Die Master ihres Herzens - Cooper McKenzie - E-Book

Die Master ihres Herzens E-Book

Cooper McKenzie

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Beschreibung

Megan Philips ist eine Frau, die etwas Unerreichbares liebt: ihre Nachbarn, Jack und Quinn, zwei Männer, die einander völlig ergeben sind. Weil sie die beiden nicht haben kann, verbringt sie ihre Zeit im Club Esoteria bei dem Versuch, einen Mann zu finden, der in Sachen Liebe die Kontrolle übernimmt. Jack und Quinn sind ein Paar, aber sie sind auf der Suche nach einer Frau, die ihre Familie ergänzen soll. Beide wissen, dass Megan diese Frau ist, aber sie haben keine Ahnung, wie sie das Thema zur Sprache bringen sollen. Als Megan während einer Szene verletzt wird, enthüllen Jack und Quinn die Wahrheit über ihre Beziehung und stellen einige Regeln auf: Wenn sie sich irgendjemandem unterwirft, dann ihnen. Auch wenn sie nur wenig über BDSM und Megans Bedürfnisse als Sub wissen, lieben sie sie und wollen nur das Beste für sie. Können sie ihr geben, was sie braucht? Und können sie ihre Frau beschützen, wenn der Dom, der Megan verletzt hat, Ärger macht? Ein erotischer Liebesroman für Erwachsene mit BDSM-Elementen und einer M/M/F-Beziehung. Die einzelnen Bände der Reihe sind in sich abgeschlossen. Zum besseren Verständnis und um die gesamte Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich jedoch, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 28.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Über Cooper McKenzie

LESEPROBE: Die Gefährtin des Soldaten

Die Master ihres Herzens

Megan Philips ist eine Frau, die etwas Unerreichbares liebt: ihre Nachbarn, Jack und Quinn, zwei Männer, die einander völlig ergeben sind. Weil sie die beiden nicht haben kann, verbringt sie ihre Zeit im Club Esoteria bei dem Versuch, einen Mann zu finden, der in Sachen Liebe die Kontrolle übernimmt.

Jack und Quinn sind ein Paar, aber sie sind auf der Suche nach einer Frau, die ihre Familie ergänzen soll. Beide wissen, dass Megan diese Frau ist, aber sie haben keine Ahnung, wie sie das Thema zur Sprache bringen sollen.

Als Megan während einer Szene verletzt wird, enthüllen Jack und Quinn die Wahrheit über ihre Beziehung und stellen einige Regeln auf: Wenn sie sich irgendjemandem unterwirft, dann ihnen. Auch wenn sie nur wenig über BDSM und Megans Bedürfnisse als Sub wissen, lieben sie sie und wollen nur das Beste für sie. Können sie ihr geben, was sie braucht? Und können sie ihre Frau beschützen, wenn der Dom, der Megan verletzt hat, Ärger macht?

Ein erotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt, BDSM-Elementen und einer M/M/F-Beziehung. Die einzelnen Bände der Reihe sind in sich abgeschlossen. Zum besseren Verständnis und um die gesamte Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich jedoch, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 28.000 Wörter

Cooper McKenzie

Die Master ihres Herzens

Club Esoteria 4

Ein erotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel

„Masters of Her Heart“

Copyright © der Originalausgabe: Cooper McKenzie, 2010

Copyright © dieser Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen und Orte verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Geschützte Handelsmarken:

Der Autor erkennt den geschützten Status und die Markenrechtsinhaber der folgenden Handelsmarken, die in dieser fiktiven Geschichte genannt werden, an:

NASCAR

Kapitel 1

Worauf zum Teufel habe ich mich da eingelassen? fragte Megan Phillips sich, als sie an den Fesseln um ihre Taille und Knie zog, die sie an die Strip-Stange banden. Ihre Arme waren hoch über ihren Kopf gestreckt und mit Handschellen an einer Kette befestigt. Sie wusste aus Erfahrung, dass ihre helle Haut blaue Flecken von den Seilen zeigen würde, sowie von der Peitsche, dem Paddel, der Gerte und dem Flogger, die der Dom benutzt hatte, was sie für die nächsten paar Tage an ihre Fehlentscheidungen an diesem Abend erinnern würde.

Er hörte nach den zehn Schlägen, die sie vorher vereinbart hatten, nicht auf, was Megan aus ihren Gedanken riss. Schmerz war ein Element dieses Lifestyles, auf das sie normalerweise ganz gut verzichten konnte, aber heute Abend hatte sie gehofft, die körperlichen Schmerzen würden helfen, dem emotionalen Schmerz entgegenzuwirken. Schade, dass es nicht funktionierte.

Nach zwei weiteren Schlägen tat sie etwas, das sie noch nie zuvor im Club Esoteria getan hatte. „Rot“, sagte sie mit zusammengebissenen Zähnen.

Das Feuer, das in ihrem unteren Rücken, Hintern und Oberschenkeln tobte, würde für eine Weile bleiben, aber sie wusste bereits, dass sie in den Club zurückkehren würde. Sie war eine devote Frau auf der Jagd nach jemandem, von dem sie allmählich zu glauben begann, dass er gar nicht existierte. Ein Master, der liebend gerne die Kontrolle übernehmen würde, aber nicht auf extreme Schmerzen oder Demütigung aus war. Sie wusste von zwei solchen Männern, verstand aber auch, dass die beiden für sie unerreichbar waren.

Der Dom von außerhalb, mit dem sie sich auf die Szene eingelassen hatte, hielt nicht einmal inne mit seinen Peitschenhieben, obwohl sie das Safeword des Clubs benutzt hatte. Tatsächlich steigerte er sowohl das Tempo als auch die Intensität der Schläge. Es war, als ob er dachte, dass sie mehr wollte und nicht um die Beendigung der Szene bat.

Nach zwei weiteren Schlägen, von denen einer Blut hervorquellen ließ, wandte sie den Kopf nach rechts um die Aufmerksamkeit eines der Aufseher zu erwecken.

„Rot!“, rief sie lauter, in der Hoffnung, dass jemand einschreiten würde.

Die Erregung, die Megan am Anfang ihrer Begegnung gefühlt hatte, als er beschrieben hatte, wie er sie fesseln und auspeitschen würde, bevor er sie schließlich fickte, zerstob wie Nebel an einem Flussufer in der Morgensonne. Anstelle des schwebenden Gefühls, das sie normalerweise verspürte, wenn sie tief in einer Szene war, empfand sie nur Schmerz.

„Halt, bitte hör auf. Rot. Rot. Rot.“ Sie schrie auf, als sie heißes Blut über eine Arschbacke strömen fühlte. Ihr Rücken fühlte sich an wie weißglühendes Feuer, als die Peitsche noch härter und schneller auf sie traf.

„Hey, sie ruft Rot. Du musst aufhören.“ Aus den Augenwinkeln sah Megan, dass Antony, der Sklave und Partner von einem der Besitzer des Esoteria, einschritt.

„Rot. Rot. Rot!“, schrie sie weiter, obwohl ihre Stimme schwächer wurde. Sie fuhr fort, an ihren Fesseln zu zerren, blieb aber festgebunden, wo sie war.

„Hau bloß ab. Kein Sub sagt mir, was ich tun soll“, knurrte der Dom Antony an.

Megan hörte das Pfeifen der Peitsche, als sie durch die Luft schnitt, aber sie wurde nicht getroffen. Stattdessen schrie Antony vor Schmerz auf.

„Rot. Rot. Rot.“ Ihre Schreie wurden schwächer, als sie darauf wartete, dass der Dom seine Aufmerksamkeit wieder auf sie richtete.

Heiße Tränen liefen über ihr Gesicht und Blut tropfte ihr Bein hinab. Wann hatte sie begonnen zu weinen? Sie weinte nie. Für einen kurzen Moment, der sich anfühlte, als hätte sie ihren Körper verlassen, fragte sie sich, ob der Schmerz ihr ganzes Wesen übernommen hatte, oder ob etwas anderes die Tränen verursachte.

„Was zum Teufel machst du da?“ Eine andere Stimme, tiefer und durchtränkt mit der Kraft, die einen dominanten Alpha-Mann ausmachte, kam dazu. „Sie hat Rot gesagt. Das bedeutet, dass alles aufhört.“

Wenige Augenblicke später befreiten mehrere Paar Hände sie und trugen sie beinahe auf eine Holzbank, während andere den Mann an Ort und Stelle festhielten, als Jenna sich näherte. Aber nichts davon machte einen bleibenden Eindruck auf Megan. Es war, als würde sie einen Werbespot im Fernsehen verfolgen, den sie schon tausend Mal gesehen hatte.

Alles, was sie wusste, war, dass ein großer, sanfter Mann sie festhielt, dessen Duft nach Kirsch-Pfeifentabak sie an ihren Großvater erinnerte.

„Trink das.“ Der Mann hielt eine Flasche Wasser an ihre Lippen.

Megan gehorchte automatisch und schluckte gierig. Das Dröhnen in ihren Ohren machte es unmöglich, die Worte zu verstehen, die er zu ihr murmelte, also gab sie den Versuch auf. Er hielt sie mühelos, als hätte er eine Menge Übung darin, Nachsorge bei dummen Frauen zu leisten, die in Schwierigkeiten geraten waren, weil sie versucht hatten, etwas so schwer zu Greifendes wie das Horn eines Einhorns zu finden. Er strich ihr die Haare aus dem Gesicht und rieb ihre Arme und Schultern, als wolle er sie beruhigen und ihr versichern, dass alles in Ordnung wäre.

Aber sie wusste es besser. Nichts würde jemals wieder sein wie zuvor.

* * * *

„Wann hast du das letzte Mal mit Megan gesprochen?“ Quinn Harmon starrte aus dem Fenster, als er die restliche Milch aus seinem Lieblingsbecher goss, bevor er ihn in die Spüle stellte. Er drehte sich um und lehnte sich an die Theke um seinen Partner, Liebhaber und besten Freund anzuschauen. Wie immer, wenn sie zuhause waren, trug Jack Foster nur eine locker geschnittene Boxershorts. Diese war dunkelgrün und passte zu seinen Augen, als er vom Wäschefalten aufschaute.

„Ist schon ein paar Tage her. Donnerstag, denke ich. Warum?“

„Sie ist heute Morgen nicht zur Arbeit gegangen.“ Quinn sah wieder aus dem Fenster zu dem gelb-weißen Gästehaus, das sie Megan vermietet hatten. Der Bungalow stand am anderen Ende der langen Rasenfläche. Er war eigentlich auf die nächste Straße ausgerichtet, obwohl er noch ein Teil des Anwesens war, das Jack von seiner Großmutter geerbt hatte. „Und sie hat gestern Abend den Müll nicht rausgestellt.“

Jack sah auf die Uhr am Herd. „Vielleicht ist sie nur spät dran?“

Quinn verdrehte die Augen und wandte sich um. „Hast du schon einmal mitbekommen, dass Megan Phillips für irgendetwas zu spät dran war?“

„Scheiße, etwas stimmt da nicht. Willst du hingehen oder soll ich?“

„Ich werde gehen. Ich bin angekleidet, und du musst das da noch fertig machen.“ Quinn hatte noch immer seine beige-braune Sheriff-Uniform an. Er klopfte seine Taschen ab um sich zu vergewissern, dass er sein Handy und seine Schlüssel noch an sich hatte. Auf dem Weg durch die Hintertür nahm er den Ring mit dem einzelnen Schlüssel, der am Schlüsselbrett hing. Megan hatte ihn ihnen vor sechs Monaten gegeben, nachdem sie sich zum dritten Mal innerhalb von ebenso vielen Tagen ausgesperrt hatte.

„Warte mal, ich komme mit dir“, sagte Jack und nahm rasch ein Paar Shorts und ein schwarzes Foster’s Place T-Shirt von dem Stapel mit sauberer Kleidung.

Quinn wartete nicht, aber Jack holte ihn ein, bevor er über die hintere Veranda gegangen war. Eins musste man Jack lassen, er konnte sich schneller an- und ausziehen als jeder andere Mensch, den er kannte. Er war sich nicht sicher, ob es an der allgemeinen Abneigung lag, die der Mann Kleidung gegenüber hatte, oder weil er alles schnell machte, außer wenn es um Sex ging. Dann konnte er sich so langsam bewegen, dass Quinns Zähne schmerzten, wenn er endlich kam.

„Das Gras muss gemäht werden“, bemerkte Jack, als sie über den Rasen marschierten. Obwohl er zehn Zentimeter kleiner und gut zwanzig Pfund leichter war, hielt er leicht Schritt aufgrund der langen, muskulösen Beine, die Quinn so gerne um seinen Rücken geschlungen hatte.

„Ich werde mähen, wenn du dafür Unkraut jätest.“

„Denkst du, wenn wir bei ihr auch mähen, wird Megan wieder Cookies für uns machen? Die letzten, die sie gebacken hat, waren unglaublich gut.“

Quinn zuckte mit den Schultern. „Sehen wir erst mal, ob sie in Ordnung ist, bevor du sie um Cookies anbetteln gehst, okay? Außerdem weißt du doch, dass du nur zu erwähnen brauchst, dass du welche willst, und du wirst genug Kekse bekommen, um jedem Kunden, der nächste Woche ins Restaurant kommt, einen zu geben.“

Als sie Megans Hintertür erreichten, klopfte Quinn dreimal laut genug, um in jeder Ecke des kleinen Bungalows gehört zu werden. Nur weil er nicht im Dienst war, bedeutete das nicht, dass er kein Cop mehr war. Nachdem er im Kopf bis zwanzig gezählt hatte, klopfte er wieder. Als sie immer noch nicht antwortete, griff er nach dem Türknauf und runzelte die Stirn, als der sich in seiner Hand drehte.

„Oh, Scheiße“, murmelte Jack hinter ihm. „Megan lässt nie ihre Tür unverschlossen.“

Sich heimlich wünschend, er hätte seinen Revolver mitgebracht, anstatt ihn am Ende seiner Schicht im Kofferraum seines SUV verstaut zu haben, schob Quinn die Tür auf. „Megan? Bist du zuhause, Süße?“, rief er, als er die Küche betrat.

Mit einem Blick über die Schulter begegnete er den tief jadegrünen Augen des Mannes, den er seit dem Moment liebte, als sie sich vor acht Jahren kennengelernt hatten. „Bleib hier, während ich alles überprüfe.“

Jack schob ihn durch die Tür und folgte ihm so dicht, dass ihre Kleidung sich berührte. „Ja klar. Als ob.“

In der Küche angelangt, wuchs Quinns Sorge noch mehr. Es gab schmutziges Geschirr in der Spüle, einen Topf verkrustet mit etwas Käsigem auf dem Herd und mehrere offene Getränkedosen, die auf der Arbeitsfläche standen. Megan hinterließ die Küche nie in einem solchen Zustand. Die gröbste Unordnung, die er bei ihr je gesehen hatte, war sauberes Geschirr, das sie zum Abtropfen stehen gelassen hatte, als sie vor ein paar Monate die Grippe gehabt hatte.

„Megan?“, rief Quinn, als er durch die Küche in das kombinierte Ess-/ Wohnzimmer vorausging.

Mehr leere Dosen und Teller, ein Haufen benutzter Taschentücher, eine Vielzahl von Notizblöcken und eine Handvoll Stifte überschwemmten den Kaffeetisch. Der schöne Quilt, den Megan selbst gemacht hatte, wie sie einmal schüchtern zugegeben hatte, lag zusammengeknüllt an einem Ende der Couch anstatt auf seinem gewohnten Platz über die Rückenlehne drapiert.

„Megan? Wir machen uns Sorgen. Wo zum Teufel bist du?“, bellte Jack so laut, dass die Nachbarn es hören konnten, als er den Flur entlang ging und seinen Kopf dabei in jedes Zimmer steckte.

Ihr Arbeitszimmer war makellos, mit Ausnahme einiger Papierstapel, die auf dem Boden gegen eine Wand gestapelt waren. Ihr Computer war eingeschaltet und der Bildschirmschoner zeigte einen Welpen, der mit einem Ball spielte.

In ihrem Schlafzimmer war das Bett nicht gemacht. Die Bettdecke war zurückgeworfen, als ob Megan einfach nur herausgekrochen wäre. Der Wäschekorb lief über. Ein weiterer Haufen von gebrauchten Taschentüchern türmte sich auf dem Nachtschränkchen.

Ja, es war etwas Schlimmes passiert. Aber warum hatte sie ihnen nicht Bescheid gesagt? Schließlich wandte er sich zum Bad am Ende des Flurs. Das war der einzige Raum, dessen Tür geschlossen war.

* * * *

Nachdem sie sich zwei volle Tage lang in ihrem körperlichen und seelischen Elend gesuhlt hatte, setzte Megan schiere Willenskraft ein, um sich von der Couch zu hieven und unter eine heiße Dusche zu stellen. Als sie jemanden ihren Namen rufen hörte, drehte sie das Wasser ab. Dann griff sie nach dem Badetuch, das auf dem Schrank neben dem Waschbecken lag, doch plötzlich flog die Badezimmertür auf. Sie schrie auf, als sie versuchte, ihre Blöße zu bedecken. Panik machte sie ungeschickt und sie zappelte mehrere lange, Herz-zum-Stillstand-bringende Sekunden lang herum.

„Megan!“ Jacks tiefe Stimme drang durch ihre Panik zu ihr. „Süße, bist du okay?“

„Jack? Was zur Hölle machst du hier? Raus!“, schrie sie.

Nur weil Jack schwul und ganz verliebt in seinen Partner war, bedeutete das nicht, dass sie von ihm nackt gesehen werden wollte. Schon gar nicht heute.

Sobald das übergroße Handtuch sie von den Achseln bis zu den Knien bedeckte, steckte sie die Enden fest. „Geh und warte im Wohnzimmer. Ich werde rauskommen, sobald ich mich angezogen habe. Noch besser wäre es, du würdest nach Hause gehen, und ich werde dich später anrufen.“

Als sie sich wieder umdrehte, fand sie ihn gegen eine Seite des Türrahmens gelehnt, die Arme verschränkt und die Beine an den Knöcheln gekreuzt, mit gerunzelter Stirn und ungewöhnlich ernst für einen Mann, der dachte, das Leben sei ein Witz. Wie üblich sah er aus, als wäre er gerade aus dem Bett gekrabbelt, was aber weder Männer noch Frauen davon abhalten würde, ihm hinterher zu sehen.

Obwohl er seine dunkelblonden Haare kurz trug, um die Locken im Zaum zu halten, waren sie dennoch unkontrollierbar, wenn er sie nicht mit Styling-Produkten zähmte. Wenn Jack einen freien Tag hatte, zähmte er gar nichts. In diesem Moment war sein Kinn von zwei Tage alten Stoppeln bedeckt, obwohl sein Schnurrbart voll und dick war, was sie an mehrere ältere Filmschauspieler erinnerte, die für ihre Gesichtsbehaarung genauso bekannt waren wie für ihre schauspielerischen Fähigkeiten.

Er war einen Meter achtzig groß, lang und schlank mit dem Körperbau eines Läufers. Darüber war sie immer erstaunt gewesen, da er nie Sport trieb und immer zu kochen oder etwas zu essen schien. Vielleicht machte ihn das zu so einem guten Koch und Restaurantbesitzer. Als sie den Blick senkte, war sie überrascht zu sehen, dass er keine Socken trug, was er immer tat.

„Megan, was zum Teufel ist passiert?

---ENDE DER LESEPROBE---