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Mit fünfzehn Vorschlägen für eine feministische Erziehung wirft die Bestseller-Autorin Chimamanda Ngozi Adichie so einfache wie wichtige Fragen auf und spannt den Bogen zwischen zwei Generationen von Frauen. Chimamanda Ngozi Adichie, Feministin und Autorin des preisgekrönten Weltbestsellers ›Americanah‹, hat einen Brief an ihre Freundin Ijeawele geschrieben, die gerade ein Mädchen zur Welt gebracht hat. Ijeawele möchte ihre Tochter zu einer selbstbestimmten Frau erziehen, frei von überholten Rollenbildern und Vorurteilen. Alles selbstverständlich, aber wie gelingt das konkret? Mit ihrem Manifest ›Liebe Ijeawele. Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden‹ zeigt Chimamanda Adichie, dass Feminismus kein Reizwort ist, sondern eine Selbstverständlichkeit. Mit fünfzehn simplen Vorschlägen für eine feministische Erziehung öffnet sie auch den Blick auf die eigene Kindheit und Jugend. Die junge nigerianische Bestseller-Autorin steht für einen Feminismus, mit dem sich alle identifizieren können. Ein Buch für Eltern und Töchter. We should all be feminists!
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Seitenzahl: 48
Veröffentlichungsjahr: 2017
Chimamanda Ngozi Adichie
Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden
Chimamanda Ngozi Adichie hat einen Brief an ihre Freundin Ijeawele geschrieben, die gerade ein Mädchen zur Welt gebracht hat. Ijeawele möchte ihre Tochter zu einer selbstbestimmten Frau erziehen, frei von überholten Rollenbildern und Vorurteilen. Chimamanda Ngozi Adichie öffnet mit 15 konkreten Vorschlägen für eine feministische Erziehung auch den Blick auf die eigene Kindheit und Jugend und spannt so den Bogen zwischen zwei Generationen von Frauen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der großen jungen Stimmen der Weltliteratur. Ihr Roman ›Blauer Hibiskus‹ war für den Booker-Preis nominiert, ›Die Hälfte der Sonne‹ erhielt den Orange Prize for Fiction 2007. Insgesamt wurde ihr Werk in 37 Sprachen übertragen und sie steht auf der renommierten Liste der »20 besten Schriftsteller unter 40« des »New Yorker«. Für ›Americanah‹, von der »New York Times« zu einem der fünf besten Romane 2013 gewählt, erhielt sie den Heartland Prize for Fiction und den National Book Critics Circle Award. Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.
Zuletzt erschien im FISCHER Taschenbuch ihr Manifest »Mehr Feminismus!«, das weltweit Furore machte.
Anette Grube, geboren 1954, lebt in Berlin. Sie ist die Übersetzerin von Arundhati Roy, Vikram Seth, Mordecai Richler, Kate Atkinson, Monica Ali, Manil Suri, Richard Yates u.a.
Erschienen bei FISCHER E-Books
Die Originalausgabe erschien 2017 unter dem Titel ›Dear Ijeawele, or a Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions‹ bei Fourth Estate, London.
Für die deutschsprachige Ausgabe:
© 2017 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main
Coverabbildung: Lakin Ogunbanwo, www.lakinogunbanwo.com
Covergestaltung: buxdesign, München
ISBN 978-3-10-490542-6
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Für Uju Egonu.
Und für meine kleine Schwester Ogechukwu Ikemelu.
In Liebe.
Als mich vor ein paar Jahren eine Freundin aus Kindertagen, die zu einer brillanten, starken, sympathischen Frau herangewachsen war, bat, ihr zu sagen, wie man ein neugeborenes Mädchen feministisch erzieht, war mein erster Gedanke, dass ich es nicht wusste.
Es erschien mir eine zu große Aufgabe.
Aber ich hatte öffentlich über Feminismus gesprochen, und deshalb hielt sie mich wohl für eine Expertin. Im Lauf der Jahre hatte ich mich zudem um viele Babys in meiner Bekanntschaft und Verwandtschaft gekümmert; ich hatte als Babysitterin gejobbt und dabei geholfen, meine Neffen und Nichten zu erziehen. Ich hatte viel gesehen und gehört, und ich hatte noch mehr nachgedacht.
Um meiner Freundin zu antworten, beschloss ich, ihr einen ehrlichen und praktischen Brief zu schreiben, der zugleich als eine Art Landkarte für mein eigenes feministisches Denken fungieren sollte. Dieses Buch ist, abgesehen von ein paar veränderten Details, eine Version dieses Briefs.
Jetzt, da ich selbst Mutter eines reizenden kleinen Mädchens bin, ist mir klar, wie leichtfertig Ratschläge zur Kindererziehung gegeben werden, solange man nicht selbst vor der unglaublich komplexen Realität dieser Aufgabe steht.
Dennoch glaube ich, dass es moralisch dringend geboten ist, ehrlich darüber zu sprechen, wie man Kinder anders erziehen, wie man eine gerechtere Welt für Frauen und Männer erschaffen kann.
Meine Freundin antwortete mir, dass sie »versuchen« wolle, meine Vorschläge zu berücksichtigen.
Und wenn ich sie jetzt als Mutter erneut lese, bin auch ich entschlossen, es zu versuchen.
was für ein Glück. Und was für ein schöner Name: Chizalum Adaora. Sie ist so hübsch. Erst einen Tag alt, und schon schaut sie neugierig in die Welt. Was für eine außerordentliche Leistung es ist, ein menschliches Wesen in die Welt zu bringen. »Glückwunsch« kann es nicht annähernd ausdrücken. Auf deine Nachricht hin habe ich geweint. Du weißt ja, dass ich manchmal albern emotional reagiere. Bitte, glaube mir, dass ich dein Vorhaben – sie feministisch zu erziehen – sehr ernst nehme. Und ich verstehe, was du meinst, wenn du schreibst, in manchen Situationen weißt du nicht, wie eine feministische Reaktion aussehen sollte. Für mich ist Feminismus immer abhängig vom Kontext. Ich habe keine in Stein gemeißelten Regeln; meine beste Annäherung an eine Formel sind zwei »feministische Instrumente«, die ich dir gleich zu Beginn beschreiben will.
Das erste ist eine Prämisse, von der du ausgehst, ein fester, unbeugsamer Glaube. Wie sieht diese Prämisse aus? Deine feministische Prämisse sollte sein: Ich bin wichtig. Ich bin gleich wichtig. Nicht »falls«. Nicht »solange«. Ich bin gleich wichtig. Punkt.
Das zweite Instrument ist eine Frage: Kannst du X umkehren und erhältst trotzdem dasselbe Resultat?
