im Form einer Miniatur-Bundesgartenschau mit angegliedertem Wein-Bistro-Kiosk als zentralen Punkt vor Augen, um damit einen Treffpunkt für Jung und Alt, sozusagen eine Dorfmitte 2.0 zu schaffen (die Nachnutzung war genauso ungenau defininiert, wie nach einer richtigen Bundesgartenschau), so hatten andere die gruselige Fratze einer Bauruine und das verblassende Gesicht des Hessenplatzes 1.0 von 1975 vor Augen.

Nach der Umgestaltung verfiel der Platz zusehends bis zu seinem heutigen Stand. Im Lauf der Zeit verschwanden die Beleuchtung, das Straßen-Schach, der Sandkasten, die Spielgeräte, die Fontänen aus dem Brunnen und schließlich die Bänke der Bushaltestelle. Hinzu kamen Schmierereien und eher mäßige Versuche von Graffitikünstlern. Genauso verliefe es nach der Neugestaltung wieder, dachten sich die Gegner, denen das eingeplante Geld dafür zu schade erschien. Einem Großteil der Bevölkerung war der Platz jedoch mehr als egal. So tat sich nach endlosen Leserbriefen, Parlamentsbeschlüssen, Initiativen, Unterschriftenaktionen und einer heraufbeschworenen „Spaltung Erzhausens“: nichts.

Hin und wieder wurden ein paar Blumen im ehemaligen Brunnenbecken, welches neuerdings mit Erde aufgefüllt zum Hochbeet umfunktioniert wurde, gepflanzt, die Bushaltestelle gestrichen und sauber gehalten. Planerisch und schon gar nicht baulich gab es einen Fortschritt.

Seit einigen Tagen schmückten die Konterfeis von drei Menschen die Straßen. Die anstehende Bürgermeisterwahl beherrschte die Gespräche beim Einkaufen, am Stammtisch oder beim samstäglichen Straßenkehren. Freundlich bis hitzig ging es dabei zu. Zu diesem Thema gesellten sich die Fastnachtssitzungen, über die man ebenfalls gerne sprach. Die einen wollten erfahren wie es war, da sie selbst noch hingingen und schon mal vorbereitet sein wollten. Die anderen gaben ihre Meinung zu dem gezeigten Programm ab, manche sogar berichteten über Programmpunkte, die über die Bühne liefen, während sie die Zeit an der Theke, auf der Toilette oder ob eines zu hohen Alkoholgenusses schlafend auf ihren Stuhl inmitten einer lachenden und klatschenden Menge verbrachten.

Samstagsprogramm

‚Wos fern Daach howwe mer dann eischendlisch heit?‘ - ging es Georg Wackermann als erster Gedanke durch den Kopf als er kurz vor 8 Uhr die Augen öffnete. Danach folgte das normale Samstagsprogramm: „Uffsteije, dusche, Wäschmaschin ooschalde, Gass kehrn, oikaafe, bei de Kinner middaach esse, spaziern geh, Fußball gugge, fer de Sunndaach koche.“ Eine Ausnahme gab es jedoch: heute hatte er zusammen mit seinem jüngsten Bruder Fritz Wackermann, seines Zeichens Gemeindebrandinspektor, dessen Frau Inge sowie deren Schwester Gerda Ruch, Vorsitzende der Gemeindevertretung und des örtlichen Spargelbauernverbands, mit Mann Rüdiger Karten für die zweite Fastnachtssitzung des Karneval-Club Erzhausen. Er musste also um 17.30 Uhr fertig sein mit seinem Programm, um dann gegen 18 Uhr geschniegelt und gebügelt, in mottogerechter Verkleidung und dicker Winterjacke darüber das Haus zu verlassen.

Der Abend war für ihn ein Höhepunkt. Seit dem Weihnachtsmarkt war er nicht mehr wirklich vor die Tür gekommen. Lediglich an Weihnachten, aber da blieben die meisten nur stehen, um frohe Festtage zu wünschen. Diese Zeiten waren für ihn passé; er schwamm im Weihnachtstrubel mit, ohne jedoch selbst zu rudern. Das war ihm seit einigen Jahren zu viel.

Danach hatte ihn die Grippe fest im Griff gehabt, weshalb er Silvester im Bett verbracht hatte. Genau wie die ersten zehn Tage des neuen Jahres. Sein Hausarzt und bester Freund Michael Gerstbecker hatte ihm geraten, es langsam angehen zu lassen, was er auch täglich mit Besuchen oder zumindest kurzen Anrufen bei Schorsch zuhause kontrollierte.

Mittlerweile hatte er wieder zu alter Kraft zurückgefunden und fühlte sich fit. So ging ihm das Vormittagsprogramm erstmals wieder locker von der Hand. „Gass kehrn bei dem Wedder, des braucht aach kaa Sau..“, dachte er sich, während er verzweifelt versuchte, den Dreck in der Wasserrinne zusammen zu kehren. Der kalte Ostwind fuhr ihm immer wieder in die Parade. Nach einem erneut erfolglosen Anlauf blickte er die Straße auf und ab: niemand da. „Die howwes rischdisch gemaachd. Die soin glei drin gebliwwe“, stellte er fest. Dann nahm er den Besen, schob ihn mit Schwung und einem leichten Drall Richtung Fahrbahn durch „es Dreckfloss“ und beförderte damit den Sand und das Laub auf die Straße, wo der Wind es mit sich nahm zu einem der nächsten Nachbarn. Anschließend klopfte er den Besen mit der Rückseite auf die Straße, um ihn etwas zu reinigen, dann nahm er den leeren Eimer mit Handfeger und Kehrblech in die linke Hand und ging zu seinem Hoftor.

Der Einkauf brachte ebenso wenig an Neuigkeiten mit sich. In seinem Lieblingseinkaufsmarkt waren nicht viele Kunden anzutreffen. Mürrisch erledigte er seinen Einkauf. Lediglich mit der netten Kassiererin machte er seinen altbekannten Spaß: „Na, Herr Wackermann, Punkte? Paybackkardde? Bargeld abheben? Und darf‘s ne Tüte sein?“, lachte sie ihn freudestrahlend an, noch während sie seine Waren über den Scanner zog. „Ach, immer die Froocherei do“, erwiderte Schorsch wie jedes Mal. „Punkte? Fer wos? Sääh isch aus wie es Sams aus de Kinnerbischer? Paybackkadde? Als ob die mer irschendwos back paye dähte! Bargeld nur wanns vumm Kondo vunn ihrm owwerste Chef abgeh duht, unn e Dudd - besser nett. Wann isch jetz widder kiffe duhn, vergess isch widder die Hälft.“ Nun strahlte sein Gesicht spitzbübisch, sein Blick wanderte erst zu seiner Lieblingskassiererin und dann in Richtung der hinter ihm wartenden Kunden. Die Dame hinter der Kasse blickte kurz in die selbe Richtung, dann schauten sich die beiden wieder an und prusteten los.

Die Menschen hinter Wackermann waren mehr als erstaunt über das eben Gehörte, das war ihnen ins Gesicht geschrieben. Er verräumte seinen Einkauf in die beiden Tragetaschen. „Sechsundvierzigzweiundachtzig macht das bitte.“ Auf diese Aufforderung hin öffnete er sein Portemonnaie, legte zwei 20-Euroscheine auf den Scanner, löste den Druckknopf zum Kleingeldfach, schüttelte die Geldbörse kurz, um dann nach einem prüfenden Blick zu beginnen, centweise die fehlenden sechs Euro und 82 Cent hervorzukramen. Bei einem Stand von 16 Cent sagte er dann: „Isch hobb moi Brill nett uff, nemme se sisch‘s selbst eraus“, und begann erneut zu lachen.

Einem jungen Mann in der Warteschlange gefiel sein Spaß ganz und gar nicht: „Mann, Alta! Schaff dich, muss ich Bahnhof, ey!“ Wackermanns Miene gefror. Langsam drehte er sich zu dem Flegel. Es war ihm bewusst, wer da stand. Der Sohn seines Nachbarn und ihm feindlich gesinnten Bestatter Helmut Lugner. „Bis vor sechs Woche host du 14-jährischer Sauwatz noch ins Bett gesaascht, sodass doi Mudder es ganze Bettzeig hott im Goarde2 uffhänge misse unn jetz markiersde do de Digge. Lern erst emol oostennisch Tach zu saache unn ordentlisch zu schwätze, dann kannste widder kumme unn schenne. Du Uuflood3.“

Dem Jungen stieg eine Farbe ins Gesicht, die irgendwo zwischen Wut und Schamesröte anzusiedeln gewesen sein mochte. Seine drei Begleiter, zwei Jungs im gleichen Alter, so wie ein Mädchen, dessen Alter aufgrund der aufgelegten Schminke nur sehr schwer einzugrenzen war, knufften ihn und hielten mit ihrem Lachen und ihrer Häme nicht hinter dem Berg.

Mit einem triumphierenden Grinsen im Gesicht wandte er sich der Kassiererin wieder zu, die ihm mit einem Augenzwinkern bestätigte, dass er gut gekontert hatte. Behände hatte er das restliche Kleingeld zusammengestellt, denn seit er seine Augen einer Laserbehandlung hatte unterziehen lassen, benötigte er keine Brille mehr. „Gehn Sie auch auf ne Sitzung?“, wollte die Angestellte wissen, während sie das Geld einsortierte. „Awwer sischer. Heit owend hobb isch e Kardd“, sprach er während er seine Taschen nahm. „Dann sehn wir uns!“, gab sie zurück, was Schorsch mit einem Nicken quittierte, wußte er doch, dass sie im Karneval-Club engagiert war.

Langsam ging er zum Ausgang, schaute noch mal beim Bäcker in die Auslage, und gerade als er ging, hörte er die Kassiererin hinter sich sagen: „Tut mir leid, Alkohol erst ab 18. Laut Herrn Wackermann bist du erst 14. Darf ich mal deinen Personalausweis sehen?“ Dann schloss sich die automatische Schiebetür hinter ihm und sein Grinsen wurde noch breiter.

Zum Mittagessen bei seinem Sohn Johannes angekommen, wurde er freudestrahlend von seinem Enkel Jimmy begrüßt. Mehrmals im Monat war der Opa gefragt, um mit dem Kleinen nachmittags oder samstags abends die Zeit zu verbringen. Das fiel Wackermann nicht schwer. Der Kleine kam schwer nach ihm, war ein Ass wenn es um Computer und Technik ging und das obwohl er erst acht Jahre alt war. Jimmy saß schon auf seinem Platz und hatte einen dampfenden Teller vor sich. Seine Mutter Silvia hatte ihm eine große Portion aufgetan. „Des willst du alles esse? Des schaffst du doch nie im Lääwe, Jimmy! Wos gibts dann Guudes?“, sagte Schorsch während er sich an den Tisch setzte. „Kadoffelbrei, Sauerkraud unn Stisch. Unn: klar schaff isch des alles!“, antwortete Jimmy und begann sofort zu essen. „Fer disch, Babba, hab isch noch e bissje Peffer4 beim Metzjer geholt“, ergänzte seine Schwiegertochter. „Jimmy, ward bidde bis mer all sitze. De Babba iss noch im Keller.“ Nach diesem Hinweis seiner Mutter legte Jimmy mit vorgestreckter Unterlippe das Besteck hin. Während Silvia sich nach Schorschs Genesung erkundigte, betrat Johannes die Küche. Mit einem kurzen „Ei! Wie Babba?“, setzte er sich an den Tisch und begann unvermittelt zu essen, woraufhin die anderen am Tisch auch mit der Mahlzeit anfingen. „Noja, als so weider“, brachte Wackermann noch hervor, dann wanderte die erste Gabel Sauerkraut in seinen Mund. „Des iss e Gedischt, Silvia. Fast wie frieher bei moine Mudder.“ Sie war sichtlich erfreut über dieses Kompliment. Ihre Kochkünste waren wirklich ausgezeichnet.

Nachdem Johannes einige Minuten nicht gesprochen hatte begann er nun kleinlaut: „Du, Babba... saach emal...“ Wackermann senior blickte vom Teller auf. Mit einem Kopfnicken und hochgezogenen Augenbrauen forderte er seinen Junior auf weiterzusprechen. „Kannst du de owend de Jimmy nemme?“ Scheinbar wusste er, was auf diese Frage folgte, denn er zog fast unmerklich das Genick ein. „Uff goar kaan Fall. Isch hobb heit owend Kardde fer die Sitzung. Ich brauch zwar die derr-gagelisch5 Gaas Gerda nett am Disch, awwer druff geschisse. Isch geh heit owend fordd unn ihr bleibt emol dehaam. Wo soin mer dann!“, brach es aus dem Rentner hervor.

Erstaunt über die Deutlichkeit der Worte bekam Johannes nur heraus: „Awwer es iss doch doi Enklkind.“ - „Do seegste wos woahres. Moi EN-KL-kind. Des haasst, dass es nett moi Kind iss unn des haasst, dass isch en jederzeit widder zurickgewwe kann, wann isch will. Unn dass isch des nett oft will, des waasste genaa. Des hätt er eisch friehjer iwwerlähje misse. Des iss doch kaa Bupp, die mehr nur zum Herzeische hott. Ihr werd doch in de Laach soi, emol drei Daach allaans uff eijern Bub uffzubasse. Iss des moiner odder eijern? Der braucht Zeit. Unn die nemmt er eisch jetz gefällischst. Aus, Schluss, Ende der Durschsaache. Ookumme?“

Bei seinem Nachmittagsspaziergang konnte er dann noch einmal Luft ablassen. Es ärgerte ihn, dass er dauerhaft als Kindermädchen herhalten musste. Nicht, weil er die Zeit mit seinem Enkel nicht genoss. Vielmehr, weil das Kind wesentlich mehr bei seinem Großvater als bei seinem Eltern war. Die Woche über aß Jimmy entweder im Grundschulnest oder bei ihm. Den Nachmittag verbrachte er auch meist bei ihm, da die Druckerei von Silvia und Johannes auch ihre Zeit forderte, um die gute Auftragslage abgearbeitet zu bekommen.

Sein Weg führte ihn an den als „Golfplatz“ bezeichneten Versickerungswiesen entlang des Neubaugebietes Rodensee II vorbei. Dort hatte jemand an einem Baum ein Schild befestigt: „Das ist eine Wiese - kein Bolzplatz!“ Kurz hatte Wackermann sich umgesehen, dann einen Stift gezückt und darunter geschrieben: „Das ist eine Weide - keine Pinnwand!“ Fröhlich pfeifend ging er in Richtung Bahnhof. Dieses schöne Gebäude aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts beheimatete seit einigen Jahren die Gemeindebücherei, nachdem es endlich gelungen war, das ehemalige Stationsgebäude von der Bahn zu kaufen. Der Keller wurde mit einer neuen Bodenplatte versehen - gemäß dem Vorschlag des Fachplaners. Dies kam Georg in den Sinn als er an der Bücherei vorbeilief. FACHplaner... Seit dem Einbau der Bodenplatte waren die Kellerwände feucht. „Unn fer sowas muss die Gemoinde Geld bezahle. Vunn was ferm Fach der wor, des däht misch intressiern“, murmelte er beim Vorübergehen.

Überall in den Straßen bot sich das gleiche Bild. Zugeparkte Fahrbahnen und leere Einfahrten. Es schienen immer mehr Autos zu werden, die einen Platz suchten, während die Hofeinfahrten und auch die ein oder andere Garage als Gartenersatz oder Lagerfläche genutzt wurden und somit das Auto auf die Straße verbannt wurde.

Es war einfach zu kalt, um eine größere Runde bis zur Bornwegbrücke und über den Friedhof zurück zu laufen, daher entschied er sich auf direktem Weg über die Friedrich-Ebert-Straße und die Siedlung 6durch die Weihergass nach Hause zu laufen. Die einzige Farbe, so war er sich sicher, die es um diese Jahreszeit gab, war im Inneren des Sportheims. Darauf freute er sich zunehmend. Er blickte anerkennend auf die Uhr, als er sein Haus betrat, schaltete den Fernseher an und ging damit zum nächsten Programmpunkt über: Fußball.

Sehen und gesehen werden

Pünktlich um 18 Uhr verließ Georg Wackermann das Haus. Er hatte sich ein Pharaonenkostüm bei seinem Freund Michael ausgeliehen. Dieser hatte es sich für seinen Sitzungsbesuch vergangene Woche bestellt, denn das diesjährige Motto der Sitzungen lautete Ägypten. Gerne gehörte Wackermann zu den ersten Gästen im Saal, da er dann in Ruhe noch etwas essen und das ein oder andere Schwätzchen halten konnte, bevor das Programm begann. Nachdem er seine Jacke an der Garderobe im kleinen Saal abgegeben hatte, betrat er den großen Saal, der mit vielerlei Figuren und bemalten Stellwänden ägyptisches Flair in den sonst recht kahlen Raum zauberte. Doch er konnte nicht lange den Blick in den Saal genießen, da stand eine schwarzhaarige Ägypterin vor ihm die ihn mit den Worten: „Paybackkarte? Punkte? Eintrittskarte?“, begrüßte und dann herzhaft lachte. „Guten Abend, Herr Wackermann. Herzlich willkommen beim KCE. Ich bring sie zu ihrem Platz.“ Er hakte die Kassiererin vom Vormittag unter und ging mit ihr in die mittlere Tischreihe, wo sie ihm ungefähr in der Mitte des Saales einen Platz zuwies. „Hier ist die 138. Viel Spaß heut Abend bei uns!“

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