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Aus Sonja ist eine hübsche junge Frau geworden. Ihren Sieg gegen den Großmeister, Shakar von Schrottos hatte sie aber nie mehr vergessen. Sie ahnt aber nicht, dass Shakar unter einem Bann von Raja, seiner Frau stand. Erneut sind die Hexenwelten in Gefahr.
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Seitenzahl: 130
Veröffentlichungsjahr: 2024
Geerbte Bestimmung IIRajas Rache
Impressum
Texte:
©2024 Copyright by
Robert Zuschrott
Umschlag:
© Copyright by Robert Zuschrott Verlag:
Robert Zuschrott
35279 Neustadt
Druck:
epubli, ein Service der
neopubli GmbH, Berlin
Printed in Germany
I
Ein sonniger Frühlingsmorgen war es. Sabine Medock hatte ihre beste Freundin, Annegret, zum Frühstück eingeladen.
Doktor Sabine Medock war eine sehr engagierte, rothaarige Ärztin, die in der Notaufnahme im Klagenfurter Krankenhaus arbeitete. Und Annegret war eine sehr große, schwarzhaarige Frau. Sie war die oberste Hexe des Zirkels in Ascaria. Eine der fünf Hexenwelten.
Als die Beiden angeregt diskutierten, kam Sonja, Sabines Tochter, noch völlig verschlafen in die Küche.
„Guten Morgen. Haben wir dich aufgeweckt?“, fragte Sabine.
„Morgen. Nein, ich habe Frau Weber versprochen, ihr zu helfen. Aber erst muss ich einmal munter werden“, antwortete Sonja.
„Und hast du wenigstens gut geschlafen?“, fragte Annegret.
„Ja danke. Wie ein Stein. Wenn nur der blöde Wecker nicht wäre“, lächelte Sonja und nippte an ihrem Tee.
„Ja, das kenne ich nur zu gut“, lachte Sabine.
„Wenn du einmal Zeit hast, würde ich gerne etwas mit dir besprechen“, sagte Annegret etwas ernster.
„Gerne. Habe ich etwas angestellt?“, fragte Sonja und sah Annegret mit noch verschlafenen Augen an.
„Ach quatsch“, lächelte Annegret und sah Sonja dabei an. „Ich möchte nur, dass du oberste Hexe des Zirkels wirst“, sagte sie dann mit einer ernsten Mine.
„Bitte was?“, schreckte Sonja hoch und ließ fast ihre Teetasse fallen.
„Es wäre mir echt ein sehr großes Anliegen“, warf Annegret nach.
„Meinst du nicht, dass Sonja noch etwas zu jung dafür ist?“, fragte Sabine und sah Annegret mit einem überraschten und ernsten Blick an.
„Ich mag vielleicht eine Großmeisterin sein aber du bist doch schon seit Jahrhunderten
die Chefin des Ladens und hast auch wesentlich mehr Erfahrung als ich“, sagte Sonja sehr ernst und ebenfalls völlig überrascht von Annegrets Vorschlag.
„Ja, das stimmt schon aber du bist nun mal, trotz deiner Jugend, wie du so schön sagst, die mächtigste Hexe von uns allen“, meinte Annegret.
„Ich weiß nicht. Macht zu haben ist doch nicht alles“, sagte Sonja und senkte ihren Blick auf ihre Teetasse.
„Überlege es dir einfach mal. Und wenn du dich dafür bereit fühlst, dann reden wir noch einmal darüber“, sagte Annegret freundlich und stand auf. Sabine und Sonja begleiteten sie noch nach draußen. Dann setzte sich Annegret auf ihren Besen und schoss, wie ein Pfeil in die Luft.
„Schön langsam macht sie mir Angst“, sagte Sonja.
„Der Vorschlag von Annegret hat mich jetzt auch überrascht“, sagte Sabine.
„Und jetzt bin ich auch richtig munter“, lachte Sonja. Auch Sabine lachte und machte sich dabei für ihren Dienst fertig.
„Mache dir darüber bitte noch nicht zu viele Gedanken. Du kennst doch Annegret. Sie übertreibt gerne mal“, sagte Sabine noch zu ihr.
„Ja, ich weiß. Ich würde das ja auch gar nicht schaffen“, antwortete Sonja.
Sonja war eine schlanke, rothaarige, junge Dame geworden. Sie half sehr oft in der Gärtnerei von Frau Weber aus. Frau Weber wusste natürlich, dass Sonja eine Hexe war, aber das störte sie nicht im Geringsten.
Schließlich hatte Sonja einst ihr Kind vor einem herannahenden Auto gerettet. Dafür war sie ihr ewig dankbar. Sonja war mit Begeisterung bei der Arbeit und spielte auch hin und wieder mit der kleinen Tochter.
Manchmal hexte sie für die Kleine ein kleines Karussell, bei dem sich die kleinen Figuren bewegten und beobachtete, wie das Mädchen mit funkelnden Augen auf das Spielzeug und
dann Sonjas Hände starrte. Die Kleine probierte das auch, aber ohne Erfolg. Das Mädchen verstand noch nicht wirklich, dass Sonja eine Hexe war. Sonja musste schmunzeln, als sie der Kleinen zusah.
Frau Weber hatte unterdessen einige Sachen in ihr Auto geladen. Dann setzte sie ihre Tochter auch in den Kindersitz.
„Fährst du auch mit, oder nimmst du den nächsten Besen?“, fragte Frau Weber freundlich lächelnd.
„Ich bin schon da“, antwortete Sonja lachend und stieg, allerdings mit einem flauen Gefühl im Bauch, ins Auto. An diesem Tag war das Pflanzen neuer Blumen im Garten des Altersheimes an der Tagesordnung. Ausgerechnet in dem Heim, wo Shakar und Frieda wohnten. Obwohl sie wusste, dass die Beiden ihr nichts mehr anhaben konnten, hatte Sonja immer noch ein grummeliges Gefühl in der Bauchgegend.
Zu ihrer Verwunderung, war Shakar allerdings alles Andere als böse. Er half
überall mit und war auch zu allen total freundlich. Nur Frieda nörgelte regelmäßig.
„Das sieht ja wieder richtig gut aus“, sagte Shakar, als er Sonja bei der Arbeit zusah.
„Danke“, antwortete sie. Ihre Hände zitterten ein wenig. Sie versuchte sich, auf die Blumen und Shakar gleichzeitig zu konzentrieren.
„Kann ich dir irgendwie dabei helfen?“, fragte er.
„Danke, das geht schon. Ich bin ja bald fertig“, antwortete Sonja.
„Ich bewundere deine geschickten Hände.
Vielleicht könntest du mir das auch einmal beibringen“, lächelte er.
„Naja, gelernt ist gelernt“, antwortete Sonja etwas zurückhaltend.
Es dauerte auch nicht lange, als Shakar Sonja geschickt in ein zwangloses Gespräch verwickelt hatte. Nach wie vor war Sonja sehr vorsichtig. Als der Garten fertig war, verabschiedete Sonja sich von Shakar freundlich und fuhr mit Frau Weber wieder zurück.
„Den kennst du wohl?“, fragte Frau Weber.
„Oh ja“, antwortete Sonja mit strengem Blick, denn den Hexenkampf mit Shakar und Frieda hatte sie nie mehr vergessen. Aber trotz allem konnte sie sich keinen Reim darauf machen, dass er sich so stark gewandelt haben soll. Speziell, dass er sich ihr von seiner freundlichsten Seite gezeigt hatte. Vielleicht hing es ja auch damit zusammen, dass sie ihn alles vergessen ließ.
Inzwischen waren die letzten Hexgriffe in Beretaan erledigt. Erik, Aria und Klaus hatten fleißig beim Wiederaufbau geholfen.
Ricarda hatte auch schon alles für ein großes Fest hergerichtet und hexte Einladungen dazu in alle Welten.
Zu Hause wieder angekommen, fand Sonja die Einladungskarte von Ricarda auf dem Küchentisch.
„Genial. Das ist genau die Ablenkung, die ich jetzt dringend brauche“, dachte sie mit einem erfreutem Gesichtsausdruck. Sie
holte ihren Kugelschreiber aus der Innentasche ihrer Jacke hervor.
„Broom“ sagte sie und der Kugelschreiber verwandelte sich in ihren Besen. Kaum raufgesetzt, zischte sie schon in die Luft.
Erst kreiste sie noch ein paar Runden um das Altersheim, denn ihr ging Shakar nicht aus dem Kopf. Trotz seiner Freundlichkeit, traute sie ihm keinen Millimeter über den Weg. Dann ertönte „tairseach Beretaan“.
Kaum gesagt, öffnete sich das Portal, durch welches Sonja sofort flog.
Kaum in Beretaan angekommen, gingen die Hexen vor ihr sofort auf die Knie.
„Bitte steht doch auf“, sagte Sonja. Sie ging auf Ricarda zu und umarmte sie freundschaftlich. Dann fielen sie und Klaus sich in die Arme.
„Du hast mir richtig gefehlt“, sagte er.
„Du mir auch. Das habt ihr ja wieder super hin bekommen“, sagte Sonja und gab Klaus einen sehr innigen Kuss. Sonja sah sich um.
Dann begann sie plötzlich komplett grün zu leuchten und sagte mit ausgestreckten
Armen „Bionn blathanna faoi bhlath“. In dem Moment begannen alle Blumen in voller Pracht zu blühen. Die Hexen klatschten voller Begeisterung, als sich ein weiteres Portal öffnete und es aus der Luft von einem grell blauen Licht „Crainn faoi bhlath“
ertönte. Es war Lord Angelo von Habrock. Er hatte auch die Bäume und Sträucher zum blühen gebracht. Kurz darauf landete er am Festplatz.
„Angelo“, rief Sonja freudestrahlend und fiel ihm sofort in die Arme.
„Ich freue mich auch riesig, dich wieder zu sehen. Wie geht es denn der jungen, mir weit überlegenen Hexengroßmeisterin?“, fragte er freudig lächelnd.
„Also das mit dir weit überlegen habe ich mal überhört“, lächelte Sonja ebenfalls.
Wieder waren die Hexen auf den Knien.
„Mylord herzlich willkommen in Beretaan“, sagte Ricarda unterwürfig.
„Ich danke euch aber bitte steht doch auf“, antwortete Angelo freundlich. Das Fest war, kurze Zeit später, in vollem Gang. Es wurde
gegessen, getrunken und ausgelassen getanzt. Klaus zauberte mit „blathanna“ ein paar Leuchtraketen in die Luft. Einige Hexen tanzten mit ihren Besen in der Luft herum und zeigten eine richtige Flugshow. Klaus führte Sonja tanzend etwas abseits vom Fest.
„Was hast du vor?“, fragte sie lächelnd.
„Ach nichts. Ich möchte mit meiner Frau nur etwas ungestört sein“, antwortete er.
„Deiner Frau?“, fragte Sonja etwas überrascht, als Klaus vor ihr auf die Knie ging.
„Ich liebe dich aus ganzem Herzen und hoffe, dass du mir keine Eselsohren hext, wenn dich dein Rummelplatzzauberer fragt, ob du seine Frau werden möchtest?“, sagte Klaus mit einem treuherzigen Blick. Dabei sah er Sonja tief in ihre grün funkelnden Augen.
„Nein und ja. Ich meine, nein, ich hexe dir natürlich keine Eselsohren. Und ja, ich möchte gerne deine Frau werden“, stotterte
Sonja überrascht und mit Freudentränen in ihren Augen.
Sofort zauberte er Sonja mit „Fainne“ einen Ring an ihren Finger. Dann küssten sich die Beiden erneut leidenschaftlich. Sonja sah in ihrem Augenwinkel, dass sich ein Portal öffnete und eine Hexe durchflog.
„Tintreach“, hexte Diese in Richtung Klaus.
Sofort rief Sonja „scathan“, um Klaus zu schützen. Der Blitz der Hexe traf den von Sonja gehexten Spiegel. Vom Spiegel reflektierte der Blitz zurück und traf die Hexe mit voller Wucht. Diese stürzte rauchend von ihrem Besen, welcher wieder durch ein anderes Portal flog. Mit „lionra“
ließ Sonja die Hexe in ein Netz fallen, damit sie sich nicht weiter verletzte. Klaus stand geschockt da. Seine Augen wurden immer größer.
„Bist du ok?“, fragte Sonja mit einem sorgenvollen Blick.
„Ja, ich denke schon. Aber ich habe keine Ahnung, was ich ihr getan haben soll“, stammelte Klaus.
„Na das werden wir gleich herausfinden“, sagte Sonja mit einem grünen Funkeln in ihren Augen.
„Danke. Dein Reflex war voll der Knaller“, sagte Klaus noch und küsste Sonja dankbar.
Angelo und ein paar Hexen brachten die bewusstlose Hexe auf einen abgelegenen Platz. Ihre Haare standen zu Berge und rauchten noch kräftig. Danach ging Sonja zu der noch bewusstlosen Hexe. Kurz darauf wachte Diese wieder auf und wollte ihre Hände zum hexen heben.
„Das würde ich an deiner Stelle unterlassen“, sagte Angelo mit ernster Stimme und einem blauen Funkeln in seinen Augen.
„Wer bist du?“, fragte Sonja und half der Hexe wieder auf die Beine.
„Ist das eine neue Taktik von euch? Mir zu helfen statt mich zu töten?“, fragte die Hexe.
„Warum sollten wir dich töten?“, fragte Sonja etwas erstaunt.
„Macht ihr das nicht immer so?“, fragte die Hexe und sah Sonja dabei mit einem bösen Blick an.
„Wer redet denn so einen Quatsch? Wir im Zirkel haben geschworen, immer nur Gutes zu tun und niemanden zu töten. Nochmal, wer bist du?“, fragte Sonja etwas energischer.
„Ich heiße Dunja und ich soll euch nur eine Warnung zukommen lassen“, antwortete die Hexe.
„In dem du meinen Freund um die Ecke bringen willst?“, fragte Sonja mit einem grünen Funkeln in den Augen.
„Von wem und warum?“, fragte Angelo.
„Die Warnung ist von unserer Obersten Hexe. Sie will sich für den Tod von Shakar von Schrottos und Frieda rächen.“
„Ich habe niemanden getötet. Shakar und Frieda habe ich die Hexkräfte genommen und ihr Gehirn gelöscht, aber sie leben. Ich möchte, dass du deiner obersten Hexe diese Nachricht überbringst“, sagte Sonja bestimmend. „Und wenn sie bereit dazu ist,
werden wir auch mit ihr reden“, fügte sie noch hinzu.
„Bist du dir da sicher?“, fragte Angelo erstaunt.
„Klar. Irgendwann muss das Ganze doch mal ein Ende haben“, antwortete Sonja ernst.
„Warum kommst du nicht mit nach Avalos?
Dann hat das schneller ein Ende, als du denkst“, fragte die Hexe frech grinsend.
„Nein. Wenn, dann treffe ich sie auf neutralem Boden. Wann das Ganze stattfinden soll, überlasse ich ihr“, sagte Sonja und ließ die Hexe wieder in ihre Welt zurück kehren. Nach diesem Vorfall ging das fest bis spät in die Nacht ohne weitere Zwischenfälle weiter. Zwar war die Stimmung, durch den Vorfall, kurze Zeit noch etwas gedämpft, aber die Hexen erholten sich sehr schnell und der Spaßfaktor wurde wieder sehr hoch. Klaus und Sonja erhoben sich dann kurz mit ihren Besen schwebend in die Luft.
„Ach ja, bevor ich es vergesse. Bevor mich die Hexe grillen wollte, habe ich meinen
Schatz, Sonja, gefragt, ob sie mich heiraten möchte und sie hat ja gesagt“, sagte Klaus laut und voller Stolz. Voller Begeisterung applaudierten alle Hexen lautstark. Auch Angelo war sichtlich angetan von dieser Nachricht und gratulierte den Beiden freudig und freundschaftlich.
„Na das nenne ich mal eine bomben Nachricht“, sagte er lächelnd. Sofort zeigte Sonja ihm den Ring, welchen sie von Klaus gezaubert bekam. Angelo nickte staunend und nahm Sonja in seine Arme.
Ein paar Wochen später war es dann soweit.
Stolz stand Annegret vor ihrem Altar im Tempel. Ascaria war so festlich geschmückt, wie selten zuvor. Alle waren in festlich traditioneller Hexen und Magierkleidung gehüllt und strahlten dem Brautpaar entgegen.
„Klaus von Hitrock, wollt ihr diese Sonja von Medock zu eurer Frau zaubern?“, fragte Annegret am Altar im Tempel des Zirkels.
„Wollt ihr sie lieben, ehren und beschützen bis in alle Ewigkeit?“
„Is liomsa i“, antwortete Klaus und sah Sonja dabei liebevoll an.
„Und ihr, Sonja von Medock? Wollt ihr diesen Klaus von Hitrock zu euren Mann hexen? Wollt ihr ihn lieben, ehren und euch in alle Ewigkeit von ihm beschützen lassen?“
„Ta se mo“, antwortete Sonja mit ebenfalls verliebten Blick in Richtung Klaus.
„Fainni ar an mhear”, hexte daraufhin Annegret mit weit ausgestreckten Armen, worauf auf Klaus und Sonjas Händen die Ringe erschienen.
„Hiermit hexe ich euch mit „posta“, zu Mann und Frau. Ihr dürft euch jetzt küssen“, sagte Annegret. Strahlend und glücklich sahen sich Klaus und Sonja gegenseitig in die Augen. Dann nahm Klaus sie in seine Arme.
Was folgte, war ein langer inniger Kuss.
„Mögen sie lange und glücklich mit einander leben. Hoch lebe das Brautpaar“, sagten alle Hexen gleichzeitig. Annegret gratulierte den Beiden sehr herzlich. Danach fiel ihnen auch
Sabine und Angelo in die Arme. Auch Aria heulte vor Freude. Erik stand lächelnd neben ihr und hielt ihr ein Taschentuch unter die Nase.
„Ich frage nur, wer da wen bis in alle Ewigkeit beschützt“, sagte Erik lachend.
„Ja, eine Großmeisterin beschützen wird nicht einfach“, lachte auch Aria.
Großer Jubel ertönte, als Klaus und Sonja Hand in Hand aus dem Tempel kamen. Danach gingen wieder alle Hexen inklusive Angelo und Annegret auf die Knie.
„Bitte steht auf und lasst uns feiern“, sagte Sonja. Und schon ging die Party los. Alle feierten wieder ausgelassen und voller Hingabe. Es wurde getanzt und sich dem Festmahl hingegeben. Klaus zauberte inzwischen ein paar Leuchtraketen in die Luft und forderte Sonja danach zum tanzen auf. Was sie nur zu gerne annahm. Während die Hexen einen Kreis um die Beiden bildeten, vollzogen Klaus und Sonja rituell ihren Hochzeitstanz.
Als Sonja gerade dran war, die Hecken beim Altersheim zu schneiden, beobachtete sie, wie sich Shakar angeregt mit einem Mann unterhielt. Erst schienen die Beiden zu streiten.
Worauf sie mit „Sciath chosanta“ in Shakars Richtung hexte, denn der Besen, den der Mann hielt, verriet ihr, dass er ein Hexer war. Sie wusste nicht, was der Hexer vor hatte und schützte Shakar damit. Als Dieser dann wieder weg war, sah sie, wie Shakar völlig geknickt ins Haus zurück ging.
Irgendwie tat er ihr leid. Inzwischen hatte sie sich auch mit ihm so einigermaßen angefreundet. Obwohl sie nicht vergessen hatte, was alles gelaufen war und sie ihm deshalb nicht wirklich vertraute, redeten die Beiden sehr viel mit einander. Shakar gab ihr
auch hin und wieder gute Tipps, die Sonja immer gut gebrauchen konnte. Sonja lernte dadurch auch immer mehr dazu. Shakar schien sich total zum Guten gedreht zu haben.
Als sie mit ihrer Arbeit fertig war, flog sie kurzerhand nach Galeoka. Kaum war sie durch das Portal geflogen, wurde sie auch schon von ein paar Hexen begleitet. Am Platz vor Angelos Haus angekommen, gingen alle Hexen auf die Knie.
„Herzlich willkommen, Lady Sonja“, sagte Cassandra unterwürfig.
Cassandra war die oberste Hexe von Galeoka und eine sehr aufgetakelte Persönlichkeit.
