Berufung - Dr. August Höglinger - E-Book

Berufung E-Book

Dr. August Höglinger

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Beschreibung

Ein inneres Glück stellt sich ein, wenn ich der Berufung folge. Mit jedem Ruf, den ich befolge, wachse und reife ich. Und das Positive daran ist, es befähigt mich nach und nach, intensivere Rufe zu hören. Rufe zu denen ich früher vielleicht noch gar nicht befähigt war. Und das ist der Weg zu meinem eigentlichen Leben, zu einer vollen Lebendigkeit

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Seitenzahl: 37

Veröffentlichungsjahr: 2015

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August Höglinger

Berufung

Impressum:

Herausgeber und Verleger: Dr. August HöglingerLektorat: Textservice Johann Schnellinger, LinzCover: pixelkinder, www.pixelkinder.comSatz und Layout: pixelkinder, www.pixelkinder.comRedaktionelle Bearbeitung: Mag.a Maria Hammer

Copyright © 2015 by Dr. August Höglinger, Fröhlerweg 8, A-4040 LinzAlle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Bestellungen an den Verlag:

Dr. August Höglinger, Fröhlerweg 8, A-4040 LinzTel.: ++43(0)732 / 75 75 77Fax: ++43(0)732 / 75 75 77, DW 4E-Mail: [email protected]: www.hoeglinger.net

ISBN 978-3-902410-39-9

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist Berufung?

Die Grundberufung

Die persönliche Berufung

Die alltägliche Berufung

Die Berufung einer Gruppe oder eines Volkes

2. Wie läuft Berufung ab?

Die Phasen der Berufung

a) Den Ruf hören

b) Dem Ruf folgen

3. Was steht der Berufung im Wege?

4. Was passiert, wenn ich der Berufung folge?

Einleitung

Der erste Mensch, der zum Thema Berufung zu einem Begleitgespräch zu mir kam, war ein 58-jähriger Mann. Er sagte: „Herr Höglinger, ich habe das Gefühl, dass ich meine Berufung erfüllt habe und jetzt gehen kann. Ich könnte aus dem Leben gehen und ich weiß nicht, ob ich jetzt sterben oder nicht sterben soll.“ Wir haben eine Stunde lang daran gearbeitet, ob es noch einen Sinn gibt, zu bleiben. Er hat einen Grund gefunden. Seine Frau hat verständlicherweise große Angst bekommen, als er ihr von seinen Gedanken erzählte. Auch die Kinder. Aus Liebe zu den Kindern und zur Frau hat sich dieser Mann dann dafür entschieden, zu bleiben. Mir wurde dabei völlig klar, dass es nur wenige Menschen gibt, die ihrer Berufung vollständig folgen.

Ein anderer Mann kam auch mit 58 Jahren zu mir. Das ist für die Berufung offensichtlich ein ganz besonderes Alter. Er sagte mir, dass er erkannt hat, dass alles, was er bis jetzt in seinem Leben gemacht hat, dazu da war, um ab jetzt seiner Berufung folgen zu können. Seine Ausbildung, dieser Job, jener Job: All das war in Wirklichkeit nichts anderes als eine Vorbereitung. Seine Berufung ist, ich darf es sagen, wieder eine Feierkultur unter die Menschen zu bringen. Die Menschen wieder zu lehren, wie Feiern geht.

Zur Berufung generell stimmt für mich folgender Gedanke: „Gott beruft nicht die Fähigen, sondern er befähigt die Berufenen.“

Eines Tages habe ich mich auch selbst hingesetzt und in mich hineingespürt, wozu mich Gott befähigt. Durch die Befähigung ergibt sich nämlich ein Hinweis darauf, wo vielleicht die Berufung liegen könnte.

Es beginnt bei mir schon mit der Geburt. Ich bin ein Zwilling und habe eine Zwillingsschwester. Ich erzähle Ihnen das deswegen, weil ich Ihnen erklären möchte, wie Gott befähigt. Was habe ich dadurch gelernt? Erstens, dass ich, weil ich eine Zwillingsschwester habe, zweisprachig aufgewachsen bin. Das bedeutet, ich kann reden wie eine Frau und ich kann reden wie ein Mann. Diese Fähigkeit setze ich bei Paargesprächen ein. Ich stelle mich hinter die Frau und erzähle dem Mann in seiner Sprache, was sie eigentlich sagen möchte. Dann stelle ich mich hinter den Mann und mache dasselbe. Dieses Talent ist bei Beziehungsthemen sehr erhellend.

Zweitens ist da der Tod, der frühe Tod meines Vaters, der damals in meiner Seele etwas ausgelöst hat und mich den Umgang mit Trauer und Tod gelehrt hat.

Diese Kompetenz führte dazu, dass ich immer wieder von Menschen gefragt wurde, ob ich sie in ihrer Trauer begleiten könne. Ich habe nie explizit eine Ausbildung dazu gemacht. Das Leben hat mich ausgebildet. Die Menschen, die zu mir gekommen sind, haben mich ausgebildet.

Die Sensibilität als Zwilling ist ein großer Pluspunkt für mich, aber auch meine größte Schwäche. Es ist fast immer so, dass jede Gabe auch eine Schattenseite hat und gleichzeitig eine der größten Schwächen ist, die man hat.

Diese Sensibilität ist hilfreich, denn in Begleitsituationen kann ich mich in Menschen hineinfühlen wie selten jemand anderer. Gleichzeitig muss ich achtgeben, dass ich dabei nicht verloren gehe. Deshalb wurde das Thema „Grenzen setzen“ für mich so lebenswichtig und es führte dazu, dass ich ein Buch darüber verfasste.

Immer wenn ich glaube, etwas kapiert zu haben, schließe ich es ab, indem ich ein Buch darüber schreibe. Dann kann ich die Erfahrungen hinter mir lassen nach dem Motto: „Wenn du in einer Sache Meister geworden bist, dann solltest du in einer anderen wieder Lehrling werden.“ Das ist auch ein Leitspruch meines Lebens, der mir sehr viel hilft.