Und dann war Sie tot - Uwe kay - E-Book

Und dann war Sie tot E-Book

Uwe kay

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Beschreibung

Uwe Kay bricht nach über 20 Jahren sein Schweigen. Er pflegte seine Oma, die körperlich stark eingeschränkt war und an starker Demenz litt bis zum Tod. Was als Ehrendienst begann, wurde für Kay ein Höllentrip ohne Wiederkehr. Uwe Kay öffnet Herz und Seele , benennt aber auch eigene Fehler und hilft dem Leser, wenn er einen Angehörigen pflegen sollte, diese zu vermeiden. Keine Cordhosen-Romantik. Geldnöte, Gestank und Gewalt prägten sein tägliches Leben welches Ihn immer mehr an seine eigenen Grenzen brachte. Aber auch komische Momente und Begebenheiten aus der Welt der Oma lernt der Leser kennen. Der Leser lernt in den Traumwelten der Oma Leni, Lucie und den immer frechen Paul kennen. Auch macht der Leser mit dem "Kuchenzahn" und Omas derben Humor Bekanntschaft. Kay lässt den Leser ein Ehepaar kennen lernen, welches vor nix, vor gar nix zurück schreckte. Von einem "tragischen Autounfall" mit Todesfolge, dem Verkauf eines Babys noch im Krankenhaus und noch vieles mehr, gedeckt von Politikern der damaligen Zeit; die eigenen Eltern. Mit jeder Seite erhöht Kay die Schlagzahl und nimmt den Leser mit in die Welt von Alzheimer und Vater und Mutter, die nur an den Qualen der Oma und des Sohnes interessiert waren. Abgründe, die bei der Beerdigung in puren Sadismus ausarteten. Der Leser wird ohne Rücksicht auf dessen Gefühlslage in diesen Strudel von Gewalt bis zum bitteren Ende mit genommen. Am Ende bleibt der Leser fassungslos zurück. Geschehen im Hier und Heute.

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Seitenzahl: 275

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis
ZUSAMMENFASSUNG
VORWORT
TEIL 1
TEIL 2
VORWORT
TEIL 1
TEIL II

ZUSAMMENFASSUNG

Uwe Kay betreute und pflegte seine Oma in ihrer Wohnung, die körperlich stark eingeschränkt war und zunehmend unter starker Demenz, in Form von Alzheimer, litt. Was aus Verlegenheit und Dankbarkeit gegenüber der Oma geschah, wurde für Uwe Kay ein Höllentrip, der alles übertraf und ihn an seine Grenzen stoßen ließ, die er bis dato gar nicht kannte.

Uwe Kay lässt kein Tabu-Thema aus: Geld - Gestank - Gewalt und geht auch mit sich selbst hart und offen ins Gericht. Er zeigt auf, wie man Fehler vermeidet und worauf es ankommt - bei der Pflege von Angehörigen zu Hause. Es handelt sich dabei nicht, um Cordhosen-Romantik sondern, um eine kritische Betrachtung der Pflege von alten Menschen. Schonungslos, brutal, in der Sprache oft derb, dann wieder tragisch-komisch, aber nie den Blick für den Menschen verlierend, schreibt Uwe Kay erfrischend ehrlich und direkt.

Darüber hinaus lernt der Leser ein Ehepaar kennen, auch Eltern genannt, welche an Gemeinheiten, Intrigen und seelischer Grausamkeiten gegenüber der Mutter und dem Enkel nicht zu übertreffen war. Uwe Kay hat diese Erlebnisse nie ganz verarbeitet und beschreibt mit einer Menschen verachtenden Schreibweise die Ereignisse bis ins kleinste Detail.

Am Ende bleibt der Leser fassungslos mit dem Wort Warum zurück.

 

 

 

 

Dieses Buch ist allen Menschen gewidmet, die Tag für Tag sich für kranke und hilfsbedürftige Menschen einsetzten. In unserem Fall, die zahlreichen, namenlosen, die Tag für Tag einen Angehörigen daheim in den eignen Vier Wänden betreuen und pflegen und dabei über ihre körperlichen und seelischen Grenzen gehen, ohne sich dabei zu schonen.

Diesen Menschen ohne Namen sollte unser aller Respekt gelten.

Uwe kay

 

 

 

 

 

ZUSAMMENFASSUNG

VORWORT

 

TEIL 1

 

 

Beratung & Betreuung

Biographie-Arbeit

Tabu -Thema Geld

Ekel & Tod

Einschätzungen & Empfehlungen

 

 

 

TEIL 2

 

 

Omas Demenz

Ihre & meine Traumwelten

Vom Umgang mit den eigenen Eltern

Happyend & Untergang

Was wurde aus den Beteiligten

 

 

 

 

 

IN ERINNERUNG AN …

 

… CHARLOTTE GRAHL

 

… MANUELA KAY

 

… MARIO, NACHNAME UNBEKANNT

 

 

 

 

 

 

 

 

VORWORT

 

 

Berlin 1996. Der Diepgen Senat lag in den letzten Zügen, war dabei sich gerade so in eine Koalition mit der SPD zu retten. Der Anfang vom Ende war vorprogrammiert, aber wer wollte schon von seiner Macht lassen. Pardon, ich meinte natürlich dabei zu sein und beim Mitgestalten zu helfen. Zu viel Filz und Ungereimtheiten hatten diesen Senat die letzten Jahre begleitet. Hier an dieser Stelle ergreife ich in eigener Sache das Wort. Ich werde keinen Politiker der mit meinen Eltern bekannt war, oder Ihnen anderweitig gefällig war mir dem Namen erwähnen. Ich werde diese immer mit dem Titel "Volksvertreter" versehen. Warum tue ich das? Ganz einfach, gewisse Personen leben noch, und reagieren auf bestimmte Äußerungen, auch wenn Sie der Wahrheit entsprechen sehr gereizt, und neigen dazu Unterlassungsklagen einzureichen, mit denen Sie auf Grund alter Seilschaften auch Erfolg haben. Ich möchte nicht rund zwei Jahre Arbeit wegen ein paar korrupter Volksvertreter zu Nichten machen. Dies wäre auch nicht im Sinne meiner Oma um die es hier in erster Linie gehen soll. Also wundern Sie sich nicht, dass meine Oma und ich nicht von XYZ. im Auftrag meiner Eltern Ärger kriegen würden, sondern von einem Volksvertreter. Mal ehrlich, mit dem Geld meiner Eltern waren die bestimmt nicht auf dem Öko, oder rote Sockentrip, oder? Aber diese Schlüsse soll der Leser ziehen, und sich im Geiste dann seinen Volksvertreter vorstellen, musste das einschieben, na Sie wissen schon warum. Das alte West Berlin lag auch im Sterben. Zu sehr die Neugier der Menschen auf den Ostteil der Stadt, und das schöne weite Umland mit Namen Brandenburg. Trotz alle dem wurde in West Berlin, hier insbesondere rund um den Kudamm gefeiert und getanzt. Auch der einstige Pracht Boulevard war dabei sein Tribut an die neue Zeit zu zahlen. Immer mehr Geschäfte und gastronomische Betriebe machten rüber in neue Szene Viertels in Mitte und Prenzlauer Berg. Oftmals standen Geschäftsräume Monate lang leer.

Berlins Glitzerwelt in Form von Baulöwen, Zuhältern, Gastronomen, Sternchen, und irgendwelcher Schauspieler mit UFA Flair flankiert von Polit-Prominenz der Bezirke und des Senats spielten all abendlich "Babylon by Bus" und lebten Ihre Dekadenz aus. Gucci-Poser und Prada-Gören tanzten den Swing der Gleichgültigkeit und Menschenverachtung.Es verging kaum ein Abend wo nicht irgendwo etwas zu feiern war oder irgendein roter Teppich darauf wartete, dass Sternchen und Friseure über besagten Teppich grinsend rüber trampelten. BLITZLICHTGEWITTER war der Orgasmus der Zeit. Arbeitslosigkeit und Armut war verpönt, obwohl zu der Zeit in Berlin die viel zitierte Schere immer weiter auseinander ging.

Es war ein Aufbäumen des alten Kudamm Adels, und der Menschen die sich für wichtig hielten gegen den Ostteil der Stadt, und eines anderen Phänomens was sich anschickte die Welt zu verändern. Das Medium Internet lernte massentauglich zu werden und wuchs und wucherte immer schneller in der Gesellschaft, und wo damals Dekadenz, und Menschenverachtung stand, steht heute Mobbing, Stalking und Selbstmord und man ist "live" dabei, wenn man will. Bis auf ein paar Nerds und PC-Experten der ersten Stunde konnte Keiner mit so einer Entwicklung rechnen, und die, die in der Stadt, die mal Mauerstadt war schon gar nicht, zu viel Friseur und Kosmetiksalon Termine.

Genau zu diesen Menschen gehörten meine Eltern. Sie gehörten zu den Taktgebern und Zeremonienmeistern dieser Subkultur. Durch starke Ellenbogen, viel kriminelle Energie und einer Skrupellosigkeit gegenüber Mitbewerbern und Geschäftspartnern hatten meine Eltern es geschafft ein Imperium von Kneipen, Restaurants, Bars, Cafés, Puffs, Spielhallen und nicht zuletzt Mietshäusern, auch im Ausland aufzubauen. Nach dem Krieg gab es nix mehr. An Medien wie heutzutage war nicht im Traum zu denken, Dampfradio und Jukebox in der Eckkneipe, inklusive Fachgespräche über die Schlacht um Stalingrad. Das bedienten meine Eltern, ohne Interesse an den Menschen zu haben, nur ihren Profit im Auge. In den 80er und 90er Jahren standen bei ihnen vom Pächter, über den kleinen Zuhälter, Brauereidirektoren, Stadträte ja man hörte auch von Bundespolitikern, Pardon Volksvertreter der ersten Reihe in Ihrem geschäftlichen Fokus. Wer nicht mitzog oder die dringend benötigte Baugenehmigung für ein neues Luxushaus nicht besorgen konnte wurde ruiniert, oder anderweitig ausgeschaltet und war für die Stadt mit der tollen Luft erledigt.

Ihre Söhne waren auf jeder Party. Dicke Autos, teure Klamotten und Miezen der Extraklasse waren Ihre ständigen Begleiter. Sozusagen Ihr dazu tun beim Turmbau zu Babel. Sie feierten, tanzten, koksten sich von Party zu Party, von einem Bett ins Nächste. Ein Leben auf der Überholspur lebten die Kay Söhne. Der eine hieß Micky, der andere Tommy. Der erstgenannte wurde schwer drogenabhängig, der zweite hatte noch bis kurz vor seinem ersten zweistelligen Geburtstag in die Hosen gemacht, zumindest konnte er nicht so wie er wollte. Die Ursache war so einfach wie verstörend. Er hatte Angst vor seiner Mutter, und diese nutzte das aus und quälte ihn schon seit frühester Kindheit. Er war gutmütig, im Gegensatz zu dem anderen. Aber steinreich wurde er trotzdem, also hält sich heute noch mein Mitleid in Grenzen.

Soviel zu den beiden Randfiguren unserer Geschichte. Aber wie gesagt, Jet Set Leben war den Kay Söhnen nicht fremd.

ALLE KAY SÖHNE? Nein, einer der Erstgeborene, und jetzt komme ich ins Spiel nicht. Denn dieser war nach einem Jahr in Stuttgart bei einem Freund, mit einer Werbeagentur gescheitert und was lag näher, als wieder nach Spandau zu seiner Oma zu ziehen bzw. höflichst um Asyl zu bitten, was die alte Dame gerne tat. Warum nicht die reichen Eltern, oder erstmal bei seinen Brüdern was für den Testosteron Haushalt tun, und warum keine Werbeaufträge in Berlin, bei solchen Eltern???

Gemach, gemach … ich werde alle Fragen beantworten. Wir verbringen ja jetzt ein, zwei Wochen zusammen und glauben Sie mir, es wird nicht langweilig und bei den Gemeinheiten meiner Eltern, die mir und meiner Oma angetan wurden, habe ich nur die relevantesten in Erinnerung gezogen. Ach ja, meine Eltern gaben mich mit ein paar Monaten zu meiner Oma. Aber immer noch besser gewesen als das was …

Man könnte auch sagen, ich wurde "Wie ein Paket beim Nachbarn abgegeben", nur mit einem Unterschied, ja Sie ahnen es schon: "Das Paket" wird in der Regel dankend abgeholt. Ich blieb einfach so da, ohne dass ich wusste, wie und warum mir so geschah. Als Kind und auch als pubertierender Junge, hatte man mit sich und anderen Dingen zu tun, als unbequeme Fragen zu stellen.

Und meine Generation gehörte noch zu denen, wo es sich einfach nicht schickte zu fragen, oder gar zu hinterfragen.

Und glauben Sie mir heute über 20 Jahre später muss ich ganz offen eingestehen, dass ich schon von meiner Oma profitierte, in Form von Wertevermittlung, Anekdoten aus vergangenen Zeiten und viele Weisheiten, die heute noch Bestand haben, und noch Generationen überdauern werden, unabhängig vom Internet, Daumen hoch oder runter, Scheißegal. Und meine asozialen Eltern mit Ihren Multi Millionen, und meine Brüder mit Ihren Minirock Miezen, und Kindern die sicherlich in die gleiche Kerbe schlagen werden, alles so unwichtig. Ich habe beim Schreiben dieses Buches viele Wandlungen und Gefühlsschwankungen durchlaufen, wie Sie sicherlich feststellen werden, aber eine konstante sollte jede Familie haben, auch wenn Sie so asozial ist wie meine. Die Oma ausgenommen. ZUSAMMENHALT!

So, und nun geht es los.

Berlin, im März 2019

Uwe Kay

 

TEIL 1

 

 

Ich heiße Uwe Kay, bin 55 Jahre alt und bin heute gesundheitlich nicht in bester Verfassung. Und selbstverständlich habe ich dieses Buch SELBER geschrieben, ohne fremde Hilfe. Nur eins möchte ich noch dazu anmerken, dass ich schon rund 40 Jahre aus der Schule bin habe ich noch gelernt, nach dem Komma, daß mit ß zu schreiben. Also nicht wundern wenn das mal vorkommt. Glauben Sie mir meine Erinnerungen sind so stark und immer noch all gegenwärtig, sie lassen mich nie mehr los. Was ich hier zum Besten geben werde sind ausschließlich eigene Erfahrungen und Erlebnisse, die ich mit meiner Oma und dann später in Altenheimen, und anderen Einrichtungen im Bereich Altenpflege und Seniorenbetreuung erlebt habe. Ich bin weder Guru noch Allheilmittel gegen Demenz oder gar Alzheimer. Zu meiner Zeit wo die Geschichte spielt fing das Internet gerade richtig an wie ich schon Eingangs meiner Geschichte anmerkte. Auch wenn ich mich bei vielen Leuten im Internet unbeliebt mache vertrete ich meine Position, auch wenn ich gegen den Mainstream von Likes und Emojis schwimme. Diese Grundhaltung vermittelte mir übrigens meine Oma, schon in sehr jungen Jahren.

Einige Internet Nutzer sagten mir auch, wenn ich nicht Duracell Hase in den Foren und auf den Seiten bin, wird man mich und das Buch zerreißen. Das glaube ich nicht. Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, und auch unpopuläre Meinungen zu vertreten, so wie ich mit der Altenpflege, gehören genauso ins Leben der Befindlichkeiten, egal ob positiv oder negativ, mit Namen Internet. Ich bin der Meinung, Klartext im Bereich Pflege, hier insbesondere Demenz in welcher Form auch immer deutlich anzusprechen und in der Wortwahl sicherlich nicht immer den Ton der Allgemeinheit zu treffen. Aber das war und ist immer noch kein Ponyreiten sondern seelische und körperliche Schwerstarbeit. Tatsache, ob das Internet das gut heißt oder nicht. Eigentlich hatte ich vor ein hochtrabendes Inhaltsverzeichnis mit etlichen Kapiteln und Unterteilungen zu erstellen, da mir aber die Textverarbeitung so gar nicht liegt und ich mit den Seitenzahlen schwer durcheinander kam, und mir beim Betrachten des Inhaltsverzeichnis der Gedanke kam irgendwie besserwisserisch zu sein und aus einer ganz normalen Geschichte, ok, ist schon nicht die Regel einen Luxus-Roman inklusive medizinischer Fachbelehrung zu basteln. Ich fand das alles dünn und irgendwie arrogant, da meine asozialen Familienverhältnisse und andere Tragödien während der Pflege meiner Oma noch mit hochtrabenden Inhaltsangaben zu beglücken. Ich unterteile aber mein Buch trotzdem in zwei Bereiche.

Der erste besteht aus grundlegenden Gedanken zum Thema Pflege und Betreuung Daheim. Hier möchte ich Sie noch höflichst darauf hin weisen, dass meine Geschichte schon eine recht lange Zeit zurück liegt, und viele Abläufe und Therapieformen weiter sind. Eignung und soziale Grundeinstellung sollten sich aber nicht groß geändert haben.

Was zu beachten ist im Bereich Vollmachten, Verfügungen, Organisatorische Dinge und natürlich auch das finanzielle, immer aus meiner Sicht. Natürlich versuche ich auch Tipps und Anregungen zum Tagesablauf, Arztwahl und mein Herzstück, die BIOGRAPHIE-ARBEIT zu geben.

Daran ist bei mir viel gescheitert.

Im zweiten großen Bereich, erzähle ich meine Geschichte, von mir, meiner Oma und natürlich meinen "tollen" Eltern.

Rechnen Sie mit nix, aber erwarten können Sie alles.

Ich sage mal so,

Sie werden sicherlich Rechtschreibfehler entdecken, unstimmige Sätze lesen aber eins können Sie mir glauben, jeder Satz ist ehrlich und transportiert auch meine Gefühlslage und seelische Schwankungen direkt an Sie rüber.

Sie werden meine Emotionen, und Wutausbrüche, und seelischen Abstürze 1:1 erleben, als ob Sie beim Schreiben neben mir saßen. Versprochen.

So nun kommt gleich noch so ein kleines Vorwort von mir: Warum, wieso etc. … und dann lege ich los … ohne Fachgrütze, ohne Besserwisserei, dass liegt mir eh nicht. Ich glaube, dass ich jetzt nach solange Zeit auf einem richtigen Weg bin.

Warum und wieso dieses Buch und warum so viel später? Geld und Profilierung im Internet sind nicht die Gründe warum ich jetzt mit der Geschichte rüberkomme. Wenn ich das gewollt hätte dann wäre ich vor 10/20 Jahren an die Öffentlichkeit getreten und hätte diese unglaublichen Vorfälle publik gemacht. Eigentlich hatte ich damit schon lange abgeschlossen. Doch die Gedanken an meine Oma und meine Erzeuger oft auch als Eltern tituliert haben aus mir ein seelisches Wrack gemacht. Um auf den Punkt zu kommen. Ich betrieb ein Buchantiquariat, welches im Zuge des wachsenden Internetmarktes leider geschlossen werden musste. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht Online hatte dafür kein Interesse. Aber vor 5 Jahren meldete ich mich dann doch an und beschloss in Unwissenheit einen E-Book-Shop zu eröffnen. Da ich keine Ahnung hatte, was ich da letztlich feilbot, meist irgendwelche obskuren ausgeleierten Ratgeber die natürlich nicht liefen, machte ich besagten Shop wieder zu. Beim Stöbern durch die Foren stieß ich eher zufällig auf meine Vergangenheit. Unter dem Begriff Demenz und Pflege von Angehörigen zu Hause gingen mir teilweise meine letzten Haare hoch. Viel Geschäftemacherei und hauptsächlich professionelle Pflegedienste. Viele davon die mit leeren Versprechungen die Not der Menschen um die es eigentlich geht noch mehr in die Verzweiflung treibt. Unfassbar.

Ich erzählte das Bekannten, die meine Geschichte etwas kannten. Sie meinten dann nur, "Schreib doch selber ein Buch. Nicht klugreden, machen und sich dann der Kritik stellen. Im Netz ist das ohne große Kosten möglich, sein E-Books zu publizieren". Ich dachte lange nach sah alles vor mir. Und obwohl alles so viele Jahre zurück lag war auf einmal alles wieder gegenwärtig.

Ich habe rund 2 Jahre an dem Buch gearbeitet. Nicht, dass das Aufschreiben der Erinnerungen so lange gedauert hätte. Nein, ich musste immer wieder Pausen einlegen, und seelischen Beistand suchen. Ich habe lange überlegt wie ich mit meinen Eltern in dem Buch verfahren soll. Lass ich Sie raus, wird jeder vom Leser bis zum Kritiker oder Seitenbetreiber zu dem Thema fragen, hat die Frau wie in Entenhausen nur Enkel oder Neffen.

Spaß bei Seite. Meine Eltern spielen leider eine Hauptrolle die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht und von der Wucht immer brutaler und Menschen verachtender wird. Auch habe ich bewusst die Ausdrucksweise meiner Eltern insbesondere meiner Mutter eins zu eins übernommen. Keine Effekthascherei, sondern bittere Realität.

Mir ist klar das meine Geschichte schon aus dem Rahmen fällt aber eins mahne ich von Anfang an. Denken Sie an die Biografie Arbeit, damit Sie von solch Tragödien wie ich verschont bleiben. Was das ist und in wie weit es Ihnen hilft dazu später mehr, viel mehr.

Das was meine Eltern mir und meiner geliebten Oma angetan haben ist unverzeihlich und da irdische Gerichtsbarkeiten nicht den Hauch einer Chance gegen so viel Geld und Macht haben, hoffe ich auf …

Auf nix. Alles vorbei. Hätte ich vor sehr, sehr langer Zeit machen müssen aber mir fehlte Kraft und sicherlich auch Mut. Sie hätten sich freigemacht, davon gestohlen oder hätten irgendwelche Stadträte, Senatoren oder namhafte Volksvertreter bestochen. Meine Oma war eine rechtschaffene warmherzige Frau wahrscheinlich genau wie all die anderen die meine Eltern auf dem Gewissen haben.

Meine Bitte an Sie, oder Euch die dieses Buch gerne, oder nicht so gerne lesen werden, lesen Sie es wegen meiner Oma und nicht wegen der Fäkal Sprache und Bosheiten meiner Eltern. Für die habe ich kein Buch geschrieben, Sie haben keine Bühne verdient.

 

Damit jeder halbwegs im Bilde ist werde ich noch ein paar grundlegende Informationen zum Thema Demenz geben.

Ach ja, eins noch vorweg, unser Arzt, der Pflegedienst, Hausbewohner, Krankenhaus haben alle von mir Phantasienamen erhalten, nicht das die betreffenden Personen etwas dagegen hätten genannt zu werden, sofern diese überhaupt noch unter den Lebenden sind, nein diese Privatsphäre muss sein. Ich, meine Oma und natürlich meiner tollen Eltern inklusive der Brüder, agieren natürlich mit den richtigen Namen. Ich habe nix zu verstecken, und meine Oma hätte das auch nicht. Meine Eltern, Brüder sofern diese nicht in der Hölle verendet sind würden sicherlich Pseudonyme vorziehen. Nix da, basta!

Zuerst möchte ich Sie mit einigen aktuellen Zahlen zum Thema Demenz konfrontieren.

Die erste ist relativ frisch. In Deutschland leiden rund 1,6 Mio Menschen an Demenz. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Ein Drittel davon ist an Alzheimer erkrankt. Bei meiner Oma war es nach der schweren Narkose dann schon der Weg zu Alzheimer.

Demenz, Alzheimer, oder doch nur Vergesslichkeit. Demenz ist der Oberbegriff. Und meine Oma stieg gleich voll ein und ihr wurde Alzheimer diagnostiziert, mit dem steilen Pfeil nach oben. Hier von Anfang an den Durchblick und die damit zutreffenden Entscheidungen zum Wohl des Angehörigen zu treffen ist für einen Laien schier unmöglich, deshalb von Anfang an Ärztliche bzw. klinische Diagnosen einholen und an Hausarzt und Pflegedienst weitergeben. Und bitte nicht im Internet bei XYZ nachfragen, ja! Wenn Sie jetzt glauben, der Kay gibt jetzt Infos anbei die sonst nur hinter vorgehaltener Hand weitergegeben werden der irrt, nicht nur der ist bei Grimms Märchen. Ich bin kein Arzt und gewiss kein Seitenbetreiber mit obskuren Ratgebern oder Wundertropfen. Nur der behandelnde Arzt - ob im Krankenhaus oder der Hausarzt - oder letztlich der Facharzt - zum Beispiel ein Neurologe - können hier brauchbare Diagnosen stellen. Ihr gutes Recht ist natürlich, eine zweite Meinung einzuholen. Es hängt schließlich viel dran, bis hin zur Vormundschaft oder gar Betreuung von Amtswegen. Oft fängt Demenz mit der typischen Vergesslichkeit an der wir kaum eine Bedeutung zukommen lassen.

Wer kennt nicht von seinen Eltern oder Großeltern den Satz "Wo ist meine Brille, oder ich habe gestern Geld von der Bank geholt das ist jetzt weg", aber in Wirklichkeit wurde es sofort wieder eingezahlt. Aber sind solche Situationen oft die Vorboten von Demenz, dem Überbegriff für Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson. Hier gibt es verschiedene Formen, zum Beispiel aufgrund von Stoffwechselkrankheiten, Alkohol oder Medikamentendemenz.

Zu jedem dieser Begriffe gibt es Meter lange Wälzer und das Internet ist, wenn man seriöse Seiten aufruft eine ergiebige Fundgrube.

Bei meiner Oma starben die Gehirnzellen weg, weil diese aufgrund von Vollnarkose bei der OP zerstört wurden. Leichte Durchblutungsstörungen im Kopf bzw. das das Gehirn nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, ist in fortgeschrittenem Alter durchaus als normal zu sehen.

Jetzt werden viele sagen, meine Oma trank nie, rauchte nicht, trieb Sport und war geistig aktiv. Betrifft uns nicht. Ich sage Ihre Oma hat alles richtig gemacht, aber gegen Demenz oder eine der angesprochenen Formen, ist kein Gras gewachsen. Man kann vorbeugen wie die alte Dame in unserem Beispiel von eben. Es verringert sich das Risiko, aber ein endgültiger Ausschluss ist es nicht. Zu Persönlichkeiten Sozialisierung, Beruf etc. komme ich in einem anderen Teil des Buches ausführlich. Ich würde noch gerne auf die aktuelle Forschung bzw. Zukunftsweisende Wünsche der Wissenschaft eingehen. Irgendwann soll Menschen ein Chip in den Kopf und die Hirngegend eingesetzt werden können der Denkprozesse ermöglicht bzw. diese steuert die bei Demenz kranken nicht mehr vorhanden ist. Ich sage dieses unterjubeln von künstlicher Intelligenz klingt zwar spannend, und wird auch sicher kommen aber ich pflegte meine Oma mit allen positiven wie negativen Auswirkungen und nicht ein Roboter der anfängt zu lachen, wenn ich niedergeschlagen bin, weil irgendwas gerade nicht geklappt hat. Mir sind alte wache Augen lieber wie ferngesteuerte fremde Augen. Aber Jeder muss das schließlich für sich selber entscheiden, in welche Therapieformen er einsteigt für seinen Angehörigen.

Noch etwas zum Netz wo ich später noch ein paar Gedanken zum Besten geben werde.

Ein Begriff, 100 Seiten und Foren und 100 verschiedene Meinungen. Die Not treibt viele in die Hände von irgendwelchen obskuren Seitenbetreibern die nur eins wollen irgendwas verkaufen für viel Geld und ohne Nutzen. Hausarzt. Der versteht seinen Job und kennt Ihren Angehörigen meist sehr lange.

Am Anfang werden meist Tropfen gegen Durchblutungsstörungen im Kopf verschrieben. Sie sind kein Wunderwerk, aber sie können gewisse Prozesse im Kopf wie Verkalkungen, welche letztlich dafür verantwortlich sind, dass die Blutzirkulation und der Sauerstofffluss unterbrochen wird, ein wenig aufzuhalten. Bei manchen Menschen geht das noch ganz gut, bei meiner Oma ging es nicht mehr, bei meiner Oma war durch die Vollnarkose sehr viel an Gehirnzellen zerstört worden, diese war aber auch nötig, weil Sie randalierte, und um sich schlug, sagten die Ärzte im Krankenhaus.

Bedenken SIE immer eins, die Gehirnzellen die zerstört wurden kommen nicht zurück. Nicht mit viel Geld und nicht mit Wunderpillen von XYZ.

Abschließend würde ich die Meinung vertreten, dass eines Tages bestimmt irgendwelche Medikamente oder Impulsgeber in Form von Elektroden die einfach an den Kopf gesetzt werden ohne Probleme wie bei einem EKG gewisse Reize für das Gehirn aufgebaut werden. In den USA wird in einigen Forschungseinrichtungen schon lose experimentiert.

Letztlich sollten sich aber die Menschen die sich für die Pflege und Betreuung eines Angehörigen in den eignen Vier Wänden entschieden haben nicht verrückt machen lassen was für Therapie Formen welche Medikamente bla, bla, bla.

Gute Aufklärung ist wichtig, keine Frage, genau abwägen und besprechen mit allen die damit zu tun haben auf was man sich einlässt, und dann an erster Stelle und auch an zweiter und dritter Stelle. Na was?

Der L-FAKTOR

Liebe, Liebe und nochmal Liebe und Verständnis.

Wollen wir uns bei den Beispielen in der Pflege eines Angehörigen zu Hause auf die alte Dame einigen? Schön, wer den alten Herrn pflegt denkt dann immer an diesen, wenn die alte Dame ins Spiel kommt. Ich kann doch nicht jedes Mal alle auflisten. Vater, Mutter Oma usw. Ist doch so auch ganz nett. Wer mag kann sich bei der Pflege eines Angehörigen auch unter Geschlecht Diverses vorstellen. Sie sehen, ich bin brandaktuell, und gehe mit der Zeit, dass Problem bleibt wie der Drang auf die Toilette zu müssen das gleiche.

 

Wie entsteht Pflege zu Hause, gibt es irgendwelche Richtlinien, Verhaltensregeln, oder wie geht das?

Ganz einfach. Das kommt wie eine Erkältung, manchmal über Nacht und geht meist mit den Füßen voran im Sarg. So ist das leider. Manche Pflegschaft von Angehörigen zu Hause sind kurz. Ein paar Wochen bis ein Jahr wie bei mir und meiner Oma, bei Anderen geht das über Jahre, teilweise mit immer größer werdenden Qualen für alle Beteiligten, hier meine ich auch die pflegenden Angehörigen. So brutal und herzlos das klingen mag.

Manchmal ist das Leben eine Qual, eine Schuld, ja wie eine Strafe ableisten,und dann ist der Tod eine Erlösung.

Nehmen wir einmal, ein Ehepaar um die 50 . Beide Kinder außer Haus nehmen die Mutter von einem der beiden in Ihre drei Zimmer Wohnung auf. Die Dame ist um die 80 rüstig, Gesunder Lebenswandel, keine Drogen, Nikotin, Alkohol, seit 10 Jahren Witwe, hatte immer die Rolle der Hausfrau und Mutter.So war halt früher das Rollenbild der Frau ausgelegt, warum skizziere ich die Frau so genau, unterstreiche Ihre Rolle im Verbund der Familie?

Ganz einfach, es ist immer ein Unterschied ob der oder die fremdbestimmte Arbeit ausübte, oder in Eigenverantwortung Arbeit ausübte und auch weitergab an Andere.Noch schlimmer verhält es sich mit unserem Beispiel. Die alte Frau hat in der Regel nix mehr. Heute gibt es natürlich Freizeit Angebote zu Hauf aber unsere alte Dame möchte in kein Heim, zu viel negatives gehört, ein Pflegedienst kommt auch nicht in Ihre Wohnung, aber zu Ihrem Sohn und Schwiegertochter würde Sie gerne, wenn es keine Umstände macht. Sie hatte sich den Arm gebrochen, ist bei den ATLs, den Aktivitäten des täglichen Lebens, auf Hilfe angewiesen. Sich selber waschen, anziehen, Nahrungsaufnahme ohne Probleme Toilettengänge für einen gesunden Menschen normal, aber für einen kranken, und dazu noch alt und dement schon eine große Herausforderung.Natürlich haben die Ärzte im Krankenhaus eine leichte Form von Demenz schon festgestellt. Darüber hinaus gab die Oberschwester mit auf den Weg immer auf die Hygiene achten.

Na Bingo, das geht gut los.Innerhalb von ein paar Wochen sind beide Eheleute voll eingespannt, und immer wenn ein Pflegedienst ins Spiel gebracht wird fängt die Dame an zu weinen, und sagt dann lieber sterben. Ach ja, und der Hausarzt den die Dame vor 10 Jahren zuletzt gesehen hat kann nix, und Sie braucht keinen. Achtung Sie haben die Verantwortung und die Hoheit, also Arzt, Pflegedienst zur Unterstützung und in aller erster Linie ein Gespräch mit der Dame, wo alle Argumente auf den Tisch kommen.

Ich weiß, herzlos und schroff, nein Realität. Der Zustand der Dame wird nicht besser, auch wenn es für den Moment so erscheinen mag. Mit wachen Augen und kühlem Verstand rangehen, wie im Straßenverkehr.

Lernen Sie zu beobachten, ohne zu bespitzeln, führen Sie ruhig ein kleines Heft. Klingt nach Vorschule mit Fleißpunkten, hilft Ihnen aber nach Wochen, Monaten oder manchmal noch längeren Phasen festzustellen in wie weit Medikamente, Gymnastik, Ernährung, Aussehen etc. sich veränderten.

Meist fängt es doch mit den Klassikern schlechthin an. "Wo ist meine Brille, Brieftasche " Kennen wir alle. Aber oft endet es damit das in der Nacht irgend ein Dämon ins Zimmer kam und das Geld gestohlen hat. Manchmal ist der Dämon auch beim Essen, oder in der Badewanne. Nicht nur Alkoholiker haben Wahnvorstellungen.

Machen Sie jetzt nicht den Fehler das so abzutun. Setzen Sie sich mit der Dame bei Gebäck und Tee gemütlich an den Tisch und sprechen Sie die Dame ganz belanglos drauf an. Ruhig mit einem Scherz über einen anderen dem das passiert war. Dann nehmen Sie sie in den Arm geben Liebe und Verständnis. Sie bauen so Vertrauen und Verständnis auf. Ganz wichtig, solange der Geist noch tadellos funktioniert, und Empathie und Gefühle wahrgenommen werden ist die Ebene eine ganz andere wie zu einem späteren Zeitpunkt wo der Zustand nicht mehr so rosig ist. Letztlich ist es auch ein leichteres Arbeiten für Sie, denn Sie sind der Motor, Ihre Kraft wird gebraucht.

Denken Sie immer daran, von selber kommt Ihre Mutter, Oma nicht, und warum nicht, fragen Sie sich jetzt?

Ich habe es schon anklingen lassen, panische Angst vor dem Altersheim. Früher zu recht, keine Frage, heute durch festgelegte Pflegestandards und dauernde Überprüfungen besser geworden aber nicht perfekt, fairerweise sei an dieser Stelle erwähnt, daß der Beruf nicht sehr beliebt ist und nahezu alle Heime chronischen Personalmangel haben.

Natürlich vermissen viele die gewohnte Umgebung, die tägliche Arbeit in der Küche, und irgendwo einfach Misstrauen gegenüber fremden Menschen, und einer neuen, meist der letzten Lebensstation.

Leider muss ich jetzt ein Thema im Bereich Pflege daheim anschneiden welches für Viele der Hauptgrund ist den barmherzigen Samariter zu geben.

GELD, GELD, GELD

Viele, in unserem Fall das Ehepaar um die 50 wo er voll arbeitet und die Frau ein Minijob hat kommen kaum über die Runden.Die Mutter hat Witwenrente, Privatvermögen, sie war halt immer sparsam. Ob Sie das alles weiß und bewusst ausspielt sei dahingestellt, gibt es aber auch und nicht zu wenig. Das Ehepaar sagt sich, im Heim wäre alles weg und zu Erben gäbe es mal nix, aber zu Hause bei uns?

Wo Zwei satt werden , da werden auch drei satt. Und im Ernst unter uns, was ist denn eine kranke 80jährige Frau schon groß?

Ich selber habe erlebt, manche aßen mehr wie ein Bauarbeiter. Aber Scherz beiseite. Mit einem Pflegegeld 300€

Der Rente der Dame, sagen wir 1200 € ist das ein netter Zuverdienst ohne extrem großen Aufwand, da bleiben rund 1200€über. Und wenn es nicht mehr geht kann man Sie ja ruhig stellen. Da gibt es bestimmt was in der Suchmaschine Internet wenn der Arzt Zicken macht.

Sie denken jetzt, Quatsch, sowas gibt es nicht?

Nein? Und wie heißt nochmal der russische Politiker den unser Basta-Kanzler einen lupenreinen Demokraten genannt hat? ???

Es hat Fälle gegeben, da hat der Opa, schwerreich in der Speisekammer mit angewinkelten Beinen Tag und Nacht gelegen, genauer gesagt halb gesessen Jahrelang nur wegen dem Geld, und andere waren noch abgebrühter. Nachdem der Verwandte Tod war wurde er auf dem Hof oder irgend einem Bolzplatz verbuddelt und Rente bzw. Pension wurde weiter kassiert. Laut Statistiken, die natürlich schwer zu belegen sind soll es tausende solcher Fälle pro Jahr in Deutschland gäben.

Ich verurteile Niemand der als Hauptgrund für die Pflege wirtschaftliche Interessen angibt, bei mir war es ähnlich. Später mehr dazu. Aber Der oder Die Person sollten es gut machen, denn es geht hier um ein menschliches Wesen.

Ein weiteres großes Problem ist Ekel.Wie soll ich dieses heikle Thema angehen, am besten direkt, oder? Nichts riecht zum Beispiel schlimmer wie getrocknete Kacke.

Wo finden wir die? In Unterhosen die die Herrschaften wochenlang nicht gewechselt haben. Hinter dem Bett vielleicht ? Was glauben Sie wo alte Menschen gerne rumkratzen. Ich werde meine ganz besonderen Erfahrungen zu dem Thema gerne nachher kund tun.

Wenn Sie sich vor Kacke, Kotze, Pisse ekeln hilft Ihnen nicht mal die Gehaltsstufe BAT 12 der zu betreuenden Person oder noch höher. Lassen Sie es sein. Wirklich nichts stinkt schlimmer wie die Drei von mir benannten Begleiterscheinungen einer Pflege. Klingt zynisch, abwertend ist aber die Wahrheit.

Wenn Sie jetzt immer noch nicht abgeschreckt sind, Gratulation Sie wollen wirklich helfen. Nehmen Sie von Anfang an den Hausarzt mit ins Boot, einen Pflegedienst und wenn der Sie nur am Wochenende oder einmal am Tag entlastet. Sorgen Sie für einen geordneten Tagesablauf. Auch Menschen die schon an Alzheimer erkrankt sind wissen einen geordneten Ablauf der Dinge zu schätzen. Frühstück, Mittag, Abendbrot, frische Luft wenn Spaziergang noch möglich ist, Vorlesen aus der Tageszeitung oder einem Buch Kreuz Wort Rätsel und, und, und .

Heute wird oft davon gesprochen, dass man mit Demenzkranken sprechen kann. Ehrliche Antwort, wie mit Hunden, die einen kennen, und sich freuen über die tägliche Nahrung, Spaziergänge, und irgendwelche Leckereien den Tag über. Genau so ist es mit Demenz kranken in fortgeschrittenen Stadium. Für die Leser, die jetzt volle Windeln nach mir schmeißen, vor zwanzig Jahren war die Forschung noch nicht so weit, und das Thema Geriatrie, also Krankheiten des Alters wurden noch stiefmütterlich behandelt. Aber meine Meinung zur direkten Kommunikation bleibt die selbe, vergessen Sie es und gehen erst mal mit dem Hund um den Block. Sicher ist die eigene Familie, und die eigene häusliche Umgebung sehr schön, aber wenn man laut Forschung und irgendwelcher Kanonen und Zauberern aus irgendwelchen Altenheimen, die damit werben , die Sprache der Dementen zu sprechen, wo Sie selbstverständlich auch Ihre Oma gegen gutes Geld mit Schleife um den Hals abgeben können, und alles wird gut und in Guten Händen sowieso, ja dann frage ich mich warum so viele das Heim gerade Nachts verlassen, zum Spazieren gehen, und am anderen Tag im besten Fall von der Polizei aufgegriffen werden, und wieder zurück gebracht werden , meist in total verwirrtem Zustand und großer Angst. Da frage ich mich wenn Die doch die Sprache der Dementen sprechen, und so fürsorglich sind warum dann diese nächtlichen Ausflüge ? Nur noch eins zu diesen Genies, wie oft sind alte Menschen in der kalten Jahreszeit schon ohne Grund aus dem ach so tollen Heim ausgebüxt, und klebten am anderen Morgen mit dem Hintern an einer Parkbank und waren erfroren?

Nein, und nochmal Nein, das ist BULLSHIT, basta. Das ist die typische Internet-Geschäftemacherei, und das Ausnutzen von Menschen die nicht mehr weiter wissen..

Es gibt natürlich auch Heime mit sehr hohen Pflegestandards, und Top Personal, aber diese haben auch meist Ihren Preis.

Selbstverständlich gibt eine gewohnte Umgebung, und bekannte Gesichter, und damit verbundene Stimmen und Gewohnheiten der Oma ein besseres Gefühl als im Heim, aber mit fortschreitender Krankheit..

 

Keine Chance, so Leid mir es tut für Sie!

 

Hat die zu pflegende Person noch Freunde? Merken Sie sich bitte eins! Das Langzeitgedächtnis funktioniert bei den meisten tadellos. Krieg, Vertreibung, Mauerbau etc.. Da können die allermeisten erzählen, und wenn Sie dabei die Augen beobachten spürt man oft ein Funkeln, achten Sie mal drauf.

Kennen Sie das Lied vom ehrenwerten Haus von Udo Jürgens?

Na klar, Aber wie steht es mit Ihren Nachbarn, kennen Die Ihre Mutter aus dem Luftschutzkeller, oder vom Mauerbau? Sind es jüngere? Haben die Verständnis, Wofür sollen die Verständnis haben wollen Sie jetzt wissen ?

Na für das Gesinge und Geschreie!

Glauben Sie das gibt immer nur Kuschelkurs. Das muss alles nicht sein aber sowie geistige Verwirrtheit einsetzt, oder gar Alzheimer von einem Besitz ergreift würde ein die eigene Mutter nicht mehr erkennen, und es kann zu unschönen Szenen kommen, aber wie gesagt, jeder Fall ist anders zu bewerten.