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Ziegen im Wadi. Ist das vielleicht ein verrückter Buchtitel. Aber er ist so bunt, aufregend und verrückt wie das Leben. In den vielen Tagen, Monaten und Jahren erleben wir die interessantesten Dinge und lernen zahlreiche Menschen kennen. So liebenswert oder auch anstrengend wie das Leben. Sie inspirieren zu Taten, zu Briefen, zum Nachdenken oder eben zu Gedichten oder Liedern. Die Emotionen finden ihren Weg in Worte und danach in Buchstaben auf das Papier oder den Bildschirm. Ziegen im Wadi erzählt von Lebensabschnitten aller Prägung. Ist das Leben nicht schön?
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Seitenzahl: 42
Veröffentlichungsjahr: 2025
Für Manfred
„Du tust mir kund den Weg zum Leben (Psalm 16, 12).“
Vorbemerkung
Teil I - Gedichte
An die Geliebte
Das Band
Ein Band
Einfälle
Ende aller Taten
Engel
Gedanken zum Geburtstag
Gedanken zur Hochzeit
Gedanken
Himmelsgewalten
In Gedanken versunken
Leben
Liebe
Liebesschmerz
Muttertag
Nimm Dir Zeit
Ohne Titel
Ohnmächtig
Rentner oder Pensionär
Silberhochzeit
Sinn des Lebens
Stuarts Steig
Suche
Taufe
Vermischtes
Versöhnung
Wenn aus einem …
Zauberin
Teil II - Songtexte
Afrika
Bemessungs-RAP
Ein Loch gibt’s beim Impfstoff
I do it for you
Listen, don´t tell
Mandelkuchen und Rotwein
Marriage Song
Table Mountain Hike
Tatjana (Diana)
Tatjana (You got it)
Wie der Wind
Ziyanda
Danke
Zum Autor
„Ziegen im Wadi“, welch unsinniger Titel für ein Buch. Noch dazu für einen Gedichtband.
Und dennoch. Er passt.
Wer je durch die scheinbare Trockenheit, drohende Einsamkeit, einschüchternde Kulisse monumentaler Berge nebst tiefer Schluchten unter mächtigem Himmel eines Wadi auf staubigen oder steinigen Pisten gewandelt ist, der ahnt und fühlt, was möglich ist.
Plötzlich ist der einzelne Mensch winzig klein. In beeindruckender Natur. Es entsteht eine Sehnsucht nach menschlicher Nähe. Man dürstet nach Zivilisation. Und ist gleichermaßen gefangen von der Faszination der schieren Größe, den gewaltigen Dimensionen.
Lässt man sich auf die Einsamkeit und Weite ein, überkommt einen eine große innere Ruhe. Abgefallen ist die Hektik des Alltags mit all ihren Sorgen, dem Stress, den Ängsten, dem Hadern und Streit. Die Sinne erfassen die Schönheit in ihrer ganzen Pracht. Abgeschliffene Felsen, vom Wind und Wasser gezeichnet. Zartes Grün wilder Gräser und Sträucher. Angelegte Felder auf Terrassen im Berg. Ausgeklügelte Bewässerung menschlicher Ingenieurkunst fördert Wachstum und Leben in scheinbar unwirtlicher Umwelt.
Unterirdische Bäche treten hervor, bilden Barrieren und glitzern schelmisch freundlich in der Sonne. Ein Hauch eines Windes weht durchs Haar und über Pisten, stürzt sich stürmisch die Berghänge herab und zerzaust den Staub der sich windenden einsamen Pisten, die sich durch die Schluchten quälen und die Bergen empor winden.
Fern schreit ein Vogel, der seine Bahn am wolkenlosen Himmel zieht. Eine einsame Hütte; verfallen, verlassen. Umgeknickte Bäume erzählen von unbekannten Stürmen und längst vergessenen Wassermassen. Bizarre Felsformationen mahnen die Wildheit der Bergwelt. Schlangenförmige Canyons tänzeln hindurch. Einsame Oasen locken zur Ruhe.
All dies berührt das Herz und die Seele. Man dürstet nach Leben. Man sehnt sich nach Hoffnung. Man hofft auf die Liebe. Aus tiefstem Grund fließen die Gedanken des Lebens und formen bisher unausgesprochene Worte. Erst nur zögerlich. Dann gleich einem Wasserfall, der in der palmengesäumten Oase plätschert und für Kühlung sorgt.
Wort reiht sich an Wort. Vers an Vers. Die Worte finden ihren Weg aus dem Herzen und der Seele. Sie werden zu Gedichten und Liedern. Sie reinigen das Herz und befreien die Seele. Sagen, was nur heimlich geträumt. Sprechen, was unaussprechlich schien. Poetisch. Klangvoll. Zugewandt. Leise flüsternd. Wertschätzend. Hauchend. Diesen Odem hört allein die Natur. Die Wilde. Die Gütige.
Nein, auch du hörst zu.
Meine zweite Hälfte ist gefunden. Kaum ist´s in Worte zu fassen. Und dennoch finden sie den Weg aufs Papier. In Briefen. In Gesprächen. So wie der Weg durch den Wadi gefunden wurde. Heraus aus der Schönheit und Bedrohlichkeit zugleich. Heraus aus den Tiefen menschlicher Nöte und höchster Hoffnungen. Durch die bezaubernde Natur. Durch die menschliche Natur.
Innere Ruhe wird Seelenfrieden. Wir ruhen in uns selbst. Wir sind wir selbst. Ein erhabenes Gefühl.
Und dann tritt aus dem Schatten einer Palme in der Oase eine Ziege ins Wadi …
Ich vergehe bald vor Sehnsucht nach dir - holde Wonne,
so wie ein Schneemann in den ersten Strahlen der Frühlingssonne.
Du lässt mich keinen klaren Gedanken mehr fassen,
meinen Blick kann ich nicht von dir lassen.
Deine Augen, dein Blick halten mich gefangen,
wie weit wäre ich für dich gegangen.
Dein langes Haar, es bindet mich an dich,
dein Bann, dein Liebesbann, legt fester sich um mich.
Ich möchte´ dich gern halten, ganz fest und innig warm,
stundenlang und liebevoll in meinem Arm.
Ich will dir auch mein Herz gern schenken,
kann immer nur an dich nur denken.
Meine blauen Augen - Himmelsstern,
dir ewige Treue schwör´n.
Drei Worte fehlen noch – an sich
Und diese sind: Ich liebe Dich!
Ein Band - die Schuhe zu schnüren,
ein Band - mit Medaille den Sieger zu küren.
ein Band - die Frisur gut sitzen zu lassen,
ein Band - denn die Hose muss gut passen.
ein Band - um Blumen schön zu binden,
ein Band - in Rot, den rechten Weg zu finden.
ein Band - um ein Geschenk zu verschönen,
ein Band - auf der Geige, um mit Klang zu verwöhnen.
ein Band - zu halten mein Paket,
ein Band - das leis´ im Winde weht.
Oh, Bänder gibt’s der Sorten viel,
so schön, so bunt und voller Stil,
geschwungen und gebunden fein,
