Unbrav - Marianne Mohr - E-Book

Unbrav E-Book

Marianne Mohr

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Beschreibung

Das Gegenteil von brav ist nicht böse. Das Gegenteil von brav ist UNBRAV! Hallo du! Hast du auch diesen sehnlichsten Traum, den du bisher noch nicht gelebt hast? Trauerst du diesem Traum tief in deinem Herzen schon lange Zeit nach? Glaubst du, es ist jetzt viel zu spät, diesen Traum zu verwirklichen? Erfüllt dich die Erinnerung an diesen Traum mit Schwere und Sehnsucht? Kreisen deine Gedanken um: "Hätte ich damals nur …!" Erfüllst du die Erwartungen anderer und stellst dich gerne hinten an? Begleiten dich Scham- und Schuldgefühle und lehnst du deine Weiblichkeit ab? Hast du Angst, authentisch zu leben? Wünschst du dir mehr spielerische Leichtigkeit, Genuss und Lebendigkeit für dich? Ja, das geht vielen von uns Frauen so! Aber weißt du was? Dein Leben hält so viele andere Möglichkeiten für dich bereit! Möchtest du diese Möglichkeits-Geschenke gerne leben? Jetzt? Die Autorin dieses Buches musste – so wie viele Frauen – ihren sehnlichsten Kindheitstraum schon früh begraben und war darüber todunglücklich. Auch sie war in gesellschaftlichen Normen gefangen, auch sie trug das Gefühl von Scham-und Schuld mit sich herum, auch sie glaubte: "Ich bin nicht genug!", auch sie machte sich immer klein und stellte sich hinten an. Doch dann – mit fast 50 Jahren – beschloss sie ihrem Leben eine andere Richtung zu geben. Sie erzählt dir auf ihre herzerfrischende und spritzige Art, wie ihr Herzenstraum wieder zum Leben erwachte. Sie folgte ihm ohne Wenn und Aber, ohne zu wissen, wo es sie hinführen würde … Ihre Geschichte soll dich dazu inspirieren und ermutigen, dich deinen Träumen wieder zuzuwenden – und sie endlich zu leben! Verwandle Lebensfrust in LebensLust! Vielleicht ist es einfacher, als du glaubst! Schnapp dir dieses außergewöhnliche Buch und werde auch du wunderbar unbrav – wenigstens ein bisschen! PS: Dieses Buch ist auch hervorragend als Mutmach-Geschenk für deine Freundinnen, Kolleginnen, Töchter, Schwestern, Lehrerinnen … geeignet!

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Seitenzahl: 55

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Unbrav

Wie ich schambefreit und selbstbewusst wurde

Marianne Mohr

Inhalt

Wie mein Herzenstraum starb

Das Abenteuer begann!

Und es ging weiter!

Das war immer noch nicht das Ende der Fahnenstange!

München, ich komme!

Und wieder kam es anders, als ich mir das ausgedacht hatte!

Freitag, der 9.Oktober 2015!

20 Uhr, die Show begann!

Universum, Auftrag durchgeführt!

Wie ging es in meinem Leben weiter?

Nachwort

Über die Autorin

„ Alles, was dich anders oder seltsam erscheinen lässt – das ist deine wahre Stärke!“

Meryl Streep

Widmung

Diese Zeilen sind meiner einzigartigen und lichtvollen Tochter Jana gewidmet. Danke, dass du mich aus dem Katalog der Mütter für dich ausgewählt hast, auch wenn du manchmal deine Wahl in Frage stellst. Bitte höre niemals auf, das Geschenk, das du bist, aus ganzem Herzen anzuerkennen, in die Welt zu tragen und deinen eigenen Wegvoller Lebendigkeit, Leichtigkeit und Lebenslust zu gehen.

Und all den wunderbaren Frauen dieser Erde, die immer noch an sich zweifeln, die ihre magische Weiblichkeit ablehnen, verstecken oder bekämpfen, aus welchem Grund auch immer. Die ihr Licht unter den Scheffel stellen, die viel zu brav, voller Scham und Schuld, anständig und limitiert ihr Dasein fristen.

Traut euch, euer phänomenales Anders-Sein zu zelebrieren und macht niemanden mehr in eurem Leben mächtiger, als euch selbst!

Wie wäre es, ab heute euer Leben zu genießen, ganz ungezügelt, selbstbestimmt und selbstermächtigt zu sein?

Aber was werden nur dieLeute von mir denken?

Wie mein Herzenstraum starb

Als kleines Mädchen hatte ich eine ganz genaue Vorstellung davon, was ich einmal werden wollte. Mein größter Wunsch war es, eine Tänzerin zu sein. Eine Tänzerin, wie es diese wunderhübschen Showgirls im Fernsehen waren, die in den Samstagabendshows in den prachtvollsten und edelsten Kostümen dem Fernsehpublikum ihre Darbietungen zeigten. Oder ich würde eine berühmte Solotänzerin werden, wie man sie zu dieser Zeit noch oft auf der Bühne sah. Schon damals hüpfte ich, ganz zum Leidwesen meiner Eltern, mit dem Fernsehballett in unserem Wohnzimmer um die Wette. Ich konnte mich vollkommen mit diesen für mich ganz besonderen Frauen identifizieren. Da war ich mit jeder Faser meines Körpers in meinem Element. Meine Eltern rollten dann immer mit ihren Augen und belächelten mich, wenn sie mir dabei zusahen. Doch sobald irgendwo Musik erklang, setzte sich mein Körper wie von selbst in Bewegung. Meine Eltern dachten seinerzeit noch, das wäre nur eine Phase und würde sich sicher bald wieder legen.

Spätestens als ich in der neunten Klasse – ich war 14 Jahre alt – meinen Berufswunsch äußerte, blieb ihnen tatsächlich die Spucke weg. Ich teilte ihnen mit, dass ich Tänzerin werden möchte. Ich kann mich noch ganz genau an das Entsetzen in ihren Gesichtern erinnern und an die Worte, die ich darauf zu hören bekam: „Das wirst du auf keinen Fall!“, „So eine Tingeltangel-Hupfdohle dulden wir nicht in unserer Familie!“, „Was werden nur die Leute über uns denken!“, „Das sind doch alles leichte Mädchen (Prostituierte)!“, „Du willst doch keine Schande über deine Familie bringen, oder!?“, „Von uns bekommst du auf keinen Fall die Einwilligung dazu!“, „Und genug Geld zum Leben wirst du damit auch nicht verdienen!“, „Ganz davon zu schweigen wirst du auch keinen Ehemann abbekommen!“, „Wer will denn schon so eine als Ehefrau haben?“, „Basta!“, „Ende der Diskussion!“

Ich konnte es einfach nicht fassen. Einerseits schauten sie sich mit Vergnügen die Shows an und andererseits lehnten sie die Frauen und ihren Beruf vehement ab. Nein, das ging mir nicht in meinen Verstand. Meine Enttäuschung und Wut darüber kannst du dir vielleicht vorstellen. Ich bettelte sie auf Knien und unter Tränen an, sich ihre Entscheidung doch noch zu überlegen und ja dazu zu sagen. „Bitte! Bitte! Bitte! Gebt mir doch euer Einverständnis dazu. Ich mach auch alles, was ihr von mir verlangt, aber lasst mich Tänzerin werden!“ Doch sie blieben bei ihrem harten NEIN! Seinerzeit hatten leider die Eltern noch das Sagen und über mich zu bestimmen.

Oh, in diesem Moment hasste ich meine Eltern dafür. Ich durfte nicht einmal einen Tanzkurs besuchen, wie all meine Freundinnen in der Schule. Solche Angst hatten sie, mir könnte es in der Tanzschule zu sehr gefallen. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Meinen absoluten Herzenstraumberuf musste ich in der hintersten Schublade ganz tief begraben, wo er bestimmt für alle Zeit verloren wäre. Aus und vorbei! Ich war zu Tode betrübt!

Jetzt wurde ich zum Trotz meinen Eltern gegenüber so richtig rebellisch und unausstehlich. Das half mir natürlich auch nicht, an mein Ziel zu kommen, Tänzerin zu werden. Ich konnte froh sein, die Jazz-AG in der Schule mitmachen zu dürfen. Naja, das war wenigstens etwas.

Als ich dann 18 wurde, nahm ich natürlich jede Gelegenheit wahr, in die Disco zu gehen, um die Nächte durchzutanzen und so mancher Junge musste damals unter meiner Tanzbegeisterung leiden. Unter der Woche ging ich meiner „anständigen Arbeit“ als Zahnarzthelferin nach. Ganz zur Freude meiner Familie. Mit diesem bodenständigen Beruf waren sie natürlich sofort einverstanden. Damals wurde in manchen Familien noch die Meinung vertreten: „Mädchen brauchen keine Berufsausbildung, sie heiraten ja eh und gut ist!“ Ach ja, die gute alte Zeit. Also musste ich auch noch dankbar dafür sein, eine Ausbildung zu machen.

Früh lernte ich meinen späteren Ehemann kennen, aber er hatte keine Lust auf einen Tanzkurs und alleine dorthin zu gehen kam für mich natürlich nicht in Frage. Die Zeit verging, ich heiratete, bekam zwei wundervolle und quicklebendige Kinder, versorgte die Familie, Haus und Garten, wie man das als anständige Ehefrau nun mal machte. Ich half in verschiedenen Geschäften bei der Arbeit aus und ließ mich dann irgendwann scheiden – aber das ist eine andere Story in meinem Leben.