Einfache Gewissheiten aus dem Oberland - Ralph Melas Große - E-Book

Einfache Gewissheiten aus dem Oberland E-Book

Ralph Melas Große

0,0

Beschreibung

Lyrische,mantrische und gedanklich aphoristische Expressionen geistiger und sinnlicher Selbst- und Welterfahrung aus dem Ende des 20.ten und dem Beginn des 21.ten Jahrhunderts. Dabei geht es dem Autor substantiell immer darum, den Gedanken empfindsam und die Empfindung intelligent zu machen. Die Poetischen Schriften, Band 16 sind eine Fortführung der Gedichtbände I bis 15, die in kurzen Zeitabständen zuvor im Verlag BoD erschienen sind.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 57

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Des Irrtums Opfer

Schwieriges Wollen

Schicksal

Traum I

Suche

Dann muss er warten auf den Untergang...!

Expressis finales

Liabe auf Erdan

Umgang mit Schönheit, Wahrheit

Einfache Gewissheiten aus dem Oberland

Mein schönster Besuch bei Meister Koslowski

Nicht eher...

Aneiferung

Mit

Mercury

Zwei liebe Liebesgedichte

Die Aufgaben in den Buddhaströmen

Der falsche und der wahre Tod

3 Wahrnehmungen des Schweigens

Beziehung

Und man wird Dich fragen

Expressis mundi

Rundblick

Fünkleins Flamme

Das musst Du wissen, wenn Du stirbst...

Ich suche den...

Meditation zur Befestigung von echten Beziehungen

Das Kleinod

Einsamer Mensch

Letzter Entschluss

"Wisch ab den Dreck und singe hell...”

Des Künstlers Schönsicht

Amazing...

Major- und Minor

Und dann traf ich mein alter Ego

Kaspar Hauser

Meine Seele

Sind der Liebe Kind

Wegesfragen

Doppelte Selbstlosigkeiten

Egoismus-Klang

Schau ich - Hör ich - Tast ich

Das HierundJetzt

Strohalme

Aber ... glauben

Bevor...

Der Druide

Zukunft

Bete - wo Du bist

Dem Scheine nach

Das Leben

Dann lebt er doch...

Den letzten Schluck noch...

Einfaches Wanderlied eines Philadelphen

Meditation zur geistigen Entwickelung

Seelisch-sinnliche Erachtung

Drei geschenkte Wahrheiten

Kleine Rosenkreutzer-Weisheiten

Herbstes Freunde

Die drohende Entweiblichung

Ja, diese Ruhe: die Deine :

Mensch und Engel

Kleiner Besuch beim Meister Koslowski

Die Ereignisse

Loslassen - Festhalten

Erst

Mönch

4 Erkenntnis-Miniaturen

Die rechte Vorsorge

Wechselwahl

...und wurden selber zu Meistern...

"Nicht mein, Dein Wille geschehe!"

ICH

Und wenn die Welt entschwände...

Der Keim zu neuen Welten

Doch keine Furcht...!

Sorgen

Ergebenheit gegenüber dem Höheren Selbst

Sonst noch was?

Ehrfurcht

Das ist jetzt in mir drinnen...

HIRAM-HORIZONT

Aus der Reihe:

Westcoaststoryboard

Des Irrtums Opfer

Wenn kaum die Nacht

uns stärkend noch beleb -

Wenn kaum der Tag

noch unser Schicksal webt -

Wenn kaum ein Mensch

dem Nächsten Güte schenkt -

Wenn nur der Rechte hat,

der an sich selber denkt -

Wenn Worte fällen,

wie ein Beil den Nacken -

Wenn alles Mitgefühl

zersticht an Grenzers-Zacken -

Wenn ein Gebot

das freie Regen nichtet -

Wenn ein Anonymus

über die Brüder richtet -

Wenn Wandlungsfreude

zum Verbrechen wird -

Wenn man vom Geistessucher sagt:

"Er sei im Hirn verwirrt" -

Dann werden hier und dort

in unerkannter Weise

manche sich kraften auf

zu lichter Weltenreise.

Und die sich binden selbstgewollt

an selbsterzeugte Not,

werden des Irrtums Opfer sein,

dass jene gingen tot.

Sie gingen sonnwärts fort,

sich Gottes Zorn zu leihen.

Der prüfet bald ein jedes Ich

aus reinster Liebe fürchterlich,

und wem er gut sein Urteil spricht,

führt sie sein Geist zu Weihen.

R.M.G.2.8.2021

Schwieriges Wollen

Ruhe

will ich suchen auf Erden. Ist in den Himmeln doch keine.

Alls blitzet dort und tönet auch laut.

Hier muss ich's dämpfen zum Scheine.

Liebe

will ich binden ins Schauen, dass mir das Auge nicht blinde.

Denn nur aus ihr ist zu trauen,

dass ich die Wirklichkeit finde.

Verzicht

will ich leisten dem Drängen, mehr zu sein als ich Dir bin.

Fülle soll nicht an mir hängen,

träte verstellt vor Dich hin.

Geduld will ich lehren den Dingen, die sich mir kreuzen im Pfad,

sollen mir Botschaft erst bringen,

wenn sie mich bitten zur Tat.

Weiß ja, mein Wollen, ist eines, und was die Welt will, geschieht.

Doch weil wir des selben Vereines,

sind wir um das Selbe bemüht.

R.M.G.3.8.2021

Schicksal

Wohin wir gehen:

vom Sessel zum Fernseher, vom Hunger zum Bäcker,

von Wohlstand zur Arbeit und zurück zum Sessel,

- unterbrochen zuweilen

und aufgepeppt durch einen Segelturn, einen Kneipenbesuch,

oder ein Essen bei Freunden - ist ja nicht fragwürdig.

Aber nach 50, 60, 70 und mehr Jahren,

wenn wir vor dem Rätsel unserer zu höchster Weisheit

verknoteten Biographie stehen, ehrfürchtig, unwissend,

wer so etwas zusammenschlingen konnte,

exakt aufeinanderbezogen,

doch keinesfalls linear-kausal zusammenhängend,

sondern oft vertikal solitär und oft revolutionär,

und, mein Gott, an jeder Fadenstelle

ein Ereignis, eine Landschaft,

eine Förderung, ein Unfall, eine Erkenntnis,

eine Liebschaft, ein Kind, eine Trennung

eine Träne, ein Dennoch, ein Weiterso

und immer wieder, trotz oder wegen allem

jeden Morgen eine neue alte Sonne...

...dann ist nichts mehr da,

als dass die ganze Welt zu einer einzigen Frage

auskristallisiert:

Wer bewirkte das, und wozu, und warum insbesondere mir?

Als ob ich nichts Besseres zu tun gewollt hätte...

R.M.G.3.8.2021

Traum I

Als ich mitten in der Nacht hinfiel,

wollte ich aufstehen, wie immer.

Doch die Gewohnheit reichte nicht.

Erst als ich noch tiefer fallen wollte,

tiefer als der Grund,

auf dem ich schwach und schlaff lag,

- weil irgend etwas mir eingab,

ich müsse die Richtung ändern -

wurde ich durch eine Kraft,

die von jenseits der Erde kam,

durch dieselbe hindurch

wieder aufgerichtet.

(Ja, so war das...in diesem Traum...

...und nun steige ich immer, wenn ich falle.

Und ich falle eher mehr heute als gestern.)

Traum II

Im göttlich anmutenden Kreise der Lieben

werden die Geschenke und Ehrenbezeichnungen ausgehändigt.

Ich bekommne einen Schokoladen-Esel

in meine erwartungsvoll geöffnete Hand gereicht.

Daran hängt ein kleiner Zettel

mit unleserlichen Schriftzeichen,

denke ich jedenfalls nach dem ersten Blick.

Bei genauerem Hinsehen

kann ich erkennen,

dass sie gar keine Buchstaben sind,

sondern viele winzige Eselchen.

Jedes scheint mit großer Entschlossenheit

und Selbstverständlichkeit

in eine andere Richtung zu laufen.

Wo wollen sie hin?

Haben sie eine gemeinsame Aufgabe

bei aller unterschiedlichen Zielsetzung?

Bevor meine Fragen mit mir weglaufen,

wird es plötztlich klebrig in meiner Hand.

Es ist die Wärme...und schnell,

bevor es an mir heruntertropft,

stopfe ich die Eselmasse in den Mund.

(Und Ich dachte noch träumend :

wenn ich erwache,

werde ich die Antwort wissen.)

R.M.G.3.8.2021

Suche

Die Menschheit habe Ich gesucht

und fand eine Chimäre,

doch nur solange ich sie suchte ,

als ob sie nicht in Geist und Sinn

identisch jedem Menschen wäre.

Den Menschen habe Ich gesucht

und fand ein Tier in hoher Art,

doch nur solange ich ihn suchte ,

als ob er nicht in Blick und Wort

das ganze Weltall offenbart.

So habe Ich auch Dich gesucht

in mir und mich in dir.

und fand ein Haus, das hatte keine Pforte,

doch nur solange ich uns suchte,

als ob wir nicht in Raum und Zeit

als EIN MENSCH schon seit Ewigkeit

durchdrängen alle Orte

R.M.G.4.8.2021

Dann muss er warten auf den Untergang...!

Wenn aus bewusst gelenktem schwarzen Schmähen

durch die multiple Heerschar öffentlichen Niemands

gegen den freien Geist des Wortes und der Tat

des Wollens Güte klein wird bei uns Menschen,

so klein,

als hätte es nie seinen Preis gehabt,

dann kommt die Stunde brüllend großen Grolls