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Wie ich durch eine Hirnhautentzündung von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen wurde, und ich mir den Weg ins Leben zurück erkämpfte. Es ist schön, dass sich Ärzte irren können, denn ohne meine Familie und meinen eisernen Willen hätte ich das alles nicht geschafft. Seither weiß ich wie sich kleine Kinder fühlen, die das laufen lernen.
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Seitenzahl: 132
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Der lange Weg zurück ins Leben.
Geschafft!
Nun sitze ich hier am Strand vor unserem Hotel auf Kreta in Griechenland mit meinem Mann Stephan und unserer Tochter Aylin.
Unser Sohn Marvin ist mit seinen mittlerweile 18 Jahren nicht mehr mit uns "Alten" in Urlaub geflogen.Er war mit seiner Clique in Lloret de Mar und hütet nun daheim Haus und Hof und versorgt unsere Haustiere,unser Kater Findus und Aylin ihre Hasen Bunny und Sunny
Der Flug war für mich problemlos, Start und Landung ebenfalls.
Lange haben wir ja nicht gewusst, ob ich überhaupt fliegen kann, denn mir wurde vor fünf Jahren ein Shunt in den Kopf eingesetzt. Warum?? Das erzähle ich nun aus meiner Sicht, denn leider kann ich mich an nichts erinnern. Ich habe ab und zu Erinnerungsfetzen, aber das reicht nicht, schon gar nicht für unseren Anwalt. Da ist es sehr hilfreich, dass mein Mann,Stephan, auf anraten meines Bruders Klaus, Tagebuch geführt hat. Aber leider erst seit dem 13.02.2009.
Das war der Tag X in meinem Leben. Aber nun die ganze Geschichte aus meiner Sicht:
Ich lag im Krankenhaus im Bett als ich aufwachte und alle um mich herumgestanden sind.
Alle waren so traurig, haben mit mir ganz langsam und deutlich geredet. Ich wusste nicht warum, aber es war sehr komisch für mich.
Alle waren so traurig, und doch glücklich zugleich. Warum denn?? War was schlimmes passiert??
Dann fiel mir plötzlich wieder unsere Feier ein. Stephan und ich hatten ja vor kurzem noch groß zu unserem 80. Geburtstag eingeladen, da wir im Abstand von zehn Tagen Geburtstag haben und beide 40 wurden.War es das? Wie lange liege ich schon hier? Und wo sind die ganzen Kuchen? Wer hat diese gebacken???
Fragen über Fragen, aber ich hatte keine Antwort darauf.
Und warum waren denn alle so traurig? Warum war denn denen nicht zum feiern zumute?? Warum steht meine Schwester Karin mit
ihrem Mann Gert am Bett? Zu ihr hatte ich doch schon so lange keinen Kontakt mehr.
Und warum weint denn Mama so bitterlich??
Ich sehe aus dem Fenster und erkenne nichts. Das ist doch nicht das
Krankenhaus in Mühlacker, oder???
Kurz darauf kommt ein Pfleger zu mir und bettet mich um. Was soll das? Das kann ich doch alles alleine machen. Aber was ist denn da los? Ich kann ja gar nicht reden. Ich fasse mir an den Mund. Da ist alles ok. Aber warum kann ich dann nicht reden?? Und meine linke Hand tut höllisch weh. Als ich runtersehe liegt meine Hand total regungslos da, und in der rechten Hand
Mittlerweile hatte ich entdeckt, daß eine Kanülle in meinem Hals steckt, und ich daher nicht reden kann. Und warum sehe ich alles so komisch, so verschoben und verschwommen? Ich konnte nur mein rechtes Auge auf machen. Das Linke ging irgendwie nicht auf. Was war denn da los?
Immer wieder schlief ich ein. Als ich wieder aufwachte, sah ich Stephan bei mir am Bett sitzen. Was war denn los?
Durch Zeichensprache haben wir uns unterhalten. Sprechen konnte ich ja nicht, nur flüstern, aber das war viel zu anstrengend für mich.
So nach und nach erfuhr ich alles von Stephan. Ich lag bereits schon drei Wochen im künstlichen Koma, weil ich am Kopf operiert wurde. Dabei haben die mir die rechte Schädeldecke entfernt. Mein Gehirn war angeschwollen und brauchte Platz. Daraufhin haben sich die
WAS?? Ich hatte rechts keine Schädeldecke mehr? Geht so was??
Dann ist ja mein Gehirn total ungeschützt.....Ach, wie hatte ich angst- und wie sah ich eigentlich aus?
Wie Frankenstein?? Und meine schönen Haare waren ja raspelkurz geschoren auf der rechten Seite. OH Mein Gott!! Und warum bekam ich eigentlich nichts zum essen? OK Hunger hatte ich eh nicht und Durst auch nicht, aber das war doch komisch......
So nach und nach bekam ich dann von Stephan schonend erzählt was passiert war:
Wie es dazu kam:Es war Februar 2009. Tagelang klagte ich wohl schon über Ohrenschmerzen und hatte Fieber.
Daraufhin ging ich zum Hausarzt, der untersuchte mich, stellt eine Diagnose und verschrieb mir Medizin. Wie bei Ihm so üblich, fragte er mich, ob ich denn von der Medizin noch etwas zu Hause habe. Als ich dieses bejahte, verschrieb er mir ein Medikament,vermutlich Antibiotika, und überwies mich zum HNO-Arzt. Und wie bei Ihm ebenfalls so üblich, griff er persönlich zum Hörer und vereinbarte einen Termin für mich. Schon am gleichen Tag bekam ich besagten Termin und saß nun beim HNO im Zimmer, wurde untersucht und bekam auch von ihm Medizin verschrieben.
Daraufhin ging ich nach Hause, holte mir unterwegs noch die Medizin in der Apotheke, diese nahm ich dann daheim ein.
Doch die Ohrenschmerzen wurden einfach nicht besser. Daher ging ich tags drauf nochmals zum HNO-Arzt. Ich dachte noch: der ist der Profi, der muss das untersuchen.
Dieser stocherte mir im Ohr herum
Das erzählte ich wutentbrannt Stephan abends daheim.
Und dann wachte ich im Krankenhaus auf.
12.02.2009:
Zwischenzeitlich wurde es immer dramatischer mit mir. Ich hatte hohes Fieber( 40) und lag total ko im Bett.
So hat mich anscheinend Marvin morgens gefunden und gleich Stephan bei der Arbeit angerufen. Zum Glück, denn Stephan zögerte nicht lange und rief umgehend beim Hausarzt an, der wiederum kam sofort zu uns ins Haus und gab mir fiebersenkende Mittel, sodass das Fieber auf 38,2 Grad runter ging. Mittlerweile war auch Stephan zuhause angekommen.
13.02.2009 (Freitag)
Stephan war daheim geblieben, und schaute nach mir, Weil ich ohne
Warnehmung im Bett lag und das Fieber wieder hoch ging, rief Er sofort beim Hausarzt an: Dieser kam umgehend zu uns nach Hause,angekommen, sagten die Ärzte, dass die Schädeldecke geöffnet werden muss, weil sich die Mittelohrentzündung durch den
Knochen ins Gehirn gefressen hatte, und nun somit Eiter im Gehirn sei. Dadurch ist das Gehirn stark angeschwollen, und hat nun keinen Platz mehr im Kopf, da die Schädeldecke im Weg ist.
Diese OP wird allerdings nur in der Kopfklinik in Heidelberg durchgeführt. Dumm war nur, dass es Freitag der 13. war und dazu noch ein Schneesturm den Transport per Heli unmöglich machte. Also sind die mit mir im Krankenwagen über die Autobahn nach Heidelberg gebrettert.
Stephan fuhr zuerst heim zu unseren Kindern, versorgte sie und danach fuhr er zu mir nach Heidelberg. Jede Sekunde zählte. Und das war mein Glück, denn wirklich jeder tat sein Bestes, und hat gleich richtig reagiert.........
Und so wurde ich in Heidelberg mitten in der Nacht am Kopf operiert, Die Schädeldecke wurde geöffnet, und die rechte Seite Handteller groß entfernt, damit das Gehirn Platz hat. In einer zweiten OP wurde der Eiterherd hinter meinem Ohr entfernt. Es bestand akute Lebensgefahr, was die Ärzte auch Stephan deutlich sagten. Keiner konnte zu dem Zeitpunkt Prognosen abgeben, wie es mit mir weitergeht.
Überlebe ich diesen Eingriff? Werden Folgeschäden bleiben? Keiner der Ärzte konnte bzw. wollte etwas dazu sagen.
14.02.2009
Am nächsten Tag Stephans (40.) Geburtstag, fuhr er alleine zu mir nach Heidelberg um mit den Ärzten zu reden, welche ihm verdeutlichten, dass ich noch immer in akuter Lebensgefahr schwebte, und dass niemand sagen kann, wie es mit mir weitergehen wird, bzw. welche evtl. Schäden bleiben werden
15.02.2009
Einen Tag später(Aylins Geburtstag.....)kam Stephan dann mit meinemCousin und besuchte mich. Mein Cousin ist mit seinem Auto gefahren, weil er sagte dass Stephan viel zu aufgewühlt sei, und zudem kaum geschlafen hatte, so verzweifelt war er. Da ich in der Nacht nochmals operiert wurde, lag ich wieder Intensiv, und die beiden durften nicht zu mir. Erst am Abend, als der Kreislauf stabil
war, durften sie mich sehen.
Dann musste er nach Enzberg zurück, zu den Kids. Diese waren ja alleine daheim .
20.02.2009
Heute ist der erste Tag, wo ich außer Lebensgefahr bin. Kreislauf stabil, Kopfdruck von 50 auf unter 10 gefallen. Normalwerte sind 3-
10!! Ich liege aber noch immer im künstlichem Koma, bekomme also nichts mit.
21.02.2009
So langsam werden die Schlafmittel abgesetzt, was zur Folge hat, dass ich aus dem künstl. Koma langsam aufwachen soll. Endlich!!
22.02.2009
Nun werde ich langsam aus dem künstlichen Koma geholt, die Schlafmittel dafür werden
23.02.2009
Heute wurden die Schlafmittel alle abgesetzt. Als Belohnung habe ich zum ersten Mal fest mit der rechten Hand zugedrückt, und mit dem linken Auge alle fixiert. Alle waren happy, nur ich konnte das alles nicht so richtig registrieren. War total müde und ko. Ab heute setzt meine Erinnerung ein!
24.02.2009
Heute ist mein 40. Geburtstag, und es wurde tatsächlich der Luftröhrenschnitt gemacht.
Ok, andere feiern wilde Partys, ich wurde operiert. Die OP verlief
aber ganz gut, ich habe alle danach wieder erkannt.
25.02.2009
Klaus mein Bruder-der extra von seinem Urlaub aus Thailand angereist war - erkannte mich nicht. Immer wieder sagte er der Schwester, dies sei nicht seine Schwester Brigitte. Doch leider war das doch der Fall.....Auch er hatte gestern Geburtstag, uns trennen 16 Jahre. Somit wurde er gestern 56 Jahre alt!!! Tolles Geburtstagsgeschenk!
Er hat mich einfach nicht erkannt, mit meinem kahlgeschorenen Kopf, aufgedunsen vom Kortison, und total entstellt, durch die halbseitige Schädeldeckenentfernung.
Fairerweise muss ich erzählen, dass es für ihn nicht so einfach war auf dem schnellsten Weg nach Deutschland zu kommen. Total geschockt von der Nachricht über seine kleine Schwester, hatte er nämlich bei der falschen Airline seinen Flug zurück gebucht, was natürlich mit erheblichen Mehrkosten verbunden war. Aber er wollte so schnell wie möglich bei mir sein.
Ich hingegen habe alles nur durch einen Schleier mitbekommen. Ich lag noch halber im Dilirium, so vollgepumpt war ich durch die Medikamente.
Mein Bruder Klaus
Mein Gehirn spielt mir Streiche,Aussagen der Ärzte
Das beste Beispiel war z.B. dass ich mir eine komplette Schwangerschaft, einschließlich Geburt erlebt hatte, und ich fest davon überzeugt war, dass wir noch einen Sohn – Sam - bekommen haben. Als ich mich bei Stephan nach ihm erkundigte, traf ihn fast der Schlag. Auch unsere Kinder schauten mich total entsetzt an. Da ahnte ich zum ersten Mal schlimmes....Als dann später meinem anderen Cousin seine Frau mit ihrem Baby mich besuchen kam, dachte ich das Baby sei mein kleiner Sam. Sie hatte kurz zuvor einen
Jungen geboren, davon wusste ich aber nichts mehr. Als sie ihr Kind dann stillte, und er zudem noch blaue Augen hatte, wurde mir bewusst, dass dieses Baby wirklich ihres war. War ich nun erleichtert? Wir wollten immer “nur” zwei Kinder haben, und plötzlich träumte ich von einem dritten? Ja, ich war erleichtert, denn ich konnte mich in diesem Zustand nicht um ein Baby kümmern...
Oder als ich von der Intensivstation auf die normale Station verlegt wurde. Ich hatte nicht mitbekommen, dass alle meine Sachen auch
mit hoch gebracht wurden.
Das sagte ich Stephan als er zu Besuch kam. Doch er konnte unten
nichts finden, weil ja schon alles oben im Schrank eingeräumt war.....
Heute wurde Stephan vom Arzt erklärt, dass meine linke Körperhälfte gelähmt ist, das aber in der Reha vermutl. besser werden kann. Ich sei ja noch jung, da würde das schon noch gehen. Da die Schwellung in der rechten Gehirnhälfte war, ist die linke Körperhälfte betroffen. Diese regelt die Koordinationen von den Körperteilen. Zudem ist ja nur die vordere Hälfte meines Gehirns betroffen, es kann gut sein, dass die hintere Hälfte dann diese Funktionen der rechten Gehirnhälfte übernehmen kann.
Heute atme ich zum ersten Mal selbstständig, ohne Maschine. Saß Drei Stunden im Stuhl, konnte meinen linken Fuß bewegen, aber der Schlucktest war nicht so gut.
Zudem wurde ich von einem sehr netten Pfleger Christian versorgt, von dem ich felsenfest annahm, daß er schwul ist. Warum? Ich habe heute keine Ahnung mehr....
Und so ging es die ganze Zeit. Ich wurde ja x-mal verlegt, weis der Geier warum. Eines Tages wurde ich von den “Katakomben” wie es mein Bruder aufmunternt meinte nach oben verlegt, so daß ich nun endlich Tageslicht sah.
Während ich da unten auf der Intensivstation lag, war auch ein Mann neben mir, der ständig laut schrie. Es war genau zum Zeitpunkt des Attentats von Winnenden, und ich dachte tatsächlich, daß der Mann
neben mir der Attentäter sei. Als ich Stephan meine Bedenken äußerte, lächelte er nur milde und verneinte dies. Der Mann
halt ab und zu mal laut vor sich hin., vor lauter Schmerzen. Da war ich doch sehr beruhig.
Dann erzählte mir Stephan, eines Tages, daß eine gute Freundin zeitgleich mit mir an Leukämie erkrankt sei, und sie in einem Krankenhaus in Stuttgart liegt. Krampfhaft überlegte ich, wer das ist. Ich wusste es nicht, obwohl Stephan mir mehrmals sagte, dass sie doch die Mutter von Aylins Kindergartenfreund sei.
Ich hatte aber kein passendes Bild im Kopf, nur der Umstand, dass Leukämie tödlich enden kann, aber meine Krankheit nicht. Das ermutigte mich dann wieder, dass ich Aussicht auf Heilung hatte, im Gegensatz zu ihr....
Später bekam ich von ihr eine aufmunternde Karte, mit einem besonderen Heilstein zugeschickt, welcher immer über meinem Bett hing. Mittlerweile wusste ich wieder wer diese Frau ist. Zum Glück war sie über dem Berg, wie ich eines Tages mitbekam.
Heute ist Stephan mit Marvin in Stuttgart im Stadion, er hat ordentlich an der Situation zu knabbern. Am Abend haben wir aber telefoniert, und er erzählte mir aufgeregt von seinem tollen Tag in Stuttgart. Ich freute mich sehr für ihn. Immer wieder musste ich an meine Kindheit denken, als meine Mama im Krankenhaus lag und mein Papa und ich sie besuchten, wollte ich auch immer kurz darauf wieder gehen. Ich hatte sie ja nun gesehen, das reichte. Ihr hingegen tat das sehr weh, sie freute sich immer auf diese Besuche. Somit konnte ich meine Kinder sehr gut verstehen.
Mein rechtes Auge geht auf, und ich kann alles sehen. Das war die
Sensation! Alle haben sich gefreut. Leider habe ich noch eine Drainage im Kopf, welche in den Bauch läuft.
Eines Tages besuchten mich sehr gute Freunde, und Sie brachte eine wunderschöne Amyrillys mit, welche sie mir im Auftrag einer Bekannten übergeben sollte.
Das war auch eine Bekannte aus Enzberg, die traute sich aber nicht,
mich zu besuchen. Also gab sie ihr diese wunderschöne Pflanze mit. Diese hatte ich sehr lange, und ich erfreute mich an ihr.....
Zu dieser Zeit hatte ich zwei Lichtblicke in meinem Alltag.
Der erste und beste war, wenn Stephan und die Kinder mich besuchten.
Manchmal brachte er auch meine Mama mit-doch ihr ging das Ganze, verständlicherweise, ganz arg nach und dementsprechend hat
sie halt auch oft geweint. Das war für sie eine schlimme Zeit.
Mein Papa ist ja schon 2006 gestorben, mein Bruder
Und der zweite Lichtblick war “mein” Pfleger Christian, der sich wirklich rührend um mich kümmerte.
Fast täglich wurde ich von ihm mit dem "kalten Zeugs" wie er es immer nannte eingecremt und massiert. Das tat unheimlich gut, und kühlte meinen heißen Rücken so schön, denn der wurde vom vielen liegen immer heiß. Ich denke heute, dass das auch der Grund war, warum ich keine offene/wunde Stellen am ganzen Körper hatte. Durch das einreiben, und das ständige drehen und umbetten ging dieser Kelch zum Glück an mir vorbei.
Natürlich hat Christian mich auch motiviert und angefeuert. Niemals werde ich diese Geschichte vergessen: Ich wollte unbedingt duschen,
aber keiner hatte Zeit. Immer wieder versprach er es morgen. Als
Stephan dann mal nachfragte, wurde ich dann tatsächlich geduscht. Noch nie war duschen so toll, ich fühlte mich einfach wie neu geboren.......Die erste Dusche seit
Das zweite war, dass ich einmal alleine aufs Klo wollte. Eigentlich hatte ich ja einen Katheder liegen, doch dieser wurde mir in Heidelberg ab und zu gezogen, um zu testen, was denn die Blase so
macht, und ob ich das urinieren spüren kann. Mir war das unangenehm, wenn immer Christian oder ein anderer Pfleger/in dabei waren beim Toilettengang.
Nur hatte ich ein riesiges Problem: mein linker Arm war ja gelähmt, und fiel mir immer wieder runter auf den Boden. Und dann bekam ich Schieflage, der Arm war durch die Lähmung so schwer, dass der ganze Körper zur Seite gezogen wurde.
Nach langem hin und her durfte ich endlich alleine aufs Klo. Allerdings gab mir Christian die Notfallschnur in Reichweite, für alle Fälle. Dann stand er draußen vor dem Klo und wartete auf mich.
