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Der feine Duft ihres Parfüms hängt noch in Annas Kammer, als Martin ungeduldig die Tür aufreißt. Er kann es kaum erwarten, seine Liebste wiederzusehen nach den unvergesslich schönen Stunden des vergangenen Abends.
»Anna, wo bleibst ...« Die Worte bleiben ihm im Halse stecken, als er entdeckt, dass Anna fort ist. Wie erschlagen sinkt der junge Bauer auf das Bett, springt dann jedoch wieder auf und durchsucht das ganze Zimmer nach einer Nachricht oder irgendeinem Hinweis, der ihm Annas plötzlichen Weggang erklären könnte. Vergeblich!
Das bildschöne Dirndl, das vor ein paar Tagen urplötzlich in sein Leben gewirbelt und ihm seinem Liebreiz das Herz gestohlen hat, hat ihn genauso plötzlich und ohne ein Wort der Erklärung wieder verlassen ...
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Seitenzahl: 118
Veröffentlichungsjahr: 2020
Cover
Impressum
Sie verließ ihn ohne Abschied
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige eBook-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2020 by Bastei Lübbe AG, Köln
Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: Michael Wolf
eBook-Produktion:3w+p GmbH, Rimpar (www.3wplusp.de)
ISBN 9-783-7325-9875-5
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
www.bastei.de
Sie verließ ihn ohne Abschied
Warum Anna nicht seine Bäuerin werden konnte
Von Toni Wendhofer
Der feine Duft ihres Parfüms hängt noch in Annas Kammer, als Martin ungeduldig die Tür aufreißt. Er kann es kaum erwarten, seine Liebste wiederzusehen nach den unvergesslich schönen Stunden des vergangenen Abends.
»Anna, wo bleibst …« Die Worte bleiben ihm im Halse stecken, als er entdeckt, dass Anna fort ist. Wie erschlagen sinkt der junge Bauer auf das Bett, springt dann jedoch wieder auf und durchsucht das ganze Zimmer nach einer Nachricht oder irgendeinem Hinweis, der ihm Annas plötzlichen Weggang erklären könnte. Vergeblich!
Das bildschöne Dirndl, das vor ein paar Tagen urplötzlich in sein Leben gewirbelt und ihm seinem Liebreiz das Herz gestohlen hat, hat ihn genauso plötzlich und ohne ein Wort der Erklärung wieder verlassen …
Es regnete seit Stunden in Strömen, und das Tal, durch das sich die schmale Straße den dumpf brausenden Wildbach entlangschlängelte, hüllte sich in grauen Nässedunst. Ein Traktor tuckerte dahin und zog einen hochbordigen Anhänger nach, aus dem ein nasser Pferdkopf schaute.
Unter dem aufgespannten Verdeck des Bauernfahrzeugs hockte ein Mann in einer grauen Gummihaut, den grünen Lodenhut schief auf dem Kopf.
Martin Luckner dachte an das Geschäft, das er vor einer Stunde mit dem Viehhändler aus Talbach abgeschlossen hatte. Der Preis für den jungen Haflinger war – gemessen an der Dauer des Handels – gut. Schon lange hatte Martin sich ein Haflinger Ross gewünscht, das mit dem Milchvieh einträchtig beisammen sein sollte – es war mehr ein Geschenk, das er sich selbst gemacht hatte als eine Notwendigkeit.
Jetzt werde ich ab und zu mal reiten, ging es Martin durch den Sinn, während er den Traktor um die nächsten Biegungen der menschenleeren Talstraße lenkte. Er wird auch den Heuschlitten ziehen lernen, spekulierte Martin weiter. Auch für die Wege zu den Almen kann man das Ross verwenden. Ja, ja, jetzt müsste man halt Kinder haben, die sich mordsmäßig freuen, wenn ein Ross auf den Hof kommt. Kinder …
Das gebräunte Gesicht unter dem Hutrand nahm einen ernsten, beinahe verbitterten Ausdruck an, die hellblauen Augen schauten düster.
Martin Luckner, sechsunddreißig Jahre alt, mit Leib und Seele Bauer, konnte nicht behaupten, vom Schicksal begünstigt worden zu sein. Seine Frau starb nach dreijähriger Ehe und hinterließ nicht nur den großen Schmerz um den Verlust von etwas Unersetzlichem, sondern auch eine Lücke im Alltag, in die Martin immer wieder hineinfiel wie ein Käfer in den Brunnen.
Aus der Traum von zwei flachsblonden Kindern! Aus der Traum vom Glück und Liebe! Der Tod hatte einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt musste man zusehen, wie das Leben weiterging.
»Du bist ja noch jung, du brauchst net zu hadern mit dem Schicksal! Trag’s Martin«, hatte der Pfarrer damals am Grab gesagt. »Nimm’s hin als eine Entscheidung unseres Herrgotts. Vielleicht hat er für dich ein anderes Glück bereit. «
Und heute? Wie lange ist’s denn schon wieder her, dass sie tot ist?, grübelte Martin weiter. Zwei Jahre, drei Monate und ein paar Tage. Jetzt kommt’s mir manchmal vor, als wär’ alles nur ein Traum gewesen, an den man ab und zu denken muss. Die Afra meint ja auch, dass alles im Leben, was mal schwer war, leichter wird, je mehr Zeit dahingeht …
Afra war eine entfernte Verwandte der Verstorbenen. Sie war am Begräbnistag auf den Hof gekommen und hatte den Schlüsselbund gleichermaßen wie die hausfraulichen Pflichten und die täglichen Arbeiten übernommen, die ein Bauernhof verlangte. Ohne Afra Brunner, die nur ein Jahr jünger war als er, wäre er wahrscheinlich in der Einsamkeit, im Kummer und Gram erstickt, weil er ein Mensch war, der sich leicht in grübelnde Gedanken verlor.
Afra war die feste Hand auf dem Hof, die energisch schaltete und waltete und sich mehr an den Realitäten des Daseins orientierte, als darüber nachzuspekulieren, warum das eine so und das andere wieder anders ist. Dass sie jederzeit bereit war, die Stelle der Verstorbenen nicht nur im Haus und im Stall, sondern auch im leerstehenden Ehebett einzunehmen, zeigte Afra dem Martin deutlich, aber er wich dergleichen weiblichen Lockungen aus und blieb auf dem Standpunkt, dass nach Martha keine andere mehr ins vereinsamte Ehebett durfte.
Das Wiehern des Haflingers riss ihn aus den Gedanken. Fester trat der Martin auf das Gaspedal. Das Bauerngefährt fuhr flott die in Regendunst eingehüllte Straße entlang und näherte sich jetzt der alten Steinbrücke, unter der der angeschwollene Wildbach tobte und sich mit Getöse aus der Enge befreite. Martin sputete sich, um heimzukommen und das Ross in den trockenen Stall zu bringen.
Plötzlich gewahrte er vor der Steinbrücke eine Gestalt an der rechten Straßenseite. Jemand stand da und wartete unter dem aufgespannten Regenschirm – eine schlanke Gestalt im Hubertusmantel, mit einem großen Koffer in der Hand. Eine Frau. Ein Mädchen …
Der Traktor verlangsamte die Fahrt und blieb stehen. Martin beugte sich vor, nahm die Pfeife aus dem Mund und sah in ein schmales hübsches Gesicht mit sanften rehbraunen Augen.
»Grüß Gott«, ertönte eine wohlklingende Stimme. »Kann ich ein Stückl mitfahren, Herr? Ich möcht’ nach Mitterau. Die Straße will kein End’ nehmen, und der Regen ist arg schlimm.«
Martin antwortete nicht gleich. Beinahe erschrocken stellte er fest, dass das unter einem grünen Filzhütchen hervorschauende Gesicht oval war und die sanften braunen Augen der verstorbenen Martha ähnelten. Und wie sogar! Fast zum Erschrecken ähnlich. Auch der Klang der Stimme.
»Ich fahr’ net nach Mitterau«, erwiderte er schließlich, »ich bieg’ bei der nächsten Kreuzung ab.«
»Wenn’s auch nur ein Stückl ist, Herr«, bettelte sie. »Der Koffer ist so schwer.«
Martin nickte und nahm ihr den Koffer ab. Er war tatsächlich viel zu schwer für das zierliche Mädchen.
Das Aufsteigen ging etwas ungeschickt vonstatten, während Martin versuchte, den schweren Koffer zu verstauen. Dabei überfiel ihn auf einmal brennende Neugier und ein Gefühl, als sei er etwas Ungewöhnlichem begegnet, das er festhalten und ausfragen musste.
Sie wechselten noch einen Blick miteinander, bevor der Traktor wieder losfuhr, die Steinbrücke überquerte und dann die letzten Straßenwindungen nahm.
»Wohin wollen Sie denn?«, eröffnete schließlich Martin das Gespräch.
Sie lächelte und ließ ihre weißen Zähne zwischen dem Lippenrot aufblitzen. Sie war wirklich verdammt hübsch!
»Ich bin auf Urlaub«, erzählte sie. »Ich möchte zehn oder vierzehn Tage lang irgendwo auf dem Land bleiben.«
»Urlaub«, wunderte Martin sich. »Die Schulferien sind doch, wie mir scheint, schon längst zu Ende – wie überhaupt der Sommer – das Urlaubswetter.«
»Ich bin davon net abhängig«, erklärte sie in heiterem Ton. »Mir ist der Herbst die liebste Zeit zum Urlaub machen.«
»Jeder so, wie er mag«, erwiderte Martin und ertappte sich bei dem Gedanken, dass sie auch bei ihm im Haus bleiben konnte. Platz war genug da. Und schon setzte er hinzu: »Wenn Sie mögen, können Sie auch bei mir logieren. Auf meinem Hof ist viel Platz.«
Ein Lachen folgte der Einladung, aber die Antwort ließ auf sich warten.
Das Mädchen schaute nachdenklich geradeaus, zeigte Martin ein klares, fein gezeichnetes Profil. Unter dem kleinen Jägerhütchen stahl sich eine blonde Haarsträhne hervor.
»Wo liegt denn Ihr Hof?«, erkundigte sie sich mit einem schnellen Blick.
»Obertann heißt der Ort«, sagte er. »Es sind nur paar Höfe, die verstreut liegen. Der meine liegt am höchsten, aber dafür hat er auch die schönste Aussicht. Oder sind Sie schon irgendwo angemeldet? Haben Sie schon eine Unterkunft in Mitterau?«
Sie schüttelte den Kopf und blickte wieder geradeaus. Es schien, als zögere sie mit der Antwort, aber dann gab sie zurück: »Ich bin aufs Geratewohl unterwegs. Der Bahnvorstand, den ich fragte, sagte mir, dass es in Mitterau zwei Gasthöfe gibt, die Feriengäste nehmen.«
Jetzt wusste Martin, dass sie mit der Bahn gekommen war. Aber woher? Wer war sie eigentlich?
Immer brennender wurde die Neugier und immer klarer der Entschluss, diese Bekanntschaft festzuhalten.
Der Traktor fuhr langsam, als Martin erwiderte, dass um diese Zeit überall Quartiere zu finden seien und dass die beiden Gasthöfe von Mitterau gute Gaststätten wären.
»Aber wie schon gesagt, Sie können auch bei mir unterkommen … Oder Sie müssen da vorn aussteigen und zu Fuß weitergehen«, erklärte er beinahe kategorisch.
Aus dem triefenden Grau tauchte die Straßenkreuzung auf. Ein Schild wies nach rechts, nach Obertann.
Wieder traf Martin ein Blick. Diesmal wirkte er forschend, beinahe misstrauisch. Der Vorschlag, mitzukommen, war ja auch ein wenig befremdlich, hatte etwas Unbesonnenes an sich, das offenbar überlegt werden musste.
»Und was wird Ihre Frau dazu sagen?«, forschte sie.
»Ich bin seit fast drei Jahren Witwer«, sagte er und fuhr wieder langsamer. »Hab aber eine Haushälterin und einen jungen Knecht auf dem Hof.« Martin spähte geradeaus in den Regen. »Nach Mitterau sind’s noch vier Kilometer, ich muss aber heim, kann Sie net nach Mitterau fahren.« Martin lupfte den Hut. »Ich schreib’ mich Martin Luckner«, stellte er sich vor. »Und wer sind Sie, wenn ich fragen darf?«
»Ich heiße Anna Geisler«, antwortete sie lächelnd. »Ich nehme Ihre Einladung mit Dank an.«
»Sollte es Ihnen bei uns net gefallen, können Sie ja nach Mitterau gehen und sich dort ein anderes Quartier suchen. Morgen hätte ich Zeit, Sie rüberzufahren.«
Noch ein taxierender Blick, ein letztes blitzschnelles Überlegen, dann nickte sie zustimmend und sagte: »Mal sehen, Herr Luckner.«
Er lachte zufrieden, trat fester aufs Gaspedal, und der Traktor mit dem Anhänger bog nach rechts ab.
***
Der Hof lag am Hang und wurde von ein paar alten Nussbäumen beschirmt, die bereits ihr Blattwerk abschüttelten. Das zweistöckige Wohnhaus mit den blumengeschmückten Balkonen war mit dem Stallgebäude, über dem sich der Stadl erhob, verwachsen und blickte mit der Giebelseite ins Tal hinab. Unter dem Wagenschuppen standen ein paar Bauernfahrzeuge.
Das Anwesen sah ordentlich und wohlhabend aus. Alles schien seinen Platz zu haben und am richtigen Fleck zu stehen.
Viehlärm drang aus dem Stall, das Blöken eines Kalbs, dann eine weibliche, ärgerlich klingende Stimme. Jetzt tauchte ein schmaler Bursche in Arbeitskleidung und ausgetretenen Gummistiefeln unter der Stalltür auf und schob einen Karren voll Mist auf den dampfenden Misthaufen.
»Steh doch, damische Urschl!«, erscholl es ärgerlich hinter dem prallen Leib einer schweren Milchkuh.
Afra Brunner war bei der Arbeit. Nicht nur, dass sie seit Jahr und Tag auf dem Lucknerhof die Schlüsselgewalt ausübte und dem verwitweten Bauern den Haushalt führte, sie molk, versorgte mit dem jungen Knecht Toni zusammen das Vieh und war so tüchtig, dass der Bauer, aber auch die Nachbarschaft ihre Freude daran hatten.
Die Afra war mit ihren sechsunddreißig Jahren nicht nur in ihrem besten Alter, sondern auch sonst ein gutes, blitzordentliches Weiberleut, auf das ein Bauer stolz sein konnte.
Dass sie den Martin seit dem ersten Tag ihres Kommens still verehrte, verlieh ihrem Wesen eine Art Mütterlichkeit und Arbeitseifer, weil sie Martin tagtäglich zeigen wollte, wie wichtig sie im Haus war und dass er ohne sie hilflos gewesen wäre wie ein kleines Kind. Sie galt als entfernte Verwandte der viel zu früh verstorbenen Bäuerin, war auch tatsächlich um ein paar verwandtschaftliche Eck herum mit der seligen Martha verwandt und weilte damals, als das große Unglück geschah, als Besuch auf dem Hof.
Dass daraus eine Lebensaufgabe mit sehr ernstem Hintergrund erwuchs, entwickelte sich aus der tragischen Situation, in die Martin geraten war und die er letztlich nur mit Afras Hilfe meisten konnte.
Überhaupt schien die Familie Luckner ein absterbender Ast am bisher weit verzweigten Stammbaum zu sein. Martins Mutter starb, als er zwölf war, und der Vater verunglückte beim Sprengen eines Wurzelstocks durch eine zu früh hochgegangene Dynamitladung. Schon mit knapp einundzwanzig Jahren sah Martin sich vom Schicksal auf den Platz eines Jungbauern gestellt, der mit dem Heiraten nicht lange warten durfte, weil eine Bäuerin auf den Hof gehörte.
Der Knecht, der jetzt die zweite Fuhre dampfenden Kuhmists auf den Misthaufen schob, hörte das Tuckern des Traktors, konnte den heimkehrenden Bauern jedoch noch nicht sehen, da das Fahrzeug wegen des schweren Anhängers nur langsam den schräg zum Berghang emporsteigenden Fahrweg herauf kam.
»Der Bauer kommt!«, meldete Toni und dachte an das Ross, das der Bauer kaufen und im hinteren Stallverschlag unterstellen wollte.
Der vom Kuhstall abgrenzte Raum war schon hergerichtet. Frische Streu und eine große Portion gequetschter, mit Häcksel vermischter Hafer warteten auf den vierbeinigen Zuwachs, über dessen Verwendungszweck sich eigentlich nur Martin klar war, wogegen die Afra meinte, die Anschaffung des Rosses sei ein teurer Spaß. Aber da ließ sich der Martin denn doch nichts dreinreden, und ihr war es letztlich auch egal, was er mit dem Ersparten machte. Jedenfalls besser, es in einem Rosskauf anzulegen, als es ins Wirtshaus tragen und in Schnaps, Bier oder Wein umsetzen!
Afra musste noch drei Kühe melken, bevor sie sich um den heimkehrenden Martin kümmern konnte. Sicher hatte er irgendwo gegessen, sodass er nicht verhungern brauchte und aufs Herrichten des Abendessens warten konnte.
Trotzdem sputete sie sich mit der Melkarbeit. Der Toni lief hinaus und sah mit Verwunderung, dass der Bauer einer Frauensperson vom Traktor half, einen großen Koffer nachholte und zur Haustür brachte, dort mit der fremden Person ein paar Worte redete und dann mit ihr im Hausflur verschwand. Das im Verschlag stehende Haflinger Ross wieherte schrill und wollte aus der Enge heraus in den Stall, dessen Geruch das Ende der unbequemen Reise verriet.
»Brunnerin, der Bauer hat jemanden mitgebracht!«, meldete der rothaarige Bursche mit Eifer. »Ein Weiberleut! Der Bauer hat’s in die Stube geführt.«
Afra zog noch ein paarmal an den Milchstrichen der Kuh, runzelte unter dem enganliegenden Kopftuch die Stirn, stand auf und ging mit dem Milcheimer zu einer großen Zinkkanne, in der die Milch gesammelt und für den Abtransport in die Molkerei aufbewahrt wurde.
Ein Frauenzimmer auf dem Hof? Ohne jedliche Vorankündigung! Ohne sie, Afra, zu fragen? Was fiel dem Martin da ein?
Noch während sie mit Verwunderung und aufsteigendem Ärger kämpfte, betrat der Bauer den Stall durch die Tür, die in den Hausflur führte. Mit schnellen Schritte kam er auf Afra zu.
»Grüß dich, Afra«, sagte er mit ungewöhnlicher Freundlichkeit. »Da bin ich wieder. Ich hab net nur ein schönes Rössl mitgebracht, sondern auch einen Gast, der bei uns über Nacht bleiben will.«
