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... Dann hatte er die Wegkreuzung erreicht, an welcher er abgebogen war, und schaute auf den Weg zurück, der ihn durch den Wald hindurch hier heraufgeführt hatte. Und da erschrak er furchtbar - und ein Gefühl des Entsetzens und der Angst durchfuhr ihn. Der Weg, den er gekommen war, war verschwunden. Er lag im dunklen Abendnebel, der sich jetzt auch über das ganze umgebende Land legte und nur eine dunkle, graue Wand mit Silhouetten von einzelnen Bäumen war noch zu sehen. Er erkannte nichts wieder. Er stand vor einem Nichts. Aber vor einem mit Angst erfüllten Nichts. Wo war der Weg geblieben. Und warum war es da vorne so schnell und so schrecklich dunkel geworden?
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Seitenzahl: 14
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Siegfried Ahlborn
Im Nebel der Wölfe
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Im Nebel der Wölfe
Impressum neobooks
Ignatz Wolf hatte das Bedürfnis noch ein wenig an die frische Luft zu gehen. Es war ein so schöner Tag, dass er unmöglich in seinem Zimmer bleiben konnte. Er trat ins Freie und schaute sich um. Der Winter war vorbei und das Pflanzengrün bahnte sich seinen Weg ins Licht. Der Wind spielte mit den Wolken, die die Sonnenstrahlen wie Lichtlanzen durch sich hindurchfallen ließen, und öffnete hier und da große blaue Himmelsflecken. Es war eine schöne Welt, und Ignatz Wolf wollte sie von Herzen genießen.
Er ging den Weg, der durch einen Wald hindurch bis auf eine lichte Höhe führte, wo noch die letzten Schneereste des Winters lagen.
Er schritt langsam und bedächtig und freute sich an dem Wandel der Natur. Er war in Gedanken und schritt lange Zeit entspannt vor sich hin. All seine Sorgen, die ihn an diesen Ort geführt hatten, waren vergessen und er konnte endlich wieder einmal tief durchatmen. So achtete er nicht der Zeit, die verstrich und bald schon ging es in den Abend hinein. Die Welt um ihn herum wurde von Schritt zu Schritt dunkler.
Da kam er an einen Weg, der nach rechts abbog. Er folgte ihm. Dabei freute er sich, dass der Schnee ihm half, das letzte Tageslicht zu nutzen. Er warf das Licht zurück und schuf einen leuchtenden und den Wanderer einladenden Weg. Den ging er eine Weile entlang, bis er müde wurde und sich entschloss umzukehren.
