Castle 6: Raging Heat - Wütende Hitze - Richard Castle - E-Book
Beschreibung

Im neuesten Roman des New York Times-Bestsellerautors Richard Castle fällt ein illegaler Einwanderer vom Himmel, und die Untersuchungen der NYPD-Mordermittlerin Detective Nikki Heat zu seinem Tod regen schon bald die Fantasie ihres Freundes Jameson Rook an, dem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Journalisten. Als er beschließt, den Fall gemeinsam mit Heat zu bearbeiten, um daraus seine nächste große Story zu machen, ist Nikki zuerst glücklich, ihn als Begleiter dabeizuhaben. Ja, sie muss Rooks übliche verrückte Verschwörungstheorien und unreife Witzeleien ertragen, doch nach ihrer Wiedervereinigung, die auf seinen kürzlichen Auftrag im Ausland folgte, ist sie dankbar für die Unterhaltung, die Möglichkeit, Ideen auszutauschen, und auch dafür, einfach wieder in seiner Nähe zu sein und zu spüren, wie die alten Funken erneut zwischen ihnen sprühen. Doch als Rooks Nachforschungen ergeben, dass Detective Heat den falschen Mann wegen des Mordes verhaftet hat, verändert sich alles. Ihren anspruchsvollen Job mit einer komplizierten Romanze in Einklang zu bringen, ist die größte Herausforderung gewesen, seit sich Nikki in den berühmten Reporter verliebt hat. Nun verwandelt sich ihre Beziehung im Zuge des riskantesten Falls ihrer Karriere schlagartig von einer komplexen Angelegenheit in einen heftigen Konflikt. Im Angesicht der tobenden Gewalt von Hurrikan Sandy, der in New York wütet, legt sich Heat mit einem ehrgeizigen Strippenzieher an, kämpft gegen eine Truppe städtischer Söldner und gerät in einen Streit mit dem Mann, den sie liebt. Detective Heat weiß, dass ihre Aufgabe darin besteht, Mordfälle auszuklären. Doch sie befürchtet, dass die Aufklärung dieses Mordfalls den Tod ihrer Beziehung bedeuten könnte.

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Seitenzahl:596

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RICHARDCASTLE

RAGING HEAT

WÜTENDE HITZE

ÜBERSETZUNG

ANIKA KLÜVER

Die deutsche Ausgabe von CASTLE 6: RAGING HEAT – WÜTENDE HITZE wird herausgegeben von Amigo Grafik, Teinacher Straße 72, 71634 Ludwigsburg.

Herausgeber: Andreas Mergenthaler und Hardy Hellstern, Übersetzung: Anika Klüver; verantwortlicher Redakteur und Lektorat: Markus Rohde; Lektorat: Sabine Elbers;

Satz: Rowan Rüster/Amigo Grafik; Cover Artwork: Shubhani Sarkar;

Printausgabe gedruckt von CPI Morvia Books s.r.o., CZ-69123 Pohorelice.

Printed in the Czech Republic.

Castle © ABC Studios. All rights reserved

Originally published in the United States and Canada as RAGING HEAT by Richard Castle.

This translated edition published by arrangement with Kingswell, an imprint of Disney Book Group, LLC.

German translation copyright © 2014 ABC Studios.

Print ISBN: 978-3-86425-398-3 · E-Book ISBN 978-3-86425-487-1 (November 2014)

WWW.CROSS-CULT.DE

Inhalt

EINS

ZWEI

DREI

VIER

FÜNF

SECHS

SIEBEN

ACHT

NEUN

ZEHN

ELF

ZWÖLF

DREIZEHN

VIERZEHN

FÜNFZEHN

SECHZEHN

SIEBZEHN

ACHTZEHN

NEUNZEHN

ZWANZIG

Für KB –Die Sterne über uns, die Welt zu unseren Füßen.

EINS

Nikki Heat fragte sich, welchen Verlauf ihr Leben genommen hätte, wenn ihre Mutter nicht ermordet worden wäre. Würde sie genau wie jetzt zu Fuß von ihrem Polizeirevier zu einem Tatort eilen? Oder würde sie stattdessen an einer Broadwayprobe für eine Neuinszenierung eines Tschechow-Stücks teilnehmen oder sich auf eine innovative Rolle in einem Beziehungsdrama vorbereiten, die ihr einen Tony Award einbringen mochte? An der Columbus Avenue blieb sie an der roten Ampel stehen. Das Leben hätte sich auch auf andere Weise in den Verlauf ihrer Karriere einmischen können. Das Schicksal hätte sie ebenso gut zu dieser Feinschmeckermami machen können, die am Fenster des Starbucks zu ihrer Rechten saß und ihrem Kind im Vorschulalter dabei half, seinen warmen Kakao zu trinken. Oder sie hätte ein Bettler werden können, wie dieser Kerl, der seinen Pappbecher mit Münzen vor dem Weingeschäft auf der anderen Straßenseite schüttelte. Sie sah zwar keinen Backgroundsänger von Steely Dan in ihrer Nähe, aber selbst diese Möglichkeit hätte sie begeistert in Betracht gezogen.

Eine städtische Windböe wirbelte wie ein Miniaturtornado etwas Abfall aus der Gosse auf, und Nikki beobachtete, wie eine Einkaufstüte aus Plastik, Süßigkeitenverpackungen und eine Zeitungsanzeige von der Zweiundachtzigsten Straße aus nach Süden geweht wurden, bis das Spektakel den Antrieb verlor und wieder zu etwas ganz Gewöhnlichem wurde: zufälligem Abfall. Er war erst halb zehn. Warum sollte jemand vor einem geschlossenen Weingeschäft betteln?

Sie drehte sich herum, um den Bettler genauer zu betrachten, doch dieser wandte sich von ihr ab und schlurfte in Richtung Uptown. Die Ampel sprang um, und Heat überquerte die Straße. An der nächsten Ecke fuchtelten die Verkehrspolizisten mit den behandschuhten Händen in der Luft herum, um dafür zu sorgen, dass die Gaffer an der Straßensperre vorbeifuhren. Aber sie würden sie durchlassen. Die beste Mordermittlerin des NYPD hatte eine Verabredung mit einer Leiche.

Die Funkmeldung der ersten uniformierten Kollegen am Tatort hatte einen verräterischen Hinweis enthalten. „Essen oder trinken Sie unterwegs nichts. Im Ernst.“ Trotz und Koffeinsucht hatten gleichermaßen dazu geführt, dass Heat den Rest ihres Vanilla Latte, der auf ihrem Schreibtisch langsam abgekühlt war, trotzdem mitgenommen und ihn ausgetrunken hatte, bevor sie das Absperrband erreichte. Sie warf den Becher in einen Mülleimer und hielt dem Streifenpolizisten, der die Absperrung bewachte, ihre Marke hin.

Im Inneren des abgesperrten Bereichs hielt Nikki inne. Für jeden anderen sah es so aus, als würde sie anhalten, um ihr Holster zurechtzurücken, was sie auch tat. Aber das war nur Tarnung. Die Pause war ihr eigener Moment, ein Ritual, bei dem sie einen tiefen Atemzug nahm, um das verlorene Leben zu ehren und ihre eigene tragische Erfahrung damit in Verbindung zu bringen. Obwohl Heat den Fall ihrer Mutter vor zwei Jahren aufgeklärt hatte, nahm sie sich immer noch die Zeit für ihr einfaches Versprechen, wann immer sie mit einer neuen Leiche konfrontiert wurde: Opfer verdienten Gerechtigkeit; geliebte Menschen verdienten kluge Polizisten. Nachdem sie diese Tatsache gebührend anerkannt hatte, atmete sie aus und ging weiter.

Sie betrachtete die Einundachtzigste Straße mit einem unvoreingenommenen Blick, sog Einzelheiten ein und öffnete ihren Geist für den entscheidenden ersten Eindruck. Erfahrene Ermittler liefen oft Gefahr, Hinweise zu übersehen, weil alles zur Routine wurde, wenn sie es zuließen. Also versetzte sich Heat zurück in den Anfängermodus und tat so, als wäre dies ihr allererster Fall.

Den ersten Hinweis entdeckte Nikki einen halben Block vom Planetarium entfernt. Die Rettungssanitäter davor waren beschäftigt. Normalerweise war dies zum Zeitpunkt ihres Eintreffens nicht so, weil das Opfer am Tatort tot war. Gelegentlich gab es bei einer Schießerei oder einem Messerangriff ein oder zwei Kollateralopfer, die behandelt oder ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Doch an diesem Morgen wurde das gespiegelte helle Licht der Einsatzfahrzeuge auf dem nassen Asphalt von einer Gruppe Schulkinder durchbrochen, die sich auf einem Schulausflug befunden hatten und nun zusammengekauert um drei Krankenwagen herumstanden. Selbst auf die Entfernung fielen Nikki sofort die Anzeichen eines emotionalen Traumas auf – Schluchzer, Schwindelgefühle, leere Blicke. Ein Junge im Teenageralter saß in einem der Krankenwagen auf einer Liege und übergab sich. Davor standen zwei Mädchen, hielten einander fest und wischten sich Tränen vom Gesicht.

Sie passierte einen Reisebus mit einem Nummernschild aus Edmonton, der an der Bordsteinkante wartete. Etwa zwei Dutzend kanadische Rentner hatten sich in der Nähe der Tür versammelt. Sie standen im Nieselregen, murmelten ernst und reckten die Hälse, um durch die Bäume im Theodore Roosevelt Park einen Blick auf das Geschehen zu erhaschen. Heat schaute instinktiv hinter sie und in die entgegengesetzte Richtung. Ihr Blick wanderte vom Excelsior Hotel aus nach Osten, an dem Block aus Wohnhäusern entlang, bis zum Beresford, dessen Dachtürme auf unheimliche Weise mit den niedrig hängenden Wolken verschwammen und es wie ein Geisterschloss wirken ließen, das dreiundzwanzig Stockwerke über der Straße aus dem Dunst aufragte. Viele Fenster in der Straße waren voller Gaffer, von denen einige Smartphones hochhielten, um von ihren drei Millionen Dollar teuren Wohnungen aus live bei Twitter über das Blutbad zu berichten. Sie zog ihr eigenes Handy aus der Tasche und machte ein paar Schnappschüsse, damit sie später wusste, wohin sie ihre Teammitglieder schicken musste, um Augenzeugen zu befragen.

Hoch über der grauen Wolkendecke ertönte das träge Dröhnen eines Jetflugzeugs, das sich im Anflug auf einen der Flughäfen befand, und erinnerte sie an ihn. Nur noch sechs weitere Tage, dann würde er zurück sein. Gott, diese Monate fühlten sich wie Ewigkeiten an. Nikki schüttelte die Ablenkung ab und befahl ihrer Sehnsucht einmal mehr, sich zu gedulden.

An der Kopfsteinpflastereinfahrt, die zum Haupteingang des Museums führte, sah sie es dann mit eigenen Augen und blieb wie angewurzelt stehen. Stocksteif stand Nikki zwischen den Evakuierten und starrte wie alle anderen auf den Tatort. Dann murmelte sie einen Fluch.

Der gewaltige, sechs Stockwerke hohe Glaskasten, der das Hayden Planetarium umgab, sah aus, als wäre ein Meteor durch das Dach gekracht. Doch das, was für das Loch in der Oberseite des massiven Würfels verantwortlich war, hatte eine Blutexplosion an dem gezackten Kreis in der Decke hinterlassen. An den Innenseiten der Wände rannen rote Streifen herunter und bildeten durchscheinende Pfade, die sich über neun Meter weit über den Glasvorhang erstreckten. Detective Heat musste nicht so tun, als würde sie das alles mit den Blicken eines Anfängers betrachten. So etwas wie das hier hatte sie definitiv noch nie gesehen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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