Gustav Mahler & Schlaraffia - Johannes Höggerl - E-Book

Gustav Mahler & Schlaraffia E-Book

Johannes Höggerl

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Beschreibung

Gustav Mahler war ein genialer Komponist, ein herausragender Dirigent und ein berühmter Operndirektor und -reformer. Die Mahlerforschung konnte viele Aspekte herausarbeiten; einer jedoch wurde bisher nur gestreift: Gustav Mahler war auch Mitglied in der Vereinigung Schlaraffia. Am Beginn seiner Karriere 1881/82 hatte Gustav Mahler zur Vereinigung Schlaraffia einen regen Kontakt. In seiner Zeit in Laibach verband ihn zum hohen Reych Emona eine Freundschaft, die so hoch eingeschätzt wurde, dass er zum Ehrenpilger ernannt wurde. Diese Beziehung intensivierte sich weiter, während seiner Zeit von 1883 bis 1885 in Kassel. Mahler wurde Schlaraffe im hohen Reych Chasalla in Kassel. Dieser Aufsatz macht sich nicht nur auf die Spurensuche nach dieser Beziehung, sondern versucht auch andere Schlaraffen, die in jener Zeit mit Gustav Mahler in den beiden Reychen sesshaft waren und anschließend Karriere machten zu portraitieren, damit erkennbar wird, auf welchem herausragenden, künstlerischen Niveau Schlaraffia sich damals befand.

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Seitenzahl: 45

Veröffentlichungsjahr: 2019

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In arte voluptas!

Johannes Höggerl

Gustav Mahler& Schlaraffia

Mahlers Beziehung zu Schlaraffia während seiner Zeit in Laibach und Kassel

Das Buchumschlagsfoto von Gustav Mahler stammt aus 1884 und wurde in Kassel von Junker Eugen profan Eugen Kegel aufgenommen. Siehe: ÖNB/Wien Bildarchiv und Graphiksammlung http://data.onb.ac.at/rec/baa8034757, letzter Zugriff am 14.09.2018; Beim Wappen handelt es sich um jenes des hohen Reyches Chasalla (51), in welchem Gustav Mahler 1883 Schlaraffe wurde.

Alle Abbildungen, die mit Fußnoten versehen sind, stammen, soweit nicht anders bezeichnet, aus der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (ONB), Bildarchiv und Graphiksammlung und wurden von dieser mit freundlicher Genehmigung überlassen. Bei Abbildungen ohne Fußnoten ist eine Zuordnung leider nicht mehr möglich und sie sind als gemeinfrei einzustufen.

© 2019 Johannes Höggerl

Verlag und Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback:

978-3-7482-1253-9

Hardcover:

978-3-7482-1254-6

e-Book:

978-3-7482-1255-3

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT:

WAS IST SCHLARAFFIA?

QUELLENLAGE:

GUSTAV MAHLER:

GUSTAV MAHLER IN LAIBACH:

MAHLER ZWISCHEN LAIBACH UND KASSEL:

KASSEL UND DAS KÖNIGLICHE THEATER KASSEL:

MAHLER UND CHASALLA:

MAHLER UND SEINE ZUSAMMENARBEIT MIT CHASALLA-SASSEN:

MAHLERS AUSTRITT AUS CHASALLA:

GUSTAV MAHLERS WEITERER LEBENSWEG:

LEBENSWEG AUSGEWÄHLTER CHASALLEN-SASSEN:

ANHANG

VORWORT:

Dieser kleine Aufsatz soll zunächst versuchen die Beziehung von Gustav Mahler zu Schlaraffia näher zu klären. Gustav Mahler war einer der größten Dirigenten, Intendanten und vor allem Komponisten aller Zeiten und es macht durchaus Sinn diesen Zusammenhang, welcher in der Mahler-Forschung fast völlig unbekannt ist, intensiver zu erforschen.

Neben dieser Intention besitzt diese Arbeit aber auch eine weitere Aufgabe: Sie soll zeigen, zu was Schlaraffia in der Zeit zwischen 1882 und 1885 fähig war. Deswegen wird ganz bewusst auch auf andere Schlaraffen, die mit Mahler in Laibach und Kassel tätig waren, eingegangen und geschildert, was aus ihnen wurde. Ich habe diesen Aufsatz als Ritterarbeit im hohen Reych Juvavia (122) verfasst. Durch ein Gespräch kam ich auf die Idee, mich mit dem Thema näher zu beschäftigen. Nachdem ich erfuhr, dass auch in anderen Reychen ein Interesse an diesem besteht, habe ich mich entschlossen, ihn zu veröffentlichen.

Ganz herzlich möchte ich mich beim viellieben Ritter Tütten vom hohen Stein (312), profan Jürgen Hüther bedanken, der mir liebenswürdigerweise und völlig selbstlos sein Privatarchiv öffnete. Rt Tütten froschte über Gustav Mahler im Archiv des h. Reychs Chasalla (51). Ohne den viellieben Rt Tütten vom hohen Stein wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen, uhuherztlichsten Dank dafür.

Weiters möchte ich mich beim viellieben Rt Barocanto der Fabel-librische Adactus profan Dr. Robert Wampfler und seinen Helfern vom Allschlaraffischen Archiv im h. Reych Berna (70) bedanken, die mir die verschiedenen Stammrollen zur Verfügung stellten. Diese drei habe ich ganz bewusst im Anhang abgedruckt, da diese – meines Wissenstandes nach – der interessierten Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren und Schlaraffia bis heute kein Geheimbund ist, der irgendetwas zu verheimlich hat.

WAS IST SCHLARAFFIA?

Schlaraffia® ist ein Spiel, das 1859 in Prag erfunden wurde. Es vereint auf einmalige Art und Weise Freundschaft mit Humor und Kunst. In jedem Fall ist Schlaraffia eine Persiflage auf das Leben. Ein deutschsprachiger Männerbund, weder geheim, noch politisch oder berufsfördernd.1

(Der Uhu – Symbol allschlaraffischer Weisheit)

Schlaraffia ist somit ein Spiel mit festen Regeln, durch welche die Mitspieler angehalten werden in einer Sippung sich für Freundschaft, Humor und Kunst zu öffnen. Schlaraffia wurde von deutschsprachigen Künstlern gegründet und sollte die ständische Gesellschaft aufs Korn nehmen. Die Unterscheidung in Knappen, Junker und Ritter stammt aus einem romantischen Geschichtsbewusstsein heraus. Im Laufe der Zeit entstanden die für Schlaraffia typischen, sprachlichen Ausdrücke, Spielregeln, Zeremonien und auch Lieder.

Man muss sich eine Sippung als eine zwei bis vier Stunden dauerende Zusammenkunft vorstellen, in denen die anwesenden Sassen kleine (literarische und musikalische) Fechsungen, die die Themen: Freundschaft, Humor und Kunst darbieten, vortragen. Daneben werden Ambtsgeschäfte, verschiedene Lieder, Ceremonien, rege Ad-hoc-Wortmeldungen und andere Spiele (Zweikämpfe) abgehandelt. Das Niveau der Fechsungen kann dabei, je nach Vortragenden, sehr hoch sein, wobei es hinsichtlich der vorgebrachten Kunstformen keine Einschänkungen gibt. So haben Mundartdichtungen und Volksmusik genauso ihren Platz, wie Jazz, Rap oder klassische Gedichte sowie Musik.

Weil eine Sippung nur Freundschaft, Humor und Kunst dienen soll, existieren drei große Bereiche, die in einer solchen nicht angesprochen werden dürfen, dies sind: Politik, Religion und der Beruf. Schlaraffia versteht sich als eine tolerante, deutschsprachige Vereinigung von Männern, die in rund 260 Reychen rund um die Welt organisiert ist. Dementsprechend spielen bei der Aufnahme neuer Mitglieder Religion, Abstammung, politische oder weltanschauliche Einstellung und finanzielle Mittel keine Rolle.

Sollte durch diese Lektüre größeres Interesse am schlaraffischen Spiel geweckt werden, empfehle ich die Homepage des Verbandes Allschlaraffen unter https://www.schlaraffia.org/ zu besuchen, um mehr Informationen zu erhalten oder sogar mit einem Reych direkt in Kontakt zu treten.

Als letzter Hinweis – für alle Nicht-Schlaraffen – sei auf ein kleines Lexikon im Anhang mit schlaraffischen Begriffe verwiesen, welches helfen möge, die verwendeten schlaraffischen Begriffe leichter zu verstehen.

1 Siehe: https://www.schlaraffia.org, letzter Zugriff 29.08.2018;

QUELLENLAGE: