Organspende ja oder nein - Siegfried Ahlborn - E-Book

Organspende ja oder nein E-Book

Siegfried Ahlborn

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Beschreibung

Die Ethik des Menschen, das ist die Gesamtheit seiner sittlichen und moralischen Grundsätze, beinhaltet die unantastbare Würde des einzelnen Menschen. Aus dieser Ethik heraus dürfen wir mit dem anderen Menschen nicht alles tun, was er uns mit sich zu tun gestattet – zum Beispiel die Entnahme seiner Organe –, denn wir wissen nicht, ob er im ethischen Sinne weiß, was er tut, wenn er uns seine Zustimmung zur Organentnahme gibt. Wir müssen immer und ausschließlich nach der Ethik – und damit nach der unantastbaren Würde des einzelnen Menschen – handeln. Die Ethik des Menschen aber wird uns nicht mit der Geburt gegeben. Wir müssen sie erlernen, um mit ihr dem Abgrund des Unmenschlichen zu entgehen. Und ein Beitrag zur ethischen Bildung des Menschen im Blick auf die Entnahme seiner Organe möchte die vorliegende Schrift sein.

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Seitenzahl: 15

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Siegfried Ahlborn

Organspende ja oder nein

Was wir wissen sollten

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Organspende ja oder nein

Impressum neobooks

Organspende ja oder nein

Liebe Leserinnen und Leser,

aktuell möchte der Gesetzgeber, dass sich jeder Mensch offiziell entscheide, ob er als Organspender in Betracht kommt oder nicht. Dazu schicken die Krankenkassen Fragebögen an alle Versicherten. Aber vielen Menschen fällt die Entscheidung schwer, denn sie fühlen sich nicht ausreichend informiert. Zu Recht! Und deshalb ist es notwendig, auch einmal über die Problematik der Organspende zu sprechen.

Es ist hier aber nicht die Lebendspende gemeint, sondern die Organspende nach dem sogenannten Hirntod. Die Lebendspende ist mittlerweile zu einer unersetzbaren Hilfe innerhalb der Medizin geworden. Zu ihr gehören: die Blutspende, die Knochenmarkspende und die Spende beispielsweise einer Niere, wenn der Spender selbst noch am Leben bleibt.

Die Organspende nach dem sogenannten Hirntod hingegen ist etwas wesentlich anderes und wirft folgende Fragen auf: Bin ich geistig ausschließlich mein Gehirn, oder sind meine anderen Organe nicht vielleicht sogar noch wichtiger für meinen Geist und meine Seele? Warum trage ich meine Liebsten im Herzen und warum nagen Sorgen an meiner Gesundheit?

Warum wehrt sich der Körper so vehement gegen ein fremdes Organ und muss erst mit Medikamenten gefügig gemacht werden?

Warum war der Leichnam des Menschen früher unantastbar und eine Totenwache von drei Tagen vorgesehen?

Und nicht zuletzt: Was wäre aus der Menschheit geworden, wenn schon unsere Vorfahren – beispielsweise der „Neandertaler“ – Organe hätten verpflanzen können?

Das alles sind Fragen, die wir beantworten müssen, bevor wir die Verantwortung für unser Leben aus den Händen geben.