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Die Geigerin Feodora Sonntag, genannt Feo, lebt zusammen mit ihrem Vater Linus in einem alten Haus auf dem Besitz der Fürstenfamilie Rudeloff. Seit Generationen schon währt die gute Nachbarschaft mit den Rudeloffs, und in ihrer Jugend war Feo unsterblich in den Fürstensohn Benedikt verliebt. Auch heute kann die junge Frau Benedikt noch immer nicht vergessen, aber der lebt inzwischen in Italien und hatte lange keinen Kontakt zu seiner Jugendfreundin. Als Benedikt eines Tages seine Rückkehr ankündigt, weil er seinen dreißigsten Geburtstag in seiner Heimat feiern will, schlägt Feos Herz höher. Sehnsüchtig erwartet sie den geliebten Mann, doch als er eintrifft, erlebt die hübsche Geigerin eine böse Überraschung ...
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Seitenzahl: 109
Veröffentlichungsjahr: 2014
Mein Herz gehört nur dir allein
Fürst Benedikt und die schöne Geigerin
Von Marion Alexi
Die Geigerin Feodora Sonntag, genannt Feo, lebt zusammen mit ihrem Vater Linus in einem alten Haus auf dem Besitz der Fürstenfamilie Rudeloff. Seit Generationen schon währt die gute Nachbarschaft mit den Rudeloffs, und in ihrer Jugend war Feo unsterblich in den Fürstensohn Benedikt verliebt. Auch heute kann die junge Frau Benedikt noch immer nicht vergessen, aber der lebt inzwischen in Italien und hatte lange keinen Kontakt zu seiner Jugendfreundin.
Als Benedikt eines Tages seine Rückkehr ankündigt, weil er seinen dreißigsten Geburtstag in seiner Heimat feiern will, schlägt Feos Herz höher. Sehnsüchtig erwartet sie den geliebten Mann, doch als er eintrifft, erlebt die hübsche Geigerin eine böse Überraschung …
»Feo!«, keuchte eine aufgeregte Frauenstimme aus den Tiefen des Turms. »Sind Sie dort oben?«
Das heftige Atemholen hallte im jahrhundertealten Mauerwerk des von Kletterrosen umrankten Turms wieder.
Die Angesprochene ließ nicht erkennen, ob sie Frau von Wolfsgrund gehört hatte. Feo Sonntag stand dort, wo sie am liebsten war– nämlich hoch oben auf dem Schlossturm, der im Volksmund »Dornröschenturm« genannt wurde. Von dort genoss die junge Frau den fantastischen Ausblick.
Sie atmete die Luft in tiefen Zügen, hob ihr Gesicht zu der in glühenden Farben untergehenden Sonne empor und ließ sich von der leichten, warmen Brise streicheln, die den betörend süßen Duft von Frühlingsblumen mitbrachte. Schwalben kreisten weit über dem Turm im blauen Himmel, der sich am Horizont schon violett färbte.
»Feo«, ließ sich Frau von Wolfsgrund erneut vernehmen, deutlich atemloser, denn die steilen Stufen der schier endlosen Wendeltreppe machten ihr zu schaffen, »ich hoffe inständig, Sie dort oben anzutreffen.«
Die ältere Dame pausierte schnaufend auf einem der schmalen Treppenabsätze. Sie war jetzt so außer Puste, dass sie nicht mehr sprechen konnte.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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