Bommel fliegt nach Kanada - Karin Kirwa - E-Book

Bommel fliegt nach Kanada E-Book

Karin Kirwa

2,2
3,99 €

Beschreibung

Bommel dachte schon, in diesem Jahr müsste er zu Fuß in den Urlaub gehen. Nein, nein, diesmal fliegt er zu seinem Freund Snoro nach Kanada. Aber statt gemütlich aus dem Fenster in die Wolken zu schauen, wird dieser Flug das gefährlichste Abenteuer seines - und auch meines - Leben. Aber lest besser selbst, ob das wohl alles gut geht, für mich ist das wieder viel zu aufregend.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 47




Das Buch

Bommel dachte schon, in diesem Jahr müsste er zu Fuß in den Urlaub gehen. Nein, nein, diesmal fliegt er zu seinem Freund Snoro nach Kanada. Aber statt gemütlich aus dem Fenster in die Wolken zu schauen, wird dieser Flug das gefährlichste Abenteuer seines – und auch meines - Lebens.

Aber lest besser selbst, ob das wohl alles gut geht, für mich ist das wieder viel zu aufregend.

Die Autorin

Karin Kirwa schreibt seit vielen Jahren die unterschiedlichsten Kinderbücher. Hier stellt sie den 7. Band ihrer Bommel-Reihe vor. Sie liebt die Natur. Bei ihren langen Spaziergängen durch die Wälder, wenn Rehe, Füchse und auch mal ein Wildschwein ihren Weg kreuzen, hat sie ihre besten Ideen. Die Autorin lebt an der Ostsee.

Für meine Enkelkinder

Besuchen Sie mich auch im Internet:

www.bommel-und-mehr.de

Bommel saß auf seinem Bett, in der linken Ecke, wie immer, und war von seinem letzten Abenteuer soooo müde, dass er schnarchte wie ein Weltmeister.

Bommel ist ein kleiner Teddybär und mein allerbester Freund. Und ich bin so etwas wie seine Teddybärenmutter, na ja, nicht wirklich, nur so ähnlich. Natürlich hat Bommel auch eine richtige Mama, aber die lebt weit weg im Teddybärenland, irgendwo auf der Welt. Wie Bommel in mein Haus gekommen ist, das erzähle ich euch ein anderes Mal. Versprochen.

Aber so viel kann ich euch schon verraten, Bommel ist der bravste und mutigste Teddybär, den ich jemals gesehen und erlebt habe. Ihr werdet es schnell merken. Nun denn, Bommel schlief wieder einmal tief und fest, und nichts und niemand konnten ihn aufwecken.

Er schlief schon seit vielen Monaten. Der Sommer ging dem Ende zu, nun nahte der Herbst, und Bommel schlief immer noch. Wenn man so viele Abenteuer erlebt wie dieser kleine Teddybär, dann darf man auch ruhig mal ein bisschen länger schlafen, finde ich.

Manchmal war ein leises Schnarchen zu hören, und ab und zu wackelte er mit dem Kopf, wenn es in seinen Träumen besonders heftig zuging, ansonsten war es ruhig. Ab und zu träumte er offensichtlich von seinem neuen Freund Snoro, den er zwar noch nicht persönlich kannte, aber ich hatte Bommel viel von ihm erzählt, und er besaß auch Bilder von ihm.

Snoro ist ein kleiner Hund, und sehr, sehr brav. Ab und zu schrieben sie sich. Nein, eigentlich hatten meine Freundin und ich uns geschrieben. Hunde können ja nicht schreiben. Wenn Bommel schreibt, dann sieht es so aus, als ob Hühner über das Papier gelaufen wären.

In seinen Träumen hörte Bommel Snoro bellen, und plötzlich sah er ihn angerannt kommen und so aufgeregt an ihm hochspringen, dass er einen heftigen Stoß bekam. Blitzartig wachte Bommel auf und landete dadurch wie üblich auf dem Teppich vor seinem Bett. Er war jedoch genau auf seine Nase gefallen. Die tat ihm jetzt gehörig weh und blutete auch etwas.

Weil Bommel zwar ein großer Held ist, aber zusätzlich sehr empfindlich, heulte er erst einmal laut. Dann suchte er in seinem Zimmer nach Snoro, um mit ihm zu schimpfen, weil der ihn geschubst hatte. Aber natürlich war da kein Snoro. Bommel verstand die Welt nicht mehr. Was war denn nur los?

Ich war im Erdgeschoss wie so oft mit Staubsaugen beschäftigt und wunderte mich, woher die ganzen Krümel kamen. Bommel, unser Oberkrümelmonster, schlief doch. Dann besah ich mir ein etwas größeres Teil genauer und stellte verblüfft fest, dass es ein Hundeleckerli war. Merkwürdig! Ich schüttelte meinen Kopf. Jetzt krümelten auch schon die Hunde! Ganz in Gedanken versunken saugte ich weiter, als ich plötzlich ein seltsames Geräusch vernahm. Sofort schaltete ich den Staubsauger aus, und nun hörte ich es ganz deutlich. Bommel war wach und weinte. Ach ja! Schnell rannte ich die Treppe hinauf, stolperte, stieß mir heftig mein Schienbein an und stürzte in Bommels Zimmer.

Der saß vor seinem Bett auf dem Teppich, hielt sich die Nase und schluchzte. Etwas Blut rann zwischen seinen Fingern hindurch und tropfte auf seinen Schlafanzug und auf den Teppich.

Schnell nahm ich Bommel hoch, um ihn zu trösten. Ich drückte ihn fest an mich, bis er langsam aufhörte zu weinen.

„Bommel, was ist denn passiert?“, fragte ich. Er jammerte: „Snoro ist an mir hochgesprungen, und dadurch bin ich aus dem Bett gefallen.“

„Ach, Bommel, du hast wieder einmal heftig geträumt. Hier ist kein Snoro.“

Das machte Bommel schon wieder ein bisschen kiebig, und er antwortete: „Aber ich habe ihn gesehen, vielleicht solltest du mal deine Brille aufsetzen. Lass mich bitte runter, vermutlich ist er unter meinem Bett.“

Ich lächelte, aber so, dass Bommel es nicht sah, und setzte ihn auf den Boden. Schnell schaute er unter das Bett, und es war klar, was er sah - nämlich nichts. Vielleicht ein paar Wollmäuse, ihr wisst schon, die liegen da manchmal, wenn man nicht ordentlich saubermacht.

Zu allererst musste ich die blutende Nase verbinden, und das tat ich dann auch.

Bald zierte ein großer Verband Bommels Nase, und er sprach nun sehr undeutlich: „Ich habe Hunger!“ Natürlich was sonst.

„Was möchtest du denn?“, fragte ich ihn, und er antwortete: „Nudeln, bitte.“

Wir kletterten die Treppe hinunter in die Küche, und ich setzte Wasser auf, um ihm die Nudeln zu kochen. Während wir warteten, bis das Wasser sprudelte, wollte ich mich ein bisschen mit Bommel unterhalten. Aber der schaute aus dem Fenster, und was er sah, machte ihn gar nicht fröhlich.

„Ist es etwa schon Herbst? Da liegen ein paar Blätter auf dem Rasen. Bist du vielleicht ohne mich in den Urlaub gefahren?“ Bommel drohte schon wieder überzulaufen, also mit Tränen, meine ich. Und so beruhigte ich ihn schnell: „Nein, Bommel, in diesem Jahr fahren wir im Herbst in den Urlaub. Du denkst doch wohl nicht, dass ich alleine fahre, oder?“