Chaz - Cooper McKenzie - E-Book

Chaz E-Book

Cooper McKenzie

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Beschreibung

Nachdem Chaz im Alter von acht Jahren seine Eltern verloren hat und von seinem schwulenfeindlichen Onkel großgezogen wurde, hat seine Sexualität den größten Teil seines Lebens schlafend verbracht. Als er einen Notfall-Anruf aus dem Club der Sex-Götter erhält, dem Schwulenclub, den sein Onkel eigentlich hatte schließen lassen wollen, geht er hin—fest entschlossen, zu helfen, jedoch ohne sich zu outen. Sully weiß sofort, dass Chaz die Antwort auf seine nächtlichen Gebete ist. Als der Mann zugibt, bei allem, was das Schwulsein betrifft, vollkommen jungfräulich zu sein, erklärt Sully sich zu ihrer gegenseitigen Freude und Befriedigung bereit, ihm als Privatlehrer zur Seite zu stehen. Bevor sie sich jedoch so nahe kommen können, wie Sully es sich erhofft hatte, begibt sich ein mächtiger Wirbelsturm in ihre Richtung und veranlasst Chazs Onkel, früher zurückzukehren, was große Probleme verursacht. Wird Chaz den Mut aufbringen, zuzugeben, dass er schwul ist? Kann Sully geduldig bleiben auch wenn er Chaz kaum widerstehen kann und ihn einfach nur lieben möchte? Und wird Chaz sich endlich seinen wahren Gefühlen stellen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die Geschichte eines anderen Paares ein. Um die gesamte Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände der Serie in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 25.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

ÜBER DEN AUTOR

Weihnachten mit einem Dieb

Auszug: Weihnachten mit einem Dieb

Chaz

Nachdem Chaz im Alter von acht Jahren seine Eltern verloren hat und von seinem schwulenfeindlichen Onkel großgezogen wurde, hat seine Sexualität den größten Teil seines Lebens schlafend verbracht. Als er einen Notfall-Anruf aus dem Club der Sex-Götter erhält, dem Schwulenclub, den sein Onkel eigentlich hatte schließen lassen wollen, geht er hin—fest entschlossen, zu helfen, jedoch ohne sich zu outen.

Sully weiß sofort, dass Chaz die Antwort auf seine nächtlichen Gebete ist. Als der Mann zugibt, bei allem, was das Schwulsein betrifft, vollkommen jungfräulich zu sein, erklärt Sully sich zu ihrer gegenseitigen Freude und Befriedigung bereit, ihm als Privatlehrer zur Seite zu stehen.

Bevor sie sich jedoch so nahe kommen können, wie Sully es sich erhofft hatte, begibt sich ein mächtiger Wirbelsturm in ihre Richtung und veranlasst Chazs Onkel, früher zurückzukehren, was große Probleme verursacht.

Wird Chaz den Mut aufbringen, zuzugeben, dass er schwul ist? Kann Sully geduldig bleiben auch wenn er Chaz kaum widerstehen kann und ihn einfach nur lieben möchte? Und wird Chaz sich endlich seinen wahren Gefühlen stellen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die Geschichte eines anderen Paares ein. Um die gesamte Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände der Serie in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 25.000 Wörter

Cooper McKenzie

CHAZ

(Der Club der Sex-Götter 2)

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Die Originalausgabe erschien 2014 als E-Book unter dem Titel

„Chaz“

Copyright © der Originalausgabe: Cooper McKenzie, 2014

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2015

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig.

Kapitel 1

„Hallo?“ Chaz Young nahm den Anruf aus Gewohnheit entgegen, und nicht, weil er es wollte. Sein Onkel hatte ihm, seit er Chaz mit acht Jahren zu sich genommen hatte, eingebläut, dass man ans Telefon gehen musste, ehe das dritte Klingeln verklungen war. Und es gab keine Ausflüchte.

„Ist da der Handwerker für alle Fälle?“, schrie ihm vom anderen Ende eine männliche Stimme über wummernde Rockmusik und Stimmengewirr im Hintergrund hinweg ins Ohr.

Chaz zuckte zusammen und nahm das Handy von seinem Ohr. Da ging sie hin, seine schöne, ruhige Freitagnacht. „Ja, aber—“

„Oh gut. Sie müssen sofort herkommen, wenn nicht noch schneller. Hier ist überall Wasser und keiner von denen, die im Telefonbuch stehen, geht auch nur ans Telefon. Der Umkleideraum steht unter Wasser und alle Kostüme sind total durchgeweicht. Die Jungs drohen mit Arbeitsniederlegung, wenn ich das nicht heute Nacht noch repariert bekomme.“

Irgendetwas an dieser Stimme ließ einen Schauder durch seinen Körper rieseln und er war schockiert, als sein Schwanz anfing, steif zu werden. Chaz hielt das Telefon mehrere Zentimeter von seinem Ohr weg, denn der Mann schrie weiter. Gleichzeitig setzte er sich auf und schwang seine Beine aus dem Bett.

„Ich bin in ein paar Minuten da. Wo sind—Hallo? Verdammt, der Kerl hat einfach aufgelegt.“

Seufzend warf Chaz das Telefon aufs Bett und griff nach den khakifarbenen Cargo-Shorts, die über dem Stuhl neben seinem Bett hingen. Anstatt eines seiner üblichen T-Shirts mit den abfälligen Sprüchen darauf anzuziehen, ging er zur Kommode und fand eines der schwarzen Poloshirts, auf die sein Onkel bei der Arbeit bestand.

Als er seine Füße schließlich in seine Turnschuhe schob und sich seine Brieftasche, die Schlüssel zum Firmenlaster und den anderen Kram schnappte, den er normalerweise mit sich herumschleppte, hatte das Telefon immer noch nicht geklingelt. Anstatt dem Verlangen nachzugeben, wieder ins Bett zu kriechen und den Traum von seiner Begegnung mit seinem Märchenprinzen weiter zu träumen, tat Chaz das, was richtig war. Er rief das Anrufverzeichnis auf dem Geschäftstelefon seines Onkels auf und drückte die Wahltaste.

Das Telefon klingelte mehrere Male, ehe jemand abnahm. „Club der Sex-Götter. Was können wir für Sie tun?“ Die Stimme war nicht dieselbe, die ihn vor wenigen Augenblicken angerufen hatte.

Club der Sex-Götter? Der Firmenname machte Chaz so neugierig, dass er auch zurückgerufen hätte, wenn es schon nach Mitternacht gewesen wäre.

„Jemand hat angerufen und gebrüllt er bräuchte einen Klempner“, hakte Chaz nach und fragte sich, ob der erste Anruf vielleicht der Scherz eines Betrunkenen gewesen war, der so lange zufällige Nummern in sein Handy eingetippt hatte, bis jemand antwortete.

„Ja, das war Sully. Er ist momentan ein bisschen durchgeknallt. Der Umkleideraum ist überschwemmt. Er ist wieder dort und versucht, zu retten, was zu retten ist. Er hat gesagt, dass jemand, der ein Handwerker für alle Fälle heißt, im Anmarsch ist, um sich darum zu kümmern.“

„Tja, ich wäre schon auf dem Weg, wenn er mir gesagt hätte, wo Sie zu finden sind“, sagte Chaz, als er in den übergroßen Kleinlaster seines Onkels stieg. „Können Sie mir die Adresse geben, damit ich kommen und das Problem beheben kann?“

„Ja, das klingt nach Sully. Er würde seinen Hintern vergessen, wenn der nicht am Rest seines Körpers festgewachsen wäre.“

Nachdem der unbekannte Mann ihm die Adresse genannt und ihm ein paar leicht zu verfolgende Richtungshinweise gegeben hatte, versprach Chaz in ein paar Minuten vor Ort zu sein.

Er nahm sich einen Moment Zeit um die Adresse in das Navi des Lasters einzugeben und ließ dann den Motor an.

Es brauchte weniger als fünf Minuten um den Club zu erreichen. Er fuhr auf einen fast leeren Parkplatz und erinnerte sich daran, wo er den Namen schon mal gehört hatte. Sex-Götter war ein schwuler Nachtclub, gegen den sein Onkel gekämpft und in einer Reihe von Planungstreffen der Kreisverwaltung verloren hatte. Statt vor der Vordertür zu parken, fuhr Chaz hintenherum zur Rückseite des Gebäudes. Die meisten Firmen und Betriebe zogen es vor, keine Reklame damit zu machen, dass sie ein Problem hatten, das der Aufmerksamkeit des Handwerkers für alle Fälle bedurfte.

Er hämmerte an den Lieferanteneingang, aber niemand öffnete ihm. Nachdem er erneut gegen die Tür gewummert hatte, wartete er ein paar Minuten und ging dann um das Gebäude herum zur Vordertür. Dabei wünschte er sich, er hätte sich beim Durchqueren der Küche eine Flasche Saft aus dem Kühlschrank gegriffen. Vielleicht würde dieser Sully-Kerl ja freundlich genug sein, ihm etwas zu trinken anzubieten, nachdem er das Wasser abgestellt hatte. Im Moment musste er sich darauf konzentrieren, dem Wasser Einhalt zu gebieten.

Seit er zwölf Jahre alt war, hatte Chaz Seite an Seite mit seinem Onkel gearbeitet und er wusste genauso viel darüber, wie man Dinge reparierte wie sein einziger lebender Verwandter. Sechs Jahre in der Armee als Mechaniker und der Experte seiner Kompanie, was Reparaturen aller Art anging, hatten sein Können vergrößert. Vor einem Jahr war er ehrenhaft entlassen worden und heimgekehrt, um das Geschäft am Laufen zu halten, während sein Onkel mit einem gebrochenen Knöchel flachgelegen hatte. Er war zurück nach Hause gezogen, zurück in sein altes Zimmer, und auf direktem Wege zurück in sein altes Leben vor dem Militär.

Und nun, ein Jahr später, war es so, als hätte es seine Zeit in der Armee nie gegeben. Sein überkritischer, unverheirateter Onkel vertraute ihm inzwischen genug, um ihm zu gestatten, sich alleine um die Notfälle zu kümmern. Chaz wieder zu Hause zu haben, erlaubte es ihm, mehr Zeit mit seiner Freundin zu verbringen. Vor zwei Tagen erst waren sie zu einer zweiwöchigen Kreuzfahrt aufgebrochen. Chaz hingegen ging es beschissen. Sein halbes Leben lang hatte er nun schon verleugnet, wer er wirklich war, und zwar auf einer elementaren Ebene. Während seiner Zeit beim Militär hatte er es wie die drei Affen gehalten: ‚nichts hören, nichts sehen, nichts sagen‘, selbst dann noch, als das Militär seine Beschränkungen gelockert hatte. Nun, da er wieder unter das Dach seines Onkels zurückgekehrt war, verbarg Chaz seine Homosexualität sogar noch angestrengter als er es während der High School getan hatte.

Wenn er doch nur einen Weg finden könnte, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ohne dabei auf seinen Onkel angewiesen zu sein. Dann könnte er ausziehen und auf eigenen Füßen stehen und endlich anfangen, sein Leben für sich selbst und nicht für andere zu leben. Seine einzigen Fähigkeiten bestanden darin, alles reparieren zu können, was kaputt war, und zu singen.

Er hatte zwar eine ganz annehmbare Stimme und liebte es, Karaoke zu singen und im Kirchenchor mitzuwirken, war aber überzeugt davon, dass er niemals in der Lage sein würde, damit seine Rechnungen zu bezahlen. Und solange die Werkzeugfee nicht mit einem rauchenden Knall erschien und ihn mit der Ausrüstung beschenkte, die er für den Start seines eigenen Handwerksbetriebs benötigen würde, steckte er in dem Leben eines frustrierten, jungfräulichen, heimlichen Homosexuellen fest, der für einen Hungerlohn schuftete und so tat, als wäre er zufrieden mit seinem Leben.

Während er um das Gebäude herumlief, sah Chaz sich das Haus näher an und überprüfte, ob es noch etwas anderes gab, was seiner Aufmerksamkeit bedurfte. Das war schwer zu sagen, denn die Beleuchtung um das Gebäude herum war bescheiden. Vielleicht würde er vorschlagen, ein paar Flutlichter zu installieren, um den Parkplatz zu erleuchten, allein schon um der Sicherheit willen, wenn schon aus keinem anderen Grund.

Er stieg drei Stufen zu einer breiten Veranda hinauf und war überrascht davon, wie gemütlich der überdachte Vorbau wirkte. Überhaupt nicht wie die Hetero-Clubs, die er mit seinen Kumpels besucht hatte, als er noch in der Armee war.

War das so, weil die Besitzer und das Klientel homosexuell waren? Oder gab es einen anderen Grund dafür, dass es hier keine Graffitis an den Wänden gab und keine zerbrochene Stühle oder Ähnliches? Die sanft erleuchtete Veranda mit ihren Schaukelstühlen, Korbsofas, Café-Tischen aus Metall und den hängenden Blumenampeln sah aus, als sollte sie eher zu einem Strandhaus gehören als zu einer Schwulenbar.

Chaz holte tief Luft um seine plötzlich aufgewühlten Nerven zu beruhigen, öffnete die Eingangstür und trat ein. Er sah sich um und war erstaunt, wie normal alles aussah. Keine pinkfarbenen Froufrous oder Federboas weit und breit. Stattdessen waren die Wände des Eingangsbereichs mit Pinienholz getäfelt und es gab einen hohen Empfangstresen.

Das Licht war dezent und warf Schatten, was den Mann, der sich ihm in den Weg stellte bevor er drei Schritte von der Tür weg war, sogar noch größer erscheinen ließ als er tatsächlich war. Er war einen Kopf größer als Chaz mit seinen eins achtundsiebzig und sah aus, als würde er Kühe zum Frühstück verspeisen.

„Tut mir leid, aber wir schließen in ein paar Minuten“, sagte der Mann mit einer Stimme, die beinahe so tief war wie die von Chaz.

„Ich bin nicht hier, um etwas zu trinken. Jemand namens Sully hat mich angerufen und etwas von einem Installationsproblem gesagt“, erwiderte Chaz und sein Magen zog sich vor Nervosität zusammen. Vielleicht würde er, während sein Onkel weg war, in einer anderen Nacht wiederkommen, um etwas zu trinken und zu sehen, wie die andere Seite so lebte.

„Sie sind der Handwerker für alle Fälle-Typ? Toller Name. Warten Sie hier und ich hole jemanden, der Ihnen den Weg zum Umkleideraum zeigt.“ Der sprechende Berg drehte sich um und sprach mit jemandem am anderen Ende des Bluetooth-Headsets, das Chaz nun im Ohr des Türstehers erkennen konnte. Während er wartete, näherte Chaz sich dem Türdurchgang zwischen dem Eingangsbereich und dem Hauptraum des Clubs, wobei seine Neugier die Oberhand über seinen gesunden Menschenverstand gewann.

Das rustikale ‚Blockhütte im Wald‘-Thema setzte sich hier drinnen fort, mit Holzfußböden, holzvertäfelten Wänden und Wandleuchtern aus geschwärztem Eisen. Er nahm auch eine nostalgische 60er-Jahre Schwingung wahr, die von den Bühnen ausging, wo Neonstrahler im Takt der Musik ihre Farbe wechselten.

Es gefiel ihm und er entschied, dass er wiederkommen und es in irgendeiner Nacht als zahlender Kunde ausprobieren würde, ehe sein Onkel von seiner Reise zurückkehrte.

Auf der Tanzfläche befanden sich eine Handvoll rein männlicher Pärchen und ungefähr noch einmal so viele waren über den Rest des Raumes verteilt, tranken und waren in vertrauliche Gespräche vertieft.

Ein Mann trat hinter der Theke hervor und erregte Chazs Aufmerksamkeit.

„Ja leck mich doch“, murmelte Chaz, als der Mann direkt auf ihn zukam. Sein Schwanz nahm binnen zwei Herzschlägen Haltung an und begann, im Takt Impulse schmerzhaften Hungers in sein Gehirn zu senden. Wenn er nicht schon gewusst hätte, dass er schwul war, dann hätte dieser umwerfende Adonis ihn dazu gebracht, alles infrage zu stellen, was er über sich selbst wusste.

Der Mann war groß, gut gebaut und wunderschön. Er war die lebende, atmende Verkörperung all dessen, wovon Chaz träumte. Er hatte sogar tiefrote Haare, eine seiner Lieblingsfantasien und ein unausgesprochener Wunsch. Wenn er doch nur lange genug hinter dieser Mauer aus Furcht und Schweigen hervortreten könnte, die er um seine Sexualität errichtet hatte, um zuzugeben, dass er schwul war und dass das hier der Mann war, den er wollte.

Andererseits hatte diese wandelnde Sahneschnitte höchstwahrscheinlich Dutzende von Männern oder Frauen, die sich alle zehn Finger nach ihm leckten. Dieser Gedanke ließ Chaz aufseufzen, denn er erkannte, dass, selbst wenn er zugeben könnte, dass er sich zu ihm hingezogen fühlte, er absolut keine Ahnung davon hatte, wie er das „ich bin schwul und will dich“-Gespräch angehen sollte.

---ENDE DER LESEPROBE---