Flavia de Luce  - Das Geheimnis des kupferroten Toten - Alan Bradley - kostenlos E-Book
Beschreibung

Ein Fall für Flavia de Luce - die bezauberndste Detektivin Englands!

»Mord! Komm sofort her«, steht in dem Brief, der Flavia an einem Sonntagmorgen in ihrem Zuhause Buckshaw zugestellt wird. Wie könnte die elfjährige Hobbydetektivin einer derart dringlichen Bitte widerstehen? Mit ihrem treuen Fahrrad Gladys macht sie sich auf zum Internat Greyminster, das schon ihr Vater besuchte. Nebelumwabert ragt das altehrwürdige Gemäuer vor ihr auf, doch der Fund, der sie in einem der Badezimmer erwartet, ist noch unheimlicher: In der Wanne liegt ein nackter toter Mann, der Körper überzogen mit einer Kupferschicht ... Chemikerin Flavia ist in ihrem Element!

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EPUB
MOBI

Seitenzahl:36


Buch

»Mord! Komm sofort her«, steht in dem Brief, der Flavia an einem Sonntagmorgen in ihrem Zuhause Buckshaw zugestellt wird. Wie könnte die elfjährige Hobbydetektivin einer derart dringlichen Bitte widerstehen? Mit ihrem treuen Fahrrad Gladys macht sie sich auf zum Internat Greyminster, das schon ihr Vater besuchte. Nebelumwabert ragt das altehrwürdige Gemäuer vor ihr auf, doch der Fund, der sie in einem der Badezimmer erwartet, ist noch unheimlicher: In der Wanne liegt ein nackter toter Mann, der Körper überzogen mit einer Kupferschicht … Chemikerin Flavia ist in ihrem Element!

Autor

Alan Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Nach einer Laufbahn als Elektrotechniker zog Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Mord im Gurkenbeet war sein erster Roman und der viel umjubelte Auftakt zu seiner weltweit erfolgreichen Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau Shirley auf der Isle of Man.

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Short Story

Deutsch von Gerald Jung und Katharina Orgaß

Die Originalausgabe erschien 2014 unter dem Titel »The Curious Case of the Copper Corpse« als E-Book bei Bantam, New York.Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.

E-Book-Ausgabe 2017Copyright der Originalausgabe © 2014 by Alan Bradley Copyright der deutschsprachigen Ausgabe © 2017 by Penhaligon in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München Redaktion: Dr. Rainer SchöttleUmschlaggestaltung und -illustration: Isabelle Hirtz, InkcraftSatz: Uhl + Massopust, AalenISBN 978-3-641-18906-8V003www.penhaligon.de

Auftaktkapitel

In dem die elfjährige Chemieexpertin Flavia de Luce ganz in ihrem Element ist.

Ich war gerade dabei, den Giftzahn einer Kreuzotter, die ich an diesem Morgen nach dem Kirchgang hinter der Remise gefangen hatte, unter dem Mikroskop zu betrachten, als es gedämpft an die Tür meines Labors klopfte.

»Verzeihung, Miss Flavia«, sagte Dogger, »aber hier ist ein Brief für dich gekommen. Ich lege ihn auf den Tisch.«

Schon war er wieder weg. Dieses Gespür für Diskretion gehört zu den Eigenschaften, die ich an Vaters Faktotum am meisten schätze. Dogger besitzt einen untrüglichen Instinkt dafür, wann er zu erscheinen und wann er wieder zu verschwinden hat.

Natürlich konnte ich der Neugier nicht lange widerstehen. Ich knipste die Mikroskopleuchte aus und griff nach dem Buttermesser, das ich aus der Küche gemopst hatte und sowohl zum Aufschneiden von Korinthenbrötchen als auch zum Öffnen von Briefkuverts benutzte.

Der Umschlag war schlicht und unauffällig, von der Sorte, wie man sie zu elf Pence pro hundert Stück in jedem Schreibwarenladen kaufen kann. Er trug weder Briefmarke noch Poststempel, was – ganz abgesehen von der Tatsache, dass Sonntag war – darauf hindeutete, dass er von einer Privatperson durch den Briefschlitz in der Haustür gesteckt worden war.

Nachdem ich den Umschlag kurz beschnuppert hatte, schlitzte ich ihn auf.

Der Brief, den ich herauszog, war mit Bleistift auf ein liniertes Blatt Papier geschrieben. Dies und dazu noch die schauerliche Sauklaue ließen darauf schließen, dass es sich bei dem Verfasser um einen Schüler handelte.

Mord!, stand da. Komm sofort her. Anson House, Greyminster, Aufgang 3. Die Unterschrift lautete: J. Haxton oder Plaxton. Der Schreiber hatte den Stift so fest aufgedrückt, dass die Mine mitten in der Unterschrift durchgeknackst war. Für die restlichen Buchstaben hatte er das abgebrochene Graphitstückchen offenbar zwischen seinen schmuddeligen Daumen und den Zeigefinger geklemmt.

Mord, Dringlichkeit, Eile, Furcht – wer hätte da widerstehen können? Genau meine Kragenweite!

Gladys’ Gummireifen surrten munter über die regenfeuchte Straße. Ich trat so schnell in die Pedale, dass sich mein gelber Regenmantel im Nu in ein überheiztes Zelt verwandelte. Bald war ich so klatschnass geschwitzt, dass ich den Mantel genauso gut hätte ausziehen können. Der Regen wäre zumindest kühler gewesen.