Der rätselhafte Fund - Robert Zuschrott - E-Book

Der rätselhafte Fund E-Book

Robert Zuschrott

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Beschreibung

Freddy, der Sohn des Forstmeisters lernt im Wald den Geist, namens Sandra kennen. Sandra führt ihn zu einer, für ihn noch unbekannten Holzhütte. Dort findet er, unter dem morschen Holzboden, eine kleine Grube mit einem Skelett. Von da weg ist nichts mehr, wie es war. Freddy ist der Einzige, der Sandra sehen kann. Das Abenteuer beginnt.

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EPUB
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Seitenzahl: 126

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Robert Zuschrott

Der rätselhafte Fund

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

  I

  II

  III

  IV

  V

  VI

  VII

  VIII

  IX

Impressum neobooks

  I

Der rätselhafte Fund

Robert Zuschrott

Impressum

Texte:               ©2024 Copyright by

  Robert ZuschrottUmschlag:              © Copyright by Robert ZuschrottVerlag:              Robert Zuschrott

34628 [email protected]

Druck:                    epubli, ein Service der

neopubli GmbH, Berlin

Printed in Germany

Abenddämmerung brach herein, als Elli und Freddy durch den Wald schlenderten. Es hatte gerade leicht zu schneien begonnen.

Elvira, alle nannten sie Elli, war ein rothaariges, etwas molliges Mädchen von dreiundzwanzig Jahren. Sie hatte Kastanienbraune Augen und trug am liebsten Jeans.

Freddy war ein schlanker, blonder Junge. Er war fünfundzwanzig und gab sich meistens eher ruhig. Freddy war der Sohn von Fritz Meissner, dem Forstmeister in dem Wald. Dem entsprechend kannte er sich im Wald recht gut aus. Freddy besuchte die letzte Klasse der Forstwirtschaftsschule. Wie sein Vater, wollte er auch Förster werden. Freddy und Elli kannten sich schon seit der gemeinsamen Schulzeit und waren immer schon sehr gut miteinander befreundet.

Als die Beiden angeregt redend umherstreiften, hörte Freddy ein Rascheln auf einem Baum. Er drehte seinen Kopf zu dem Baum und sah ein blondes, schlankes Mädchen mit hellblauen Augen auf einem Ast sitzen. Sie saß ruhig und lächelte ihn an. Kurz sah Freddy zur Seite. Als er sich wieder zu dem Ast drehte, war das Mädchen verschwunden.

„Komisch“, sagte er nachdenklich.

„Was meinst du?“, fragte Elli gleich nach.

„Ach nichts. Ich glaube, ich spinne schon“, grinste er.

„Achso. Wenn es weiter nichts ist“, lächelte Elli.

Nach dem ausgedehnten Spaziergang, brachte Freddy Elli wieder nach Hause. Danach schlenderte er ebenfalls in Richtung Heimat. Ihm ging das Mädchen auf dem Baum nicht mehr aus dem Kopf. Wer war sie?

Hinter dem Forsthaus fand er seinen Vater beim Holzhacken.

„Und? Elli schon zu Hause?“, fragte Fritz freundlich.

„Ja“, antwortete Freddy immer noch nachdenklich.

„Sie ist ein gutes Mädchen“, sagte Fritz.

„Ja, das ist sie“, antwortete Freddy mit gesenktem Kopf.

„Was ist los?“, fragte Fritz sofort. Er bemerkte, dass Freddy etwas beschäftigte.

„Als ich mit Elli im Wald spazieren war, saß ein blondes Mädchen auf einem Baum. Als ich wieder hinsah, war sie weg.“

„Ein blondes Mädchen, sagst du?“

„Ja. Das war total komisch“, berichtete Freddy weiter.

„Und sie war gleich wieder weg?“, fragte Fritz nochmal nach. Freddy nickte.

„Du spinnst, Kleiner“, lachte Fritz und schüttelte mit dem Kopf. Dabei hackte er weiter an seinem Holz.

Fritz war um die fünfzig Jahre und hatte, von der vielen und harten Arbeit im Wald, schon etliche Verschleißerscheinungen. Oft musste er von Freddy gestützt werden. Und immer öfter kam es auch vor, dass Fritz, auf Grund seiner, immer häufiger auftretenden Schmerzen, schlecht gelaunt war. Aber das kannte der Junge schon.

Freddy nahm etwas Holz mit ins Haus und legte ein paar Scheiter in den Kamin. Dann gab er sich seiner Leidenschaft, der Holzschnitzerei hin. Kaum war er voll in seinem Element, saß das Mädchen gegenüber an seinem Tisch. Als Freddy mit weit aufgerissenen Augen leicht erschrak, hielt sie einen Finger auf ihre Lippen.

„Pssst“, kam von ihr, als sich die Tür öffnete und Fritz herein kam. Freddy nickte ohne ein Wort, aber das Mädchen war wieder verschwunden. Der Junge schnitzte nachdenklich weiter an seiner Figur und schüttelte leicht mit dem Kopf.

„Deine Figuren werden auch immer besser. Du kannst sie ja vielleicht auch nebenher verkaufen“, schlug Fritz vor.

„Ja, vielleicht“, antwortete Freddy lächelnd.

Am nächsten Tag ging Freddy in den Wald, um neues Holz für seine Schnitzereien zu suchen. Insgeheim hoffte er auch, das Mädchen wieder zu sehen. Ihm brannten einige Fragen an seinen Lippen, die er ihr gerne stellen würde. Eifrig suchte er weiter. Er hatte auch Glück, denn viel hatte es in der Nacht nicht geschneit. Schließlich fand er ein paar schöne Hölzer, die er für sein Hobby verwenden konnte. Ihm kam die Idee, für Elli ein großes Herz mit ihrem Vornamen zu schnitzen. Als Zeichen seiner Freundschaft zu ihr. Damit würde er ihr sicher eine Freude machen. Auf dem Heimweg, stand das Mädchen wieder vor ihm. Freddy blieb mit großen Augen stehen und sah ihr in die Augen.

„Bitte laufe nicht wieder weg“, sagte er. Das Mädchen senkte ihren Kopf, aber sah ihm ebenfalls in die Augen.

„Wer bist du und was willst du von mir?“, fragte er vorsichtig und mit sanfter Stimme, aber sie schien sich nicht zu getrauen, ihm zu antworten. Sie zeigte mit der Hand in eine Richtung und forderte Freddy auf, ihr zu folgen. Das tat er auch und folgte ihr zu einer kleinen Waldhütte. Komischerweise kannte Freddy diese Hütte noch nicht und wurde neugierig. Sie war alt und aus Holz gebaut. Dort angekommen, sah er, wie eine kleine Träne über ihre Wange rann. Als Freddy ihr diese wegwischen wollte, griff er durch sie hindurch. Kurz war das Gesicht des Mädchens leicht verschwommen, aber es glätte sich sofort wieder. Freddys Augen wurden vor Schreck noch größer.

„Mein Name ist Sandra“, hörte er plötzlich gedanklich. Ihre Lippen bewegten sich dabei.

Die Sache wurde für Freddy immer mysteriöser.

„Und du bist ein Geist?“, fragte Freddy mit einem ängstlichen Blick. Sandra nickte zwar lächelnd, aber mit einer traurigen Mimik. Die Tür knarrte, als Freddy sie öffnete und zögernd eintrat. Ihm stieg sofort ein leichter Verwesungsgeruch in die Nase. Mitten im Häuschen brach unter seinen Füßen der Boden ein und er stürzte in eine kleine Grube. Als er merkte, dass er sich bei dem Sturz nichts getan hatte, sah er sich um und erschrak. Ihm gegenüber lag ein Skelett von wahrscheinlich einem Teenager. Sandra schwebte mit einem traurigen Gesicht über ihm.

„Bist du das“, fragte Freddy ängstlich. Sie nickte. Ihre hellblauen Augen füllten sich wieder mit Tränen.

„Was ist passiert?“, fragte er nach, aber sie zuckte traurig mit ihren Achseln.

„War das dein Häuschen?“ Sie schüttelte verneinend mit dem Kopf.

„Warum zeigt sie das ausgerechnet mir?“, dachte Freddy verwirrt. Irgendwas musste er machen. Auf jeden Fall sollte er die Polizei holen, denn er war sich sicher, dass irgend Jemand Sandra vermissen würde. Außerdem vermutete er ein grauenvolles Verbrechen.

„Du bist der Erste, der mich sehen kann“, hörte er plötzlich in seinen Gedanken.

„In wie fern kann ich dir helfen?“, fragte er.

„Keine Ahnung“, kam es von Sandra gedanklich. Und schon war sie wieder weg. Eine Zeit lang sah Freddy nachdenklich das Skelett an. Dann stieg er aus der Grube. Er verließ das Häuschen und lief, so schnell er konnte, nach Hause. Kurz bevor Freddy die Haustür öffnete, sah er noch einmal Sandra. Sie schüttelte verängstigt den Kopf.

„Was meinst du?“, fragte er, aber Sandra war wieder weg. Freddy ging daraufhin nicht ins Haus, sondern eilte zum Schuppen und stieg auf sein Motorrad. So schnell er konnte, fuhr er ins Dorf. Dieses war keine zwei Kilometer vom Forsthaus weg und würde ebenfalls an den Wald angrenzen. Aber mit dem Motorrad war er um einiges schneller. Er fuhr zur Polizeistation im Dorf und stürmte rein. Die Polizisten sahen ihn mit großen Augen an, als er an ihnen vorbei rannte und auch gleich an der Tür von Inspektor Wallner, dem Boss des Präsidiums, klopfte. Er informierte Inspektor Wallner von seinem Fund in der kleinen Hütte. Dieser folgte Freddy sofort in den Wald und ließ sich das Skelett zeigen. Es dauerte auch nicht lange, bis der Wald voll mit der Polizei war. Sie suchten das ganze Gelände nach Spuren ab, aber fanden nichts. Als Freddy bei einem Baum hochsah, entdeckte er Sandra, welche dort mit erschrockenem Gesicht saß. Sie zitterte vor Angst am ganzen Körper.

„Es tut mir leid, aber ich musste das tun. Dich wird doch sicher Jemand vermissen. Außerdem will ich auch wissen, was dir passiert ist“, dachte er zu ihr.

„Ist schon sehr lange her. Ich kann mich leider an nichts mehr erinnern. Ich weiß nur, dass ich schon sehr lange in diesem Wald bin“, kam es gedanklich von Sandra. Dann löste sie sich wieder auf.

„Weiß man schon, wer sie ist?“, fragte Freddy den Inspektor.

„Woher weißt du, dass das eine „Sie“ ist?“, fragte der Inspektor sofort neugierig. Kurz sah Freddy ihn leicht geschockt von dessen Scharfsinn an. Wenn er jetzt von Sandra erzählen würde, würde ihm das erstens keiner glauben, und zweitens würde er sofort verdächtig werden. Jetzt musste er sich etwas einfallen lassen. Aber was?

„Am Beckenknochen sieht man das“, antwortete Freddy.

„Am was?“, fragte der Inspektor überrascht. Er sah den Jungen mit großen Augen an. Wie konnte er so etwas wissen?

„Der Beckenknochen ist bei einem Mädchen anders gebaut, als bei einem Jungen. Wegen Kinderkriegen und so“, erklärte Freddy lächelnd.

„Ach, ein kleiner Klugscheißer, was? Sieht so aus, als hätte ich dich mächtig unterschätzt“, lachte Inspektor Wallner.

„Bitte so etwas lernt doch heute jedes Kind in der Schule“, lachte auch Freddy. Zur selben Zeit kam auch Elli an und wollte durch die Absperrung. Aber ein Polizist ließ sie nicht durch.

„Sie gehört zu mir“, sagte Freddy bestimmend.

„Bitte was ist denn da passiert?“, fragte sie sofort nach.

„Ich habe ein Skelett unter dem Fußboden in der Hütte gefunden“, sagte Freddy ernsthaft und nachdenklich.

„Das ist ja schrecklich. Weiß man schon, wer das ist?“, fragte Elli erschrocken.

„Nein, leider nicht. Hast du zufällig mitbekommen, ob Jemand vermisst wird“, fragte Freddy neugierig zurück.

„Nein. Nicht, dass ich wüsste. Aber wenn du möchtest, kann ich mich ja mal umhören.“

„Ja bitte. Das wäre echt klasse von dir. Ich denke, das wird die Polente auch machen. Ich frage mich, warum bis jetzt noch Keiner nach Sandra gesucht hat?“, fragte Freddy nachdenklich.

„Bitte wer? Welche Sandra? Betrügst du mich?“, fragte Elli lächelnd und mit einer hochgezogenen Augenbraue.

„Was? Nein. Um Himmels willen nein. Wenn ich dir das erzähle, wirst du mir das sowieso nicht glauben. Du wirst denken, ich spinne“, antwortete Freddy.

„Versuche es mal“, kam es von Elli. Freddy sah sie an und überlegte kurz. Dann rang er sich doch durch und erzählte ihr alles.

„OK, du hast recht“, sagte dann Elli lächelnd.

„Was meinst du?“

„Du spinnst“, lachte sie. „Ein Geist. Du hast sie doch nicht mehr alle. Es gibt keine Geister“, warf sie lachend noch nach und konnte sich fast nicht einkriegen. Aber Freddy wollte Sandra nicht bloßstellen. Deshalb ließ er Elli in ihrem Glauben. Es dauerte auch nicht lange, bis Fritz wütend ebenfalls dazukam.

„Was macht ihr an meiner Hütte?“, fragte er sofort forsch.

„Momentan ist ihre Hütte ein Sperrgebiet, Herr Meissner. Es wurde ein Grab entdeckt. Und bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, bleibt sie gesperrt“, kam ihm Inspektor Wallner auch gleich entgegen.

„Ein Grab?“, fragte Fritz nach.

„Ja. Unter dem Fußboden hat Jemand ein Mädchen eingegraben“, antwortete der Inspektor.

„Ich bin eingebrochen. Und da habe ich das Skelett gefunden“, sagte Freddy.

„Was hast du in der Hütte verloren? Das habe ich dir nicht erlaubt“, sagte Fritz noch einmal forsch.

„Du hast es mir aber auch nicht verboten, Paps. Ich wusste ja nicht mal, dass hier eine Hütte ist“, antwortete Freddy genauso forsch. Wütend drehte sich Fritz um und ging nach Hause. Freddy und Elli sahen ihm nur kopfschüttelnd nach. Auch Inspektor Wallner richtete seinen Blick zu Fritz. Seine Augen wurden, bei dessen Reaktion, immer größer.

„Ist er immer so, oder nur jetzt?“, fragte Elli.

„Nicht immer. Aber das gerade, war etwas extrem“, antwortete Freddy mit ernstem Blick. Inzwischen hatte es wieder leicht zu schneien begonnen. Nachdenklich ging Freddy wieder aus dem Wald und brachte Elli zu ihr nach Hause. Elli hatte ihren Eltern versprochen, ihnen bei deren Einkauf zu helfen. Diese hatten schon auf sie gewartet. Elli und ihre Eltern verabschiedeten sich noch von Freddy und schon ging es los. Freddy sah dem Auto noch eine Zeit lang hinterher. Dann nahm er den Weg nach Hause.

Kaum zu Hause angekommen, kam ihm schon Fritz in drohender Haltung entgegen. Mit Mühe konnte Freddy der Faust von Fritz gerade noch ausweichen.

„Und sonst geht es dir gut?“, fragte Freddy laut und mit bösem Blick.

„Wenn ich dich noch einmal an der Hütte erwische, dann lernst du mich kennen“, schrie Fritz.

„Dann wäre es von Vorteil, wenn du mit mir redest. Woher hätte ich das denn wissen sollen?“, schrie Freddy zurück.

„Das nächste mal solltest du mich fragen.“

„Ja klar. Ich werde dich über etwas fragen, von dem ich selber nicht wusste, dass es das gibt. Hervorragend“, antwortete Freddy forsch und ging wütend in sein Zimmer. Er hörte nur noch, wie Gegenstände an die Wand donnerten. Fritz warf alles an die Wand, was er in die Finger bekam. Schön langsam wurde die Hütte für Freddy ein Rätsel. Er konnte nicht kapieren, warum sein Vater so wütend reagierte. Er gab Freddy nicht einmal eine Möglichkeit, darüber zu reden. Umso mehr wollte Freddy näheres über diese Hütte erfahren, um zu verstehen, warum Fritz so ausrastet.

Als es wieder ruhig wurde, kam Freddy aus seinem Zimmer. Er hoffte, mit seinem Vater in Ruhe über die Sache reden zu können, denn so wie heute, hatte er ihn noch nie erlebt. Aber kaum war er im Wohnzimmer, erschrak er. Sofort rannte er zu seinem Vater. Dieser lag reglos am Boden.

„Paps“, rief er, aber Fritz bewegte sich nicht. Freddy versuchte zu hören, ob Fritz atmet. Nichts. Dann versuchte er, den Puls zu messen. Auch nichts. Freddy stürmte zum Telefon und rief sofort nach dem Notarzt. Zehn Minuten später traf dieser auch ein und nahm sich sofort Fritz an. Auch Inspektor Wallner war mit von der Partie und versuchte, Freddy zu beruhigen, so gut er konnte.

Vor zwei Jahren kam Freddys Mutter bei einem Autounfall ums Leben. Freddy tat sich auch da schon sehr schwer, dies zu verdauen. Er liebte seine Mutter über alles.

Angstvoll sah er den Nothelfern zu und hoffte, dass sich sein Vater erholen würde und wieder gesund wird.

Nach einer Stunde schüttelte der Notarzt den Kopf und legte ein Tuch über Fritz’ Körper.

„Es tut mir leid. Es war ein schwerer Herzinfarkt“, sagte der Notarzt. Freddy brach sofort in Tränen aus und schien sich überhaupt nicht mehr beruhigen zu wollen.

„Wegen der Waldhütte ist unser letztes Gespräch nicht gerade gut verlaufen“, weinte er. „Habe ich ihn damit in den Tod getrieben?“, fragte er noch.

„Nein. Du wusstest doch, dass er etwas am Herzen hatte.“

Der Inspektor sah sich im Wohnzimmer um.

„Hat er das alles nach dir geworfen?“, fragte er schließlich.

„Nein. Als ich nach Hause kam, konnte ich gerade noch seiner Faust ausweichen. Dann haben wir gestritten. Ich bin dann in mein Zimmer gegangen und habe es nur noch scheppern gehört. Als ich dachte, er hätte sich beruhigt, bin ich raus und wollte mit ihm darüber in Ruhe reden. Da hatte ich ihn dann am Boden gefunden“, erzählte Freddy mit gesenktem Kopf und Tränen in den Augen.

„Wenn du irgend etwas brauchst, kannst du mich jederzeit anrufen. Ich bin für dich da“, sagte Inspektor Wallner in ruhigem Ton und hielt Freddy an der Schulter.

„Ich danke ihnen“, sagte Freddy mit verheultem Gesicht. Dann sah er den Inspektor fragend an.

„Haben sie schon etwas, wegen dem Mädchen in Erfahrung bringen können? Ich denke, sie wird mit Sicherheit vermisst“, fragte er dann. Irgendwie wollte er sich damit ablenken.