Die Chronik der Unsterblichen - Blutnacht - Hohlbein Wolfgang - E-Book

Die Chronik der Unsterblichen - Blutnacht E-Book

Hohlbein Wolfgang

3,8
7,99 €

oder
Beschreibung

Der Schwertkämpfer Andrej Delãny wird von der Inquisition gejagt. Da stößt er auf die geheimnisvolle Meruhe. Sie verheißt ihm wahre Unsterblichkeit - wenn er dafür bereit ist, seine geliebte Maria zu verraten. Als Andrej der Verlockung zu erliegen droht, stellt sich ihm sein Waffenbruder Abu Dun in den Weg. Der schwarze Riese fürchtet, dass sein Weggefährte zu einer dunklen, reißenden Bestie wird. Doch dann müssen er und Andrej erkennen, dass das ihr geringstes Problem ist. Der Inquisitor stellt sie. Und in seiner Begleitung befindet sich jemand, mit dem sie niemals gerechnet hätten ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 416




WOLFGANG HOHLBEIN

BLUTNACHT

DIE CHRONIK DER UNSTERBLICHEN –

DAS BUCH ZUR ROCKOPER

Roman

Mit Dank an Andy Kuntz, ohne den die Rockoper Blutnachtniemals entstanden wäre

KAPITEL 1

Der Himmel war zerbrochen. Wolken türmten sich zu schwarzen Gebirgen auf und schleuderten Lawinen aus Dunkelheit auf die Erde. Der Lärm war unbeschreiblich. Zornig wirbelte Staub auf, brannte in Andrejs Augen und hinterließ einen beißenden Geschmack in seiner Kehle. Blitze zuckten und zerschnitten den Tag in stroboskopisch flackernde Scherben. Es war kalt. Jeder Atemzug brannte wie gefrorenes Feuer.

Ein eisiger Windstoß traf Andrej. Er blieb stehen und blinzelte heftig, darum bemüht, dem Toben der entfesselten Naturgewalten so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Trotzdem hatte er das Gefühl, der Sturm würde ihn gierig umschlingen, um ihn zu Boden zu ringen.

So wie er Abu Dun vor vier Tagen zu Boden gerissen hatte, und das ausgerechnet an den Stromschnellen unterhalb der gedrungenen Burg von Čachtice mit ihren düsteren Zinnen und ineinander verschachtelten Mauern. Bei der Erinnerung daran, wie der ehemalige Piratenkapitän zum Jablonka hinabgeschlichen war, um die günstigste Stelle zum Übersetzen über den Fluss zu erkunden, pochte ein dumpfer Schmerz hinter seiner Stirn. Zum wiederholten Male tauchte er in die Szene ein, die nun schon Tage zurücklag. Er glaubte zu spüren, wie seine Stiefel auf dem glitschigen Untergrund des Flussufers ins Rutschen kamen, und er erinnerte sich an seinen Schrecken, als der Nubier von einer heftigen Sturmbö erfasst wurde und von einem Moment auf den anderen hinter einer gezackten Felsformation verschwand, als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Andrej lief sofort los, drohte auszurutschen, fing sich wieder und jagte an einem gezackten Vorsprung vorbei, der wie das riesige Gebiss eines vorzeitlichen Ungeheuers aus wild wucherndem Dornengebüsch aufragte. Mit einem letzten gewagten Satz kam er in einer überspülten Ufermulde auf. Wasser gischte auf und nahm ihm die Sicht.

Als er wieder sehen konnte, fand er seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Der Nubier lag wie ein gefällter Baum im wild wirbelnden, schäumenden Wasser. Sein Gesicht war in den von Wellen gepeitschten Uferschlamm gedrückt, sein Turban verrutscht, und an seinem Hinterkopf klaffte eine üble Wunde. Andrej ließ sich in die Hocke nieder, packte den schwarzen Riesen bei den Schultern und wollte ihn gerade herumdrehen, als er einen fernen Ruf vernahm. Alarmiert blickte er hoch, zur Burg hin, von der aus die Blutgräfin mit harter Hand über das Land regierte.

Er glaubte, eine Gestalt in wehendem Mantel zu sehen, die sich über die Zinnen beugte und zu ihnen hinabblickte, nun aber zurückzuckte, als habe sie seinen suchenden Blick bemerkt und wollte unerkannt bleiben. Vielleicht hatten ihn aber auch seine Sinne genarrt, denn obwohl er sich bemühte, irgendwo menschliche Bewegung auf der schwarzgrauen Burg auszumachen, entdeckte er nichts mehr, was auf einen geheimen Beobachter hinwies. Und als er sich wieder Abu Dun zuwandte, begriff er, dass er den Nubier nicht nur unbedachterweise losgelassen hatte …

… sondern dass Abu Dun in der kurzen Zeitspanne, die er sich hatte ablenken lassen, so spurlos verschwunden war, als hätte ihn ein Seeungeheuer verschluckt …

Andrej ballte die Fäuste und atmete tief aus. Es wurde Zeit, dass er die quälende Erinnerung verscheuchte und sich ganz und gar auf sein Ziel konzentrierte. Er musste das Tal erreichen, in dem er vor unendlichen Zeiten geboren und aufgewachsen war, und seinen Frieden mit den schrecklichen Vorfällen machen, die sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hatten.

Aber nicht ohne Abu Dun. Zum wiederholten Male versuchte er sich einzureden, dass er den Nubier nur deshalb nicht an den Stromfällen wiedergefunden hatte, weil er von den tosenden Wassermassen mitgerissen worden war. Doch so ganz glaubte er selbst nicht daran. Zu seiner Überraschung hatte Abu Dun in letzter Zeit begonnen, mit leuchtenden Augen von seinem alten, einfachen Piratenleben zu schwärmen. Was nun, wenn er sich ohne große Worte hatte absetzen wollen, um sich am Schwarzen Meer ein Schiff und eine Mannschaft zu suchen, mit der er sein altes Jagdgebiet unsicher machen konnte?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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