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Nach seiner Entführung in den 'Moonlight'-Club kehrt Alex alias Marie ins Castle zurück. Die Situation erfordert es, dass die Hochzeitsvorbereitungen nun mit größerem Tempo vorangetrieben werden. So brechen die drei Frauen mit Alex nach Paris auf, um dort die erforderliche Hochzeits-Garderobe für Marie zu kaufen. Um die notwendigen Papiere für die Reise zu erhalten, werden auf allen amtlichen Dokumente Alex' Name und Geschlecht geändert. Vor dem Gesetz ist er nun Marie, eine Frau.
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Seitenzahl: 156
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Was bisher geschah
Showtime!
Die Reisetasche
Rückkehr
Anwälte und ihre Kniffe
Neues Leben, neue Frisur
Hüften und Oberschenkel
Kein Durchbruch
Die ‚andere Liga‘
Das Hochzeitskleid
„Werde meine Frau!“
Hinweise auf weitere Bände der Reihe „Crossdresser-Erzählungen“
Die altbekannte Geschichte: Alex war von seiner Frau erwischt worden, wie er aus reiner Neugier und zum allerersten Mal überhaupt ihre Wäsche anprobierte. Was einem diffusen Kitzel entsprungen war, hatte sich zu einem Drama entwickelt. Innerhalb weniger Tage hatte Eva sein Leben völlig umgekrempelt, ihn 24/7 in die Rolle des Hausmädchens und zu sexuellen Dienstleistungen genötigt, die weit über das hinausgegangen waren, was noch als Spiel hätte gelten können. Nachdem er sich für einige Tage dem Druck der Androhung einer Trennung ergeben hatte, hatte Alex sich entschlossen, Widerstand zu leisten.
In diesem Augenblick hatte sich die finanzielle Abhängigkeit der Firma seiner Frau von der Anwaltskanzlei des Nachbarn Paul in fataler Weise als existenzbedrohend erwiesen. Um den sofortigen Bankrott der Firma aufzuhalten, war ‚Marie‘ gezwungen gewesen, sich in den nicht näher definierten Dienst des Nachbarn zu stellen. So war er Hals über Kopf en femme nach England gebracht worden.
Dort war Alex überraschenderweise eine Aufgabe angetragen worden, die in einem gut bezahlten Gefallen für den todkranken Bruder von Paul bestand: Alex sollte Tom als ‚Marie‘ zum Schein heiraten und damit einen Herzenswunsch des Kranken erfüllen, solange dieser noch lebte.
Für Alex hatte das bedeutet, vollständig als Frau zu leben, bis der Kranke in absehbarer Zeit seinem Leiden erliegen würde. Allerdings war der Zeitpunkt, zu dem Toms Tod zu erwarten war, nicht genau vorauszusagen gewesen. Die Ärzte waren von einigen Wochen oder Monaten ausgegangen, die der Kranke noch zu leben hatte.
Die ersten Tage in der neuen Rolle hatten sich rasant gestaltet, da die Zeit drängte und in dem alten Schloss im Lake District alle Voraussetzungen geschaffen waren für ein angenehmes Leben und eine baldige Traumhochzeit. Allerdings hatte dieses Leben Alex keinen einzigen Moment der Rückkehr in ein Leben als Mann gestattet. Im Gegenzug hatte er langsam einen gewissen, auch erotischen Reiz an der Situation entdeckt.
Schon in den ersten Tagen hatte er die Erfahrung gemacht, dass die hübsche, geheimnisvolle Marie sowohl weibliche als auch männliche Verehrer anzog. Die kleinen Gipfel unerwarteter, höchster Genüsse hatte Alex allerdings mit wachsender Verwirrung bezahlen müssen. Am Ende hatte da nicht nur die Erkenntnis gestanden, dass die non-stop-Rolle in Frauenkleidern etwas mit ihm machte, sondern auch die Sorge, dass diese Veränderungen möglicherweise nicht vollständig umkehrbar sein würden.
In vielen einzelnen Schritten war Alex‘ Feminisierung zielstrebig vervollkommnet worden, ohne dass er selbst, der als Schauspieler nur eine Rolle zu spielen hatte, viel Mitspracherecht eingeräumt worden wäre. So war er immer tiefer in die intimsten Geheimnisse des Frau-Seins hineingedrängt worden.
Schon am vierten Tag war ‚Marie‘ mit Tom verlobt worden, dessen gesundheitlicher Zustand keine längere Vorbereitungszeit zuzulassen schien. Zur Verlobungsfeier waren einige Freunde des Hauses angereist, von denen zunächst niemand von ‚Maries‘ delikatem Geheimnis gewusst hatte. In der darauffolgenden Nacht hatten es jedoch die betörenden, bildschönen Martha und Maria herausgefunden – und waren begeistert gewesen.
Mitten in den Hochzeitsvorbereitungen hatte Bernhard, einer der Gäste der Verlobungsfeier, ‚Marie‘ zu einem Date eingeladen. Dieses war mit der aktiven Hilfe von Martha und Marie akribisch vorbereitet worden. ‚Marie‘ hatte Bernhard gegenüber als selbstbewusste Frau erscheinen wollen. Trotzdem waren die beiden am Ende des Abends im Bett gelandet.
Am nächsten Morgen hatten ‚Unpässlichkeiten‘ zu der Erkenntnis geführt, dass Alex bereits seit der Anfangszeit als ‚Marie‘ ohne sein Wissen ein Depot mit sich herumgetragen hatte, das auf unbekannte Weise seinen Körper kontinuierlich mit weiblichen Hormonen versorgte. Pauls vergebliche, juristische und medizinische Versuche, diesen Prozess zu stoppen, hatten Alex irgendwann nicht mehr ausgereicht: Er hatte sein Schicksal wieder in die eigenen Hände nehmen wollen und war kurzentschlossen aus dem Castle geflohen.
Sehr bald hatte er jedoch erkannt, dass das Weibliche genauso in ihm steckte wie das Männliche, dass es ebenfalls zu ihm gehörte wie dieses. Er hatte sich entschlossen, ins Castle zurückzukehren und den Job als Toms Verlobte und Ehefrau zu Ende zu führen.
In dem Augenblick jedoch, in dem er mit einem kultivierten, aufmerksamen Herrn diese Entscheidung hatte feiern wollen, war er durch K. O.-Tropfen betäubt und verschleppt worden. Er war in einem Bordell erwacht und eben jener Herr, der sich als der Besitzer des Moonlight entpuppt hatte, hatte damit begonnen, Alex – nun als ‚Angel‘ – als ‚Schwanzmädchen‘ gewinnbringend einzusetzen. Es waren kompromittierende Auftritte in der abendlichen Show gefolgt. Auch erste Erfahrungen mit der neuen Rolle als Prostituierte hatten auf dem Programm gestanden.
Während ‚Angel‘ bei ihrem ersten Auftritt in einem glamourösen Kleid zu Playback hatte singen müssen, bevor Alex damit überrumpelt worden war, dass der Ansager den Rockteil des Kleids entfernt und damit den rosafarbenen Keuschheitsgürtel entblößt hatte, den Alex tragen musste, steckte er für seinen zweiten Auftritt am folgenden Abend in einem Ganzkörper-Latex-Anzug, dessen Kopfteil – wiederum überraschend für Alex, es war ihm unmittelbar vor seinem Auftritt über den Kopf gezogen worden – keine einzige Öffnung aufwies: nicht für die Augen, nicht für den Mund! Er konnte nichts sehen und bekam nur ungenügend Luft. Verzweifelt klammerte er sich an die Hand seiner Kollegin Sugar, die sich seit Beginn seines Aufenthalts im Moonlight auf ihre robuste, aber durchaus einfühlsame Weise um ihn gekümmert hatte.
Im nächsten Augenblick hörte Alex, wie der Lärm ohrenbetäubend wurde und aufbrandete, als wollte er ihn wie eine mächtige Brandungswelle überfluten. Sugar, die ihn noch immer an der Hand führte, hatte mit ihm die Bühne betreten! Auch wenn er es nicht sehen konnte, so wusste er doch, dass er nun vor all diesen Leuten stand: eine glänzend-schwarze Fetisch-Latex-Puppe ohne Mund, Augen und Ohren, mit einem kurzen, schwingenden Latex-Röckchen, unter dem für den, dem es nicht vollständig absurd erschien, ein halberigierter Schwanz in einem rosafarbenen Käfig zunächst mehr zu ahnen als zu sehen war! Aber das würde sich sehr bald ändern … Sugar veranlasste ihn, ein paar kleine Schritte auf seinen unglaublich hohen Absätzen zu machen, bis er die Stange in seiner Hand spürte, die in der Mitte der kleinen Bühne angebracht war. Zugleich ging die ohrenbetäubende Musik los, die ihm aus der Probenarbeit bereits vertraut war. Das war für ihn das Signal, mit dem ‚Tanz‘ der einstudierten Figuren zu beginnen!
Alex fühlte sich einer Ohnmacht nahe. Wie gut, dass er wenigstens das Röckchen über dem Keuschheitsgürtel trug! Sonst wäre er vor Scham auf der Stelle gestorben! Nach allem, was er im Moonlight schon hatte ertragen müssen, wäre das zu viel gewesen für ihn. Dessen war er sich sicher.
Die Stange gab ihm immerhin ein wenig Halt. Sobald er sie mit beiden Händen umfasst hatte, fühlte er sich sicherer. Jetzt verstand er auch, warum ihm von Bryan und Ilona so eindringlich eingeschärft worden war, den Kontakt mit der Stange niemals zu verlieren! Sobald er losließe, würde er sich sofort im Raum verlieren!
So wie es die Choreografie vorsah, ließ er sich erst einmal langsam an der Stange herabgleiten. Dabei drückte er seinen Hintern in dem kurzen Rock nach hinten. Er wusste, dass ihm die Leute, die ganz nahe an der Bühne standen, nun auf den Hintern unter dem kurzen Rock sehen konnten, aber da war überall Latex, sie würden nichts sehen können als schwarz-glänzendes Gummi. Der KG war von ihnen abgewandt und durch die zusammengekniffenen Oberschenkel verdeckt.
Die laute Musik half ihm, in die Choreografie hineinzufinden. Langsam wurde die Menge ein wenig ruhiger, schien seinen ‚Tanz‘ aufmerksam zu verfolgen, nicht ohne ihn mit Rufen, gellenden Pfiffen und Klatschen zu kommentieren. Wie er es einstudiert hatte, lehnte Alex sich von vorn und von hinten an die Stange, hob die Arme abwechselnd und ließ sie möglichst elegant wieder hinuntergleiten, drehte sich, betonte die Rundungen seines Körpers und setzte immer wieder die gigantischen Brüste in Szene, so wie es Ilona ihm eingeschärft hatte.
In manchen Augenblicken war es ihm sogar ganz recht, dass er absolut nichts sah. Allerdings hörte er die Menschen vor der Bühne nun wieder johlen, kreischen, pfeifen und klatschen, und das so nahe, als wenn sie ihn berühren könnten oder er jeden Moment unrettbar in der Menge untertauchen würde. Oder als würden sie die Bühne stürmen und ihn zerreißen. Gab es nicht alte Geschichten, nach denen ein antiker Held - in diesem Fall von Frauen und angeblich wegen seines schönen Gesangs – buchstäblich zerrissen worden war? Vor Lust und Geilheit in Stücke gerissen – in Alex‘ Empfinden fühlte es sich so an, als würde das unmittelbar bevorstehen. Vor lauter Gekreische und Gejohle, das inzwischen wieder lauter geworden war, konnte er kaum noch die Musik hören und die Pfiffe gellten in seinen in Latex verpackten Ohren.
Er fing an zu schwitzen. Jeden Augenblick rechnete er damit, dass sie nach ihm greifen, ihn von der Bühne herunterholen würden. Nah genug schienen sie zu sein und die Bühne war winzig und ragte in einer eleganten Kurve weit in den Zuschauerraum hinein. Alex hätte sich nicht gewundert, wenn er plötzlich Hände an seinen Beinen gespürt hätte von Leuten, die mehr von dieser geilen Sexpuppe wollten, als sie nur zu sehen! Und mit ihren obszönen Bewegungen heizte diese Sexpuppe die Stimmung nur noch mehr an! Sie forderte die Eskalation geradezu heraus!
Die Nummer schien endlos zu dauern. Alex schwitzte unter dem Gummi immer mehr. Die schweren Titten zogen ihn immer wieder nach vorn, sie wippten hin und her und er brauchte die Stange, um auf den hohen Absätzen das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Aber die Bewegungen an der Stange waren ihm nun vertraut, der ‚Tanz‘ nahm seinen Gang ohne weitere Peinlichkeiten – jedenfalls ohne solche, die Alex bemerkte. Und schließlich ging die Nummer dann doch zu Ende. Alex schwitzte inzwischen wie ein Hähnchen auf dem Grill und bekam zudem kaum noch Luft. Er rechnete jeden Augenblick damit, einfach zusammenzubrechen – schwarz vor Augen war es ihm ohnehin schon!
Mit dem Schlussakkord rutschte er wieder an der Stange hinunter, so dass er trotz des störenden Korsetts die eine Hand auf den Boden legen konnte, die riesigen Titten wie ein Euter nach unten hingen und sein Po in dem kurzen Röckchen aufreizend nach oben und der Menge entgegen zeigte.
Da spürte er, dass jemand hinter ihm auf die Bühne trat. Alex richtete sich auf, da er davon ausging, dass er nun von Sugar von der Bühne hinuntergeführt würde. Aber es war offensichtlich nicht Sugar, die dort stand. Alex hielt sich zur Sicherheit weiter an der Stange fest.
„Leute!!!“ Es war tatsächlich nicht Sugar, sondern der Ansager, der unmittelbar hinter ihm stehend in sein Mikrophon brüllte. „War das nicht der Hammer?!“
Die Menge kreischte, klatschte und pfiff haltlos. In Alex‘ verhüllten Ohren hörte es sich so an, als würden sie den Saal auseinandernahmen!
„Ekstase im Moonlight!“, schrie der Ansager, „und Ihr habt sie alle erkannt, oder?“ Die Menge kreischte, johlte und klatschte noch lauter.
„Habt Ihr sie erkannt?!?“ Die Stimme des Ansagers war kurz davor, sich zu überschlagen.
Da spürte Alex, dass eine Hand an seinem Rücken das kurze Latex-Röckchen ergriff, dort, wo der einzige Druckknopf saß, der ihn zusammenhielt. Alex erstarrte. Er würde doch nicht …
„Natürlich habt Ihr sie erkannt – das ist unsere … Angel!!!“
Und bei diesem Wort riss der Ansager den Rock auseinander und Alex spürte, wie sein Penis in dem rosa Käfig plötzlich in der freien Luft hing!
Es war kaum möglich, dass die Menge noch frenetischer schrie, brüllte, pfiff, klatschte, lachte, polterte! Der Lärm war markerschütternd! Wieder meinte er, dass sie ihn auslachten und verhöhnten, das laute Pfeifen und Johlen, in Kombination mit seinem Schrecken und seiner Scham konnte nichts anderes bedeuten.
„Unsere Angel!!!“, schrie der Ansager weiter ins Mikrophon, das seine Stimme verstärkte, als wäre er ein Stadionsprecher. „Heute Abend ist sie unsere Latexpuppe – für alle da, für alles bereit! Heute Abend dürft ihr alle sie sogar anfassen!!!“
Was zum Henker sagte er da? Alex war sich unsicher, ob er in seinem Latex-Kokon, mit dem er aufgrund der Wärme und seines Schweißes inzwischen geradezu verschmolzen zu sein schien, die Worte des Ansagers richtig verstanden hatte. Anfassen?! Hatte er das wirklich gesagt?! Alex konnte es nicht fassen. Er wandte sich nach hinten, wollte die Stange loslassen. Aber er war sich nicht sicher, wo genau ‚hinten‘ war, in welche Richtung der Fluchtweg eigentlich lag.
„Wer will zuerst?!?“
Die Menge grölte wieder, es hörte sich an, als wenn absolut jeder ‚mal anfassen‘ wollte!
„Sie kann es kaum erwarten! Seht sie euch an!!!“
Alex versuchte sich panisch umzudrehen, versuchte zu hören, wo der Bühneneingang war. In seiner Verzweiflung rief er nach Sugar.
„Du! Der Junge in der coolen Lederjacke!“, hörte er den Ansager nun brüllen, „du darfst zuerst! Komm herauf!“
Wieder Gejohle, in das der ohrenbetäubende Lärm mündete.
Und dann spürte Alex, dass jemand sehr dicht vor ihm stand und ohne Vorwarnung einfach zugriff, ganz wie bei einer richtigen Puppe, einem richtigen Gummi-Plastik-Spielzeug! Ohne Vorspiel griff er nach dem rosafarbenen KG, in dem Alex‘ Schwanz ebenfalls unverkennbar auszubrechen versuchte. Der Keuschheitsgürtel war bis zum Bersten gefüllt.
Der Typ nahm den KG in seine Hand. Alex wollte sich wegdrehen, aber plötzlich ergriffen ihn stahlharte Arme und fixierten ihn in seiner Position. Zweifellos war es Igor, der Alex‘ Arme leicht nach hinten zog. Die High-heels zwangen Alex dazu, quasi mit vorgestrecktem Schwanz stehenzubleiben.
Der Lederjacken-Junge schüttelte den KG leicht, dann etwas stärker – überraschend vorsichtig, wie Alex erleichtert feststellte. Dann schien er ihn mit beiden Händen zu umfassen. Und schließlich begann er, den KG vor und zurück zu ziehen, als wollte er ihn wichsen. Oder als wollte er überprüfen, ob er auch wirklich festsaß. Die Menge brüllte, feuerte ihn an.
Da war wieder die Stimme des Ansagers, der ins Mikrophon schrie: „Da kannst du wichsen wie du willst, du wirst wenig Erfolg haben, mein Junge, da ist nichts zu machen. Weißt du nicht, wie dieser Käfig heißt?“
Kurze Pause. Der Typ, der in seiner Bewegung innegehalten hatte, sagte nichts. Da schien sich der Ansager zur Menge zu wenden und brüllte: „Leute, wie heißt dieses geile rosa Gerät da zwischen den Beinen unserer Angel? Das ist ein …“
„Keuschheitsgürtel!“, brüllte die Menge wie aus einem Mund.
„Ein Keuschheitsgürtel!!!“, wiederholte der Ansager noch immer überlaut. „Ein Schwanzkäfig! Und das bedeutet?“
„Sie kann nicht!“, brüllte jemand aus der Menge.
„Was?“, antwortete der Ansager, „ich kann dich nicht verstehen. Was bedeutet das?!?“
Nun bellte der ganze Saal: „Sie kann nicht!!! Sie kann nicht kommen!“
Alex war inzwischen wie betäubt. Er hörte alles nur noch aus weiter Ferne. Stand wie angewurzelt, ließ sich von Igor halten wie ein Gekreuzigter, wehrte sich nicht mehr, ließ alles geschehen, als ginge es ihn nichts an. Als sei das nur ein schlechter Film, den er vor sich sah. Hätte Igor ihn losgelassen, wäre er auf der Bühne zusammengesunken wie ein leerer Sack. Was da draußen geschah, hatte nichts mehr mit ihm zu tun.
„Okay,“ rief nun der Ansager wieder, „so weit die Theorie. Und was ist der Nachteil von Theorien, Leute?“ Er machte eine kurze Pause.
„Meistens stimmen sie nicht!“
Alles lachte.
„Wir brauchen also jemanden, der überprüft, ob die Theorie auch wirklich stimmt?“
Die Menge tobte wieder, pfiff, jaulte, heulte.
„Du da, der mit dem weißen T-Shirt und den Muskelpaketen an deinen Armen! Komm herauf!“
Kurz darauf spürte Alex, wie wieder jemand ganz nahe an ihn herantrat und ohne zu zögern zugriff, diesmal allerdings um einiges rabiater. Und sofort fing dieser Jemand an, ihn so zu wichsen, dass Alex meinte, er wollte ihm den Keuschheitskäfig samt Penis abreißen. Die riesigen Brüste der Latexpuppe wippten im Rhythmus des Hin und Her.
„Hey,“ rief nun auch der Ansager, „lass ihn dran!“ Die Menge grölte.
„Aber er ist doch sowieso zu nichts nütze!“, rief eine Frau aus der Menge, und eine andere stimmte zu: „Genau! Er ist völlig unnütz! Sie braucht ihn nicht! Reiß‘ ihn ruhig ab!“
„Ja!“, riefen nun auch andere, „dann ist Angel auch wirklich eine Frau!“
Die Menge, in der offenbar überraschend viele Frauen waren, begann zu skandieren: „Reiß ihn ab, reiß ihn ab!“
Aber da schritt der Ansager ein. „Leute, lasst ihn dran! Was wäre unsere Angel ohne ihren süßen Schwanz!“
„Sie kann sich ja einen Dildo vorspannen, wenn sie einen braucht!“, schrie jemand, wieder eine Frau. Und die Menge fiel ein: „Dildo! Dildo!“
Der Lärm war ohrenbetäubend, die Leute schienen in Raserei zu geraten.
Währenddessen hing Alex weiter wehrlos in Igors Schwitzkasten.
Plötzlich kreischten einige auf, grölten, klatschten, pfiffen, als wenn etwas geschehen wäre, von dem Alex nichts mitbekommen hatte. Alex erwachte ein wenig aus seiner Betäubung, wollte panisch hinter sich blicken. Was ging da vor?
Da hörte er schon wieder die Stimme des Ansagers schreien: „Wer will?“
Und die ganze Menge bekundete lautstark, dass sie es wolle.
„Du da!“, hörte Alex die Stimme des Ansagers, „das Mädchen in dem schönen, roten Kleid!“
Irgendetwas ging da vor sich. Alex geriet in Panik, begann wieder, sich in den Armen von Igor zu winden. Er wollte weg! Vor seinem inneren Auge sah er eine Frau in einem blutroten Kleid mit einer großen Schere auf die schwarz-glänzende Latex-Puppe ohne Gesicht zukommen, durch die Ekstase der Menge selbst in Trance versetzt, vielleicht vollgestopft mit irgendwelchen Drogen, die ihr Verhältnis zur Realität drastisch verändert hatten. Eine Frau oder ein Mädchen, das nicht mehr wusste, was sie eigentlich tat. Oder die einfach gern einmal einen Schwanz abschneiden würde.
Igors Arme schlossen sich eisenhart um Alex‘ Schultern, immerhin konnte Alex seine Leiste bewegen. Aber das nützte ihm nicht viel. Er spürte, wie sich eine schmale Hand um seine Peniswurzel legte. Mit überraschender Kraft hielt sie ihn einfach fest, so dass er sich selbst verletzt hätte, wenn Alex seine Leiste weiter hin-und hergerissen hätte. Schon jetzt tat es weh, denn unter dem Griff der Frau grub sich der Ring des KG tief in sein Fleisch ein und schabte bei jeder Bewegung auf der rasierten Haut herum.
Alex‘ Panik allerdings ließ nicht zu, dass er einfach abwartete. Er versuchte, die Leiste immer wieder wegzudrehen, auch wenn es höllisch weh tat.
„Sie will nicht!“, schrie der Ansager ins Mikrophon. „Die geile Gummi-Puppe will nicht!! Wer will helfen?“
Wieder kreischte die Meute und im nächsten Moment wurden Alex‘ Beine von mehreren Händen so festgehalten, dass er sich nur noch minimal bewegen konnte.
„Das reicht!“, hörte er die triumphierende Stimme des Ansagers über den Lärm hinweg. „Ein günstiger Augenblick – mach‘ es, Mädchen!“
