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In einem Gespräch nehme ich Mimik, Gestik, Haltungen und Bewegungen des Partners wahr. Sehr oft bin ich unsicher, was ein Ausdruck des Körpers besagt. In diesem Nachschlagewerk der Körpersprache erhalten Sie Antworten auf folgende Fragen: Was sagt mir die Haltung und der Stand eines Menschen? Was kann ich aus dem Sitzen und Gehen ablesen? Welche körpersprachlichen Hinweise bekomme ich bei einer Begrüßung? Wie deute ich Gestik und Mimik richtig? Welche Rolle spielen die Sinnesorgane in der Körpersprache? Welche animalischen Gesetze wirken hinter der Sprache des Körpers? Wenn Sie einen körpersprachlichen Ausdruck besser verstehen oder klarer kommunizieren wollen, dann schlagen Sie in diesem Wörterbuch nach.
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Seitenzahl: 61
Veröffentlichungsjahr: 2015
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August Höglinger
des Körpers
Impressum:
Herausgeber und Verleger: August HöglingerLektorat: Johann Schnellinger, Textservice, LinzCover: Projektagentur Weixelbaumer KEG, Landstraße 22, 4020 Linz
Copyright © 2004 by August Höglinger, Fröhlerweg 8, A-4040 Linz.Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.
Bestellungen an den Verlag:Dr. August Höglinger, Fröhlerweg 8, A-4040 LinzTel.: ++43(0)732 / 75 75 77Fax: ++43(0)732 / 75 75 77-4E-Mail: [email protected]: www.hoeglinger.net
ISBN 978-3-902410-23-8
Vorwort
Allgemeines zur Körpersprache
Gedankensplitter zur nonverbalen Kommunikation
Interpretation körpersprachlicher Signale
Wie spricht unser Körper?
Die Haltung – aufrecht und gerade
Merkmale der Körperhaltung
Standarten – ein fester Stand
Das Sitzen – mein guter Platz
Sitzhaltungen – Sitzpositionen
Sitzanordnungen am Tisch und ihre Wirkungen
Das Gehen – wie geht’s?
Die Gangarten – zielstrebig vorwärts
Abstand – Nähe und Distanz
Gestik – die Sprache der Hände
Begrüßen – ein Händedruck sagt mehr als viele Worte
Mimik – die Sprache des Gesichtes
Die Sprache der Ohren
Die Sprache von Haut und Kopf
Die Sprache von Hals, Nacken, Schultern und Rücken
Die Sprache von Brust, Bauch und Becken
Die Sprache von Knien und Füßen
Die Stimme – Stimmung machen
Kontakt aufbauen
Mit der Körpersprache eine gute Gesprächsbasis aufbauen
Die Wirkungen von Kleidung und Statussymbolen
3 animalische Gesetze
Revier- und Territorialverhalten
Dominanzverhalten – Imponiergehabe
Werbungs- und Balzverhalten
12 Stufen des Paarungsverhaltens
Literaturverzeichnis
Männliche/weibliche Form im Text
Ich habe aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes nur eine Form der Anrede gewählt, und zwar die männliche, weil sie die gängigere ist. Diese steht stellvertretend für beide Geschlechter. Ich bitte alle meine Leserinnen und Leser um ihr Verständnis.
Welche Sprachen sprechen Sie eigentlich? Deutsch, Englisch …?
Ich vermute, dass in Ihrer persönlichen Aufzählung eine der wichtigsten fehlt: die Sprache des Körpers.
Die Körpersprache hat im Umgang zwischen Menschen eine wesentlich größere Bedeutung als das gesprochene Wort, denn der bei weitem überwiegende Teil unserer Kommunikation verläuft nonverbal. Da sie von allen Menschen gesprochen wird, ist die Körpersprache auch die weltweit meistgesprochene Sprache.
Die genaue Beobachtung und richtige Deutung der Körpersprache hilft Ihnen zuallererst, sich selbst besser zu verstehen. Sie hilft Ihnen aber auch, den anderen besser zu verstehen. Schließlich hilft sie Ihnen, vom anderen besser verstanden zu werden. Dies gilt für den beruflichen Bereich (zum Beispiel bei Verhandlungen) ebenso wie für den privaten Umgang miteinander (zum Beispiel in einer Partnerschaft).
Für jede Sprache gibt es ein Wörterbuch. Der vorliegende Band ist das Wörterbuch der Körpersprache. Weil es ein Nachschlagewerk ist, habe ich es nicht bebildert, damit es kurz und kompakt Auskunft über die Bedeutung und Deutung körpersprachlicher Ausdrucksformen gibt. Es will Sie zu einem einfühlsamen Umgang mit sich und Ihren Mitmenschen motivieren und Sie auf Ihrem Weg zu einer geglückten Kommunikation begleiten.
Viel Freude beim Verstehen und vor allem beim Sprechen der Körpersprache wünscht Ihnen
August Höglinger
Linz, Jänner 2005
Die Körpersprache besteht – wie jede Sprache – aus Buchstaben und Wörtern. Die beiden wichtigsten Wörter der Körpersprache sind: öffnen und schließen.
Der Körper kann nicht schweigen.
•Die Körpersprache ist die Sprache, die jeder ständig spricht – wie von selbst und unbewusst.
•Kaum jemand nimmt sie bewusst wahr, das heißt er oder sie fasst die Signale gedanklich in Worte. (Zum Beispiel: Jetzt hat mein Gesprächspartner die Mundwinkel leicht nach oben gehoben.) Sie wird meist unbewusst wahrgenommen und wie unbewusst gesprochen. Wir reagieren in der Regel gefühlsmäßig auf körpersprachliche Zeichen des anderen.
•Wir erfassen die nonverbalen Signale immer nur als Gesamtbild, obwohl wir eine Fülle von Teilinformationen erhalten (wie Körperbau, Kleidung, Gestik, Tonfall, Haarfarbe und so weiter). Wir sagen dann: „Die Person hat einen Eindruck auf mich gemacht.“
•Unser Körper reagiert sofort und blitzschnell – wie es beispielsweise bei „Liebe auf den ersten Blick“ ist. Noch bevor wir überhaupt etwas gedanklich in Worte fassen können, was passiert ist, hat der Körper bereits eine Fülle von Informationen verarbeitet und reagiert mit entsprechenden Signalen, wie etwa den leuchtenden Augen oder dem Erröten.
93–97 % der Kommunikation laufen ohne Worte ab. 3–7 % der Informationen werden mit Worten vermittelt.
Im Gegensatz zur allgemein vorherrschenden Meinung hat die Kommunikation auf nichtsprachlicher Ebene bei der gegenseitigen Verständigung wesentlich mehr Bedeutung als das gesprochene Wort.
Bewerten und urteilen Sie nie vorschnell!
Es könnte auch ganz anders sein, als Sie meinen. Erst mit viel Einfühlungsvermögen und Gespür beziehungsweise mit genauer Kenntnis der Umstände sind richtungweisende Aussagen möglich.
Fragen Sie immer nach, wenn Sie die Körpersprache Ihres Gesprächspartners nicht verstehen!
•Körpersprache ist angeboren, anerzogen und angelernt.
– angeborene Signale:
das Lachen, das Weinen, das Naserümpfen
– anerzogene/erlernte Signale:
das Händeschütteln beim Begrüßen, das Victory-Zeichen
•Körpersprachliche Signale sind unbewusst oder bewusst.
– unbewusste Signale:
das Schwitzen, das Frösteln, das Erröten
– bewusste Signale:
die offenen Arme, die zusammengepressten Lippen
•Körpersprachliche Signale sind nicht interkulturell. Verschiedene Kulturkreise haben unterschiedliche Ausdrucksweisen entwickelt. Dies sollte man bei Kontakten mit Menschen aus anderen Kulturkreisen unbedingt berücksichtigen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Unsere Empfindungen und Wünsche äußern sich stets unmittelbar physisch, daher kann die Körpersprache nicht lügen. Die Körpersprache unseres Gesprächspartners verrät uns manchmal mehr, als ihm vielleicht lieb ist. Oft steht das gesprochene Wort im Widerspruch zur Sprache des Körpers. Wir erhalten dann so genannte Doppelbotschaften:
1. die Botschaft der Sprache und
2. die Botschaft des Körpers.
Jemand sagt mit Worten „JA“ und schüttelt dabei den Kopf. Jemand sagt: „Dein Argument ist sehr interessant“ und stellt dabei das Glas weg.
Die Körpersprache ist nie richtig oder falsch.Sie spricht, was ist.
•Wir kommunizieren, weil wir einen Körper haben. In der englischen Sprache gibt es dazu die Unterscheidung zwischen somebody und nobody. Wenn du jemand für mich bist, also Bedeutung für mich hast, dann bist du gleichsam ein Somebody (das heißt du hast für mich einen Körper). Bist du für mich bedeutungslos und ignoriere ich dich deshalb, dann bist du ein Nobody (das heißt du hast für mich keinen Körper).
•Es ist unmöglich, nicht auf die Umwelt zu reagieren: „Ich habe gar nichts getan!“ – „Eben!“
•Benennungen werden vom Körper immer in Körpersprache umcodiert.
•Gedanken wirken sich körpersprachlich aus. Achten Sie stets darauf, was Sie denken! Geändertes Denken bewirkt eine geänderte Körpersprache.
•Keine Bewegung, die wir machen, ist zufällig, sondern immer ein Ergebnis des bewussten oder unbewussten Denkens. Ruckartige Bewegungen deuten auf eine plötzliche Einsicht hin.
•Etwas ist erst dann richtig gelernt, wenn es auch körperlich gelernt ist. Zum Beispiel: Ein Kind lernt zählen oder über Stufen steigen: „Eins – zwei – drei.“
•Der Körper kann manipulieren (beeinflussen). Zuerst beeinflussen wir uns selbst. Die anderen beeinflussen wir, indem wir ein anderes körpersprachliches Angebot machen.
•Was den Körper aufrecht hält:
– das Sehvermögen
– das Wahrnehmen des Bodens mit den Füßen (Fußsohlen)
– das Gleichgewichtsorgan
– die Antigravitationsmuskeln
•Der Organismus nimmt nur Veränderungen wahr (bei uns selbst und beim anderen). Was wir also wahrnehmen, ist der Unterschied zwischen den Dingen und nicht das Ding selbst.
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