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"RESET" sagst Du. "Verstehst du, nimm endlich diese verdammte Kugel aus deinem Inneren, reiß sie heraus und schmeiß sie weg, weit weg, ganz weit weg! Die Kugel namens Vergangenheit! Wenn du es nicht tust, dann mach ich es. Es ist an der Zeit! Ich möchte, dass du dich wieder erinnerst, wer du wirklich bist!" Autobiographie - Illustriert mit 38 Schwarzweiß- und Farbfotos - 395 Seiten. Die Offenbarung einer Seele, das Reset, das Zurücksetzen zum Ursprung. Gleichgewicht und Scham - Dalai Lama - Geheimnis der Schatulle - Self fulfilling prophecy - Zwilling und Skorpion - Umm al dunya - Reinkarnation - Shambhala Krieger - The blower´s daughter - Wachsen und sterben - Bin ich verrückt - Auf dem Scheiterhaufen verbrannt - Homo Sapiens - Der einsame Wolf und la loba - Mammon - Alpha & Omega
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Seitenzahl: 564
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Verrückt
Noja Dhinbe Mc Village
Tagebuch
November 2010
bis
September 2014
Autobiographisches Zeitdokument
epubli - GmbH, Berlin
Die Informationen in diesem Buch wurden von mir sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung meinerseits für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Sämtliche Namen (bis auf zwei genehmigte Ausnahmen) wurden von mir geändert.
©Urheberrecht: Alle Rechte sind vorbehalten: Ich bitte um Verständnis, dass der Inhalt meines Buches - auch teilweise und in welcher Form auch immer - nur mit meiner schriftlichen Genehmigung wiedergegeben, reproduziert, verarbeitet, vervielfältigt, zitiert oder verbreitet werden darf. Für Anfragen stehe ich gerne unter meiner unten genannten homepage zur Verfügung. Danke
Erste Auflage
Copyright © 2015 Noja Dhinbe Mc Village
www.noja-dhinbe-mc-village.com
Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
Satz, Layout und Umschlaggestaltung:
Noja Dhinbe Mc Village
ISBN 978-3-7375-6331-4
In Respekt und Dankbarkeit
aber vor allem in Liebe
Noja
Liebe
Hab gegraben und gegraben
hast mich fündig werden lassen
mich zum Erstaunen gebracht
war oft fassungslos
Wurde zurück gestoßen
und in Deine Arme geschlossen
warst zornig wie Göttervater Zeus
hab Dich zu Tränen gerührt
Deine feine Seele von Beginn an vor Augen
mit den dunkelsten Farben verdeckt
hab immer an Sie geglaubt - war immer rein
hast sie niemandem zu erkennen gegeben
Durch die Schmerzen waten
das Herz stolpern spüren
die Zweifel niederkämpfen
würde es sofort wieder tun
Äußere Widerstände überhören
die Seele sich aufbäumen lassen
im Kampf gegen die Kopfvernunft
als Seelensieger hervorgehen
würde es sofort wieder tun
Kennst die Schattenseiten meiner Seele
habe Deinen schwarzen Zwilling erblickt
lässt mich nicht in die Tiefe stürzen
behüte Dich wie meinen Augapfel
Gemeinsam erspürt
wovon wir beide keine Ahnung
auch Liebe muss man erfassen lernen
und glaubhaft inhalieren
Haben uns nichts geschenkt
gegenseitig unsere Untiefen erblickt
Inhaltsverzeichnis
Kapitel
6. November 2010 - Muss meine Gedanken, meine Gefühle, meine Empfindungen, verursacht durch Deine Worte, unbedingt niederschreiben, es zumindest versuchen. Um Klarheit zu erlangen. Ich bin völlig durcheinander. Völlig! Es hat mich beim ersten Treffen ein Gefühl überwältigt, von dem ich nicht sagen konnte, ob es mir Furcht einflößte, Freude oder Ehrfurcht. Jede andere würde sagen, der ist verrückt. Habe ich ja auch schon gehört. Aber Du bist das, was Du sagst, das spür ich. Aber verstehen - im Kopf verstehen - tu ich gaaar nichts!!! Gar nichts.
Nach dem ersten gemeinsamen vierstündigen (!) Frühstück ganz neutral in aller Öffentlichkeit in einem Cafe hab ich mich zu Hause auf die Couch gelegt und konnte mich - vor Freude? Schwäche? Angst? Vorahnungen? - acht Stunden kaum bewegen! …Ich muss nachdenken! Und Deine Worte niederschreiben: „Du bist meine Königin. Ich habe deine vier Gesichter gesehen. Du hast vier Persönlichkeiten in dir. – (???) - Es ist unglaublich, so etwas hab ich noch nie gesehen. Du bist eine Königin. Aber […….] ich bin dazu da - meine Aufgabe ist es, dreißig Prozent deines Auftretens dieser Königin weg zu retuschieren, das, was man dir im Laufe deines Lebens drauf gedichtet hat, was du dir hast drauf dichten lassen, zu entfernen. (???) Dann bist du unglaublich, dann bist du perfekt. Das WAHRE sichtbar zum Ausdruck bringen. Den Diamanten. (???) Wir spüren uns so sehr, wir haben so viele Gefühle füreinander, ich fühle dich, wie ich noch nie jemanden gefühlt habe. Und ich weiß, bei dir ist es ganz dasselbe. Aber…… Wir kommen aus völlig verschiedenen Welten, unsere Vergangenheiten sind sehr, sehr konträr, wir haben gegensätzliche Lebensgeschichten und deshalb wählen wir, um uns etwas mitzuteilen, beide die falschen Worte, obwohl wir dasselbe fühlen und denken und zum Ausdruck bringen wollen und dann passiert es. Ja, und dann passiert es: wir verletzen uns ganz, ganz furchtbar! Und deshalb bitte ich dich: Wir dürfen NICHT durch Worte kommunizieren sondern nur durch unsere Gefühle, nur durch das, was wir gegenseitig füreinander fühlen. Ich weiß, dass du das kannst, dass wir das können. Es dauert mindestens 10 Jahre (!!!), bis wir gelernt haben, dieselbe Wortwahl zu treffen. Und bis dahin werden wir nur über unsere Gefühle kommunizieren, denn es wär furchtbar schade - UNVERZEIHLICH - wenn wir unsere gemeinsame Einzigartigkeit, die wir erreichen können, mit Worten zerstören würden. Durch unser gemeinsames Auftreten hätten wir die Möglichkeit, so vielen Menschen wieder Mut zu machen, zuversichtlich zu sein, wie es gemeinsam gehen könnte. Dass es doch etwas gibt, das man schon vor langer Zeit verloren hat. An das man nicht mehr geglaubt hat. Das wichtigste im Leben, die LIEBE, das gegenseitige Vertrauen, die Treue, die absolute Treue. Gemeinsam werden wir unschlagbar sein, gemeinsam sind wir viel stärker als ich allein, als du allein. Ich weiß, du verstehst das noch nicht. Es ist meine Aufgabe, dir das beizubringen. Aber ich brauche jemanden, der das versteht und das bist du. So ist es. Ich weiß so viel [….] Überall, wo ich hinkomme, spüre ich das Elend, die Sorgen, die Sehnsucht, die Verzweiflung der Menschen. Ich höre sie zu mir sprechen, sie scharren sich um mich. Ich halte das oft nicht mehr aus […]. Manchmal kommt mir in den Sinn, verrückt zu sein - Aber mit dir würde ich es schaffen, es lernen, damit umzugehen lernen. Oder den Menschen zu helfen. Du tust mir so gut, du machst mich so ruhig, ich fühle dich so sehr, ich spüre dich so wahnsinnig gern. Und ich weiß, dir geht es nicht anders. Darum hör auf, dich dagegen zu wehren, lass es zu, BITTE. Es ist wichtig für mich, für die anderen, für dich. Ich weiß, du hast schon so viel erlebt, hast solche Trottel kennengelernt, entschuldige, ist doch wahr, aber vertrau mir, das muss so sein mit uns, es geht nun mal nicht anders. Ich brauche dich, wir sind füreinander bestimmt, es muss so sein. Ich habe eine besondere Gabe, eine besondere Aufgabe (spricht die „7“, denke ich heimlich). So wie du, du hast auch eine besondere Gabe, eine besondere Aufgabe (in dem Wort „Aufgabe“ steckt „aufgeben“ - muss/soll ich etwas aufgeben???; und „Gabe“ und Du redest wie ein Wasserfall …., aber es bleibt keine leere Sprechblase für mich übrig). Innerlich weißt du es, aber du musst erst dahinter kommen. Es ist unglaublich, du wirst sehen und wenn du dir dessen erst einmal bewusst bist und diese Gabe einsetzt, wirst du unglaublich erfolgreich sein in deiner Berufung. Es wird dir mehr zufallen, als du dir jemals erträumen hättest können! Erst, wenn du „DU“ bist, wenn du identisch bist, wird es so kommen, du stehst ganz kurz davor, du weißt es nur noch nicht. Und meine Aufgabe ist es, dich dorthin zu bringen.
Du bist eine Königin und du weißt es. Du hast in deinem Leben bereits enormes geleistet, drei Kinder groß gezogen, stehst toll im Leben, so viel hast du alleine geschafft, ein Haus gekauft, bist beruflich enorm erfolgreich, ehrgeizig und zielstrebig. Aber du wirst in einem Jahr nicht mehr in dieser Firma arbeiten. Auch wenn dir das im Moment absurd vorkommt. Ich weiß. […] Das ist die eine Seite deines Lebens, ich bin unglaublich stolz auf dich, es ist Wahnsinn, wie du das alles im Griff hast. Ich bewundere dich sehr dafür, und ich weiß, ich muss oder möchte noch viel von dir lernen. ABER, wie gesagt, das ist nur die eine Seite deines Lebens. Dein wahres Leben beginnt erst jetzt, du weißt es nur noch nicht. Lass mich dir dabei helfen, so muss es sein. Und wehre dich nicht dagegen! Ich bin anders als andere, ich habe eine besondere Gabe, doch ich muss erst lernen, richtig damit umzugehen und deshalb sind wir zwei füreinander bestimmt. Ich brauche dich, glaub mir, und ich werde dir noch sehr viel beibringen, ich werde enorm in dich investieren, und ich werde noch sehr viel von dir lernen müssen und wollen. Denn gemeinsam werden wir einzigartig und unschlagbar sein. Durch unser zukünftiges gemeinsames Auftreten könnten wir vorzeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Auf die Liebe. Und deshalb müssen wir sehr behutsam mit uns umgehen und SO lange NUR mit unseren Gefühlen kommunizieren, bis wir beide nach langer Zeit gelernt haben, auch gegenseitig die richtigen Worte füreinander und untereinander gefunden zu haben. Weil wir ja sowieso dasselbe meinen, das weiß ich. Aber wir verstehen die Worte des anderen völlig falsch und würden uns dadurch furchtbar weh tun und wir würden uns unsere einzigartige Einzigartigkeit zerstören. Das aber darf NIE passieren! Weißt du, ich bin einzigartig. Und du bist einzigartig. Und damit beende ich unser langes Telefongespräch und meine Wiederholungen, entschuldige, für heute zumindest ….“.
Wer bist Du? Was redest Du da??? Bist Du verrückt?
Wobei willst Du mir helfen? Ich brauch ja gar keine Hilfe. Und ich will auch KEINE!!! Welche Gabe hast DU? Hiiiiiiilfe. Mein wahres Leben beginnt erst jetzt??? Vier Gesichter??? Warum nennst Du mich eine Königin? Schmeichelhaft, ich bin aber keine! Bist Du doch verrückt??? Hiiiiiilfe!!! Muss nachdenken!
Mitternacht ist vorüber. Ich denke immer noch nach... Ich glaube, mir wird etwas klar. Ich war ja so was von völlig auf dem Holzweg. Vielleicht kann ich es für mich in Worte fassen ….. Schuppen fallen von meinen Augen: Ich bin es gewohnt, dass ich dort, wo ich auftrete, erscheine, wenn ich den Raum betrete, Aufsehen errege. Immer und überall. Seit ich denken kann, war das so, habe ich das immer schon so verspürt. Mein Vater hat immer zu mir gesagt: „Du bist etwas ganz Besonderes“. Im Nachhinein betrachtet, habe ich mir deshalb diesen meinen Vater ausgesucht oder wurde ich deshalb zu ihm hingeschickt, hineingeboren, zur Vorbereitung - um mein Rückgrat (….. die numerologische „9“) stärken zu lassen? Um die Fähigkeit zu erlangen, irgendwann einmal unegoistisch zu lieben, ….. weil eh schon so viel Liebe von meinem Vater erhalten? Im Übermaß ….Ich dachte immer, dass das halt so ist zwischen Vater und Tochter. Bin erst in späteren Jahren dahinter gekommen, dass das so nicht üblich ist ….
Eine Suggestion, die Wirklichkeit geworden ist in Bezug darauf, etwas Besonderes zu sein? Die aber in späteren Jahren mit Füßen getreten worden ist - oder besser, so sehe ich das jetzt: die ich aber in späteren Jahren mit Füßen hab treten lassen? Aber! ……… Und jetzt kommt´s: Auf einmal betrete ich den Raum und werde NUR mehr als Deine Begleiterscheinung, als Schatten, wahrgenommen. Zweitranging. Nein, wieder falsch, das Erscheinungsbild ist jetzt vollkommen?
….. Wie kommt mir dieser Gedanke? Habe ich in der Vergangenheit versucht, als Mann und Frau in einer Person aufzutreten? Darf ich endlich den männlichen Part abtreten an jemanden, an den einzigen, dem dieser Platz, dieses Podest zusteht? Darf ich endlich NUR die Frau - das weibliche - sein, kann ich nun getrost, voller Vertrauen meine männlichen Attribute, meine männliche Verantwortung, meine männliche Stärke an die besten Hände abtreten, voller Urvertrauen?
Oh, ja, so ist es. So fühlt es sich zumindest richtig an, obwohl ich gar nichts von dem, was ich da schreibe, verstehe, gar nichts! - nur fühle - intuitiv. Fühle mich, als wäre ich lediglich dazu da, meine Finger der Tastatur zu überlassen und erfahre dadurch meine Wahrheit.
Welche Sehnsucht, welcher Stein fällt von meinem gekränkten, einsamen Herzen. Ich bin nicht mehr allein, nicht mehr einsam.
Meine ewig in mir schlummernde Sehnsucht - nicht manifestierbare, nicht in Worte zu fassende Sehnsucht - das mich ewig begleitende, unerklärliche, mir die Luft nehmende Druckgefühl am Herzen, in der Seele, hat sich aufgelöst. Auf einmal.
Nachdem ich endlich aufgehört habe, mich gegen Ihn zu wehren, gegen dieses mir fremde, fast beängstigende Gefühl (was ist das um Gottes Willen?).
Fürchte dich nicht davor, dich endlich zu öffnen. Ihm - dem Seelenpartner. - ? - Dem du in diesem deinem Leben wirklich nicht mehr erhofft hattest, zu begegnen …… eine verrückte Illusion - Ihm gegenüber nicht zu verheimlichen, wer ich wirklich bin, scheiße …... der es ja sowieso weiß. Der jede Schauspielerei mit einem wissenden, arroganten, süffisanten Lächeln abtut. ABER Hilfe! ...... Denn, wenn ich mich öffne, zeige, wer ich wirklich bin, laufe ich Gefahr, tödlich verletzt zu werden. Nun denn, ich werde dieses Risiko eingehen. Denn es ist kein Risiko, es ist DAS Geschenk (verstehe in Wirklichkeit nihihicht, was ich da schreibe). Und wir werden das, was da zu entstehen beginnt, wie den kostbarsten Schatz hüten, hegen und pflegen und wachsen lassen und niemandem und nichts werden wir von außen eine Angriffsfläche bieten. Wir werden bei Bedarf ganz, ganz eng zusammenrücken, damit wir eine gemeinsame glatte Oberfläche bilden können, an der alle abprallen, alles abrutschen wird.
„Das Paar“, so haben wir es schon gelebt, so werden wir es wieder leben (wir werden uns immer mehr daran erinnern können).
Voll Demut werde ich in Deinem Schatten gehen. Wenn Du aber manchmal Ruhe benötigst, werden wir die Plätze tauschen (Was schreib ich da?). Auch Frau Femina darf mal schwach sein und sich bei Herrn Maskulin anlehnen. Gegenseitiges Nähren und Stärken und Wachsen. Und glücklich sein. Es wird mir eine Ehre sein. Ich bin Deine starke Frau, wenn Du einmal schwach sein solltest.
….. Es ist unglaublich, wie Du die Menschen, die Seelen anziehst. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, bereits mehrmals miterlebt, ich hätte es Dir und niemandem glauben können. Du bist wie ein Magnet - unglaublich. Es ist UNGLAUBLICH, wirklich. Die Menschen wünschen sich Deine Aufmerksamkeit und Nähe. Von der Greisin über das Kleinkind bis zum Hund. Welch eine Gabe. Ich werde lernen müssen, meine Person in den Hintergrund zu stellen und mit dem wissenden Lächeln Dir den Überblick bewahren. Mit Demut und Freude werde ich an Deiner Seite auf unserem gemeinsamen, vorgezeichneten Weg wandeln.
Aber ich bitte Dich auch, ich flehe Dich an, lass mir ab und zu meine eigene kleine Nische, in der ich „ich“ sein darf, als einzelner Mensch, ab und zu auch wertvoll ohne Dich. Vergiss das bitte nie.
Und ich verspreche Dir, Deinen eigenen „Ichraum“ auch niemals zu betreten.
Bitte sei gnädig und geduldig mit mir, ich hinke hinter Dir nach, ich muss das alles ein wenig einwirken lassen, mich ganz neu orientieren. Vielleicht brauche ich nur drei Monate dafür, vielleicht aber auch drei Jahre, oder, wie Du sagst, sogar zehn. Ich weiß es nicht. Eigentlich weiß ich überhaupt gar nichts mehr.
Bin so müde ….. drei Stunden schreiben, bin das nicht gewohnt, bin erschöpft. Und unglaublich verwirrt.
Ich liebe Dich, das darf ich Dir aber nicht sagen, mein Gefühl (meine Intuition) sagt mir, dann verjag ich Dich wie ein scheues Reh.
Hab das Gefühl, dass es bei dieser Geschichte nicht um mich geht, sondern darum, den Weg für Deine Lebensaufgabe (oder unsere? Oder doch auch meine?) vorzubereiten.
Kann jetzt nicht mehr denken. Und bin verwirrter denn je. Obwohl ich in Worte fassen wollte, um zu verstehen. Hat nicht funktioniert. Bin erschöpft. Und müde. Und sehr verwirrt.
Wer bin eigentlich ich? Und wer bist Du?
Mai 2011 – Zum zweiten Mal seit wir uns kennen, greife ich erneut zur Tastatur. Alle sechs Monate. Das wird ein spärliches Tagebuch. Aber so wie beim ersten Mal brauche ich für mich Klarheit. Bevor ich beginne, muss ich aber fairerweise festhalten, wie schön, schön, schön die letzten sechs Monate mit Dir waren. Atemberaubend schön. Aber auch turbulent.
Und sooo schön! Du bist UNGLAUBLICH. Und ich bin sehr verliebt.
Du sprichst zu mir: „[…] Und ich halte es nicht mehr aus, dass du nicht das sagst, was du denkst oder fühlst. Wie soll ich denn wissen, was du denkst oder fühlst, wenn du immer das falsche sagst? Wenn du nie sagst, was du denkst oder fühlst, sondern immer den Mund offen hast, ohne nachzudenken? Wie soll ich jemanden verstehen, der nicht wirklich mit mir redet? Wie kann ich mit jemandem leben, der mich nicht versteht? Worte können unglaublich verletzen….. “ sagst Du.
Wie recht Du hast, unglaublich recht. Mir wird übel, ich sage nie, was ich denke!
Vielleicht seit gestern. Vielleicht. Ja, Du hast völlig recht. Aber ich weiß auch, dass das outen unglaubliche Wunden hinterlassen kann. Das ist mein Muster aus meiner Vergangenheit. Sich nie jemandem offenbaren! Denn ich weiß es aus Erfahrung, dass man dann nur verletzt wird. Immer schön verdeckt bleiben! Das hat sich hinein gebrannt – ich möchte nicht mehr als „burschikos-belesene - die, die im Vorleben mal eine Inka oder Maya oder vielleicht sogar ein Stein war, ha, ha - die, die die Bäume fühlt ….. lächerlich gemacht werden. Ich weiß, wer ich bin, oder ich weiß es nicht bewusst, aber ich bin ich.
…. Schmerzhaft - aber befreiend, die Augen öffnend waren Deine Worte, Deine Blitze schlagenden Augen mit Donnergrollenwortenbegleitung für mich.
Ich hab jetzt aber nicht mehr die Möglichkeit, DAS in meinem Leben mit dieser Erkenntnis mit Dir zu leben: Die Wahrheit zu sagen, dem ersten Menschen, dem ich mich völlig anvertrauen könnte. Die Chance, es Dir vorzuleben, verbietest Du mir nun. Ich bin unglaublich traurig, das ist nicht fair!
DerSchmerzdieTrauersitzentiefmiristübelichbinunglücklichdasHerztobtdieKniesindweichdieAugentränenderMagenziehtsich … zusammenderKopfbrummt - Gefühle.
Die Erleichterung (überraschend) ist aber auch da. Ich bin nun wieder Herr (Frau) über mein Leben. Ich kann mein Leben auch endlich wieder allein genießen. Ich hab vergessen, was ich mir ganz fest vorgenommen hatte: Dass mein Lebensglück NIE wieder von einem Mann abhängen soll. Wie konnte ich nur!!!
Im Moment bin ich dankbar, dafür, dass Du mich zurückgewiesen hast, nicht mehr mein Freund sein willst. Bin zwiegespalten - klassisch ambivalent.
Was ist das eigentlich - EIN FREUND? Der Mann, der mit der Frau ins Bett geht? Der Kumpel? - nüchterne, böse Gedanken - das Hirn schaltet sich ein.
Ich sitze an der Westseite meines Hauses (das der Bausparkasse, sagst Du, ha, ha, NICHT deines!), auf der alten, frisch gestrichenen Gartenbank (inspiriert durch Dich - danke) in der letzten Maiabendsonne. Ich spüre die Sonnenstrahlen, die innere Ruhe, das EINSSEIN mit allem, die Harmonie mit mir selbst. Dieses Glücksgefühl war schon lange weg. Ich höre die Vögel zwitschern – wieder; nimm die Wiese mit den Blumen wahr – wieder; höre Dominique und Elias im Haus Schlagzeug spielen – wieder; spüre meine Fingerkuppen, die vom trommeln „wurln“ wie ein Ameisenhaufen - wieder; rieche die Pfingstrosen, die in voller Pracht stehen - wieder. Wann hab ich das alles zum letzten Mal wahrgenommen?
Ich weiß, wenn ich mich heute alleine ins Bett lege, werde ich glücklich sein und mich auf morgen freuen. Auf mein altes, ruhiges Leben. Ich DANKE DIR - heute. Vielleicht bin ich morgen wie am Boden zerstört.
Ich weiß nicht, ob Du diese Ent-Scheidung getroffen hast, damit ich wieder zu mir selbst finde, aber ich danke Dir - für vieles, aber nicht alles. Ob Du diese Entscheidung getroffen hast, weil Du Angst hast? Hast Du diese Trennung getroffen, weil Du durch mich unglücklich bist? Oder weil ich nicht in Deinen Plan hineinpasse? Oder ist diese Entscheidung gefallen, weil es Dir nicht gefällt, dass man sich so nahe kommen kann? Oder weil Du von Dir selbst erschüttert bist? Weil Du immer wieder die Grenze überschreitest? Oder weil Du Angst vor der Liebe hast, was auch immer das heißen mag …. Oder sind die Gründe Deiner Entscheidung wirklich meine Worte, die nie dem entsprechen, was ich tatsächlich denke oder fühle? Oder weil Du endlich eingesehen hast, dass es nicht gut gehen kann, sich so in das Leben eines anderen Menschen einzumischen? Respekt heißt, dem Gegenüber seine eigene Freiheit zu lassen. Oder? Viel zu viele „Oder“.
Du fragst mich nach meinem Lebensziel! Pah!!! Wie kann ich da eine Antwort geben, mich völlig offenbaren! Das ist das Intimste überhaupt! Ich muss mich schützen, ich habe Angst, zum x-ten Mal verletzt, lächerlich gemacht zu werden. Du belächelst ja auch meine Ansichten, verletzt mich unglaublich, verurteilst mein Leben, anscheinend hab ich ja alles falsch gemacht. Und tu es immer noch. Ich verstehe nichts, bin nicht lernfähig, kann nicht zuhören, versteh Dich nicht usw. usw.
Ich hab es aber verdient, wie ein gleichwertiger Partner behandelt zu werden – auf gleicher Ebene. Nein, nicht ganz, der König sitzt ein wenig höher, das ist ganz, ganz wichtig. Aber der König darf nicht IMMER maßregeln, auch er darf ab und zu auf jemanden hören, wirklich zuhören.
Ich hab meine Vergangenheit, Du die Deine. Die Kombination aus beiden Erfahrungen könnte eine unglaubliche Symbiose ergeben. Wir könnten uns gegenseitig auf den Thron heben. Nicht aber, wenn man Angst davor hat, dass dies Endgültigkeit bedeutet, unglaubliche Verantwortung einem anderen Lebewesen, einer anderen Seele gegenüber. Beängstigend. Ja. Es schleicht sich auch der Gedanke, die Ahnung ein, dass diese enorme Verantwortung einen manchmal niederdrücken könnte.
Wenn man einen Hund hat, dann hat dieser Vertrauen, er weiß, egal, was passiert, man wird für ihn da sein. Wenn er krank ist, wird man ihn pflegen, wenn er Hunger oder Durst hat, wird man seine Bedürfnisse stillen. Man wird ihn streicheln, manchmal wird man ihn tadeln. Er wird einem bis zum Tod treu sein. Er wird sich nachts zu dir legen. Er wird dir deine Füße wärmen, wenn dich friert. Er wird traurig sein, wenn du ihn eine Zeitlang bei jemandem unterbringst, um vielleicht auf Reisen zu gehen oder einen Ausflug zu machen. Weil du weißt: es geht ihm besser, wenn er bei manchen Dingen nicht dabei ist. Also: Du übernimmst für ihn die Verantwortung, du triffst eine Entscheidung allein, obwohl sie zwei Lebewesen betrifft. Er wird spüren, wenn es dir nicht gut geht und er wird sich OHNE WORTE zu dir legen. Wenn du böse auf ihn bist, wird er den Schwanz einziehen und sich außerhalb deiner Sichtweite irgendwo verkriechen in dem Vertrauen, dass du ihn wieder zu dir rufen wirst. Demut? Treue? Du bist vielleicht manchmal traurig oder einsam oder unsicher. Er wird dir Gesellschaft leisten. Dir seine Liebe spüren lassen, seine bedingungslose Treue. Du hast jemanden, um den du dich kümmern darfst, du bist für ihn das wichtigste. Ich nenne dies Urvertrauen.
WIR aber können frei wählen, wir sind uns nicht gegenseitig ausgeliefert, wir sind durchaus alleine lebensfähig. Aber wir könnten uns aus freien Stücken für Urvertrauen entscheiden. Das macht enorm verletzlich. Man gibt jemandem die Chance, sich verletzen zu lassen – freiwillig!
Ich sehe gerade ein Bild vor mir / heute hab ich es mit den Fabeln, ha, ha: Eine Schildkröte liegt am Rücken auf ihrem Sicherheitspanzer - den sie im Laufe ihrer Jahrzehnte mühselig vergrößert und gehärtet hat - und der sensible, leicht verletzbare, weiche Bauch wird für alle eine leichte Beute sein. Wenn aber zwei Schildkröten aufeinander aufpassen, sich gegenseitig beschützen …. Wenn eine am Rücken liegt, dann wird die andere sie auf den Bauch drehen, oder auf sie raufkrabbeln und somit entsteht ein Rundumpanzer. Und wenn dann der Feind kommt, gibt das unglaublichen Schutz vor der Außenwelt, und Vertrauen dem Partner gegenüber. Wie ein Gelübde.
Vielleicht aber geht die Schildkröte jeden Tag einmal oder jede Woche oder jeden Monat allein auf Entdeckungsreise, auf die Suche nach eigenen Eindrücken, auf die Suche nach sich selbst. Sucht sich einfach nur einen Platz, der nur für sie bestimmt ist. Wenn ich jetzt sarkastisch sein will - und der Sarkasmus schleicht sich gerade in mein Skorpionhirn - dann würde ich ihn auf den Namen „Götz von Berlichingen-Platz“ taufen ….. Wo niemand sonst etwas verloren hat. Und stell dir vor! Die andere Schildkröte fragt nicht: Was hast du gemacht? Wo warst du? Und mit wem warst du wo? Wie hast du das gemacht? Wann kommst du wieder? …
Die Grenze, der Respekt vor dem anderen. Irgendwo trifft man sich dann wieder. Dein Platz, mein Platz, unser Platz.
Ein Lebensziel kann es sein, in diesem Leben so viel als möglich zu lernen, um im nächsten schon einen gewaltigen Vorsprung zu haben. Vielleicht eine bessere Poolposition, vielleicht weniger Stolpersteine, vielleicht kann man die Weisheit dieses Lebens mitnehmen. Vielleicht besteht der Sinn darin, immer höher zu steigen.
Ganz bestimmt erreicht man dieses Ziel aber NICHT dadurch, sich nur um sich selbst zu kümmern, sich nur mit seiner eigenen Person zu beschäftigen, als Priorität nur das eigene Glück zu verfolgen. Es ist schon richtig, dass man andere nur dann glücklich machen kann, wenn man selbst glücklich ist. Bla, bla, bla. Es ist bestimmt auch richtig, dass man nur dann lieben kann, wenn man sich selbst liebt.
Es ist ein leichtes, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, um seinen persönlichen Ego-Weg zu finden und zu erfüllen. Es ist manchmal KEIN leichtes, nicht auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, weil ein anderes Lebewesen, ein anderer Mensch oder mehrere von dir abhängig sind und würdest du egoistisch - ICH-bezogen - handeln, würdest du anderen Schaden zufügen.
Man kann das „Sich - Selbst - Zurückstellen“ als Tugend oder auch als Dummheit bezeichnen. Wer hat das Recht, zu urteilen? DU?
Natürlich kannst Du Dich fragen: Warum war ich so krank, warum musste das ausgerechnet MIR widerfahren? Warum hat man mich so im Stich gelassen, wo man mich doch angeblich so geliebt hat? Warum hat man mich so enttäuscht, ist mir so in den Rücken gefallen? Das aber ist Deine Geschichte, Deine Vergangenheit!
Und dies ist unsere Geschichte, unsere Vergangenheit:
Wir können uns fragen: WER hat zum ersten Mal wen verletzt?
Wir können uns fragen: WAS haben wir falsch gemacht?
Wir können fragen: WIE hätten wir es anders machen können?
Wir können uns fragen: WANN ist der erste Fehler passiert?
Wir können uns fragen: WO sind wir vom Weg abgekommen?
Wir können uns fragen: WARUM haben wir das Falsche getan?
Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern, sehr wohl aber prägend, nun aber nicht mehr relevant. Aber ja, sie hinterlässt Spuren.
ICH frage mich, WER soll mich umgeben?
ICH frage mich, WAS ist mein Lebensziel?
ICH frage mich, WIE kann ich es erreichen?
ICH frage mich, WANN beginne ich damit?
ICH frage mich, WO möchte ich hingehören?
ICH frage mich, WARUM ist mir wer/was wichtig?
Ist die Zukunft relevant?
Während wir über die Vergangenheit redeten, wurde die Gegenwart zur Zukunft. Ich will jetzt in der Gegenwart und später in der Zukunft (die ja dann auch wieder Gegenwart ist) glücklich sein. Und ich könnte tausend Sprüche „klopfen“. Dafür ist jetzt keine Zeit mehr. Ich werd jetzt Schritt für Schritt umsetzen. Step by step.
Ich möchte am Ende meines Lebens mit dem Wissen, geliebt zu haben, geliebt worden zu sein, etwas bewegt, etwas bewirkt zu haben, geholfen zu haben, glücklich gewesen zu sein, gut gelebt zu haben und richtig, ins neue Leben hinübergehen.
Ich hatte schon lange ein Ziel: Ohne Partner glücklich zu sein. Das war ich auch immer - für mich allein, nur hab ich mich immer unglücklich machen lassen, ich dumme Kuh! ... und ich hatte immer schon die Gewissheit, einen Seelenpartner in diesem Leben zu finden, aber ich war schon lange nicht mehr auf der Suche danach. Ich liebe die Einsamkeit, die Freiheit, die Unabhängigkeit. Ich brauche keine Bevormundung!
Aber ich genieße nun die Zweisamkeit (von der ich bereits abgeschworen hatte). Ich gebe gerne von meiner Freiheit, ich hab mich vertrauensselig in die Abhängigkeit begeben, ich genieße die Bevormundung (falsche Beschreibung, Ratschlag ist besser. Aber, phu, welch ein hartes Wort!) Noch mal: Ich genieße es, auf Deine Lebenserfahrungen zu hören und sie mir zu Herzen zu nehmen, da ich weiß, dass ich enorm daraus profitieren werde, wenn es auch manchmal unglaublich weh tut und verletzt, wohl, weil ich Dich immer noch falsch verstehe. Oder Du nicht die richtigen Worte für mich findest?! Aber ich fühle mich trotzdem dadurch noch wertvoller. Auch Du profitierst, vielleicht bist Du jetzt mehr von Dir selbst als von mir enttäuscht, weil Du nur so langsam mit mir „vorankommst“? Wenn ein Mensch so viel Zeit und Energie für jemanden aufwendet, kann man dafür aber nichts anderes als Dank (manchmal auch mit der Verwunderung: Warum beschäftigt er sich sooo intensiv mit mir?) empfinden. Was willst Du von mir? Welches Ziel verfolgst Du? Wo willst Du hin?
Aber alles hat eine Grenze!
Vielleicht liege ich auch falsch.
Vielleicht aber solltest Du das umgekehrt genauso mit Dank sehen. Vielleicht helfen wir uns gegenseitig. Vielleicht ist man gleich viel wert. Vielleicht wurde der eine zum anderen gesandt? Vielleicht bin ich wirklich nur Dein Schutzschild, Dein Panzer, Dein Rückgrat. Vielleicht öffnest Du mir die Augen? Vielleicht ergänzen wir uns. Vielleicht aber stehen wir uns gegenseitig nun im Weg, weil das wesentliche bereits erledigt ist.
Ich hab einen Mann kennen gelernt, von dem ich mir niemals erträumt hätte, dass es ihn wirklich gibt. Unglaublich begabt, weise, wissend, voll an Gefühlen, mächtig, nicht einordenbar, ein Denker, ein Analytiker, ein „I am from Europe“, wer´s glaubt - eine Kombination aus Schönheit in Körper, Geist und Seele. Ein unglaublich schöner Mann, der fühlen kann und sehen und denken und hören. Aber in erster Linie denken und hören! Vielleicht solltest Du das Denken vorzugsweise mehr ins Fühlen umsetzen, vielleicht ich das Fühlen mehr ins Denken.
Du hast durch mich in den letzten sechs Monaten wieder zu fühlen gelernt, sagst Du. Na, das ist ja immerhin einiges wert. Bitte nicht vergessen, auch mal danke zu sagen. Da pfeif ich doch auf ein Leben, wenn ich zwar alles checke, es aber nicht erleben (= fühlen) kann. Ich pfeif ja mittlerweile auch auf ein Leben, in dem ich zwar alles fühle, es aber nicht in die richtigen Laden einordne, die ja angeblich alle offen stehen und Kraut und Rüben darin durcheinander liegen, ha. Und immer, wenn ich was brauch, die falsche Lade viel zu schnell durchwühle, ha, ha.
Ich will nicht schwermütig durchs Leben gehen, sondern voll Freude, Glück, Zufriedenheit und Humor und mit einer Leichtigkeit. Ich will lachen und fühlen und glücklich sein und ein Ziel verfolgen, wenn möglich zu zweit - ach ja - und DENKEN und clever sein. Zu meinem Wohl und zum Wohle meiner Mitmenschen. Und überlegen, bevor ich spreche, und wenn ich etwas sage, dann die Wahrheit – zumindest Dir gegenüber, hab ich Dir versprochen.
Meide Menschen und Dinge, die dir nicht gut tun, denke ich mir seit Jahren immer und immer und immer wieder. Wann tu ich es endlich?
Und auf keinen Fall soll es Dir durch mich nicht gut gehen. Das kann ich mir nicht verzeihen. Ich möchte Dich nie wieder so wie gestern leiden sehen. Weil ich die Ursache war. Aber ich will auch nie wieder durch Dich leiden müssen! Das haben wir beide nicht verdient. Weißt Du, Du bist einzigartig, die Wahrscheinlichkeit, noch einmal einen Menschen wie Dich kennen zu lernen ist so groß, wie zweimal einen Lottosechser zu erzielen.
Ich bin gerufen worden, um Dir etwas beizubringen
keiner hat gefragt, ob ich die Kraft dazu hab
Du bist gerufen worden, um mir etwas beizubringen
keiner hat gefragt, ob das zu Deinem Plan passt
Ich geh nun meinen Weg mit dem
was ich von Dir gelernt habe
alleine weiter
Du gehst nun Deinen Weg mit dem
was Du von mir gelernt hast
alleine weiter
Oder wir gehen unseren Weg mit dem
das wir gegenseitig gelernt haben
gemeinsam weiter
Und lernen dazu. Und stärken uns
Aber ich weiß gar nichts und alles
Ich schreibe Dir eine e-mail: Ich könnte, wenn ich wollte,... so weiterleben wie bisher.
Du: Ich kann und will aber nicht ...
Ich: Du fehlst, und ich freu mich darüber, auch wenn´s ein wenig weh tut. Ich sitze allein auf meiner Terrasse und Du wahrscheinlich auch. Aber ich rede erst wieder ernsthafte Dinge mit Dir, wenn der ach so liebe Vollmond abgeklungen ist. Und danke - nicht nur für die Musik - ich werde mein Versprechen bzgl. meiner Wortwahl halten. Ist für mich ein Gelübde.
24. Mai 2011 - Ich: Hallo! Ich hätte, wenn Du Zeit hast und es Dich freut, heute von 13 bis 15 Uhr 30 Zeit. Komm da mit einigen Dingen nicht auf die Reihe.
Du: „Hallo! Hab erst jetzt deine Nachricht gelesen. Kannst gerne vorbei kommen“.
…..… Und ich war bei Dir. Es war kein schöner Nachmittag. Nein. Und ich will auch nicht darüber berichten ……..
Ich schreibe Dir am nächsten Tag eine e-mail: Lach mich bitte nicht aus. Es tut mir so leid, so weh, wenn Du traurig bist. Bitte verzeih mir, ich wusste es nicht besser. Meine Wahrheit ist so tief verschüttet, dass ich sie zwar immer bei mir trage, aber fast nie ans Tageslicht lasse. Verzeih mir bitte, ich bitte Dich aus ganzem Herzen. Ich spüre Deine Trauer so sehr.
…. Es hat nichts genützt, mir meine langen Haare schneiden zu lassen, ich dachte, dann kann und brauche ich ja niemandem die Füße zu trocknen. Ich dachte, HERR, LASS DEN KELCH AN MIR VORÜBER ZIEHEN. Jetzt bettle ich darum, ihn nicht vorüberziehen zu lassen. Manchmal begreift man fast zu spät. Hoffentlich nicht zu spät.
Der Abschied -25. Mai 2011: Du sendest mir eine e-mail:
„Gedanken niederschreiben liegt dir besser als reden ……. Pass auf Dich auf – Danke“
Ich schreibe zurück:
Ich bin nicht Deine Sonne
Ich bin nicht Dein Mond
Ich bin nicht Deine Sterne
Ich bin Deine Erde.
Ohne Erde ist gar nichts.
Will mit Dir den Sommer genießen
mit Dir das Leben leben
mit Dir ein Lagerfeuer entfachen
ans Meer
in die Berge
die Welt sehen
in fremde Kulturen eintauchen
beobachten, wie der Melonenkern sich teilt und wächst
will mit Dir die Karotten ernten
mit Dir den ersten Salat kosten
Dir helfen, Deinen eigenen Weg zu finden
Dich dabei unterstützen
Dir Rückendeckung geben
Dich streicheln
Dich spüren
will, dass Du spürst, dass ich immer für Dich da sein werde
will, dass Du spürst, dass ich Dein Fels in der Brandung bin
will, dass Du spürst, dass ich Dein Petrus bin
will, dass Du mir blind vertrauen kannst
Will, dass Du endlich begreifst
dass die Liebe das Wichtigste ist
dass Du die Liebe endlich zulässt
dass Du begreifst
dass in der Liebe das Hirn
an zweiter Stelle steht
an erster steht das Herz
So, wie Du mich gelehrt hast
bei Dir die Wahrheit zu sagen
und ansonsten Schau zu spielen:
Bei Dir liebe ich
bei der Arbeit denke ich
Ich bringe dem Auserwählten das Lieben bei
Ich lehre Dich die Liebe. LASS SIE ZU
Das ist meine Berufung
Du bringst dem Liebesengel das Denken bei:
Du lehrst mich das Denken
Das ist Deine Berufung
ICH WERDE MICH DARAN HALTEN
Du hast aber auch gesagt, mit Worten werden wir es gemeinsam nicht schaffen (weil ich das nicht kann, ha) nur mit dem Gefühl. Nur dies sei unsere persönliche Kommunikation, weil wir uns gegenseitig so sehr spüren. Das genügt …… Du hast mich aber am Samstag gelehrt, dass ich auch das mit den Worten lernen muss, sonst verliere ich Dich. Das will ich NICHT!!!
Ich würde Dir jetzt gerne beweisen - vorleben - dass ich das auch mit den Worten kann, seit Sonntag habe ich es kapiert. Gib uns eine Chance! Wenn etwas Beständigkeit haben soll und Wert und Qualität, ist das kein kurzer Weg und auch kein leichter. Es genügt ja einmal pro Woche, oder so ….. Es genügt ja die Gewissheit, dass wir für uns da sind. Besser einmal mit Qualität und Achtung und Wertschätzung und Ehre und Respekt, als viermal mit Selbstverständlichkeit, das wäre Alltag. SO würde ich gerne mit Dir leben - mit Abstand und Freiheit - lass mir mein Leben! BITTE, ich flehe Dich an!!! Komm mir nicht zu nahe! Oder lass mir zumindest Zeit. Ich lass Dir auch Dein Leben und komm Dir nicht zu nahe.
Jeder braucht seinen eigenen, ganz persönlichen Radius. Ich möchte mit Hirn und Erwachsensein und Weisheit und Herz lieben. Gemeinsam mit Dir. Und mit Abstand.
WIR KÖNNEN, WENN WIR WOLLEN, SO LEBEN!
Und dies ist meine Lebensaufgabe, MEIN LEBENSZIEL:
Mein Lebenssinn - meine Lebensbestimmung - liegt vielleicht darin, im Hintergrund für jemanden da zu sein, diesen jemand zu stärken. Ich wurde nicht gefragt! Man hat mir aber auch NICHT gesagt, dass dieser JEMAND erst von mir überzeugt werden muss, damit ich meine Lebensaufgabe erfüllen kann und in erster Linie ER an seine Lebensaufgabe herankommt, sie sieht und ausführen kann. Ich war mir bis Samstag nicht ganz sicher, aber dieser JEMAND bist DU.
Meine Vergangenheit war dazu da, mich darauf vorzubereiten, zu lernen, mich zurück zu stellen, meine Person nicht so wichtig zu nehmen, denn sonst könnte ich nun nicht die Kraft aufwenden, die dazu nötig ist. Und rüge mich nicht dafür, dass ich manchmal so selbstlos bin, Du wirst daraus profitieren, glaub mir. Rüge mich nicht dafür, dass ich manchmal so egoistisch bin, Du wirst auch daraus profitieren, glaub mir.
Aber lass mir bitte, bitte ein kleines eigenes Leben und drück mich bitte manchmal und lieb mich bitte manchmal. Ich werde immer für Dich da sein.
Jetzt habe ich Dir meine ganze Wahrheit dargelegt. Die Schildkröte liegt am Rücken.
Ich will mit Hirn lieben,
Du hast es verdient
Ich liebe Dich
Ich will Dich lieben
Ich will mit Dir lachen
Ich will mit Dir lieben
Ich will mit Dir lernen
Ich will mit Dir leben
Am 27. Mai – übermorgen - ist es ein Jahr her, da wurde mir das Leben ein drittes Mal geschenkt. Jetzt wird es Zeit, etwas daraus zu machen ..... Ich hätte diesen Geburtstag gerne mit Dir gefeiert. DU bist der einzige, der versteht, was ich meine. Ich danke Dir – Noja
Ich habe sooo viele Stunden gebangt und gehofft. Und gebetet. Und auf Deine Antwort gewartet. Und bin im Kreis gelaufen. Mit Schweißausbrüchen und 200 Blutdruck. Und Nägelabdrücken in den Handinnenflächen. Und dann kam sie!!!! Deine Antwort:
Also dann bis morgen - Bussi - Freu mich auf dich! - Oliver
Ja, ja, ja!!!!! Mein Herz war mir in die Hose gerutscht. Aber wie!
Vor soooooooo großer Freude! Acht Seiten von mir und …….. neun Worte von Dir.
29. Mai 2011 - Wir haben uns versöhnt. Das hat uns beide sehr, sehr glücklich gemacht. Ich hatte riesiges Herzklopfen auf dem Weg zu Dir. Wie sehr ich sie spüre, Deine Liebe zu mir. Wir müssen noch viel lernen und unser verdammtes Ego wegschicken.
Ich kenne keinen Menschen, der so lebt wie Du. So ganz anders als alles, das ich bis dato kennen gelernt habe. Bei Dir dirigiert nicht die Arbeit den Tagesablauf. Wenn es Dich freut, machst Du Dir ganz einfach am Abend alleine ein Lagerfeuer oder baust Dir eine Schamanenschwitzhütte und saunierst darin. Oder Du nimmst Deinen Hund und einen Schlafsack und gehst um Mitternacht zum See runter, schwimmst ein paar Runden und verbringst die Nacht im Freien. Oder Du setzt Marcinho - Deinen süßen, kleinen, weißen Hund - in Deinen berühmten, Aufsehen erregenden roten Designer-Rucksack, schwingst Dich aufs Fahrrad und fährst eine Stunde der Donau entlang und gehst in das Cafe, in dem wir unser erstes gemeinsames Frühstück eingenommen haben. Einfach so. Mitten unter der Woche. Ich hab jedes Mal, wenn ich zu Dir fahre, das Gefühl, einen Urlaub anzutreten. Du gehst zu Bett, wann es Dich freut. Du stehst morgens auf, wenn Dein Körper genug Schlaf genossen hat. Du hast Deiner früheren 100-Stunden-Arbeitswoche den Rücken gekehrt. Und alle Kontakte abgebrochen. Dich zur Gänze zurückgezogen und über ein Jahr nach Deinem ganz persönlichen Lebensstil gesucht. Und gefunden, wie mir scheint.
Wenn ich um zehn Uhr abends oder später nach einem Termin oder einer Firmenschulung zu Dir komme, hast Du bereits das Badewasser vorbereitet. Dir ist nichts zu spät oder zu dumm. Am Wannenrand stehen Kerzen und zwei Gläser Wein für uns bereit. Wie schön. Wie romantisch und aufmerksam Du bist. Und dann kochen wir uns etwas Ausgefallenes, oder Du hast bereits einen Festschmaus vorbereitet, und dann dinieren wir am Boden sitzend vorm knisternden Kamin. Wieder mit Kerzen und immer mit der besten Musik, die ich je in meinem Leben gehört habe. Nie vergesse ich die Lieder unserer ersten gemeinsamen Nacht. Unglaublich bist Du. Du hast niemals Stress mit irgendwelchen Terminen oder Menschen. Bist immer souverän und ruhig. Bist immer chillig unterwegs. Und genießt auf beinahe unverschämte Art und Wiese das Leben. Niemals ist mir ein Mann begegnet, der so schön, so spirituell ist und sich so anmutig bewegt. Und eine derartige Beobachtungsgabe und Analysefähigkeit hat. Du lässt Dich in kein Schema drücken. Nicht mehr. Du bist mit Dir alleine sehr glücklich. Wirklich. Man spürt es. Und wenn Du arbeitest, dann wirkt es, als gingest Du einem Hobby nach. Mit Freude.
Als Du heute vom Bett aufgestanden, Dir ein Badetuch um die Hüften geschlungen hast und zur Küche gegangen bist, habe ich Dir nachgesehen. Nachsehen müssen! Hab ich so etwas Schönes schon jemals vor Deiner Zeit gesehen? Nein. Du bewegst Dich beinahe feminin, und Dein Körper steht dem von Achilles in nichts, aber auch gar nichts nach. Ich habe meinen Kopf in den Polster gedrückt und - genauso wie bei unserer ersten gemeinsamen Nacht - gemurmelt: Ich fasse es nicht. Ich fasse es nicht. Oh, Gott, wie schön. Ein Traum. Dieser Körper! Das ist ja alles unglaublich. Bin das wirklich ich, die da im Bett auf dieses Bild von einem Mann wartet? Bin ich verliebt? Und wie. - Ah! Und dann kamst Du wieder herein. Und erst Deine Augen, Deine Brustmuskeln. Deine gesamte Erscheinung! Ich kann nur zu gut verstehen, dass da sämtliche Frauen schwach werden. Der Gedankenblitz, warum ein solch gelungenes Werk der Schöpfung mit 40 Jahren aber noch frei ist, war natürlich auch da. Ich werde es herausfinden. Oh, ja! Mein Gefühl aber sagt mir, dass ich da ein ganz besonderes Kleinod gefunden habe. Wunderschön, stark und gleichzeitig sehr fragil. Sensibel und äußerst männlich. Ja, Du hast absolut andere Attribute als Deine Geschlechtsgenossen. So ganz andere. Zum Glück! Sogar beim Schreiben krieg ich gleich wieder weiche Knie. Mein König.
1.bis 9. Juni 2011
Habe noch so viel zu tun, um auf den richtigen Weg zu kommen, die Arbeit, das Haus, das Geld ….. Aber das sind diese weltlichen, westlichen Richtlinien. Hab noch so viel zu lernen, um in Würde an Deiner Seite gehen zu dürfen. Kann mich nicht (mehr) von Herzen mit Geld, Konsum und Arbeit assoziieren. Auch nicht mit einem Haus - aber mit einem Zuhause - ja.
Bin eh geduldig und tapfer und harre da der Dinge, mache gute Miene zum bösen (Schau-) Spiel. Meine Arbeit kotzt mich an! Der Kapitalismus kotzt mich an! Das „Was werden sich die anderen denken – Denken“ kotzt mich an!
In Wirklichkeit aber ……. Kann im Winter stundenlang am Fenster stehen und zusehen, wie der Schnee fällt …. bis ich ganz, ganz leicht werde und zu schweben beginne …. der Winter. Werde zum ungeborenen Kind, dass sich wohlig im geschützten Zuhause in der Wärme räckelt. Laufe in den Schnee hinaus und strecke ausgelassen meine Zunge heraus, richte mein Gesicht zum Himmel, um die einzelnen, kalten, luftigen Flocken zu spüren, die langsam auf meiner warmen Haut, meiner warmen Zunge zergehen.
Gehe morgens im Sommer in den Wald, um Beeren zu pflücken, suche Holz zusammen, um abends nicht zu frieren. Richte mir ein gemütliches Lager zum Hineinkuscheln, schlafe unter freiem Himmel, um Eins mit dem Universum zu sein, denke mich durch die Sterne hindurch. Schaue solange in das Feuer, bis ich selber zu einer Flamme werde. Wenn ich traurig bin, umarme ich einen Baum und spüre seine Energie und Liebe und das Alleseins.
Wenn die anderen über das miese Wetter schimpfen und Unterschlupf suchen, laufe ich barfuß über die nasse Wiese, freue mich über jedes Laubblatt, dass an meinen Fußsohlen kleben bleibt, laufe dem Regen entgegen, um jeden Tropfen noch intensiver in meinem Gesicht zu spüren. Finde eine Pfütze voll Schlamm und stelle mich begeistert mit beiden Füssen hinein. Genieße fasziniert das Gefühl, wenn dieses weiche, graue, samtige Etwas sich zwischen meinen Zehen den Weg nach oben bahnt. Juchhuh! Spüre, wie der warme Regen über meine Haare, über den Nacken mein Rückgrat entlang hinunterläuft und bekomme eine Gänsehaut und die Härchen auf meinen Unterarmen stellen sich auf.
Weit nach Mitternacht ….. Kann nicht schlafen, hab die ganze Zeit Dein Foto (Deinen Blick) von „auf der Couch - vor Deinem (unserem) Fest“ vor Augen.
Vor einigen Wochen hast Du mir Fotos von Dir von früher gezeigt. Ich habe mich so darüber gefreut, innerlich, hab es aber nicht gezeigt, werd ich Dir beim nächsten Mal sagen und Dir meine Freude zeigen, da wären die richtigen Worte angesagt, nicht wahr (Wahrheit)? Ein riesiger Vertrauensbeweis an mich. Danke! …..Und eines davon schiebt sich immer wieder in den Vordergrund, das, auf dem Du als Jugendlicher zu sehen bist. Dieser Blick! Diese unermesslich tiefe Trauer, dieser Schmerz, dieses hilflose Entsetzen, wie ein geprügelter Hund (verzeih), diese Einsamkeit - hab im Geheimen geweint. WIE KANN MAN JEMANDEN SO ALLEIN IN DER WELT STEHEN LASSEN? Gleichzeitig aber der Blick eines zu Tode erschreckten Rehs. Und doch blinzelt ganz weit hinten dieser … und ich lass mich noch immer nicht unterkriegen …. Blick hervor.
Ich sehe Parallelen zu einem Foto von 2011 und einem Foto von – ich weiß nicht - 1988?Bin schockiert ….
Man muss Ballast abwerfen ……... nein … verwerten, jawohl verWERTen. Nütze alles, was Du erlebt, durchgestanden, geMEISTERt, gelernt hast. Nütze Deine Ballaststeine, um einen einzigartigen Palast zu bauen. Kein Mensch, den ich kenne, hat sich jemals so intensiv, auf seine ganz persönliche Art und Weise mit so vielen Leiden verbunden, so lange Zeit auf den Bau eines Palastes vorbereitet. Du musst die Steine nur mehr richtig zusammen setzen, übereinander bauen (vielleicht kann ich Dir dabei helfen). Und kein Sturm, keine Kälte, keine Hitze, keine Überschwemmung, keine Stärke 9 auf der Richterskala, kein Klimawandel wird Deinem Palast etwas anhaben können, pah!
Und Deine Ballaststeine haben noch dazu eine ganz, ganz wichtige Eigenschaft, die nämlich viele andere, die auch vieles erlitten und erlebt haben, NICHT aufweisen können: sie sind an den richtigen Stellen noch immer weich genug, um sich an die darunter- und darüberliegenden Bausteine anzupassen, einzufügen. Und das macht Dich einzigartig, so ist es. Warum sieht denn das keiner außer mir?
Vor zwei Wochen hast Du mir eindeutig zu verstehen gegeben, dass Du nicht mehr mein Freund sein kannst noch willst. Ich solle das endgültig akzeptieren und gehen, gehen, gehen. [……] Du brauchest keine Freundin, die nach sieben Monaten noch immer nicht kapiert, wie sehr Worte verletzen können, DICH verletzen können, […] dass Worte nicht nur Worte sind, sondern furchtbar viel anrichten oder zerstören können. Du brauchest keine, die Dich nicht versteht und nicht lernfähig ist. Und Du brauchest auch keine, die dumm sei. Und Du seist auch über Dich traurig, weil Du anscheinend nicht die richtigen Worte für mich gefunden hast, damit ich endlich verstehe. Und obwohl Du weißt, dass ich manche meiner gesprochenen Worte nicht so meine, kannst Du nicht darüber hinweghören. Danke, dass Du es nicht getan hast, bitte bleib so konsequent….
Du sagst zu mir: „Lass endlich deine Vergangenheit zurück, lass sie hinten, lebe nur mehr in der Gegenwart – im JETZT! – und denke an die Zukunft! Werde endlich glücklich, lebe! Lebe intensiv und bewußt, genieße alles, was du tust, sei auch alleine glücklich! Vergiß die ganze nicht so schöne vergangene Zeit. - Handbewegung in der Badewanne wie ein „cut“.
„RESET, jawohl RESET… bin ich gut, ja, das ist gut….RESET“, sagst Du. „Verstehst du, nimm endlich diese verdammte Kugel aus deinem Inneren, reiß sie heraus und schmeiß sie weg, weit weg, ganz weit weg! Die Kugel namens Vergangenheit! Wenn du es nicht tust, dann mach ich es, ist es an der Zeit! Erinnere dich endlich, wer du wirklich bist! Du bist unglaublich lieb und stark und gut, in dir steckt so viel, du weißt es nur noch nicht, oder du hast es vielleicht vergessen. Ich möchte, dass du dich wieder erinnerst, wer du wirklich bist, ich möchte dich wieder so sehen, wie ich dich kennen gelernt habe. … Da ist eine, ja, das ist eine, die weiß, was sie will, die weiß mehr als ich, das waren meine Gedanken, so hab ich es gespürt. Nur wenn du wieder du bist, können wir gemeinsam Unglaubliches bewegen“.
Du bist ein ganz besonderes Wesen, ein ganz besonderer Mensch, eine uralte, weise Seele. Gehe jetzt mal davon aus, dass ich 1 % von Dir weiß und vielleicht 10 % erahne und möglicherweise die restlichen 89 % spüre – im Bauch und im Herzen, aber bestimmt nicht im Kopf.
Mir ist auch klar, immer, wenn ich etwas dazu gelernt habe, habe ich auch die Kraft und die Ehre, wieder 1 % mehr von Dir erfahren und erahnen zu dürfen.
Und zurück zur Realität. Nach Hause hetzen, duschen, Hosenanzug anziehen, rein ins Auto, Termin, Arbeit, Geld, Profit. Noch - solange, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.Gewitterwolken.
Hab viele Seiten vollgeschrieben, mir von der Seele geschrieben. Und wieder gelöscht. Ich hab nur mehr instinktiv gehandelt, intuitiv. Hab mich Dir gegenüber ganz geöffnet, wie die Schildkröte, die wehrlos am Rücken liegt. Habe mit nichts zurück gehalten, auch das Risiko in Kauf genommen, mich völlig lächerlich zu machen. Unwichtig. Wichtig war nur, ist nur, dass ich nie wieder mit Worten etwas anstellen oder zerrstören werde. Hoffentlich. Das hast Du mir für alle Zeit unter die Haut gebrannt. Werd ich nie wieder vergessen können und wollen. Ist mittlerweile in Wirklichkeit leicht, hast mich für Dich und mich und UNS getadelt, hab mich aber auch für Dich und mich und UNS sehr bemüht, seither meine Worte im Zaum zu halten. Nur: Ich brauchte eben wieder einmal sechs Seiten dazu, um Dich von mir zu überzeugen und DU ……….
vier Sätze und ein Foto: Etwas heranwachsen zu sehen ist einfach unglaublich.
Auch hier bedarf es nur an Liebe und Geborgenheit wie überall sonst. Einen Menschen zu verstehen, lernen, wie er denkt,was er spricht, welche Erinnerungen, welche Erfahrungen, welche Meinung,welche Sehnsucht, welche Eindrücke - und doch wieder nicht meint, was er sagt! Ich bin traurig, dass ich mir selber weh tun muss, um Dir die Wahrheit zu zeigen.
Dein 40. Geburtstag: Ohne Absprache waren wir beide überall und nirgends. Präsent und doch nicht greifbar. Viele - oder alle - waren sehr überrascht, erstaunt. Kann es eigentlich nicht in Worte fassen. Alle haben sich beim Abschied für dieses schöne Fest bedankt. Teres hat gesagt, dass wir sooo gut zueinander passen und hat sich spürbar gefreut, in erster Linie natürlich für Dich. Deine Mutter hat mich zweimal freudig an sich gedrückt, Maria kann es nicht fassen, dass ich noch immer mit Dir beisammen bin und sagt zu mir: „ Du machst einen normalen Menschen aus ihm“. Dein Vater war erstaunt, welch liebe Freunde Du hast. Deine Mutter hat noch nie ein so schönes Fest erlebt …… Aber da gebe ich nur Oberflächlichkeiten wieder. Hatte eher den Eindruck, dass ein glückliches Paar etwas zum Nachdenken nach Hause mitgibt. Über die Liebe. Du sagst, durch mich sehen sie Dich anders, wird das Ganze ins rechte Licht gerückt, verstärkt, wirst Du (wie mir ja gesagt wurde) „normal“. Aha. Na,ja…. Du hast bestimmt recht, zwei bewirken mehr als einer allein. Auch wenn ich nichts verstehe. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Vielleicht finde ich dieses Foto, dass widergibt, was ich von diesem Fest mitgenommen habe und für mich nicht in Worte zu fassen ist.
Und dann, wenn alle sagen, jetzt ist sie total verrückt, dann weiß ich, dass ich in meine Normalität nach Hause zurück gekehrt bin, dann, wenn ich meinen inneren Frieden hab, dann, wenn ich nicht mehr auf die Uhr sehen muß, dann, wenn ich darin lebe, woher ich komme, dann, wenn ich mich zu nichts mehr zwingen muß, dann, wenn ich in allem, was ich tue, wirklich einen Sinn verspüre, dann bin ich zu Hause. Ganz egal, wo. Dann, wenn sich nichts mehr in mir wehrt bei dem, was ich tue und sage, dann bin ich wahrhaftig ich.
Meine Sehnsucht ist so groß, sie kommt mir schon so hoch, dass ich sie immer wieder hinunterschlucken und unterdrücken muß. Aber nicht mehr lange, nicht mehr lange.
Geld durch Arbeiten kann ja auch den Sinn haben, schneller dahin zurück zu kommen, woher ich ja komme, ha, ha, aber ich bin ja DURCH die Arbeit (unter anderem!) von meinem inneren Zuhause weg gekommen. Selber schuld. Der Sinn ist entdeckt, ja! Endlich. Und der Zweck heiligt die Mittel.
Meine Mutter hat folgendes geträumt: Mein verstorbener Vater hat Ihr aufgetragen, einen kleinen braunen Rosenkranz in einem seiner Sakkos zu suchen. Er meinte, sie würde ihn bald benötigen. Sie sagte, er sei ganz ruhig bei dieser Aufforderung gewesen. Meine Mutter hat in diesem Traum auch Kinder und eine Menge Erwachsene um sich herum gesehen und es sei alles sehr ruhig gewesen. ??? … Vorhin hat sie mich angerufen und etwas atemlos erzählt, dass sie besagten Rosenkranz tatsächlich in einem Sakko gefunden habe. Sie fragt mich nach dem Sinn. Weißt Du ihn???? Hab so viele Gedanken im Kopf ….
Du hast mir das Versprechen abgerungen, nie wieder einen Autostopper mitzunehmen (was ich ja des öfteren getan hab). „Weißt du, wenn dir etwas passieren würde, wäre ja auch mein Leben kaputt“, sagst Du, “nicht nur deines.“ Welch eine Aussage. Es ist mir eine Ehre, dieses Versprechen einzuhalten, sehr, ein Bedürfnis. Wird mir nie wieder in den Sinn kommen, genau so wenig, wie die Geschichten mit meinen unüberlegten Worten. Bin sehr dankbar und voll Demut, weil Du mir die Ehre erweist, an Deiner Seite sein zu dürfen und mir in manches Einblick gewährst, schön langsam ….. Und ich hänge an Deinen Lippen wie die Zecke am Hund. Ich liebe es, Dir zuzuhören. Worüber hast Du Dir noch keine Gedanken gemacht? Was hast Du noch nicht stundenlang, jahrelang beobachtet und studiert? Und ich liebe Deine Nähe. Und wie Du kochst! Mit sooo viel Liebe. Schön. Ich küsse Dich.
Damit - nachdem ich die letzten Zeilen gelesen habe - das Ganze nicht in Richtung Anbetung und Verherrlichung abdriftet:
Das, was Dir fehlt - bekommst Du von mir
Das, was die anderen in Dir bis jetzt nicht gesehen haben
werden sie durch mich nun sehen können
Das, was Du selbst in Dir nicht gewußt hast
darfst Du durch mich erfahren
Und das ist noch lange nicht alles
Du polierst mich, um meiner Wahrheit nahe zu kommen,
ich geb Dir hinzu, damit Du Deiner Wahrheit näher kommst.
14. Juni 2011 - Bin ich im Herzen ein trauriger, einsamer Mensch? Nein. Bin keine, die fröhlich sein muss, um glücklich zu sein. Bin auch, wenn ich traurig und alleine wirke, nicht wirklich unglücklich. Versteht keiner, liebe es, stundenlang, vielleicht tagelang allein zu sein.
Weiß ganz genau, wo unser Weg hinführt, was Du bereits siehst. Bin nicht dumm, bin bald soweit.
Hab mir bis vor kurzem von den anderen immer ein Gefängnis bauen lassen, und nun, da niemand mehr da war, der mir eines hätte bauen können, weil ich alle eliminiert, all diese antagonistischen Wesen von mir gestoßen bzw. nicht mehr an mich heran gelassen habe … WAR ICH DANN BESONDERS KLUG UND HAB MIR DAS GEFÄNGNIS SELBER GEBAUT – GRATULATION. Ist der Mensch wirklich so dumm oder nur ich oder folgt man dem Muster, das man gewohnt ist? ANGEKETTET für mindesten 25 Jahre …….. an die Bank. loslösenloslösenloslösenbefreienbefreienbefreienKettensprengen
Bin im Moment schwermütig, ernst. NachdemSinndesLebensstrebendimmerschongewesen. Liebe die Schlichtheit, die Ruhe, die Einfachheit, die Natur, das Bodenständige, bin kein Redner, tue nur so extrovertiert, kann die Worte nicht finden, die, die ich meine. Bin viel zu introvertiert, geht keinen was an, wer ich bin. Du bist wahrhaftig der erste, dem ich Einblick gewähre, oder Du bist der erste, der die Nuss knacken kann oder will. Du bist der unglaublichste Mensch, der mir je begegnet ist, man könnte sich fast vor Dir fürchten, nichts bleibt Dir verborgen, nichts kann man vor Dir verheimlichen. Und ich weiß, dass Du mich und alle durchschaust. Und manchmal belächelst Du mich, weil Du weißt, das, was ich zum Beispiel gerade gesagt hab, werde ich bald, ganz bald anders sehen oder bestimmt in kurzer Zeit nicht mehr sagen geschweige denn, meine vergangenen Worte oder Ansichten überhaupt noch verstehen.
Das hast Du gestern zu mir gesagt: „Hör auf, dich dafür, was du bereits alles gesagt oder getan hast, zu schämen, denn dann wirst du in diesem Leben mit dem Schämen nicht mehr fertig!“ Danke. Knallharte Worte, aber Wahrheit. Wahrheit tut immer weh. Möchte endlich meine Sehnsucht stillen, die mich ichweißnichtwielangeschonfasterdrückt. DU zeigst mir meinen Weg, ich danke Dir. Dass ich da nicht von selber drauf gekommen bin, zu dumm aber auch, ärgerlich, hm … Gott sei Dank bin ich nicht von selber drauf gekommen, sonst wäre ich jetzt ja wohl kaum an Deiner Seite.
Ich bin dabei, schön langsam zu spüren, was es heißen könnte, einen Partner zu lieben. Treue, Verantwortung, Fürsorge, auch lehren und lehren lassen, den anderen verstehen und sich so verhalten, dass auch der andere einen versteht. Sich nicht verdeckt halten, nichts Falsches vorspielen und sagen! Den anderen achten, ehren, Freiraum lassen; lernen, glücklich zu sein – und wenn man glücklich ist, es auch zeigen (kann ich noch immer nicht von Herzen zeigen -bin noch immer viel zu sehr „nach innen gekehrt“). Glücklich kann man nur dann jemanden machen, wenn man mit sich selbst glücklich ist. Bla, bla, bla. Es steckt, es steckt, es steckt! Muss, möchte das Glück endlich leben.
