Das Fleisch der Unendlichkeit - Sabine Benda - E-Book

Das Fleisch der Unendlichkeit E-Book

Sabine Benda

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Beschreibung

Es gibt kein Davor. Es gibt nur das Jetzt, und das Jetzt ist Schmerz. Ein Mann erwacht nackt in der Dunkelheit eines hermetisch abgeriegelten Bunkers. Er hat keinen Namen, keine Erinnerung, keine Vergangenheit. Als er sich den Weg an die Oberfläche bahnt, offenbart sich ihm nicht die Freiheit, sondern die Hölle: Die Erde ist eine verbrannte Wüste aus schwarzem Vulkangestein und violettem Himmel, in der das Leben nur noch als grausame Parodie existiert. Getrieben von Fragmenten einer fremden Erinnerung und einem einzigen Foto macht er sich auf den Weg durch die Einöde. Seine Reise führt ihn durch Oasen des Kannibalismus, in die Nester mutierter Insekten und in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Doch die größte Bedrohung lauert nicht in den Klauen der Bestien oder im Wahn der Überlebenden. Die Wahrheit wartet in einem Turm aus Stahl am Ende der Welt. Und sie stellt ihn vor die unmenschlichste aller Fragen: Ist er das Opfer der Apokalypse – oder ihr Architekt? Ein radikaler Horror-Science-Fiction-Roman über den Willen zur Macht, die Lust am Untergang und den blutigen Preis der Ewigkeit. Nichts für schwache Nerven. WARNUNG der Autoren: Unsere Bücher sind frei erfundene Geschichten und sind nur für Personen ab 18 Jahren geeignet. Sie enthalten explizite sexuelle Darstellungen, körperliche und seelische Gewalt und Themen wie Machtmissbrauch/Nicht-einvernehmliche Sexualität, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Vulgärsprache. Sensible Leserinnen und Leser müssen unsere Bücher meiden!

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EPUB
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Seitenzahl: 86

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Sabine und Thomas Benda

Das Fleisch der Unendlichkeit

Eine düstere Horror-Science-Fiction-Parabel über Verantwortung und Schuld.

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Klappentext

Vorwort der Autoren

Das Fleisch der Unendlichkeit

Prolog: Der Schoß der Leere

1. Das Erwachen im Beton

2. Das Grab der Maschinen

3. Das Bankett der Sünde

4. Schlachttier

5. Die Architektur des Wahnsinns

6. Der Schlund der Erde

7. Der Hofstaat der Maden

8. Der Geist in der Maschine

9. Das Urteil des Fleisches

10. Der Altar von Morgen

Epilog: Der Staub und der Stern

Der tiefere Sinn von Das Fleisch der Unendlichkeit

Vorschau zu Tote Totentage: Am Ende zählst nur du (Science-Fiction-Dystopie)

Über die Autoren:

Bücher von Sabine & Thomas Benda:

Sammelbände von Sabine & Thomas Benda:

EPOS – Mercy, die Straßenritze, 25-teilige Horror-Genre-Mix-Serie von Sabine & Thomas Benda:

Impressum neobooks

Klappentext

Es gibt kein Davor. Es gibt nur das Jetzt, und das Jetzt ist Schmerz.

Ein Mann erwacht nackt in der Dunkelheit eines hermetisch abgeriegelten Bunkers. Er hat keinen Namen, keine Erinnerung, keine Vergangenheit. Als er sich den Weg an die Oberfläche bahnt, offenbart sich ihm nicht die Freiheit, sondern die Hölle: Die Erde ist eine verbrannte Wüste aus schwarzem Vulkangestein und violettem Himmel, in der das Leben nur noch als grausame Parodie existiert.

Getrieben von Fragmenten einer fremden Erinnerung und einem einzigen Foto macht er sich auf den Weg durch die Einöde. Seine Reise führt ihn durch Oasen des Kannibalismus, in die Nester mutierter Insekten und in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Doch die größte Bedrohung lauert nicht in den Klauen der Bestien oder im Wahn der Überlebenden.

Die Wahrheit wartet in einem Turm aus Stahl am Ende der Welt. Und sie stellt ihn vor die unmenschlichste aller Fragen: Ist er das Opfer der Apokalypse – oder ihr Architekt?

Ein radikaler Horror-Science-Fiction-Roman über den Willen zur Macht, die Lust am Untergang und den blutigen Preis der Ewigkeit. Nichts für schwache Nerven.

Vorwort der Autoren

Es gibt kein Davor. Es gibt nur das Jetzt, und das Jetzt ist Schmerz.

In diesem Roman begleiten Sie Adam, den ersten und letzten Menschen einer neuen Zeitrechnung. Nackt und ohne Erinnerung in einen Bunker geworfen, muss er erkennen, dass die Welt da draußen eine Hölle aus Lavagestein und Monstern ist. Sein Ziel ist ein rauchender Turm am Horizont – doch der Weg dorthin ist gepflastert mit den Leichen derer, die ihre Menschlichkeit längst verloren haben.

Dies ist eine Geschichte über den absoluten Willen zur Macht und die grausame Logik des Überlebens.

Dieser Roman ist nur für Erwachsene ab 18 Jahren. Er ist nichts für schwache Nerven. Er ist eine Reise in die Dunkelheit und enthält Szenen massiver Gewalt, verstörenden Sex und grotesken Körperhorror. Wir zeigen eine Welt, in der Moral ein Luxus ist, den sich niemand mehr leisten kann.

Lesen Sie weiter, wenn Sie wissen wollen, was passiert, wenn ein Mann beschließt, Gott zu spielen.

Sabine & Thomas Benda

Das Fleisch der Unendlichkeit

Horror/Science-Fiction

18+

Sabine & Thomas Benda

IMPRESSUM

© 2026 Sabine Benda, Thomas Benda

Korrektorat und Lektorat: Sabine Benda

Coverdesign: Sabine Benda

Sabine und Thomas Benda

Josef-Schemmerl-Gasse 16

A-2353 Guntramsdorf

E-Mail: [email protected]

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.

WARNUNG der Autoren: Unsere Bücher sind frei erfundene Geschichten und sind nur für Personen ab 18 Jahren geeignet. Sie enthalten explizite sexuelle Darstellungen, körperliche und seelische Gewalt und Themen wie Machtmissbrauch/Nicht-einvernehmliche Sexualität, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Vulgärsprache. Sensible Leserinnen und Leser müssen unsere Bücher meiden!

07.02.2026

Prolog: Der Schoß der Leere

Es gibt kein Davor. Es gibt nur das Jetzt, und das Jetzt ist Schmerz.

Mein Bewusstsein entzündet sich nicht wie eine Kerze, sondern wie eine Supernova in einem zu engen Raum. Ein greller, weißer Schrei in der Schwärze. Ich bin. Aber was bin ich?

In der Dunkelheit existiert keine Zeit. Die Ewigkeit ist kein langer Fluss, sie ist ein stehendes Gewässer, faulig und tief, in dem die Gedanken wie tote Fische an die Oberfläche treiben. Ich treibe. Ich fühle keine Glieder, keinen Atem, nur den reinen, destillierten Horror der Existenz ohne Form. Ist das der Tod? Oder ist das jener Ort, vor dem uns die Priester immer gewarnt haben, jene, an die ich mich nur als Schatten in einem vergessenen Traum erinnere?

Ich denke, also leide ich, flüstert eine Stimme in mir. Ist es meine?

Dann: ein Riss. Nicht im Raum, sondern in der Wahrnehmung. Ein elektrischer Impuls, der wie ein glühender Draht durch etwas gezogen wird, das ich noch nicht als Nervensystem begreife. Der Schmerz definiert mich. Er grenzt mich ab. Hier ist der Schmerz, dort ist das Nichts. Also bin ich der Schmerz.

Der Riss weitet sich. Kälte strömt ein. Brutale, beißende Kälte, die nichts mit der metaphysischen Kälte der Leere zu tun hat. Diese Kälte hat Zähne. Sie beißt in Fleisch. Fleisch! Ich habe Fleisch.

Ein Keuchen. Ein rasselndes Geräusch, als würde Luft in verklebte Lungen gepresst, die seit Äonen nicht geatmet haben. Der erste Atemzug ist keine Erleichterung, er ist eine Vergewaltigung der Stille. Meine Brust hebt sich, Rippen knacken unter dem plötzlichen Druck der Ausdehnung.

Ich öffne die Augen.

Das Licht ist kein Freund. Es ist ein Skalpell. Es sticht in die Netzhaut, zwingt Tränen hervor, die heiß über Wangen laufen, deren Existenz ich gerade erst entdecke. Ich liege. Der Boden ist hart, glatt, synthetisch. Ich schmecke Galle und Kupfer.

Ich bin nackt. Ich bin alleine. Und ich habe Angst, eine Angst, die älter ist als die Sterne.

1. Das Erwachen im Beton

Ich huste. Der Husten reißt meinen Körper zusammen, krümmt mich in die Fötushaltung. Meine Haut schrammt über den kalten Boden. Es ist ein grauer Boden, polierter Beton, fleckig von Flüssigkeiten, deren Ursprung ich nicht erraten will. Ich betrachte meine Hände. Sie zittern. Große Hände, bedeckt mit feinem, dunklem Haar, die Knöchel weiß hervortretend. Sie sehen fremd aus, wie Werkzeuge, die jemand anderes liegen gelassen hat.

»Wer bist du?«

Meine Stimme ist ein Krächzen. Rostige Scharniere in einer verlassenen Kathedrale. Die Worte hallen von den Wänden wider, kehren zu mir zurück, leer und ohne Antwort. Niemand ist hier.

Ich richte mich auf. Jeder Muskel protestiert, ein Chor aus tausend stummen Schreien. Die Schwerkraft lastet auf mir wie ein Urteil. Ich stehe in einem Bunker. Neonröhren an der Decke flackern im Stakkato eines sterbenden Herzschlags. Das Licht ist kalt, klinisch, gnadenlos. Es gibt keine Schatten, in denen man sich verstecken könnte. Nur die nackte Wahrheit des Raumes.

Ein Metalltisch. Ein Stuhl. Ein Terminal an der Wand, dessen Bildschirm schwarz ist wie das Auge eines toten Hais. Keine Fenster. Eine schwere Stahltür mit einem massiven Radmechanismus dominiert die eine Seite des Raumes.

Ich trete an den Tisch. Meine nackten Füße kleben leicht am Boden. Auf dem Tisch liegt nichts, außer einer dicken Schicht Staub. Ich fahre mit dem Finger hindurch. Der Staub ist grau, fein wie Asche.

»Asche zu Asche«, murmle ich. Woher kenne ich diese Worte? Sie schmecken nach Erde und Zerfall.

Ein Impuls durchfährt mich. Ich muss hier raus. Die Enge dieses Raumes, dieser Betonwürfel, er presst gegen meinen Verstand. Es riecht nach Ozon und altem Schweiß, nach der Ausdünstung von Angst, die sich über Jahre in die Wände gefressen hat. Ich gehe zum Terminal. Ich drücke Tasten. Nichts. Tot. Wie meine Erinnerung.

Ich betrachte mich an mir herunter. Mein Penis ist schlaff, verletzlich, ein lächerliches Stück Fleisch in dieser mechanischen Kälte. Und doch, in diesem Moment der absoluten Verlorenheit, spüre ich ein seltsames Ziehen in meinen Lenden. Nicht aus Erregung, sondern aus Trotz. Der Körper will leben. Er will sich fortpflanzen, sich verbinden, sich in etwas anderes hineinbohren, um nicht alleine zu sein. Die Lust ist der siamesische Zwilling der Todesangst. Wir ficken, um nicht zu sterben, denke ich, und der Gedanke ist so klar und zynisch, dass er mich erschreckt.

Ich wende mich der Stahltür zu. Das Rad ist kalt. Ich packe es mit beiden Händen. Ich stemme mich dagegen. Meine Bizepse spannen sich, Adern treten auf meinen Unterarmen hervor wie blaue Würmer. Es bewegt sich nicht.

»Beweg dich!«, schreie ich das Metall an.

Ich lege mein ganzes Gewicht hinein, grunze, die Füße suchen Halt auf dem rutschigen Beton. Mit einem kreischenden Protest, dem Geräusch von Metall, das auf Metall mahlt, gibt das Rad nach. Ein Millimeter. Zwei. Dann eine halbe Drehung. Die Luft, die mir aus dem Spalt entgegenweht, ist trocken und heiß. Sie duftet nicht nach Freiheit. Sie stinkt nach verbranntem Stein.

Ich stoße die Tür auf.

Dahinter liegt eine Treppe. Eine Wendeltreppe aus Gitterrost, die sich in einen dunklen Schacht nach oben schraubt. Ich beginne den Aufstieg. Das Metall schneidet in meine Fußsohlen. Schritt für Schritt. Mit jeder Stufe scheint die Luft dünner, heißer zu werden. Wie weit unten war ich? Wie tief begraben in diesem stählernen Sarg?

Oben: eine Luke. Ein Hebel. Ich drücke ihn nach oben. Die Luke fällt zur Seite.

Das Licht, das mich trifft, ist nicht das klinische Weiß des Bunkers. Es ist ein violettes, rötliches Glühen. Ich klettere hinaus und richte mich auf.

Der Wind peitscht mir sofort ins Gesicht, voll mit Sand und kleinen Steinen, die wie Schrotkugeln auf meiner nackten Haut brennen. Ich muss die Augen zu Schlitzen verengen.

»Gott ...«

Das Wort stirbt auf meinen Lippen. Es gibt hier keinen Gott. Wenn er je hier war, hat er diesen Ort verlassen und die Tür hinter sich zugeschlagen.

Die Welt ist verbrannt.

So weit das Auge reicht: Wüste. Aber nicht die sanfte Wüste aus goldenem Sand. Dies ist eine Wüste aus schwarzem Lavagestein, scharfkantig und böse, durchzogen von Adern aus rostfreiem Ocker. Der Himmel ist kein Blau, sondern ein schmutziges Violett, in dem eine Sonne hängt, die zu groß, zu nah und krank wirkt. Sie blutet Licht über eine Landschaft, die aussieht wie Lanzarote nach der Apokalypse, nur schlimmer. Toter.

In der Ferne ragen bizarre Felsformationen auf, wie verrenkte Finger, die aus der Erde brechen und versuchen, den Himmel zu zerkratzen. Keine Bäume. Kein Gras. Kein Wasser. Nur Stein, Hitze und der heulende Wind, der klingt wie der Chor der Verdammten.

Ich stehe nackt in dieser Hölle. Meine Haut beginnt sofort, zu spannen, auszutrocknen. Die Sonne brennt auf meinen Schultern, ein körperlicher Angriff. Ich fühle mich wie ein Insekt unter einem Brennglas.