Adventskalender einmal anders - Christiane Siegert - E-Book

Adventskalender einmal anders E-Book

Christiane Siegert

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Beschreibung

Was wäre Weihnachten ohne die Adventszeit? Und was wäre die ohne Adventskalender? Doch ein Adventskalender muss nicht immer mit Schokolade gefüllt sein. Er kann genauso randvoll mit Erzählungen und Geschichten sein, die uns das Warten auf Weihnachten verkürzen. Und wer sagt, dass nur Kinder auf Weinachten warten? Geschichten für Groß und Klein, zum Vorlesen und Selberlesen. Als Erwachsener mal wieder Kind sein dürfen, als Kind träumen dürfen und den Zauber der Adventszeit auf sich wirken lassen. Egal ob es darum geht, einen Weihnachtsbaum zu kaufen, einen Mord aufzuklären (oder ist es gar keiner?), Plätzchen zu backen oder einfach mal vor der Familie und dem ganzen Weihnachtstrubel Reißaus zu nehmen, dieses Buch hält viele Geschichten bereit. Einige sind phantastisch, andere märchenhaft, einige regen zum Nachdenken an und andere wollen uns etwas lehren. Egal ob Rita Probleme mit dem Weihnachtsessen hat, Ochs und Esel ihre Sicht der Weihnachtsgeschichte schildern, oder das Geschenkesuchen tatkräftig von Graupapagei Lora unterstützt wird, die Weihnachtszeit lässt sich mit diesen Geschichten wunderbar verkürzen. Nicht fehlen bei Adventsgeschichten darf natürlich der Besuch vom Nikolaus, der doch recht schwierige Kauf des Weihnachtsbaums und das Christkind, das den Fehler von Santa Claus ausbügeln muss. Kaum hat der Leser sich versehen, steht Weihnachten vor der Tür.

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Seitenzahl: 121

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Christiane Siegert

Adventskalender einmal anders

24 Adventsgeschichten

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

1. Woher stammt der Adventskranz?

2. Beim Weihnachtsbaumverkauf

3. Mit Rex im Schnee

4. (K)ein Mini-Advents-Krimi

5. Weihnachten im Stau

6. Als der echte Nikolaus kam

7. Eine alte Tanne erzählt von Weihnachten

8. Auf dem Weihnachtsmarkt

9. Als Santa Claus sich verflog

10. Nachts im Supermarkt

11. Weihnachtsbäckerei mit Hindernissen

12. Die Sache mit dem Baumschmücken

13. Geschenke suchen und finden

14. Das Weihnachtsessen

15. Nach einer wahren Begebenheit

16. Schlittenfahrt

17. Ein Pferd im Schnee

18. Bei den Wichteln

19. Der Flug

20. Weihnachten in Dubai

21. Geschenke einpacken

22. Die Krippe braucht Putz

23 Schöne Bescherung

24 Ochs und Esel erzählen

Impressum neobooks

Vorwort

„Bloß keine Adventskalender, da sind zu viele Süßigkeiten drin. Und schon gar kein fertiger Schokoladenkalender, wer weiß, wie alt die Schokolade schon ist, die werden doch bestimmt auf Jahre im Voraus gefertigt.“ Aber mal ehrlich, Adventszeit ohne Adventskalender?

Fazit: Ein kalorienarmer, am besten -loser Adventskalender. Kein Ding der Unmöglichkeit, wie wäre es denn mit Adventsgeschichten, so bunt wie ein Adventskalender sein soll. Jeden Tag eine kleine Erzählung für Jung und Alt, manchmal zum Lachen oder zum Nachdenken, mit ein bisschen Fantasie, gelegentlich ein Märchen.

Als Erwachsener wieder ein bisschen Kind sein, als Kind träumen, sich verzaubern lassen dürfen. Kurz: eine Mischung, die die Adventszeit verschönert und das Warten auf Weihnachten verkürzt.

Viel Spaß beim Lesen!

1. Woher stammt der Adventskranz?

Drahtreste, Stroh und Überbleibsel von Garn liegen auf dem Boden. Der Geruch von frisch geschnittener Tanne erfüllt den Raum und vermischt sich mit dem Duft von Kaffee und Plätzchen.

Ungefähr 15 Menschen stehen oder sitzen um einen langen Tisch herum, alle mit demselben Ziel: Einen eigenen Adventskranz binden. An der Fensterseite stehen zwei weitere Tische, auf ihnen viele Packungen, Dosen, Plastikbehälter, gefüllt mit allerlei Deko für die zukünftigen Adventskränze.

Zu Beginn des Abends drehen sich die Gespräche um das Wetter, die Erkältungswelle und ähnliche hochinteressante Themen. Doch dann kommt eine Frage auf, auf die zunächst niemand eine Antwort weiß: Warum binden wir eigentlich Adventskränze?

Die Diskussion ist entfacht. „Weils Spaß macht“, „Weils nach Weihnachten riecht“, „Weil es einfach gut aussieht“ und noch weitere Antworten dieser Art sind zu hören. Schnell wird klar, eigentlich weiß es keiner. Die Ersten wollen schon zum Smartphone greifen um das Internet nach der Lösung des Problems zu befragen, als Oma Hanna den Raum betritt. Sie bekommt zwar nur noch das Ende der Diskussion mit, kann aber schnell nachvollziehen, worum es eigentlich geht.

„Also ihr seid mir welche, habt mindestens 10 Jahre die Schulbank gedrückt, teilweise sogar studiert und wisst trotzdem nicht, warum wir Adventskränze binden. Aber alte Leute wie ich mit „nur“ Volksschulkenntnissen, die wissen das. Kommt und lauschet, ich erzähle es euch.“

Stühlerücken. Oma Hanna setzt sich an den Kopf des Tisches und beginnt zu erzählen während ihre Zuhörer/innen gespannt lauschen und leise weiterarbeiten.

„Vor vielen Jahren, Mitte des 19. Jahrhunderts um genau zu sein, lebte ein Mann mit Namen Johann Hinrich Wichern in der schönen Stadt Hamburg an der Elbe. Von Berufswegen her leitete er ein Waisenhaus. Bedenkt bitte, dass die damaligen Waisenhäuser mit unseren heutigen nicht zu vergleichen sind. Die Kinder, die dort lebten führten ein armes und streng geregeltes Leben. Versetzt euch in diese Zeit hinein, eine Zeit ohne fließendes Warm-Wasser, ohne Zentralheizung, mit Gaslampen, die übrigens nicht allzu hell brannten. Eine Zeit, in der die Menschen noch viel zu Fuß erledigten oder, wenn sie es sich leisten konnten, eine Kutsche nahmen. Vorwiegend auf noch unbefestigten Straßen.

Wir schreiben das Zeitalter der Industrialisierung, Kinderarbeit war nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht, weil äußerst kostengünstig. Die Schornsteine der Fabriken bliesen munter ihren Rauch in den Himmel. Könnt ihr euch ein ungefähres Bild machen?“ Allgemeines Nicken.

„Gut. In dieser aus heutiger Sicht recht unbequemen Zeit lebte und arbeitete Johann Hinrich Wichern in seinem Waisenhaus. Ihm lag viel an seine Zöglingen und er versuchte, ihnen das Leben zumindest etwas zu verschönern.

Um die Weihnachtszeit herum wollte er etwas Freude und vermutlich auch Abwechslung in den grauen Waisenhaus-Alltag bringen und so kam ihm eine glänzende Idee. Ab dem ersten Dezember steckte er jeden Tag eine Kerze auf einem hölzernen Wagenrad fest.“

Oma Hanna sah in die Runde ihrer Zuhörer und stellte fest, dass einige mit Nachdenken beschäftigt waren. Deshalb fügte sie hinzu: „Wer von euch schon mal so ein Wagenrad gesehen hat, der weiß, dass sie groß sind.“ Erst jetzt nickten einige und blickten verstehend auf Oma Hanna, die bereits fortfuhr.

„Durch die Kerzen wollte Herr Wichern seinen Kinder zeigen, wie lange sie noch auf Weihnachten warten mussten und gleichzeitig sollten die hellen Lichter der Kerzen den Kindern Hoffnung geben. Wichern nahm vier weiße Kerzen, für jeden Sonntag eine und 20 rote Kerzen für die Werktage. An Weihnachten erleuchteten so 24 Kerzen den Raum. Diese Idee gefiel den Menschen und sie begannen, ebenfalls einen Adventskranz aufzustellen.

Erst 20 Jahre nach Wicherns erstem Adventskranz kamen die Menschen auf die Idee, einen Kranz aus Tannengrün zu binden und statt 24 Kerzen nur vier, für jeden Sonntag eine, auf dem Kranz zu befestigen. Die 24 Kerzen ließen sich einerseits aus Platzgründen nicht erhalten, wer hatte schon Platz, ein ganzes Wagenrad aufzustellen und außerdem begannen die Menschen, ihre Adventskränze aufzuhängen, das Wagenrad wurde einfach zu schwer.

So, und jetzt wisst ihr, warum wir bis heute Adventskränze binden und Kerzen auf ihnen befestigen, damit auch wir sehen, dass Weihnachten näher rückt und damit wir die Hoffnung niemals aufgeben.“

2. Beim Weihnachtsbaumverkauf

Auf einem Weihnachtsbaumverkauf, irgendwo in unserem Land. „Heinz, guck mal: DER da.“ Doch Heinz guckt nicht, der sieht den Baum vor lauter Bäumen nicht. Ich, als Eigentümer des Weihnachtsbaumverkaufs, eile zu Hilfe, doch bis ich da bin, bleibt Heinz hilflos.

„Heinz, nein, nicht den, Mensch, DER!“ Heinz versucht sein Bestes und wühlt in den Bäumen. Ich erreiche das Paar und kann Heinz endlich zur Seite stehen. „Ich glaube, Ihre Frau meint diesen hier“, sage ich und greife einen der Bäume heraus. „Ja, genau DER!“, bekomme ich erleichtert zur Antwort, „können Sie den mal gerade halten?“ Ich versuche mein Bestes. Die Frau umrundet den Baum. „Hmm, naja, eigentlich ganz schön. Außer hier.“ Sie deutet missbillig auf einige abgeknickte Äste. Jetzt ist meine Diplomatie gefragt. „Da haben Sie recht. Wo stellen Sie denn ihren Baum hin?“ frage ich, „wenn er mitten im Raum stehen soll, dann geht das natürlich nicht.“

„Nein, nein, der steht in der Ecke im Wohnzimmer“, erfahre ich von der Frau, „Heinz? Was meinst du?“ Meiner Meinung nach meint Heinz gar nichts, denn er hat den Glühweinstand entdeckt.

„Ähh, was ist?“, fragt Heinz sichtbar abgelenkt.

„Na den Baum hier!“

„Jaaahhh?“ Hilfesuchend sieht Heinz mich an. „Ihre Frau hat gesehen, dass ein paar Äste abgeknickt sind“, springe ich helfend ein. „Ach so.“ Heinz scheint erleichtert und hat den Gesprächsfaden wieder gefunden. „Nicht schlimm, den Baum stellen wir in die Ecke.“

„Habe ich doch auch gerade gesagt.“ Die Frau klingt langsam genervt. Ich schreite ein. „Wissen Sie was? Ich gebe Ihnen den Baum ein bisschen billiger und ihr Mann sägt die Äste einfach ab.“ Ein Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht. „Oh, na dann nehmen wir ihn.“

Heinz muss den Baum tragen, ich packe ihn ein, beide ziehen von dannen, ohne Glühwein.

Als nächstes eine Familie mit zwei Kinder im Alter von ca. 9 und 5 Jahren. „Einen großen Baum, einen großen Baum“, ruft das Mädchen schon von Weitem.

„Ein großer Baum ist bestimmt sehr teuer, den können wir uns nicht leisten“, versucht der Vater bereits im Voraus abzuwiegeln. „Aber er MUSS groß sein“, besteht die Kleine. Der ältere Bruder schaltet sich ein: „Ja, einen großen Baum.“

Auch hier kann ich helfen. Ich lotse die Familie zu den nicht ganz so teure Bäume und zeige ihnen ein paar.

„Die Kinder sollen sich den Baum aussuchen“, erklärt mir der Vater, „ihnen soll er gefallen, es ist doch Weihnachten. Nur mit dem Preis müssen wir halt schauen.“

Ich verspreche, das im Auge zu behalten. Doch kein Baum gefällt den Kindern so richtig. Der eine ist zu klein (war zu erwarten), der andere nicht dicht genug, der nächste zu dicht („Wir haben nämlich richtige Kerzen“, erfahre ich von den Kindern), ein weiterer ist auf der einen Seite eingedrückt, auch das gefällt nicht. Die Nerven der Eltern werden kürzer. Doch auf einmal sieht das Mädchen einen Baum, ganz hinten in der Ecke steht er. Sie saust auf ihn zu, schaut ihn an und sagt: „Den oder keinen.“

Vorsichtig stelle ich den Baum auf und frage mich, was dieser Baum hier hinten verloren hat. Der Baum ist wirklich schön, grün, dicht, aber nicht zu dicht, allerdings ein bisschen klein, doch das scheint diesmal nicht zu stören. Auch der Junge stimmt zu. Die Eltern dagegen stimmen dem Preis zu, der Baum bekommt einen neuen Besitzer.

An diesem Tag verkaufe ich noch eine Menge Bäume an viele Leute, mit wenig und mit zu viel Geld, an Leute, die nur einen kleinen Baum wollen oder brauchen, aber auch an Leute, die einen 3-Meter-Baum wollen und auch bekommen, auch wenn die Auswahl hier nur klein ist.

Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie wollen Weihnachten feiern und am 24. Dezember werden alle meine verkauften Bäume geschmückt in ihren Wohnungen stehen und sie werden sich daran erfreuen, das hoffe ich.

3. Mit Rex im Schnee

Hüpfend und schwanzwedelnd steht, nein, hüpft er vor mir. Der Hund meiner Schwester. Rex. Ein wirklich großer Dalmatiner, ganz klassisch, weiß mit schwarzen Punkten und einem schwarzen Ohr. Rex liebt Gassi gehen, vor allem im Schnee. Er weiß genau, dass er darin mit seinem größtenteils weißen Fell weniger auffällt und deshalb logischerweise mehr Unsinn machen kann.

Ich stehe mit meiner Schwester vor der, zum Glück noch geschlossenen, Haustür. Rex hat dummerweise schon klar erkannt, dass es geschneit hat und will raus. Wie ist egal, mit allen Mitteln. Während meine Schwester bemüht ist, ihm sein Geschirr anzuziehen, saust er mir zwischen die Beine, macht den Rücken krumm und ich sitze fest, bzw. sitze auf ihm wie auf einem sehr kleinen Pony. Rex findet das lustig und läuft den Flur entlang. Ich auf ihm drauf, laufe halb mit und werde halb mitgezogen, sitze einfach fest.

Meine Schwester ist keine große Hilfe, sie lacht sich schlapp und kann zu ihrem großen Ärger vor Lachen das Smartphone nicht stillhalten um ein Foto zu machen, was sie noch mehr lachen lässt. Zum Glück bleibe ich in dem Moment mit den rechten Knie im Türrahmen hängen, Rex hat die Kurve zu klein berechnet, kein Wunder, Reiter hat er ja normalerweise nicht. Das Knie bekommt einen blauen Fleck und Rex endlich sein Geschirr. Wir können los.

Die Tür geht auf, Rex schießt raus, die Leine spannt sich und meine Schwester fliegt hinterher. Das ist absolut wörtlich zu verstehen, da sie auf dem Treppenabsatz nämlich ausrutscht und hinfällt. Diesmal habe ich was zu lachen.

Zum Glück ist es von ihrem Haus nicht weit bis zum Feld, wo wir ihn laufen lassen können. Kaum ist die Leine ab, stiebt er davon quer übers Feld. Zunächst noch gut zu sehen, plötzlich nicht mehr. Auf Rufen reagiert er gerade mal nicht, also meine Schwester und ich hinterher, Hund suchen.

Wir finden ihn, bzw. eigentlich seine Schwanzspitze. Die schaut ganz keck oben aus dem Gebüsch heraus, indem Rex gerade auf Mäusejagd ist, vielleicht hat er auch einen Kaninchenbau oder ein Maulwurfsloch gefunden, ihm ists egal, er gräbt dass die Schnee- und Erdbrocken fliegen. Meine Schwester schimpft, doch Rex schaut sie mit diesem unwiderstehlichen Blick an, den alle Hunde haben, wenn sie uns sagen wollen „Ich weiß ja, dass du gerufen hast, aber es ist grad soooooo spannend und guck mal, was ich gefunden habe.“

Tja, das hat er tatsächlich. In Rex Fall ist das eine alte Rübe, vielleicht ist sie auch schon uralt, das lässt sich nicht so genau sagen. Freudig schleppt er sie aufs Feld um sie dort zu verspeisen. Dass sie tiefgefroren ist, scheint ihn nicht zu stören. Meine Schwester weiß nicht, ob sie das gut oder schlecht finden soll. Entschließt sich für schlecht („Er bekommt nur wieder Durchfall“) und will ihm die Rübe abnehmen. Rex hat allerdings schon von alleine festgestellt, dass eine tiefgefrorene Rübe sich doch nicht so gut verspeisen lässt. Kurzerhand oder besser kurzerpfote erklärt Rex die Rübe daher zum neuen Stöckchen und saust mit ihr übers Feld. Fest entschlossen, alles zu machen, damit sein Frauchen mit ihm Rübenwerfen spielt. Fröhlich kommt er kurz darauf angetrabt und wirft uns die Rübe vor die Füße. Tatsächlich können wir 5 Minuten lang „Rübe werfen“ spielen, wobei Rex schlechte Karten hat, meine Schwester und ich können beide nicht werfen.

Doch das macht nichts, denn er hat schon wieder jemand Neues entdeckt. Moppi, der Kater vom Nachbarn. Rex ist ein großer Katzenfreund, hat er doch zu Hause auch eine. Schwanzwedelnd rennt er auf Moppi zu. Doch Moppi mag entweder keine Hunde oder Rex hat ihm die Maus vergrault oder beides. Auf jeden Fall faucht er erst mal gewaltig, baut sich drohend mit einem riesen Katzenbuckel vor ihm auf. Rex bleibt zunächst verdutzt stehen, Katzen, die einen Buckel machen, sind ihm noch nicht so viele begegnet, also lieber Abstand halten. Jetzt bewegt Moppi sich auch noch mindestens fünf Zentimerte auf Rex zu. Ihm ist das nicht ganz geheuer und er entscheidet sich für die Flucht zurück zu Frauchen. Meine Schwester nutzt die Gelegenheit und leint ihn an. Ich darf ihn nach Hause führen, damit diesmal ich auf die Nase fliege, wenn er wieder zieht.

Zu Hause angekommen, haut Rex sich sofort auf seinen Platz vor dem Kamin. Nach drei Sekunden ist er eingeschlafen. Seine Pfoten zucken im Traum, vermutlich sucht er seine Rübe.

4. (K)ein Mini-Advents-Krimi

Es ist wieder soweit, Zeit zum Weihnachtskarten basteln. Das mache ich jedes Jahr um das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. Mit einem Schwung werfe ich buntes Papier auf den Wohnzimmertisch. Es folgen Schere, bunte Stoffbänder, Klebeband, Klebstoff sowie Malstifte. Dummerweise ignoriere ich, dass meine geliebte Weihnachtsengel-Sammlung ihren Platz ebenfalls auf besagtem Tisch hat, in weniger als fünf Minuten wird mir diese vergessene Tatsache leidtun.

Ich betrachte das Sammelsurium auf dem Tisch und stelle fest, es fehlt nur noch eine schöne Tasse heißer Pfefferminztee und begebe mich in die Küche. Als ich wiederkomme, sehe ich mich mit ernsten Problemen konfrontiert.