Die schwarze Wand - Siegfried Ahlborn - E-Book

Die schwarze Wand E-Book

Siegfried Ahlborn

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Beschreibung

... Sie hatten Sorge nicht schnell genug voranzukommen. "Was passiert mit all den Menschen", rief Frau Neumann verzweifelt." "Sie kommen nie wieder", antwortete ihr Mann. "Nie wieder?" Frau Neumann wurde es schlecht vor Angst und ihre Beine drohten zu versagen. Da hatten sie den Wald erreicht und Herr Neumann lief zielbewusst auf einen kleinen Felsen zu, der sich aus der Umgebung des Waldes hervorhob. Dort wartete er auf seine Frau und seinen Sohn. Unter dem Felsen befand sich der Eingang zu einer Höhle. Doch plötzlich war der Kapuzenmann wieder da. Und diesmal versteckte er sich nicht, sondern stellte sich ihnen in den Weg. "Halt", rief er und hob den Arm. "Blinder Mann, hier ist kein Weiterkommen." "Sind Sie wahnsinnig?" brüllte Frau Neumann. "Soll uns die Wand verschlingen?" "So ist es", bestätigte er kalt. Da geriet sie in Zorn und stürzte sich auf ihn.

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Seitenzahl: 16

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Siegfried Ahlborn

Die schwarze Wand

Eine Zukunftsvision?

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Die schwarze Wand

Impressum neobooks

Die schwarze Wand

Eva Maria Neumann stand auf der Höhe des Blumenhügels und schaute in die Sonne. Ihr Mann Johannes näherte sich ihr und legte seinen Arm um sie. Gemeinsam genossen sie die Aussicht und achteten nicht der schwarzen Wand, die sich von Westen her näherte. Ihr dreijähriger Sohn Markus spielte in einer Pfütze, die seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nahm.

Frau Neumann hatte ihr geblümtes Kleid angezogen und sah aus, als wollte sie mit ihren mütterlichen Rundungen und dem farbenfrohen Kleid die Frühlingswelt noch übertreffen. Ihr Mann war größer als sie, etwas schlanker und hatte leicht schütteres Haar. Seine Augen schauten ins Leere. Seit seiner Operation vor ein paar Jahren sah er nichts Äußeres mehr. Aber dafür hatte sich bei ihm ein anderes Wahrnehmungsorgan entwickelt. Ein Organ, mit dem man das Innere der Dinge sah. Das war die Zirbeldrüse, die beim Menschen im Zwischenhirn liegt und vor Urzeiten noch als Wahrnehmungsorgan gedient hatte. Diese Fähigkeit war ihr später verloren gegangen, und hatte sich jetzt bei Herrn Neumann neu gebildet.

Beide schauten also mit unterschiedlichen Augen in die Welt und über die Natur hinweg und begrüßten so den Frühling, der ins Land gezogen war.

Das wiederum schien einem Mann nicht zu gefallen, der sich seit geraumer Zeit in ihrer Nähe aufhielt und sie beobachtete. Er war hager, hatte dunkles, strähniges Haar und war noch relativ jung, wohingegen das Ehepaar Neumann mit dem dreijährigen Sohn, schon in der Mitte ihres Lebens stand.