Ein Schnürelch packt aus - Ralph Melas Große - E-Book

Ein Schnürelch packt aus E-Book

Ralph Melas Große

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Beschreibung

Liebenswürdig-tiefsinnige Gedichte und Gedanken für Erwachsene, die nicht vergessen haben, was die Phantasie aus einer vorbei fliegenden Wolke oder in den Bewegungen von Tieren, den Farbwundern der Blumen oder in den Antlitzen der Menschen alles entdecken und zu gänzlich neuer Bedeutung verwandeln und empor heben kann kann in das Licht höherer Wesenhaftigkeit. Dabei kann die dichterische Ausdrucksweise - immer im Herzschlag des Humors gehalten - manchmal auch durchaus skurril, ja sogar deftig sein. Doch eines wird der Autor immer deutlich dokumentieren können : dass er das liebt, was er (be)schreibt ! Ralph Melas Große

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Wer diese liest, kann dadurch zwar noch nicht

sein Leben meistern, jedoch schon freudig

sanft erahnen, dass er dereinst auf

meisterlichen Bahnen als Freund

des Wortes im Kollegium

von Geistern, erst

wahres Leben

ohne Tod

erhält:

und zwar: vor allem mit Humor,

dem sanften, milden, leisen...

Denn dieser ist der tiefe Ernst des Weisen!

Ralph Melas Große

der dem Schnürelch folgte durch 2 Jahrtausende ...mindestens

Inhaltsverzeichnis

Der Schnür-Elch

Weltformel

Wiederkehrendes schönes Kindertraum-Lied oder auch schreckliches

Kinder Abzählreim

Gnomiin

Herr und Frau Schreiter

Wir Evas

Es ist so heiß, dass keiner denken kann

Herr Strebner und Herr Wartner

Uroma Hildegards auferstandene Alt-Berliner Trostgedichte in Erinnerung an und für ihre wosonst weilenden, kaum zu zählenden Enkel- und Urenkelkinder

...nicht so schlimm...

An Volker, dem Erfinder des heiligen HÜHü

social life

Seltener Dusel

Oh Mutter

Ach Du gebieter herber Streit!

Weihenacht

Hänschen Klein und Gerne Groß

Ich möchte

Mensch, am besten ist...

Lied einer Frau an ihren depressiven Gatten Karl-Heinz zu singen im Keller

Die Stangen

Kleine warme Weisheit

Wort

Bärwechseldich

Statusbericht

Heilmittelbildung

Das Tiefste

Wie Zeit gemacht wird

Gelas Güngli

Wenn ich den einmal erwische...!

Wanderlied Olé!

Ein Versuch war´s wert

...und trügest die Mücke zur Türe hinaus…

Doch Halt!

Besser wärs...

Ick hab bourn-out

Wer

Generation Z

Die kleine Geschichte einer kleinen Libelei zwischen Ulk und Zwarg

PAULA

Ökonomisch-biographisch-soziologisches Weihnachts-Gedicht

Sudokabra

Der Floh im Ohr des Elefanten

Mittagscombat

Werners Bude

Der letztmalig kreuzfidele Rentner

Der selbe Rentner innerhalb der letzten 65 Jahre

Doppelverlust

Wirschbarsch

Der Schnu-Schna-Schorchel-Bär

Der Schatt

Der Jingi

Gnomin Schwarta

Paradies

Die verschiedenen Geschwindigkeiten der verschiedenen Weltsphären

Aachener Elegien

Einst

Billig

So-oder-so

Windhundzeit

Unnormal

Der Dogmenstreit

Schuritaponari DODO

Lied einer Kranken

Die Ewigbraut

Zweisprachiges Inlländisch für Queereinsteiger

"klänningenstårdär ."

Der Schnür-Elch

Ein Schnür-Elch, mitten in der Nacht

stand plötzlich da, wie aufgewacht.

Heiß siedend fiel ihm ins Gewissen,

was er noch hätte schnüren müssen.

Zum Beispiel jenes goldne Deckchen,

das festgeschnürt als Weihnachtspäckchen

an seine Mume noch zu schicken.

Die wohnt im Forste zu Steinstücken.

Der Schnür-Elch, eh´ die Nacht vorbei,

schnürt alles, was zu schnüren sei.

Todmüde morgens gar dem Enkel

an dessen Winterschuh den Senkel.

Als alles nun geschnüret schien,

fuhr er zur Arbeit nach Berlin

und traf an einer Haltestelle

den Eingeweihten: Onkel Pelle (!)

Der kannte schon des Elch´s Problem.

Er sah´s im Geiste ehedem.

Und fragt sogleich, ob er auch schnüre

(bitte in kostbarste Bordüre!)

das Päckel seiner Schuld und Sühne

falls er mal abtritt von der Bühne.

Der Schnür-Elch blasste weiß vor Schreck.

Dies Päckel schmort zu haus im Eck,

noch ungeschnürt und kaum verpackt.

Sein Lebensbuch, nackt wie ein Akt.

Da ließ der Schnür-Elch alles stehen,

um schnell nach seiner Pflicht zu sehen.

Und als er atemlos gerannt,

- das Päckel glücklich in der Hand -

...war´s nicht zu schnüren, denn er fand

im ganzen Haus kein Schnür noch Band,

Der Retter kam im Gnadenschritt

und brachte ihm das Schnürzeug mit.

Nun wieder war´s der Onkel Pelle,

der ihm ein güld´nes Schnürli gab.

(Oh, Glück, wer den für solche Fälle!

Oh, Pech, wer ungeschnürt in´s Grab!)

Der Schnür-Elch ließ ab diesen Stunden,

niemals - was schnürbar - unverbunden.

Fast hätte er sein Glück verpennt.

Gut, dass ihn Onkel Pelle kennt!

R.M.G./nach dem Millennium

WELTFORMEL

(gefunden durch Ralph Melas Große am Himmelfahrtstag 2019)

Wiederkehrendes schönes Kindertraum-Lied oder auch schreckliches Aus-dem-Traum-gerissen-Lied

Peter Silie!

Junge kommste runter von dem Apfelbaum!

Peter Silie!

Junge kommste runter von dem Baum!

Peter Silie!

Junge fiel herunter, doch er spürt es kaum!

Peter Silie!

Junge fiel herunter von dem Baum!

Peter Silie!

lange saß der Junge in dem Apfelbaum.

Peter Silie!

lange saß der Junge in dem Baum.

(oder war das ganze nur ein Traum?)

Laut der Schrei von Dote Anne:

"Peter : Abmarsch in die Wanne!"

R.M.G/30/5/19

Kinder Abzählreim

Heide leide nei

Ostern ist noch nicht vorbei.

Leg von Ich und Du ein Ei.

Wohin ist Häslein einerlei.

Heide leide nei

und Du bist frei.

Frei bin Ich noch lange nicht.

Was, wenn Wohin das Ei zerbricht?

Muss ich dann zum Hochgericht?

Häslein hätt sein Ei dann nicht...

Bin auf so was nicht erpicht.

Haude laude nau

Weinacht wird sehr öd und rauh.

Kriech in Deinen warmen Bau.

Heiz ihn ein mit Himmels-Tau.

Haude laude nau

spricht die Krippenfrau.

Heide leide nei

Haude laude nau.

Wär ich morgen frei,

Wüsst ich´s heut genau.

R.M.G./Ende Mai/2019

Gnomiin

Am Zahlenfeuer hockt Gnomiin,

zählt an Fingern Fäuste.

"Eins, acht, hundert Mi Re Do

morgen werd ich I A O

backen samt dem Erdenherz

und verschlacke Schlafgedanken

vieler Leute mit hinein"

grummelt er sehr hart und klein.

Strich als Mund zum Zanken.

Gnomiin zählt so viele Fäuste,

so viel Schläfer sind am Schlafen.

Saust im Nu darauf nach unten

in´s entschlüpfende Entschwinden,

das wir Menschen in traumirrlichten Gedanken

gern die feste Erde nennen

und auf der wir wanken,

dort den Traum als Sein erfinden.

Nennen ihn auch "sichren Hafen",

wo wir uns im Erdsein trafen.

Am Zahlenfeuer hockt heut keiner.

Gnomiin ging den Geist zu rauben.

Tief im All bei Mutter Liebe

hören Götter wildes Schreien.

IAO droht zu entdreien.

Gnomiin hat ihn fast entgeistet.

Geist soll backen tot zu Schlacken.

Feuerfäuste hart umschlossen

Wort und Sinn der Geistgenossen.

Erdenblut ins All vergossen.

Oh, er sponn die Schlafgedanken

vieler Menschen mit hinein.

Zittern tut das Erdgebein,

so dass alle wanken.

Wer ist Gnomiin? Ihr Gedanken

kennt ihn

bei der Schöpfung Sinnerkranken.

Gnomiin urher Faust um Faust

im Entwerden haust.

Tät ers nicht, tät er beleben,

könnte menschhaft nicht erheben

sich der Himmel aus dem Sein

auch nicht unser Höherstreben.

Mensch ging nie in Engel ein.

Gnomiin buk zwar IAO.

Doch es war nur Mi Re Do.

Feuer hat er zwar geschürt.

Doch er hat es nicht gespürt,

dass der Geist, den er verneinte

selbst ihn erst im Geist vereinte

mit dem, der das Weltall führt.

Seht: die Zahlen hell entschattet

tanzen menscherwacht im Licht.

Wenn wir nicht erkrankend wanken

ja sogar dem Gnomiin danken

hebet IAO uns nicht.

R.M.G./vor dem Millennium

Herr und Frau Schreiter

zu Herrn Schreiter: