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2017 bekam der Autor die Diagnose Prostatakrebs mit multiplen Metastasen. Sie war für den Autor ein Schock. Und dann kam die Aussage der Ärzte, dass dieser fortgeschrittene Krebs nicht mehr heilbar ist. Da gab es nur zwei Möglichkeiten, resignieren und aufgeben oder gegen den Krebs mit Resilienz, Lebensstilveränderung, Engagement und mithilfe eines (Un)krautes dagegen ankämpfen. Diverse Krebsmedikamente helfen ihm dabei - eine Chemotherapie und auch palliative Begleitung kommen für ihn aber nicht infrage. Normalerweise habe ich mein "Haltbarkeitsdatum" schon längst überschritten, sagt er. Aber es kam anders, zu seinem großen Glück. Auch wenn er nicht mehr der "Alte" ist, es geht ihm gut und er ist mehr als zufrieden.
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Seitenzahl: 123
Veröffentlichungsjahr: 2020
Positiv zu denken bedeutet nicht, dass man immer glücklich und zufrieden sein muss. Es bedeutet, dass man auch an schweren Tagen weiß, dass es wieder bessere Tage geben wird.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kapitel – Informationen zum Krebs, Diagnose und Metastasen
Der Krebs
Prostatakarzinomscreening
Die häufigste Erkrankung des Mannes
Risiko: Die Rolle der Verwandten
Nutzen oder Schaden Fusionsbiopsie
Metastasen: die tödlichen Töchter
Tumorzellen und Blutgefäße
Fruchtbarer Boden für Metastasen
„Schläfer“ im Gehirn ausschalten
Kapitel – Mein Krebs
Krebs – Die Diagnosefindung
Stationäre Aufnahme und Biopsie
Die Diagnose
Strahlentherapie
Kontrolluntersuchungen nach 2 Jahren
Kapitel – Bausteine gegen den Krebs
Löwenzahn gegen den Krebs
Resilienz, meine psychische Kraft
Motivation
1. Wanderung – geht das gut?
Auf den Spuren einer Kaiserin
Veranstaltung zum Krebs in Berlin
Kapitel – Engagement - Politisches
Engagement – Politisches Engagement Bürgerfest des Bundespräsidenten
Kapitel - Engagement wird gewürdigt
Großes Engagement wir gewürdigt
Bayerische Staatsmedaille
Laudatio
Kapitel – Leben mit Krebs
Leben mit Krebs
Schlusswort
Krankheiten können einen sehr zu schaffen machen, umso mehr, wenn die Diagnose zugleich ein Todesurteil bedeutet. Darunter leidet dann nicht nur der Betroffene selbst, meist auch die Partner und die Kinder.
Mich warf schon die erste schwere Krankheit, ein Bandscheibenvorfall mit anschließenden Sequester aus dem Berufsleben. Mit 41 Jahren machten sich die Schmerzen bemerkbar, die Behandlung und das drum herum entwickelte sich zu einer Odyssee durch das Gesundheitswesen. Nach fast 8 Monaten stationären Aufenthalt innerhalb von eineinhalb Jahren waren die Ärzte mit ihrer Kunst am Ende und es begann dann der Kampf mit den Ämtern, Rentenversicherer und mit Gutachtern.
Das Problem war ja nicht nur ein gesundheitliches, es wurde mehr und mehr auch ein Kampf um die Existenz. Erst ging es um das Krankengeld, danach um ein Arbeitslosengeld und schließlich war es keine Selbstverständlichkeit eine Erwerbsminderungsrente zugesprochen zu bekommen. Diese dann immer nur zeitlich begrenzt, manchmal ein Jahr, aber auch mal nur für ein halbes Jahr. Erst nach vielen Jahren hatte ich die Gewissheit, es wurde mir die Erwerbsunfähigkeitsrente auf Dauer gewährt.
Nun dachte ich, das wäre es nun. Leider dachte ich da falsch, denn ca. 6 Jahre nach der festen EU-Rente traf mich förmlich der Schlag.
Es war in der Silvesternacht 1997/98 als ich einen Schlaganfall erlitt.
Fast ein Jahrzehnt feierte ich Silvester mit meinen ehemaligen Marinekameraden bei mir zu Hause. Irgendwann kam ich zu der Überzeugung, dass auch mal die anderen Gastgeber sein könnten und somit fand das erste Treffen nicht in Bayern, sondern in Nordrhein-Westfalen statt.
Gut gelaunt ging es im Auto zusammen mit meiner Frau und meinem damals 9-jährigem Sohn Richtung Norden. Ich war sehr froh, dass ich endlich mal stressfrei ins neue Jahr kommen sollte und freute mich sehr auf ein paar entspannende Tage.
Wir trafen einen Tag vor Silvester ein und konnten uns in Ruhe entspannen. Am letzten Abend im alten Jahr genossen wir ein Raclette mit einem Glas Wein und als das neue Jahr begann, wünschten wir uns mit einem Gläschen Sekt viel Gesundheit und Glück. Danach ging es raus zu einem kleinen Feuer-werk, das der Hausherr besorgt hatte. Mein Sohn war natürlich hin und weg und war sehr traurig, als nichts mehr zum Schießen da war. Somit gingen wir wieder rein und auf einmal kam der Junior zu uns und fragte, ob er Luftballons in Schlangenform aufblasen dürfte, um sie danach platzen zu lassen. Er hatte halt noch nicht genug von der Knallerei. Ich sagte ihm, wenn der Hausherr nichts dagegen hat, ist das für mich ok.
Er hatte nichts dagegen und mein Sohn war glücklich.
Doch dieser Zustand änderte sich schlagartig, als er feststellte, dass er für das Aufblasen zu wenig Puste hatte. Somit fragte er meine Frau und bat sie einen Luftballon aufzublasen. Aber auch sie schaffte es nicht. Der nächste der es versuchen durfte war mein Freund, in meinem Alter aber durchaus sportlich. Tja, auch er schaffte es nicht ihn aufzublasen.
Und somit kam er zu mir, ich war seine letzte Hoffnung. Ich saß gelassen auf der Couch, noch ein Glas Sekt in der Hand und sagte: „Das kann doch nicht so schwierig sein und lachte.“
Ich stellte das Glas auf den Tisch, schnappte mir den Luftballon, holte zwei- oder dreimal tief Luft und blies rein. In diesem Moment bereute ich meinen Spruch von vorhin, denn beim Luftballon rührte sich fast nicht. Ich wollte mir keine Blöße geben und blies mit letzter Kraft hinein. Wow, es geht ja doch dachte ich mir, sah, wie der Ballon sich leicht weitete und dann …
Weiß ich nichts mehr. Ich fiel wohl um und da lag ich dann da. Meine Frau, auch mein Freund glaubte, ich mache mal wieder einen Scherz. Als ich wohl nach einer Minute noch immer auf der Couch lag, schüttelte mich meine Frau und als auch das nicht half, gab sie mir einige Klapse ins Gesicht.
Es dauerte einige Minuten und dann öffnete ich die Augen. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht was los war, konnte mir die ernsten Gesichter meine Frau und meines Sohnes nicht erklären. Sehr langsam wurde mir dann klar, dass da was in meinem Kopf passiert ist. Ich dachte nicht an Schlaganfall, nein, aber dieses Gefühl war etwas Besonderes und das kannte ich nicht. Konnte es aber überhaupt nicht einordnen. Der zweite Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, war, dass es ein schöner Tod gewesen wäre, denn es ging alles so schnell und verlief vollkommen schmerzfrei.
Ich wollte mich aufrichten, doch da ging überhaupt nichts. Meine Frau fragte mich, was denn los ist, ich wollte ihr antworten und stellte zum Entsetzen fest, dass mir kein Wort, nicht mal ein Buchstabe über die Lippen kam. Ich hatte einen verdammt trockenen Mund und wollte ein Wasser, doch alles was ich konnte war, mit der Zunge über die Lippen zu streifen. Gott sei Dank erkannte meine Frau meinen Wunsch und brachte mir ein Glas Wasser. Sie reichte es mir, doch nun musste ich feststellen, dass ich auch nicht in der Lage war es zu greifen. So half mir meine Frau, um ein klein wenig zu trinken.
Und nun kam ihre Frage: Willi, was ist mit dir los? Eine gute Frage, auch ich hätte es gerne gewusst was mit mir los ist. So langsam ordneten sich meine Gedanken und ich dachte mir, ihr solltet mal einen Notruf absetzen. Das schlugen sie dann auch vor und wollten mein Einverständnis. Ich nickte kurz, zu mehr war ich nicht fähig.
Was mich bei der ganzen Angelegenheit wahnsinnig machte, war meine Hilflosigkeit. Ich hätte ja am liebsten selbst nach dem Hörer gegriffen, doch wie, ohne etwas festhalten zu können und ohne ein Wort sprechen zu können.
Die Diagnose lautete: linksseitiger Schlaganfall
Im Nachhinein bin ich sehr stolz, dass ich ohne jeglicher Rehabilitation, sei sie stationär oder ambulant, geschafft habe, meine Sprachprobleme und auch die der Feinmotorik alleine wieder herzustellen. Eine große Hilfe war dabei, dass ich mich engagierte, anfangs auf regionaler Ebene, danach wurde ich bundesweit aktiv.
Meine Themen waren natürlich der Schlaganfall, aber auch die Prävention, die Nachsorge und die Selbsthilfe war für mich ein großes Thema. Und wenn man dann ein wenig über den Tellerrand hinweg blickt, bleibt es nicht aus sich mit den Themengebieten Telemedizin und Palliativversorgung auseinander zu setzen. Hatte damals noch nicht auf dem Schirm, dass ich Jahre später ein Fall für eine Palliativ Begleitung werden könnte.
2017 kam dann die niederschmetternde Diagnose:
Prostatakrebs mit multiplen Metastasen.
Nebenbefundlich stellte man noch einen Hautkrebs bei mir fest. Ich fand das ehrlich gesagt nicht tragisch, denn ich dachte, dass die heutige spezialisierte Medizin das richten könnte. Aber dieser Hoffnung wurde ich schnell beraubt, mir wurde klar und direkt mitgeteilt, dass diese Krebserkrankung mit Metastasierung nicht mehr heilbar ist. Das saß dann, denn es bedeutete auch klar und direkt gesagt das Todesurteil. Meine Frau und meine Kinder waren mehr als geschockt. Ich nahm diese Diagnose zur Kenntnis, doch ich blickte schon kurz danach wieder nach vorne. Es mag wohl an meiner ausgeprägten Resilienz liegen, aber auch dass ich stets meine Krankheiten akzeptiert habe und stets nach vorne schaute.
Willi Daniels
Der Krebs
Experten schätzen, dass rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden können. Die Deutsche Krebshilfe und die Landeskrebsgesellschaften setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, die Bevölkerung über die Möglichkeiten der Krebsvorbeugung aufzuklären. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) forscht intensiv an neuen Ansätzen zur personalisierten Prävention und Früherkennung. Im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Deutschen Krebskongress 2020 sprachen Experten über Präventionsforschung und das Potenzial der Krebsprävention.
„Besser als eine Krebserkrankung zu behandeln, ist es, sie zu vermeiden“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Die Krebsprävention fristet in unserer Gesellschaft jedoch leider noch ein ‚Nischen-Dasein‘: Es fehlt an Geld, Lobby und an Umsetzungswillen.“ Dabei sei bereits heute bekannt, dass jeder Einzelne sein individuelles Krebsrisiko durch einen gesunden Lebensstil senken kann – etwa indem er sich viel bewegt, sich ausgewogen ernährt, auf sein Körpergewicht achtet, rauchfrei und möglichst alkoholfrei lebt und sich vor UV-Strahlung schützt.
Aufklärung, die alle Lebenswelten durchdringt
Die Deutsche Krebshilfe klärt die Bevölkerung bereits seit vielen Jahren über Krebsrisikofaktoren auf. Sie bietet unter anderem zahlreiche kostenlose Informationsbroschüren und den persönlichen Beratungsdienst INFONETZ KREBS an. Auch der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg informiert über Möglichkeiten der Prävention. „Wir sind allerdings davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Prävention nur dann gelingen kann, wenn sie alle gesellschaftlichen Bereiche und Lebenswelten durchdringt und wir Menschen bereits vom Kindesalter an für dieses wichtige Thema sensibilisieren“, so Nettekoven. Darüber hinaus engagiert sich die Deutsche Krebshilfe auch auf politischer Ebene – mit Erfolg: Die bundesweiten Nichtraucherschutzgesetze sowie die gesetzlichen Nutzungsverbote, die Minderjährige vor Solarien und E-Zigaretten schützen sollen, sind nur einige Beispiele für den umfänglichen Einsatz der Organisation für einen besseren Gesundheitsschutz.
Auch die Landeskrebsgesellschaften setzen sich intensiv für die Krebsprävention ein. ‚Du bist kostbar‘ ist eine Kampagne, die von der Hessischen Krebsgesellschaft initiiert wurde und inzwischen in vielen weiteren Bundesländern umgesetzt wird. „Unsere Gesundheit bleibt unser höchstes Gut, mit dem viele von uns einfach nicht achtsam genug umgehen“, sagte Professor Dr. Christian Jackisch, Vorstandsvorsitzender der Hessischen Krebsgesellschaft. „Deswegen informieren wir über Möglichkeiten, die Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Neben einer gesunden Ernährung und Lebensweise gehört auch die Nutzung der Krebsvorsorgemöglichkeiten für Frauen und Männer dazu. Daher gehört der Präventionsgedanke bereits in den Kindergarten: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.“
Prävention: Forschungsfeld mit Zukunft
Die Zahl der Krebsneuerkrankungen steigt sowohl weltweit als auch in Deutschland rapide. „Um diesen Tsunami an Krebserkrankungen zu reduzieren, müssen wir die Krebsforschung – insbesondere im Bereich der Prävention – weiter verstärken“, konstatierte Professor Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. „Jeder Mensch hat individuelle Risiken, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Diese persönlichen Risiken zu erfassen und jedem Mitbürger spezifische Präventionsmaßnahmen vorzuschlagen, die an sein individuelles Risikoprofil angepasst sind, ist unser langfristiges Ziel. So lassen sich Krebserkrankungen hinauszögern oder sogar vermeiden.“ Im Nationalen Krebspräventionszentrum, das von der Deutschen Krebshilfe mit 25 Millionen Euro gefördert wird, sollen die umfangreiche Präventionsforschung des DKFZ zukünftig unter einem Dach gebündelt werden sowie eine Präventionsambulanz und ein Informationszentrum entstehen. Welche Lebensstilfaktoren das Krebsrisiko beeinflussen, ist durch zahlreiche Studien belegt. Aber warum eigentlich fördern etwa Bewegungsmangel oder starkes Übergewicht die Krebsentstehung? Was geschieht dabei im Körper, in den Zellen? Genau hier setzt die Forschung von Professor Dr. Mathias Heikenwälder vom Deutschen Krebsforschungszentrum an. „Am Beispiel der Leber konnten wir zeigen, wie Alkohol oder auch fettreiche Ernährung krebsfördernde chronische Entzündungsreaktionen auslösen“, sagte der Wissenschaftler. „Und wir haben dabei auch herausgefunden, dass wir den Kreislauf von entzündlichen Prozessen mit Wirkstoffen durchbrechen und so den betroffenen Menschen helfen können, ihr Risiko für bestimmte Formen von Leberkrebs zu senken.“
PROBASE: Sekundärprävention am Beispiel von Prostatakrebs
An die Primärprävention schließt sich die Sekundärprävention, also die Krebsvorsorge beziehungsweise Früherkennung an. Frühe Stadien lassen sich meist erfolgreicher und auch schonender behandeln als späte Stadien, in denen möglicherweise sogar schon Tochtergeschwülste (Metastasen) entstanden sind. Bei der Früherkennung von Prostatakrebs spielt die Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut eine umstrittene Rolle. In der PRO-BASE-Studie wird deshalb ein modernes Konzept zum generellen PSA-Screening untersucht: Die PSA-Tests erfolgen in Abhängigkeit vom individuellen Risiko des Mannes, das anhand eines Basis-PSA-Wertes im Alter von 45 beziehungsweise 50 Jahren ermittelt wird. Erste Ergebnisse der Studie wurden nun auf dem Deutschen Krebskongress vorgestellt. Nach erfolgreicher Rekrutierung von fast 47.000 Männern im Alter von 45 Jahren zeigte die Analyse der ersten Screening Runde überraschende Ergebnisse. Etwa 90 Prozent der Männer lagen mit ihrem Basis-PSA-Wert im Niedrigrisikobereich und daher konnte die Wiederholung des PSA-Tests auf 5-jährliche Abstände reduziert werden. Nur bei etwa der Hälfte der Männer in der Hochrisikogruppe (PSA > 3 ng/ml) bestätigte sich dieser Wert in einer Kontrolluntersuchung. So wurde nur 0,8 Prozent aller Männer mit 45 Jahren eine weitere Diagnostik empfohlen. Diese zeigte bei einem Drittel der Männer ein Prostatakarzinom. Allerdings waren die meisten durch dieses risikoadaptierte Screening gefundenen Karzinome von geringem Aggressivitätsgrad. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob sich dieser Trend bestätigt und damit der Beginn eines risikoadaptierten Screenings nach hinten verlagert werden kann. „Schon jetzt zeigt PROBASE, dass ein risikoadaptiertes, altersabhängiges Screening möglich ist und das Potenzial hat, die Problematik der Überdiagnostik des populationsbezogenen Screenings drastisch zu reduzieren“, sagte Urologe Professor Dr. Peter Albers aus Düsseldorf, Leiter der Studie und Abteilungsleiter im neuen Nationalen Krebspräventionszentrum für den Bereich „Personalisierte Krebsfrüherkennung des Prostatakarzinoms“.
Prostatakarzinomscreening mittels PSA-Test: Nutzen wiegt den Schaden nicht auf
Ein PSA-Screening erspart einigen Patienten die Belastungen einer metastasierten Krebserkrankung, Schäden durch Überdiagnosen und Übertherapie überwiegen jedoch.
Im Auftrag des gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) untersucht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit, ob Männern ohne Verdacht auf Prostatakrebs innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein Prostatakarzinomscreening mittels PSA-Test angeboten werden sollte. Nach Auswertung der Studienlage kommt das Institut in seinem Vorbericht zu dem Ergebnis, dass der Nutzen einer solchen Reihenuntersuchung den damit verbundenen Schaden nicht aufwiegt: Zwar nutzt das Screening einigen Männern, indem es ihnen eine Belastung durch eine metastasierte Krebserkrankung erspart oder verzögert. Im Gegenzug müssen aber deutlich mehr Männer wegen Überdiagnosen und Übertherapie mit dauerhafter Inkontinenz und dauerhafter Impotenz rechnen, und das in relativ jungem Alter.
Die häufigste Tumorerkrankung des Mannes
Das Prostatakarzinom ist eine bösartige Veränderung der Prostata, die mit Fortschreiten der Erkrankung das
