Harte Grenzkontrolle - Mel Tuville - E-Book

Harte Grenzkontrolle E-Book

Mel Tuville

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Beschreibung

Niemand geht durch den roten Ausgang am Flughafen – warum sollte sie das dann? Wegen der am Strand gekauften Goldketten? Ein Mann bittet sie in einen Raum und fragt nach einer Rechnung. Auf einmal hat sie ein Problem – doch es bietet sich eine unbürokratische Lösung an.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Mel Tuville

Harte Grenzkontrolle

Vom Zollbeamten erwischt und benutzt

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Erstes Kapitel – Das klappt doch sicher

 

War das dort vorne die Zollkontrolle? Melanie folgte der Menschenmasse und bemerkte die jeweils grün und rot gekennzeichneten Ausgänge. Niemand ging zum roten Ausgang, so wie sie das mitbekam. Was hätte sie auch verzollen sollen? Die paar Sachen in ihrem Koffer, die sie auf der Reise erstanden hatte? Wer sollte schon danach fragen? Eine Frau wie sie, die irgendwie der Flugbegleiterin ähnlich sah? Immerhin hatte sie den Urlaub ohne ihren Freund genossen, der nun wohl eine andere Frau beglückte. Sie hatte es nicht krampfhaft darauf angelegt, bald schon wieder jemand kennenzulernen. Wenn, dann in ihrer Heimatstadt, von der sie nun nur noch eine kurze Bahnfahrt trennte.

 

Personal stand am Rand des breiten Ganges herum. Waren das Angestellte des Flughafens, die sich einfach allgemein um die Sicherheit kümmerten? Oder waren das …?

 

„Guten Tag“, sprach sie plötzlich ein Mann in Uniform an und stellte sich ihr in den Weg. „Dürfte ich einmal einen Blick in Ihren Koffer werfen?“

„Äh …“, entgegnete Melanie.

„Kommen Sie bitte einmal mit.“

 

Toll, was sollte das werden? Sie hatte doch nichts zu verbergen, oder? So dumm, seltsame Pakete von anderen Leuten mitzunehmen, oder 10 Flaschen Wodka, war sie auch wieder nicht. Und ihre Sachen fallen doch unter die Freigrenze, wenn überhaupt, oder? Sie folgte ihm in einen Raum, und er schloss die Tür hinter sich. Sonst war niemand hier.

 

„Wenn Sie bitte …“, sagte er und deutete an, dass sie den Koffer auf dem Tisch öffnen sollte. Ihr wurde ein wenig flau im Magen, doch welche Wahl blieb ihr. Sie stellte den Koffer hin, öffnete ihn, und gleich oben lag ihre Unterwäsche. Toll. Der Beamte interessierte sich aber gar nicht so sehr dafür, sondern für dieses Parfüm. Oh, und da waren ja auch noch diese Goldketten, die sie am Strand gekauft hatte. Ob sie sich diese einfach um den Hals hängen hätte sollen?

 

„Haben Sie eine Rechnung dafür?“, fragte der Mann und hielt in jeder Hand eine Kette in die Höhe.

„Äh … bräuchte ich eine?“

„Es gäbe da die Möglichkeit“, setzte der Beamte fort, wurde leiser und sah sie direkt an, „dass wir das ganz unbürokratisch regeln.“

„Äh, was bitte?“

„Nur keine Schüchternheit! Wir sind hier sehr … offen.“

„Tschuldigung, aber …“

 

Was war das bitte für eine Anmache? Immerhin, der Typ sah für ihr Gefühl danach aus … als würde er sich mit den Wünschen von einsamen Frauen auskennen. Oder zumindest keinen Ärger mehr machen und weiter herumwühlen. Die Tür war doch abgeschlossen, und wenn es hier drinnen eine Videoüberwachung gab, wusste er das sicher.

 

„Und wie würde so eine … Einigung ausehen?“, fragte Melanie.