Die Lichtmöpse - Juergen von Rehberg - E-Book
Beschreibung

Ein kleines Mädchen steigt an Heiligabend von einem Bergbauernhof hinunter ins Tal, um für den verletzten Vater Hilfe zu holen. Es scheint den Weg durch den dichten Schnee nicht zu schaffen, als unerwartet Hilfe von "höchster Stelle" kommt. Diese Geschichte ist für alle Menschen, denen das "Christkind" ebenso vertraut geblieben ist wie der "Osterhase".

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EPUB

Seitenzahl:13


Ich widme diese Büchlein allen Menschen groß und klein, die sich ihren Sinn für das Märchenhafte bewahrt haben und denen das Christkind ebenso vertraut geblieben ist wie der Osterhase.

Es war Heilig Abend und wohl in den meisten Stuben des Tales herrschte freudige und erwartungsvolle Stimmung auf das Christkind.

Das war jedoch nicht so auf dem Hornbergerhof. Der Hornbergerhof lag hoch droben über dem kleinen Bergdorf und seine Bewohner fristeten ein eher karges und entbehrungsreiches Leben.

Nicht dass es ihnen an materiellen Dingen fehlte, die Hornberger waren genügsam und was sie für ihr täglich Leben brauchten, das erarbeiteten sie sich durch ihrer Hände Fleiß.

Aber das ganze Jahr hoch droben, abgeschieden von der restlichen Welt, das war manchmal schon recht hart.

Umso mehr freute man sich auf die gelegentlichen Ausflüge ins Tal, die sich zu kirchlichen Festtagen ergaben oder anlässlich irgendwelcher Besorgungen für den Hof.

Besucher verirrten sich kaum hier herauf, nur hier und da ein paar Holzfäller, so sie in der Gegend arbeiteten.

Die Hornberger waren einst eine große Familie, doch seit dem Tod der Großmutter im vergangenen Winter waren sie nur noch zu dritt: Vater, Mutter und Mareike.

Mareike war die zwölfjährige Tochter der Hornberger und ging unten im Dorf zur Schule. Das heißt, zumindest im Frühjahr und im Herbst.

Im Sommer waren Ferien und außerdem wurde sie da auch zur Einbringung der Ernte dringend benötigt und im Winter kam es darauf an, wie viel Schnee Mutter Natur dem Hornbergerhof bescherte.

Es gab schon Winter, da erstickten sie förmlich im Schnee und da war beim besten Willen an einen Schulbesuch überhaupt nicht zu denken.