Atelier der Lust - Hanna Julian - E-Book

Atelier der Lust E-Book

Hanna Julian

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Beschreibung

-- Ménage à trois im Künstleratelier -- Die lesbische Juliette nimmt die Stelle als Gehilfin des Malers Romain an und soll auch dafür sorgen, dass seine Aktmodelle sich im Atelier wohlfühlen. Als die verführerische Monique Gefallen an Juliette findet, wird Romain Zeuge der leidenschaftlichen Vereinigung beider Frauen. Er muss all seine Selbstbeherrschung aufbringen, um sein Gemälde trotz der sinnlichen Spiele zu vollenden, die ihn fast in den Wahnsinn treiben. Darf auch er mit den beiden rassigen Schönheiten gemeinsam den Gipfel der Lust erklimmen? --- Ab 18 wegen expliziter Sexszenen.

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Veröffentlichungsjahr: 2026

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Atelier der Lust

(Zuvor erschienen unter dem Titel „Atelier der Lüste“ im Club der Sinne Verlag. Vollständige Neubearbeitung 2026)

Das erste Mal im Atelier

Die Luft war vom schweren Geruch der Ölfarben geschwängert. Durch die hohen Fenster fiel Sonnenlicht in den Raum und schien die Gemälde, die darin auf Staffeleien standen, vollends zum Leben zu erwecken.

Juliette war sich sicher, dass diese wundervollen Kunstwerke jedoch auch ohne die Sonnenstrahlen ihren sinnlichen Reiz entfalteten, denn ein jedes von ihnen zeigte eine unbekleidete Schönheit, die vom Künstler so lebendig verewigt worden war, dass Juliette fast das Gefühl hatte, nicht allein mit dem Maler in dessen Wohnung zu sein.

Romain Rigot wischte seine Hände an einem Tuch ab, während er Juliette in Augenschein nahm.

„Nun, Madame, Sie wären also an der Stelle interessiert, die ich in der Zeitung inseriert habe?“

„Oh, ich bin nicht verheiratet, Monsieur Rigot. Nennen Sie mich einfach Juliette, wenn Sie mögen.“

Er lächelte knapp, und Juliette bemerkte, dass seine Augen funkelten, als sie gestand, nicht vermählt zu sein.

Rigot trug sein langes braunes Haar im Nacken zusammengebunden, seine Bartstoppeln zeugten davon, dass er an diesem Morgen die Rasur ausgelassen hatte … vielleicht auch die am Tag zuvor. Er war wohl Ende zwanzig schätzte Juliette – damit war er ein wenig jünger als sie selbst. Ein Mann, der Ausstrahlung hatte, zudem einen schlanken Körper, blaue Augen und wunderschöne Hände … ja, das war ihr aufgefallen, auch wenn sie all seine körperlichen Reize bei Weitem nicht so interessierten, wie er in diesem Moment wohl annahm und bestimmt gewohnt war.

Er warf ihr einen Blick zu, mit dem er offenbar einzuschätzen versuchte, wie er auf sie wirkte – das alte Spiel. Juliette spielte es nie lange mit … nicht bei einem Mann.

Sie trug dezentes Make-up, das dunkle, halblange Haar offen. Ihre Stimme war angenehm und strahlte Selbstvertrauen aus.

„Es ging in Ihrer Anzeige nur sehr vage um die Dinge, die ich hier zu erledigen hätte. Darf ich davon ausgehen, dass die Aufgaben einer Gehilfin nicht beinhalten, für Sie Modell stehen zu müssen?“

Er lächelte abermals und zog eine Augenbraue hoch.

„Richtig, es bedeutet nicht, dass Sie für mich nackt posieren sollen. Wenn ich Modelle suche, dann muss ich nicht mit falschen Angaben locken. Es gibt genügend Frauen, die sich gerne hüllenlos malen lassen. Was mir fehlt, ist ein guter Geist, der mir im Haushalt zur Hand geht. Der ab und zu für mich kocht, aber vor allem jemand, der meinen Modellen Sicherheit verleiht und das Gefühl, umsorgt zu sein. Das wäre sogar Ihre Hauptaufgabe.

Ich möchte, dass jemand ohne Scheu in der Lage ist, die unbekleideten Damen mit allem zu versorgen, was ihr Herz begehrt. Oftmals vergesse ich beim Malen die Zeit, und ich denke, dass ich weniger … egoistisch erscheine, wenn sich jemand währenddessen um das leibliche Wohl der Modelle kümmert.“

„Monsieur Rigot …“

Er unterbrach sie: „Nennen Sie mich doch bitte Romain.“

„Romain“, begann sie erneut, „ich denke, diese Aufgaben werde ich zu Ihrer Zufriedenheit erledigen können.“

Er reichte ihr die Hand. „Dann herzlich willkommen in meinem Atelier und in meiner Wohnung, Juliette.“

Der schüchterne Romain

Wie mit dem Künstler besprochen, läutete Juliette am nächsten Tag gegen späten Mittag an seiner Wohnungstür. Sie fand ihn halb angezogen vor, dafür klemmte ein Pinsel zwischen seinen Zähnen. Er nahm ihn heraus, schob sich ihn hinters Ohr, und band sich rasch mit einem schwarzen Samtband – das zuvor um sein Handgelenk geschlungen gewesen war – die Haare zusammen.

Als er sich im Anschluss nachdenklich über die Augenbraue rieb, verteilte er, ohne es zu bemerken, ein wenig Kobaltblau auf der Stirn. Es harmonierte hervorragend mit seinen Augen, daher lächelte Juliette lediglich, wies ihn jedoch auf sein kleines Malheur nicht hin.

Romain schien zu grübeln, mit was er seine neue Hilfe beauftragen könnte. Juliette kam in den Sinn, dass sie wohl die erste war, die ihm zur Hand gehen sollte. Romain machte eine vage Geste zur Küche.

„Vielleicht könnten Sie mir einen Salat zubereiten? Alles Nötige müsste im Kühlschrank sein, glaube ich.“

Juliette lächelte und erwiderte: „Natürlich, ein Salat. Er wird in Kürze fertig sein. Wann kommt Ihr Modell, und wie heißt die Dame?“

Der Maler kratzte sich an der Wange und verteilte damit noch ein wenig Kobaltblau in seinem Gesicht. Er murmelte: „Sie heißt Monique und kommt in etwa einer halben Stunde.“

„Dann sollten Sie sich vielleicht nun fertig anziehen“, erwiderte Juliette und deutete auf seinen offenen Hosenschlitz. Romain neigte den Kopf. Er biss sich auf die Lippe, während er den Reißverschluss hochzog.

„So was … gut, dass ich Sie jetzt habe. Das wäre peinlich geworden.“

Juliette lachte und fügte an: „Ein Paar Socken könnten auch nicht schaden.“

Er senkte erneut den Kopf. „Oh, ich male gerne barfuß. Ist eine Eigenart, über die sich bislang noch niemand beschwert hat.“

„In Ordnung, dann werde ich es auch nicht tun“, sagte Juliette. „Aber Sie sollten noch einen Blick in den Spiegel werfen, bevor Sie die Dame empfangen“, empfahl sie, nur für den Fall, dass er gar nicht so eitel war, wie er auf sie wirkte, und dann sein neues Modell womöglich doch noch mit dem Blau im Gesicht empfing.

„In den Spiegel?“, fragte er verwirrt nach. Juliette lächelte. Nein, er war wohl nicht so eitel.

„Ja … Sie haben da ein wenig Farbe verteilt.“

„Oh, danke! Ich merke schon, Sie sind Ihr Geld mehr als wert.“

Zu ihrer Überraschung gesellte sich Gesichtsröte zum Kobalt. Er ging mit eiligen Schritten ins Bad und schloss die Tür leise. Juliette blickte ihm hinterher. Romain war offenbar ein sensibler Mann mit Anstand. Das gefiel ihr, und sie war froh, sich auf die Anzeige gemeldet zu haben.

Erst hatte sie sich davor gescheut, ausgerechnet bei einem Maler vorzusprechen, der leicht oder vor allem unbekleidete Frauen malte. Er hatte diesen Umstand mit in der Anzeige erwähnt, und ihr war klar gewesen, dass dieser Punkt für ihn von Bedeutung war. Das war er auch für sie, wenngleich aus anderen Gründen als wohl bei den meisten Zugehdamen.

Sie zumindest genoss den Anblick hübscher Frauen auf dieselbe Art, wie die meisten Männer. Doch ein männlicher Künstler, der so etwas tat, war allzu oft ein Filou, dem die Ansichten der Frauen nicht so wichtig waren, wie sie anzusehen … sie anzugeifern.

---ENDE DER LESEPROBE---