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Die Deutschen sind ein Volk mit einer bewegten Vergangenheit. Für Fremde ist es nicht leicht zu verstehen, wie eine hoch entwickelte und im Großen und Ganzen erfolgreiche Nation sich in den letzten Jahrzehnten und vor allem seit der Ära Merkel entwickelt hat. Aus dem Blickwinkel eines nach Deutschland eingewanderten Bürgers wird in diesem Buch reflektiert, wie die Deutschen mit den entscheidenden Themen der heutigen Zeit umgehen. Niedergang der bis dato so erfolgreich scheinenden Ökonomie, Zunahme von Gewalt und Kriminalität, Ungleichgewichte in der sozialen und medizinischen Versorgung, Verlust von Arbeitsplätzen bei gleichzeitig extrem hohen Fachkräftemangel: Die Gefahren, denen das deutsche Volk aufgrund der geopolitischen Veränderungen und der Machtverschiebung zwischen dem Westen und dem Rest der Welt ausgesetzt wird, sind Wohlstandsverlust, steigende Verschuldung des Staates und gleichzeitig zunehmender Militarismus und Kriegsbereitschaft. Aber die deutschen Bürger gehen nicht auf die Straße. Sie fügen sich scheinbar in ihr Schicksal, das ihnen die politische Elite als alternativlos verkauft. Allerdings nehmen mehr oder weniger im verborgenen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie, Gewaltbereitschaft zu. Die Parallelen zu den Entwicklungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind nicht zu übersehen. Im Rückblick auf die Zeitenwende des ausgehenden Kaisertums, des ersten und zweiten Weltkriegs, der Nachkriegszeit, der Wiedervereinigung ist ein besonderes Phänomen kontinuierlich zu beobachten: das Untertanentum der Deutschen. Untertanenmentalität führte dazu, dass Mitläufer, Duckmäuser, Ja-Sager, Erfüllungsgehilfen und Konformisten die Handlungen und Anordnungen der Obrigkeit gehorsam und widerspruchslos befolgten. Auch wenn sie auf die Obrigkeit insgeheim schimpfen, arrangieren sie sich doch und leisten keinen Widerstand. Heinrich Mann hat dies in seinem Buch von 1914: „Der Untertan“ treffend beschrieben. Und wenn man heute genau hinschaut, sieht man ebendiese Charaktere in etwas anderem Gewand, aber mit frappierend ähnlichem Verhalten. Gespiegelt wird dieses Verhalten der Bürger von einer politischen und medialen Elite, die keineswegs alles für das Wohl des Volkes tut, aber sehr geschickt und in komplizenhafter Zusammenarbeit ihre eigenen Ziele verfolgen und mit dem Beschwören einer angeblichen Kriegsgefahr den Bürgern, ihren Untertanen, extreme Belastungen auferlegen. Die Lehren aus der Geschichte sind scheinbar schon wieder vergessen: von Bismarck, über Wilhelm II zu Hitler, 2 verlorene Weltkriege, Verlust von Heimat, Identität, Vermögen, Verlust der staatlichen Souveränität. Unsere Nachbarn in Europa fühlen sich an die vergangenen Zeiten erinnert, als von Deutschland Krieg und Vernichtung ausging und die Bürger, die Untertanen, blind in ihr Verderben liefen. Sie fragen sich, ob diese Geschichte sich wiederholen kann und sie den Deutschen heute noch trauen können.
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Seitenzahl: 231
Veröffentlichungsjahr: 2025
Widmung
Titel
Copywright
Über den Autor
1. Vorwort
2. Geschichten und Erlebnisse mit den Untertanen
2.1 Örtlichkeit
2.2 Die Geschichten
3. Eine Straße ohne Seele als Beispiel
3.1 Vorbemerkung
3.2 Der Wohnort
3.3 Die Straße ohne Seele
3.4 Die Einwohner der Straße
3.5 Kaum Kommunikation
3.6 Kaum Nachbarschaft
3.7 Jeder für sich
3.8 My home is my castle
3.9 Mein Nachbar ist „mein geborener Feind“
3.10 Straße ohne Seele – ein Abbild der deutschen Gesellschaft?
3.11 Die Straße der Einsamkeit
3.12 Eine belastete Straße
3.13 Eine Straße voller Gutmenschen
3.14 Eine Straße von Pharisäern?
3.15 Arroganz, Dummheit und Rassismus
3.16 Eine typische Wohnstraße?
3.17 Handy und Tablet beherrschen die Kommunikation
3.18 Die Kinder spielen nur im eigenen Garten.
3.19 Bewohner ohne Gefühle?
3.20 Den Schein bewahren ist die höchste Pflicht.
3.21 Leere Hülsen
4. Deutschland: Die geschlossene Gesellschaft
4.1 Vorbemerkung
4.2 Fremde nur geduldet?
4.3 Am deutschen Wesen soll die Welt genesen: eine Realität
4.4 Wer mag die deutsche Gesellschaft – außer sie selbst?
4.5 Was hat die Gesellschaft aus der Geschichte gelernt? Nichts!
4.6 Diktatur der Dummen und Gutmenschen
4.7 Neuralgischer Punkt: Die deutsche Identität
4.8 Und doch eine geschlossene Gesellschaft!
4.9 Und sie fangen schon wieder an!
4.10 Eine Gesellschaft von Opportunisten?
4.11 Eine Gesellschaft von Untertanen?
4.12 Deutschland der Dichter und Denker: Quo vadis?
5. Die Ausprägungen von Untertanengeist bei Teilen der Bevölkerung
5.1 Der brave Deutsche
5.2 Die liberalen Eliten
5.3 Alte und Neue Nazis
5.4 Konservative Eliten
5.5 Die Intoleranten
5.6 Die Feigen
5.7 Die Denunzianten
5.8 Untertanengeist?
5.9 Die Pseudo-Liberalen
5.10 Die Weltretter
5.11 Die Pseudo-Mondialisten
5.12 Die Denkfaulen
5.13 Die USA-Trottel
5.14 Die Kriegstreiber
6. Die Bestimmungsfaktoren des Untertanengeists
6.1 Vorbemerkung
6.2 Rolle der Kirchen
6.3 Preußentum
6.4 Der Obrigkeitsstaat
6.5 Wir haben einen Rechtsstaat
6.6 Der heilige Gral: Unantastbarkeit der Verfassung?
6.7 „Was schert uns das Wohl unserer Nachbarn?”
6.8 Bloß nicht kritisch denken!
6.9 Wie die politischen Eliten, die Verwaltung, die Wirtschaft und die Medien uns das Denken abgewöhnen!
7. Hypes und Akklamationen
8. Wir sind die Guten, die anderen sind die Bösen
8.1 Vorbemerkung
8.2 Wir, die Linksliberalen, sind die Guten
8.3 Die anderen sind böse und gehören vernichtet
8.4 Kritik an den Linksliberalen ist gleichbedeutend mit Antisemitismus
8.5 Die Ideologie der Grünen ist wie das Dogma einer Sekte
8.6 Fazit
9. Kritik an Politik und Staat: Nein, danke!
9.1 Vorbemerkung
9.2 Die Querdenker: Denker?
9.3 Die Verschwörungstheoretiker und die einfachen Lösungen
9.4 Die Arroganz der liberalen Gesellschaft oder die Verachtung
9.5 Die Korrupten „Da oben“
9.6 Nazis und Rechtsradikale: Quo vadis?
9.7 Die sozialen Netzwerke als Brandbeschleuniger?
9.8 Fazit
10. Die „links-grüne Revolution“ oder der Aufstieg der „Versager und Verlierer“
11.„Die Dummheit hat aufgehört, sich zu schämen“ – oder ist im Netz
12. Ist die deutsche Gesellschaft gespalten?
13. Rassismus und Antisemitismus als Teil der Gesellschaft
13.1 Vorbemerkung
13.2 Der Nachkriegsrassismus
13.3 Antisemitismus
13.4 Fazit
14. Die epochale Wende: Der Ukraine-Krieg und seine Wirkung auf die Bevölkerung
15. Der Untertan und Infragestellung von unfähigen und korrupten Medien: Tabu?
15.1 Vorbemerkung
15.2 Öffentliche Medien: Arrogant und fern von der Bevölkerung
15.3 Private Medien: Rolle der Wirtschaft
15.4 Die linksliberale Elite und ihre Verachtung der Normalbevölkerung
15.5 Kritik: Eine Gotteslästerung
15.6 Der Untertan und Verachtung der Eliten
15.7 Der Untertan und die Radikalisierung von Teilen der Gesellschaft
15.8 Rolle der sozialen Medien
16. Versagen der Kirchen und Niedergang ethischer Werte
16.1 Vorbemerkung
16.2 Versagen der Kirchen
16.3 Verlust der ethischen Werte
16.4 Fazit
17. Der Untertan im Wettbewerb der Gauner oder: Wer nichts wird, wird Politiker – Das Scheitern der Demokratie
17.1 Vorbemerkung
17.2 Wenn Parteien zu Sekten werden
17.3 Wer wird Politiker?
17.4 Lügen, falsche Versprechen, Schauspielerei
17.5 Wenn die Ehre der Journalisten verloren geht
17.6 Die Nutte der Mächtigen
17.7 Wettbewerb der Gauner
17.8 Markt der Narren
17.9 Versagen der Kontrollinstrumente
17.10 Verfall der liberalen Demokratien
18. Demonstrieren und Streiken: Die geistige Schere
18.1 Vorbemerkung
18.2 Meine Freiheit
18.3 Widerstand
18.4 Berlin – eine Diktatur?
18.5 Demonstranten: Rechtsradikale?
18.6 Unsere Wahrheit ist die einzige Wahrheit
19. Heinrich Mann ist aktueller denn je!
19.1 Vorbemerkung
19.2 Der Untertan
19.3 Kritik
20. Der Untertan im Jahr 2025
20.1 Vorbemerkung
20.2 Die verschiedenen Facetten des Untertanen
20.3 Fazit
21. Epilog
Dieses Buch ist allen Mahnern und einsamen Rufern gewidmet, denen das Wohlergehen unserer Gesellschaft am Herzen liegt. Jeder kritische Geist ist einsam und gehört zu einer Minderheit. Die Minderheit von heute kann jedoch die Mehrheit von morgen sein.
Dieses Buch ist vor allem auch meiner Frau Magdalene Kahlert gewidmet als Dank für ihre kritischen und klugen Ratschläge. Sie begleitet mich in meinem Leben und ist mir stets eine gute Ratgeberin.
Bonn, im Dezember 2025
Michael Ghanem
… Die Gedanken sind frei …
Der deutsche
Untertan
2025
© 2025 Michael Ghanem
Website: https://michael-ghanem.de/
Druck und Distribution im Auftrag des Autors:
tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland.Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung:
ISBN:
Softcover978-3-384-77796-6
Hardcover978-3-384-77797-3
E-Book978-3-384-77798-0
Über den Autor: Michael Ghanem
https://michael-ghanem.de/
https://die-gedanken-sind-frei.org/
Jahrgang 1949, aufgewachsen in Frankreich und Absolvent einer französischen Elitehochschule für Wirtschaftsingenieure. Nach seiner Übersiedlung nach Deutschland absolvierte er das Studium der Volkswirtschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Ethik.
Bonn, im Dezember 2025
Im Bereich der Philosophie wurde er sehr stark geprägt von der Philosophie und den Lehren von Zarathustra, Sokrates, Platon, Aristoteles, Marc Aurel, Rabelais, Michael de Montaigne, Baruch de Spinoza, Thomas von Aquin, Ibn Chaldun, Niccolo Machiavelli, Rene Descartes, Blaise Pascal, Voltaire, Jean Jaques Rousseau, Immanuel Kant, Gottfried W. Leibniz, Auguste Comte, Arthur Schopenhauer, Pierre-Joseph Proudhon, Karl Marx, Henri Bergson, Karl Popper, Karl Jaspers, Erich Fromm. Die Frankfurter Schule mit seinen Lehrern Jürgen Habermas und Adorno haben ihn stark beeinflusst, so wie auch Michael Schmidt-Salomon, Claude Levy-Strauss, Dalai Lama, Luc Ferry, Peter Sloterdijk, Werner Lachmann, Amartya Sen, Oswald Nell-Brauning, Niklas Luhmann.
In der Soziologie orientiert er sich stark an der Kölner Schule mit seinen Lehrern Rene König und Erwin K. Scheuch sowie Gustave Lebon. In der Politikwissenschaft ebenfalls an der Kölner Schule oder der Köln-Mannheimer Schule.
Im Bereich der Volkswirtschaft haben ihn die Post Keynesianer und die Verhaltens Ökonomen stark geprägt. Den Lehren von Milton Friedmann, den Chicago Boys, der Feiburger Schule, Friedrich A. Hayek steht er sehr kritisch gegenüber. Mit Joseph Stiglitz, Paul Krugman, James K. Galbraith, Daniel Kahneman, Thomas Piketty und dem Club of Rome fühlt er sich sehr verbunden.
Sein beruflicher Werdegang führte ihn zunächst zu einer internationalen Organisation, für die er 5 Jahre als Projektcontroller für große Wasserprojekte überwiegend in Afrika tätig war und darüber eine Vielzahl von Ländern und deren Führer kennengelernt hat. Im Anschluss daran arbeitete er viele Jahre bei einer europäischen Organisation sowie in mehreren internationalen Beratungsunternehmen als Berater für die Modernisierung von unterschiedlichsten Industrien und Unternehmen.
Er sieht sich als Kritiker der heutigen Globalisierung und setzt sich seit 1974 sehr stark für die Themen der Wasserwirtschaft und des Wassermanagements ein.
Diese Erfahrungen resultieren in einem tiefen Verständnis für geopolitische Fragen und ermöglichen ihm die Bewertung von aktuellen politischen Entwicklungen insbesondere vor dem Hintergrund von ökonomischen Verflechtungen.
Seit seiner Pensionierung lebt er zurückgezogen in Bonn und ist als Schriftsteller tätig. Er widmet sich in seinen Veröffentlichungen vor allem den drängenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Fragen der heutigen Zeit sowie der Wasserwirtschaft.
Bisher sind zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Politik und Geopolitik, Gesellschaft, Wirtschaft erschienen. Er ist Autor von bisher mehr als 100 Büchern. Im Bereich der Politik wird vor allem die kritische Betrachtung von Deutschland vorgenommen. Weitere Themenschwerpunkte sind Fragen der Gesundheit, Identität, Rassismus, Umwelt, Migration, Wasserwirtschaft, Afrika, Bevölkerungsentwicklung und alternative ökonomische Systeme wie die Anti-Fragilitäts-Ökonomie. Er hat aber auch einige Erzählungen und Märchen veröffentlicht.
Dies ist ein Auszug der Veröffentlichungen, die bisher erschienen sind:
Sachbücher Politik, Wirtschaft, Gesellschaft
Geopolitik
„Der tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil1 - Einführung - Eine Kritische Bilanz des Westens 1949-2025“
„Der tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil 2: Tiefer Fall des Militärs, Bausteine der Geopolitik, Weltordnung im Wandel, Konfliktpotenziale“
„Der Tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil 3: Bausteine der Militärpotentiale - Das Ende der Hegemonie“
„Der tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil 4: Länderprofile - Mehrfaches Systemversagen - Unfälle der Geschichte - Wasser und Welthunger - Supergau Klima und Energie - BRICS versus G7“
„Der tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil 5: Problemfälle: Bevölkerungsbombe Migration, Integration Armut und Hunger Rohstoffe“
„Der tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil 6: Die Sünden des Westens, Welthandel, Basar-Ökonomie, Korruption, Tabuthemen
Inflation, Deflation, Staatsverschuldung“
„Der tiefe Fall des Westens und die bitteren Tränen Europas, Teil 7: Finanzmärkte und Geldmärkte im Wandel, Finanzkrisen, Die Krise des Dollars
Alternativen zum Weltwährungssystem, Tiefer Fall des westlichen Finanzsystems“
„Afrika zwischen Fluch und Segen Teil 1: Wasser“
„Weltmacht Wasser – Teil 1: Überblick und Bilanz 2021“
Zum Zustand Deutschlands
„Deutschlands tiefer Fall, Band 1A Gesundheit“
„Deutschlands tiefer Fall, Band 1B Gesundheit“
„2005 – 2021 Deutschlands verlorene 16 Jahre – Die Bilanz der Angela Merkel und Ihre nachfolgen Kanzler“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 1: Angela Merkel und Ihre nachfolgen Kanzler – Eine Zwischenbilanz“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 2: Politisches System – Quo vadis?“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 3: Gesellschaft – Bilanz und Ausblick"
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 4: Deutsche Wirtschaft- Quo vadis?“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 5: Innere Sicherheit- Quo vadis?“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 6: Justiz- Quo vadis?“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 7: Gesundheit- Quo vadis? Band A“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 7: Gesundheit- Quo vadis? Band B“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 7: Gesundheit- Quo vadis? Band C“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 8: Armut, Alter, Pflege – Quo vadis?“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 9: Bauen und Vermieten in Deutschland – Nein danke“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 10: Bildung in Deutschland“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 11: Der Niedergang der Medien“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 12: Literatur – Quo vadis – Teil A“
„2005-2018 Deutschlands verlorene 13 Jahre Teil 13: Entwicklungspolitik – Quo vadis – Teil A“
Deutsche Politik
„Deutsche Identität – Quo vadis?
"Deutsche Identität und Heimat - Quo vadis?
„I know we can! Eine Chance für Deutschland“
„Die Deutschen – ein verfluchtes Volk?
„Die Grünen oder Der Club der Feministinnen – 10 Gründe die Grünen NICHT zu wählen“
"AKK – Nein Danke!“
„Eine Chance für die Demokratie“
„Nichtwähler sind auch Wähler“
„Deutschlands Titanic – Die Berliner Republik“
„Im Würgegriff der politischen Parteien, Teil 1“
„Herr vergib ihnen nicht! Denn sie wissen was sie tun!“
„Verfallssymptome Deutschlands – Müssen wir uns das gefallen lassen?“
„Ist Deutschland auf Sand gebaut?“
„Vier Millionen entrechtete Deutsche“
Wirtschaft und Finanzen
"Ansätze zu einer Antifragilitätsökonomie"
“Im Würgegriff des Finanzsektors, Teil 1”
„Im Würgegriff der Staatsverschuldung, Teil 1“
„Im Würgegriff der Staatsverschuldung, Teil 2“
Bevölkerung, Migration, Integration
”Im Würgegriff von Migration und Integration“
„Im Würgegriff von Bevölkerungsbombe, Armut, Ernährung Teil 1“
Rassismus
„Im Würgegriff von Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Rechtsradikalismus, Faschismus, Teil 1“
„Thesen zur Gleichheit der Rassen“
„Bilanz und Niedergang und die Angst des weißen Manns, Teil 1: Grundlagen“
Mensch und Gesellschaft
„Die Macht des Wortes“
„Die neuen Reiter der Apokalypse“
„Krisen in Zeiten von Corona, Teil 1“
„Corona 2021 – Warten auf Godot“
“Die Zeit -eine verkannte Weltmacht” Band 1 der Reihe Mensch & Gesellschaft“
„Nur Mut – Steh auf“
Erzählungen
"Abenteuer Deutschland Bekenntnisse zu diesem Land - Eine Bilanz -"
„Ein kleiner Fürst und eine kleine blaue Sirene“
"Ich denke oft ... an die Rue du Docteur Gustave Rioblanc - Versunkene Insel der Toleranz"
"Erzählungen eines Schattenmanns"
„21 Tage in einer Klinik voller Narren“
„Sprüche und Weisheiten“
„Leonidas der Große – Ich bin ein Mensch“
„50 Jahre Leben in Deutschland – Ein Irrtum? Ein Schicksal“
„Eine Straße ohne Seele“
„Der Teich des Teufels – ein Märchen“
„Die Sage vom Haus am See“
„Wenn ich einmal der Herrgott wär“
„Liebe heißt“
„Danke Herr Lehrer“
„Die Legende der Quelle“
„Die Legende von Annette - Traum einer unerfüllbaren Liebe“
„Frieden und Freiheit: Ich wollte einen Olivenbau pflanzen - Ich wollte einen Orangenbau pflanzen“
„So schön ist die Welt“
„Das alte Schiff - Eine Hommage an altes Eisen“
„Wenn Sie das Lesen würde, Die für mich so tapfere kleine Grande Dame“
„Ich kann nie aufhören Dich zu lieben. Zärtliche Erinnerung an 50 gemeinsame Jahre“
„Die vergessene Haarsträhne“
„Der Flieder“
Ausgehend von der Beschreibung des Zustands einer bürgerlichen Straße in einer mittelgroßen Stadt am Rhein hat der Autor die Geschichte des Protagonisten Anton und dessen Erlebnisse und Erfahrungen mit dem gutbürgerlichen und kleinbürgerlichen Teil der deutschen Gesellschaft entwickelt. Die Erlebnisse von Anton basieren auf realen Erzählungen, lediglich der Name ist frei erfunden. Diese Erlebnisse und Schlussfolgerungen basieren auf einer mehrmonatigen, intensiven Diskussion mit „Anton“.
Aus diesen Erzählungen und den Schlussfolgerungen des Protagonisten hat der Autor eine kritische Analyse über den Zustand der Gesellschaft während der letzten 20 Jahre verfasst, insbesondere über die Veränderung der deutschen Gesellschaft im Hinblick auf die 16-jährige Amtszeit Angela Merkels und ihrer Nachfolger als Kanzler.
Während der Recherche und Arbeit zu diesem Buch wurde dem Autor plötzlich klar, dass Heinrich Mann bereits in den Jahren 1906–1914 mit dem „Untertan“ das Gleiche gemacht hat. Daher beschloss der Autor, es Heinrich Mann gleichzutun und eine kritische Analyse der deutschen Gesellschaft zu verfassen. Er hat sich jedoch nicht der Satire bedient, sondern versucht, das als Sachbuch darzustellen. Ziel des Buches ist es nicht, die deutsche Gesellschaft zu diskreditieren. Im Gegenteil: Der Autor versucht, die Hauptprobleme der deutschen Gesellschaft, vor allem des gutbürgerlichen und des bürgerlichen Milieus, zu analysieren. Dabei geht es ihm vor allem um die daraus resultierenden Verfehlungen wie Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und Verlogenheit und die Parallelen zu den epochalen Veränderungen, die sich bereits in Heinrich Manns Buch andeuteten.
Diese Veränderungen sind eine Analogie zu den aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Europa angesichts der Coronakrise, des Krieges in der Ukraine mit all seinen Konsequenzen sowie den daraus resultierenden Brüchen in Europa und den Auseinandersetzungen weltweit zwischen Demokratie und Autokratie. Es besteht die Befürchtung, dass die liberale Demokratie diesen Krieg verlieren wird.
Angesichts eines möglichen verlustreichen Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Konsequenzen bis hin zu einem Atomkrieg ist zu befürchten, dass ganz Europa in diesen Krieg hineingezogen wird – allein wegen des Einsatzes der USA gegen Russland. Eigentlich gehört dieser Krieg nicht Europa, sondern es ist eine Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland.
Auf den zweiten Blick ist jedoch zu erkennen, dass sich ein Zeitenwechsel anbahnt, in dem die weltweite Hegemonie der USA infrage gestellt wird. Damit wäre jedoch auch der Niedergang eines selbstständigen Europas verbunden. Davon wäre vor allem Deutschland betroffen, das letztendlich eine Kolonie der USA ist.
Letztendlich wird der Aufstieg der Verlierer an die Macht sichtbar und damit der Weg in eine Ineptokratie geebnet – eine Herrschaftsform, in der die Unfähigen von den Unproduktiven gewählt werden, wobei die Mitglieder der Gesellschaft, die sich am wenigsten selbst erhalten oder gar Erfolg haben können, mit Gütern und Dienstleistungen belohnt werden, die bei den Produktivsten konfisziert werden.
Die Parallelen zu 1914 sind offensichtlich, und die Konsequenzen wären der Zusammenbruch des Systems.
Der Autor versichert, dass er für dieses Buch keinerlei Informationen aus seiner früheren Berufstätigkeit verwendet hat, sondern sich lediglich öffentlich zugänglicher Informationsquellen bedient hat.
Wir schreiben das Jahr 2025: In einer mittelgroßen Stadt am Rhein wurden die folgenden Geschichten erlebt, die stark an das Verhalten der „Untertanen“ erinnern. Die Geschichten entstammen der Realität und wurden lediglich marginal verändert. Die Stadt leidet nicht unter wirtschaftlichen Einbußen und beherbergt sogar zukunftsorientierte Unternehmen. Sie spielte jedoch eine erhebliche Rolle in der Nazidiktatur Deutschlands. Eine der wesentlichen Persönlichkeiten des Naziregimes hat einen wichtigen Teil seines Lebens dort verbracht. Wer jedoch glaubt, dass nach der Entnazifizierung eine reale Veränderung im Wesen bestimmter Teile der Bevölkerung erfolgt ist, wird enttäuscht werden.
Wir nennen den Protagonisten Anton. Er lebte seit mehreren Jahren in einer der angesehensten Straßen der Stadt. Er traf den Autor bei einem Spaziergang am Rhein, sie kamen ins Gespräch und wurden Freunde. Eines Tages versprach Anton dem Autor, ihm von seinen selbst erlebten Geschichten zu erzählen. Er war selbst im Rentenalter und befasste sich vor allem mit ökonomischen und soziopolitischen Fragen. Er lebte relativ zurückgezogen. Dies sind die Geschichten, die Anton erlebt hat.
Die Straße, in der er lebte, war eine relativ ruhige Straße in einer Art Villenviertel. Er bewohnte mit seiner Frau ein Einfamilienhaus. Die Straße selbst verläuft parallel zum Rhein, den man in fünf Minuten zu Fuß erreichen kann. In der Straße leben vor allem Gutbürgerliche, Neureiche, Arrivierte und soziale Emporkömmlinge. Ihr Motto lautet: „Mein Haus ist mein Castle.“ Die Kommunikation und die sozialen Bindungen zwischen den Anwohnern sind als gering anzusehen. Zwischen den verschiedenen Bewohnern liefen jedoch unterschwellige Machtkämpfe. Dafür waren insbesondere Grenzfragen und die Gartengestaltung die Hauptgründe, aber auch sozialer Neid spielte eine Rolle. In der ganzen Straße gab es lediglich eine Minderheit von Nichtdeutschen.
Die Zeiten waren aufgrund von Änderungen in der politischen Landschaft Deutschlands sowie Zäsuren in der Welt- und Geopolitik von erheblicher Nervosität geprägt. Es waren unruhige Zeiten nach einer langen Periode wirtschaftlicher Stabilität. In dieser Zeit war das Land jedoch nicht auf erhebliche Veränderungen vorbereitet worden. Hinzu kam, dass sich ganz Deutschland in einem echten Sanierungsbedarf befand, der durch Angela Merkel und ihre Nachfolger verursacht wurde. Das Aufkommen von Rechtsradikalen, neuen und alten Nazis, sogenannten Querdenkern sowie Links-Extremismus und dem Absolutismus der alleinigen Wahrheit durch eine sogenannte grüne Partei trugen zu einer Verschärfung des sozialen Klimas bei. In diesem Zusammenhang müssen die folgenden Geschichten und Persönlichkeiten betrachtet werden.
Neben dem Haus von Anton wohnte die Witwe eines Bundeswehrarztes. Das Haus war sehr gut instand gehalten worden, obwohl die Frau bereits sehr betagt war. Sie war unheilbar krank und starb bald darauf. Plötzlich tauchten Erbschleicher auf: arrivierte Personen aus der Gegend von Koblenz, die das Haus über eine Maklerin zum Verkauf anboten. Sie waren die Prototypen von Gutmenschen. Im Nachhinein erfuhr Anton, dass die Frau einen unheilbar kranken Sohn hatte, der seit Jahren in einer Klinik untergebracht war. Dieser hatte sich geweigert, das Erbe anzunehmen, und war dazu auch nicht in der Lage. Nach einiger Zeit erfuhr Anton, dass das Haus verkauft worden war.
Das Auftauchen des neuen Besitzers
Eines Tages klingelte es bei Anton. Als er die Tür öffnete, sah er einen Mann Mitte 50 bis 60 mit Halbglatze und rötlichem Gesicht. Er sagte zu Anton: „Ich bin der neue Nachbar.“ Er nannte weder seinen Namen, noch stellte er sich richtig vor. Anton erfuhr später von seiner eigenen Frau, dass es sich um einen Dr. X handelte. Welchen Beruf er ausübt, sagte er nicht, sondern nur, dass sie schnell einziehen würden. Schon damals machte er den Eindruck, als wäre er etwas Besseres als die Normalität. Anton war irritiert über diese Vorstellung, vor allem, als der Mann, den er erst einmal gesehen hatte, über die Probleme seines Sohnes in einem Gymnasium in der Nähe sprach und dabei selbstverständlich davon ausging, dass alle anderen Schüler böse waren und die Lehrer stets etwas gegen seinen Sohn hätten. Anton war sehr irritiert, dass der Mann, den er ja nicht kannte, direkt über familiäre Probleme sprach, als versuchte er, sich mit einem gewissen Lächeln einzuschmeicheln. Anton hatte direkt ein ungutes Gefühl gegenüber dem Mann.
„Meine Frau und ich“
Die Tage vergingen und der neue Nachbar kam des Öfteren zu Anton und nutzte Formulierungen wie: „Meine Frau und ich sind der Meinung, dass Sie etwas unternehmen müssen, dies und das.“ Anton stellte klar, dass er nach dem Prinzip „Leben und leben lassen“ handele und jegliche Änderung an der seit Langem vorhandenen Grenze ablehne. Und jedes Mal fing die Diskussion mit „Meine Frau meint“ an. Anton war genervt von der verlogenen Art dieses Nachbarn, der versuchte, sich Vorteile zu verschaffen. Immer wieder fing er mit „Meine Frau und ich“ an. Einmal kam die Frau selbst und fing an, darüber zu reden, dass Strahlen das Haus negativ beeinflussen würden, dass die Strahlen des vorhandenen Digitalfunks die Leute krank machen würden und dass diese Strahlen über das Haus und ihr Grundstück gehen würden. Anton war so perplex, dass er es zunächst glaubte und versuchte, die Sache mit anderen Nachbarn zu klären, was jedoch misslang. Mit der Nadelstich-Strategie unter der Überschrift „Meine Frau möchte gerne“ wurden weitere konkrete Veränderungen an Antons Haus verlangt.
„Mein Sohn und meine Frau …“
Und immer wieder klingelte er, um über die Problematik seines Sohnes zu sprechen und angeblich Antons Rat zu suchen. Dies irritierte Anton sehr. Langsam dämmerte ihm, dass der neue Nachbar dem negativen Bild des Deutschen im Ausland sehr ähnlich war. Jedes Mal fing er an, über den Sohn und die Frau zu sprechen, die sich nicht mehr sehen ließ. Der Sohn, der einzige Nachwuchs, machte auf Anton einen seltsamen Eindruck. Er suchte das Gespräch mit Erwachsenen, wurde jedoch von den Kindern der Straße abgelehnt. Sein Vater versuchte, ihn in sein eigenes Leben und seine Probleme einzubeziehen, ohne ihm seine Kindheit zu lassen. Er wurde von seiner Mutter und von seinem Vater regelrecht erdrückt. Was die soziale Kompetenz anbetrifft, haben ihm jedoch weder Mutter noch Vater die notwendigen Grundlagen mitgegeben. Ihm wurde das Ich-Prinzip, mit anderen Worten der Egoismus, mit der Muttermilch mitgegeben. Erstaunlich ist, dass die Ehefrau des Dr. sich stets als reiche Frau darzustellen versuchte – als ob dies Eindruck bei Anton hinterlassen hätte. Unter ihrem pseudofreundlichen Auftreten verbarg sich ein gewisser sozialer Neid.
„Wir ziehen morgen ein …“
Und jedes Mal, wenn Anton den Doktor sah, wurde ihm mitgeteilt, dass er morgen, in einer Woche oder in zwei Wochen einziehen würde. Dies wurde ihm fast sechs Jahre lang wöchentlich bzw. monatlich erzählt, als ob das für ihn wichtig wäre. Am Ende glaubte keiner der Anwohner, dass Dr. X in das Haus einziehen würde. Für Anton war das jedoch zweitrangig.
Die Renovierung dauerte acht Jahre.
Der Herr Doktor begann vor acht Jahren langsam mit der Renovierung, das heißt, die Arbeiter kamen entweder nach Feierabend oder am Freitag und Samstag, gegebenenfalls auch am Sonntag. Für alle in der Straße war klar, dass es sich dabei um Schwarzarbeit handelte, jedoch kümmerte sich niemand darum. Für Anton war dies gleichgültig, denn er hoffte auf das Ende der Baustelle, die stets mit Lärm und Schmutz verbunden war und ihm zusätzliche Aufwendungen bescherte. Hinzu kam, dass fast alle Häuser der Straße innerhalb eines überschaubaren Zeitraums renoviert worden waren und die Leute endlich ihre Ruhe haben wollten. Rücksichtnahme auf die Nachbarn wurde zu keiner Zeit genommen – warum auch, er ist schließlich ein Dr. und somit ein Mitglied der Eliten.
Ein Bauschuttcontainer stand sage und schreibe fünf Jahre lang in seiner Einfahrt.
Der Container zog Ratten und Mäuse an. Die Entsorgung dieses Containers hätte maximal 300 € gekostet. Er ließ den Container stehen, obwohl ihm bekannt war, dass sich die Mäuse und Ratten auch bei den Nachbarn einschleichen konnten. Aber das war ihm egal, denn der Container stand ja auf seinem Grundstück. Die Missachtung der Rechte der Nachbarn ärgerte Anton und die anderen Nachbarn, aber sie wollten keinen Krach mit ihm.
Durch sein Verhalten, bei dem er das Interesse seiner Nachbarn stets abschätzig und abwertend betrachtete, entstand bei Anton eine zunehmende Ablehnung und er begann, ihn mit dem Bild des hässlichen Deutschen zu vergleichen.
Acht Jahre Leerstand …
Festzuhalten ist auch, dass dieses Haus über neun Jahre lang leer stand. In dieser Zeit wurde es mindestens dreimal nachts von Dieben besucht, was Anton beunruhigte, denn es war leicht, vom Haus des Dr. X in sein eigenes Grundstück einzusteigen. Dr. X wollte den Mitbewohnern der Straße wohl zeigen, dass er finanziell so gut situiert ist, dass er es sich leisten kann, ein Haus acht Jahre lang nicht zu vermieten oder zu bewohnen. Andere Nachbarn meinten, er habe das Haus für seinen 16-jährigen Sohn gekauft. Für Anton war dies gleichgültig geworden, da er von diesem Nachbarn und angeblichen Mitglied der Eliten nichts Gutes mehr erwarten konnte. Für Anton und einige andere Bewohner der Straße war es sehr ermüdend, ständig mit Baustellenproblemen konfrontiert zu werden, entweder abends oder am Wochenende. Dies war dem Dr. jedoch egal, denn das Prinzip des „Ichs“ war und ist maßgebend.
Ihre Hecke gefällt mir nicht.
Obwohl der Zustand seines Hauses katastrophal war – sowohl die Fassade als auch die Fenster waren in einem bedauernswerten Zustand – und seine Hecke stets über Antons Grundstück ragte, ohne dass er sich die Mühe machte, sie zu schneiden, forderte er von Anton, die Mülleimer auf dessen Grundstück abzudecken und einzuzäunen. Dabei standen diese schon dort, bevor er das Haus überhaupt gekauft hatte. Und dann sollte Anton doch bitte die Rosen entfernen, an denen sich sein Sohn gestochen hatte. Die Hecke sähe schlecht aus und passe nicht zu seinem Haus. Dies zeigt die geistige Einstellung des Herrn Dr.: Er war davon überzeugt, zur Elite zu gehören, die alles bestimmt – unabhängig von und ohne Rücksicht auf die Interessen der anderen. Für Anton wurde immer deutlicher, dass dieser Herr Dr. den Vorurteilen über die Deutschen entsprach, die man ihm in seiner Kindheit beigebracht hatte.
Die Straße als Garage
Die Straße lag in einem vornehmen Wohnviertel der Stadt mit sehr schönen Villen. Das einzige Haus in einem bedauernswerten Zustand war das von Herrn Dr. Er schien fünf Gebrauchtwagen zu besitzen und versuchte, seinem Sohn das Kfz-Wesen beizubringen. Dazu stellte er Schrottwagen in seine Einfahrt, um seinem Sohn bei geöffneter Motorhaube die einzelnen Schrauben und die Funktion der Teile zu zeigen – entweder dort oder auf dem Bürgersteig. Dabei lief sehr oft altes Öl aus dem Motor auf das Pflaster, was eine Umweltverschmutzung darstellte. Dies war Herrn Doktor bekannt und er versuchte, den Ölfleck beim Wiedereinparken des Wagens auf seinem privaten Grundstück wegzuwischen, was jedoch nicht immer gelang. Auch dies zeigt die Missachtung des Herrn Doktor gegenüber seinen Nachbarn und den anderen Einwohnern der Straße. All das spielte sich hinter der Fassade des freundlichen Herrn von nebenan ab. Die übrigen Bewohner der Straße hielten sich alle an die Regeln. Bei einem Defekt ihres Wagens riefen sie den ADAC oder eine Kfz-Werkstatt, um das Fahrzeug abtransportieren zu lassen. Sein Verhalten beim Parken seiner Autos erzürnte die gesamte Straße, denn er parkte so, dass keine anderen Fahrzeuge parken konnten. Seine Rücksichtslosigkeit ist legendär.
Meiner Frau gefällt die Farbe der Wasserleitung auf ihrem Grundstück nicht.
An einem Frühlingstag, an dem Antons Helfer die Bewässerung seines Grundstücks für den Sommer vorbereiteten, intervenierte Dr. X bei einem dieser Helfer und bat ihn, Anton eine Nachricht weiterzuleiten. Er solle die Farbe der Wasserleitungen, die standardmäßig entweder anthrazit oder grau sind, austauschen, da die Farbe dieser Wasserleitungen seiner Frau nicht gefalle. Die Helfer waren so verdutzt, dass sie direkt Anton riefen. Daraufhin lachte Anton laut, befahl, mit der Arbeit weiterzumachen, und fügte hinzu, dass er schließlich nicht mit der Frau von Dr. X verheiratet sei. Seit diesem Zeitpunkt war das Verhältnis zwischen Anton und Dr. X zerrüttet. Anton, der eigentlich nach dem Prinzip „Leben und leben lassen” handelte, konnte seitdem nur noch Verachtung für Dr. X aufbringen.
Verlogenheit und Arroganz als Prinzip.
