Looshaus in Lainz - 1912 - 2022 - PETER THOMAS SUSCHNY - E-Book

Looshaus in Lainz - 1912 - 2022 E-Book

Peter Thomas Suschny

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Beschreibung

Peter Thomas Suschny, zeigt seine persönlichen Erinnerungen und Beobachtungen über sein Leben im Haus Helene Horner, Architekt Adolf Loos und dazu seinen Heimatbezirk Hietzing. und die Grätzelumgebung Besonders beeindruckend die Fotos über seinen Wohnraum im Looshaus Er hat akribisch alles über den Bezirk zusammengesucht, recherchiert und zeigt seine sehr persönliche Sicht von Hietzing und der Grätzelumgebung.

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Seitenzahl: 193

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Thomas Peter Suschny © Ernst-Georg Berger

1975-Peter, Dinah und Eva Suschny

DANKSAGUNG AN ALLE ERMÖGLICHERINNEN UND ERMÖGLICHER

Atzler Karl, „Alles für Küche, Wohnung, Werkstatt und Garten“ in 1100 Wien über das Geschäftslokal „Atzler Eisenwaren“ seines Cousins Josef Atzler in der Speisinger Straße 29 und dessen Nachfolger Ernst Schaffranek, www.atzler.at

Biwald Mag. Stephen ASV 13 Sportsekretär, 1130, Linienamtsgasse 7, http://asv13.at

Beinhart Stefan A., RDW Renault Leopoldau und Renault Währing im Auftrag von Josef Dvorak, ehemalige Garage Schönbrunn, Renault-Fachhändler

Beresin Ilan, Regierungsrat, Kulturzeitschrift David für Fotos zur Neuen-Welt-Synagoge in Wien Unter St. Veit https://davidkultur.at/neue-welt-synagoge

Berger Ernst-Georg Danke für Foto und Bericht in der Bezirskzeitung

Bousska Professor Hans Bezirksmuseum Meidling mit einem Buch über Kinos und Theater in Wien, 1120, Längenfeldgasse 13-15, www.bezirksmuseum.at

Brezina Friedrich F. zum 100. Todestages des Sozialutopisten Josef Popper-Lynkeus am 22. 12. 2021 nachdem die Lynkeusgasse in Speising benannt ist https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/vermessungen/2131630-Konstrukteur-einer-Sozialutopie.html

Burmann Werner, Liegenschaftsbesitzer Wien 13, Speisinger Straße 19 (der Kontakt wurde mir dankenswerterweise vom Streetwork-Jugendtreff 13, Speisinger Straße 19 vermittelt) mit Fotos von diesem Gebäude, wo auch ein zweites Lokal des Gasthauses „Schlusche“ (13, Speisinger Straße 2, seit 2000 Gasthof Waldtzeile) untergebracht war;

Bürgmann Peter, Fotograf und Fotosammler mit vielen tollen Vergleichsansichten einzelner Orte im benachbarten 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing (Hietzing und Penzing waren bis 1938 ein großer Flächenbezirk, z. B. befand sich das 1972 geschliffene Hietzinger Bad in 1140 Wien, Hadikgasse 128, bei ihm findet sich ein Foto dazu)

Dostal Mag. Dr. Thomas VHS Archiv Foto von der VHS 1130 Wien, Hofwiesengasse 48 Ekl Dr Ludwig, Eklconsult GmbH für jede Menge Fotos über Straßenbahnen in Hietzing

Gröger Sabine, S-Bausparkasse, die mir aufgrund eines Fotos von einem Bausparer-Magazin 1988 den Hinweis gegeben hat, dass der Baumeister Lugner den Umbau getätigt hat (Einkaufspassage Ober St. Veit), www.s-bausparkasse.at

Goldnagl, Lorenz und Bonelli, Armin Hietzing.at für eine Einschaltung auf ihrem Onlineportal für eine Gartenführung beim Haus Horner am 9. 10. 2021

Hautmann Rudolf Peter, Architekt, und

Hautmann-Kiss Klara, Architektin, Bühnenbildnerin und Malerin, die uns gleich 1972 ein Buch geschenkt haben, das 1970 zum 100. Geburtstag von Adolf Loos in der damaligen CSSR, der Vorgängerin der Tschechischen Republik erschienen ist, wo der 1933 verstorbene Architekt geboren ist. Der Architekt und Kunsthistoriker und seine Gattin haben uns gleich 1972 ein Buch geschenkt, zum 100er von Adolf Loos 1970: Mihály Kubinszky, ein schlicht gestaltetes Buch mit grauem Einband und auf einem roten Feld steht nur in schwarzer Schrift „AL“. Erschienen bei Henschel Verlag in Berlin (Ost) 1970, interessanter erster Überblick des Oeuvres des Brünners.

Hoffmann & Krump Isabell & Michael, 1130 Auhofstraße 186 Das Hackinger ehemaliges Café Tiroler Alm, vormals Café Auhof, https://wirtshaus-hackinger.at

Holzapfel Mag. Dr. Josef, www.1133.at – das Studium seiner wertvollen Recherchearbeiten lieferte sehr viel wichtigen Input, sicher interessant für jede Menge weiterer Literatur und auch käuflicher Bücher über vor allem Ober St. Veit (Sutton-Verlag, Morawa)

Jaritz Agnes, Assistentin der Geschäftsleitung, Foto der Firma Wiesbauer am alten Standort in Unter St. Veit-Auhofstraße 25, www.wiesbauer.at

Kainz Franz, Wienerwald Restaurants für Fotos des legendären Biergartens in 1120, Schönbrunner Schloss-Straße 13, wo wir oft bei schönem Wetter zusammengesessen sind, zuletzt noch 2011, www.wienerwald.at

Kleiner Andreas, Schulkamerad 1974/75, der als Kind in der Elisabethallee nahe FLAK-Kaserne Küniglberg bzw. ORF Zentrum (gebaut 1968 – 74) gewohnt hat

Klement Gabriele Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Konzernkommunikation für Fotos ehemalige Filiale Ober St. Veit, Hietzinger Hauptstraße 172 mit dem dazugehörigen Werbefresko „Mein Ober St. Veit – meine Bank“, www.raiffeisen.at

Magistra Silke Kobald Bezirksvorsteherin für Hietzing

Kotinsky Martin, Öffentlichkeitsarbeit MA 44 Wiener Bäder für Fotos vom Theresienbad und Hietzinger Bad

Liebhart Mag. Heide Bezirksmuseum Liesing Archivleitung und Stellvertretende Museumsleitung mit einem Foto der ehemaligen Zentrale der D. Coundé Putzerei in Atzgersdorf, die auch in Lainz eine Filiale betrieben hat und beim letzten Besuch konnte ich mir noch eine Preisliste der legendären „Erich Klein Modellbahn“ in der Gatterederstraße 4 mitnehmen www.bezirksmuseum.at

Lugner Baumeister Kommerzialrat Ing. Richard, der 1986/87 das ziemlich verwahrloste Objekt Hietzinger Hauptstraße 145 bzw. 147 „Einkaufspassage“ Ober St. Veit umgebaut hat, Liebert Raimund Österreichischer Vertreter der Wikipedia-Internet-Enzyklopädie Danke für unzählige Fotos

Machreich Mag. Wolfgang Wikimedia Österreich – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens, , freier Autor und Journalist mit einem Artikel im „Extra“ der Wiener Zeitung vom 16./17. 10. 2021 zum 100. Jahrestag des Restaurationsversuchs von Kaiser Karl in Ungarn, aus dem ich ableiten konnte, dass die im Grundbuch unseres Hauses für die Jahre 1916/17 eingetragenen Frau Emilie Lehár tatsächlich die Gattin des Verteidigungsministers 1921, GM Antál Baron von Lehár gewesen ist https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/geschichte/2124342-Kaiser-Karls-Putschbesuch.html

Marschall Renate, 1130 Wien, privat mit einigen schönen Fotos von Hietzinger Geschäften und Lebensmittelmarken aus den 1940er und 50er Jahren (aufgrund meines Inserates im Bezirksblatt)

Maurer Mag. Andreas Bezirksmuseum Penzing, mit Fotos vom Baumgartner Bad und dem Gasometer in Baumgarten, 1140, Penzinger Straße 59, www.bezirksmuseum.at

Moritz Maria, mit der Geschichte von Maria Horner, die eine 1906 geborene Verwandte von Helene Horner gewesen ist, die sie persönlich von ihr gehört hat – diese Frau Horner hat die Schoah überlebt und war die Klavierlehrerin der 1949 geborenen Dame in den 1960er Jahren

Moser Joachim, ÖAMTC Clubgeschichte und Archiv für Fotos des bis Ende der 1980er Jahre existierenden Technischen Stützpunktes und Reisebüro Touring Center West in 1140 Hadikgasse 128 (der viel größere Stützpunkt in der Hadikgasse 220 wurde erst zwischen 2017 und 2020 gebaut und am 30. 11. 2020 statt dem früheren Stützpunkt in 1150 Wien, Schanzstraße 30 eröffnet); www.oeamtc.at

Musil Diplomfeldmeister Peter Österreichischen Pfadfinderbund mit Fotos über das ehemalige Heim der VIII. Kolonne in Wien-Schönbrunn, Finsterer Gang; www.pfadfinderbund.at

Neichl Prof. Magistra Brigitte Bezirksmuseum Fünfhaus, 1150, Rosinagasse 4, mit einem Foto der früheren Wienzeile Remise und einer Vitrine mit Devotionalien der Fima Bally Schuhe AG Österreich, den Vorbewohnern unseres Hauses 1950 – 1971, www.bezirksmuseum.at

Petz-Grabenbauer Magistra Dr. Maria, arbeitet an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ihr Artikel über die damals knapp dem Abbruch entgangene Klimt-Villa, Gustav Klimts letztes Atelier 1912 – 1918 in der Feldmühlgasse 11 erschienen2002

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/oesterreich/183121_Heiliger-Fruehlingin-Sankt-Veit.html?em_cnt_page=1

Platt Dr. Margarete Bezirksmuseum Hietzing, 1130, Am Platz 2, für die Hilfestellung bei Hietzinger Themen, www.bezirksmuseum.at

Raddatz, DI Jürgen, Architekt, der mir einige wichtige Quellen über das gesamte Werk von Adolf Loos genannt hat. www.architekt-radatz.at

Rainer Sandra Morawa Holding, Assistentin der Geschäftsleitung und

Rick Wolfgang, Geschäftsführer, Hackinger Straße 52 über die Vorgänger, die dort gestanden sind, das Gasthaus zum Deutschen Orden und eine Mühle, „Lederey“, also vermutlich eine Färberei, wie sie nicht so selten am Wienfluss gewesen sind, so wie auch Winkler & Schindler in Ober St. Veit, www.morawa.at

Reichlin-Meldegg Baron Mag. Georg schreibt in seinem Werk „General und Parzival“ über seine Vorfahren und Bewohner des Hauses Nothartgasse 7 (1916/17), Frau Emilie und Generalmajor Baron Antál (Anton) von Lehár, Verteidigungsminister von Kaiser Karl I 1921

Reisner Dr.Andrea, Wiener Zeitung Zeitreisen für die Erwähnung meiner geplanten Festschrift und Weiterleitung von Mails von Menschen, die bereit sind, mitzuhelfen

Ressl Helga Fleurop Blumenversand Österreich, Fotos der ehemaligen Fleurop-Zentrale Vitusgasse, www.fleurop.at

Rill Mag. Dr. Hofrat Robert, Archivdirektor, Leiter der Abteilung Kriegsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs, der mich darauf hingewiesen hat, dass der Bewohner unseres Hauses 1916/17 kein Herr Lahar gewesen ist, sondern eben Anton (Antál) Lehar gemeint sein muss.

Rukschcio DI Burkhardt, der 1982 ein Kompendium über Adolf Loos herausgegeben hat und das wir besitzen

Sabo Aranka, meine Freundin, mit zahlreichen Fotos vom Haus 2021

Seidl Diplomingenieurin Sabine, Öffentlichkeitsarbeit der Umweltberatung Wien, die von 1988 – 2003 in Wien 13, Speisinger Straße 19 gewesen ist. www.umweltberatung.at

Siegfried Sebastian Direktor, Parkhotel Hietzing, der uns ermöglichte, die Bijou Bar zu fotografieren, wo ich auf Schulbällen getanzt habe und auch einige Zeit außerhalb der Ballsaison hingegangen bin. https://www.austria-trend.at/de/hotels/parkhotel-schoenbrunn

Siegl-Kumpan Bettina, Chefsekretariat Lugner City Verwaltung. www.lugner.at

Sinnmeyer Mag. Eva, Historisches Archiv der Österreichischen Post- und Telegrafenverwaltung für ein Foto vom alten Postamt 1134, 1130, Speisinger Straße 22 vom Schalterraum aus ca. 1986

Templ Dr. Stephan Architektur-Historiker, Tschechien und Wien für die Informationen über die Bewohnerfamilien des Hauses Nothartgasse 7 zwischen 1912 und 1971. https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Templ

Walitsch Erich, den ich seit einer gemeinsamen Jochen-Rindt-Ausstellung 1990 kenne, hat mir mit Fotos von Jochen Rindts Spuren in Unter St. Veit geholfen, er hat seine Homepage der Tochter des Rennfahrers Natascha Rindt zur Verfügung gestellt

Weber Michael Gasthaus Karl Stephan; über das seiner Familie gehörende ehemalige Lokal Auhofstraße 228 (könnte gepachtet und neu geführt werden)

Weishar Wolfgang Feld- und Industriebahnmuseum 3183 Freiland, vormals 1130 Spohrstraße bzw. Bossigasse 15, www.feldbahn.at

Weihs Ernst (1. 6. 1922 – 26. 10. 2014), Vaters Cousin mit zahlreichen Fotos vom Haus innen 1972

Walter Wendt Maxingstüberl,1130, Maxingstraße 7, Jochen Rindts Stammbeisel, Inhaber und Retter dieses schönen Lokals schon seit mehr als 200 Jahren nach einer Insolvenz und trotz Corona-Sperren, wo wir innen fotografieren durften. www.jochenrindt.com

Weißmann Prof. Heinz über die Geschichte der Internationalen Begegnungsstätte Hörndlwald;

Werfring Dr. Johann, Wiener Zeitung Historiker mit einem Artikel „Museumsstücke - Flugplatz im Schlosspark Schönbrunn“ 2009 in der damaligen wöchentlichen Radioprogrammbeilage. https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Werfring

Wiesbauer Wurstwww.wiesbauer.at

Winter Michael, Amtsbibliothek der Landespolizeidirektion Wien (vermittelt von Herrn Landespolizeigeneral a. D. Karl Mahrer, dessen Mutter Frau Doris Mahrer - 1930 – 2016 die Lebensgefährtin meines Onkels DI Harry Pistol, 8. 6. 1920 – 16. 1. 1983 gewesen ist) mehrere Fotos über die alte Lainzer Straße

Zabini Carina, Architektin, für die Ermöglichung von einem Aufruf und einer Vorführung im Jänner 2022 im Grätzelverein. www.weitblick.space

Zorga Georg Restaurant „Bunt“ als Nachfolger von Frau Emmy Zorga, die das Vorgängerlokal „Alte Weinhütte“ 1981 – 2011 betrieben hat – Vorgänger war die Farbenhandlung „Pfeiffer“, selbe Familie, daher der Namen „Bunt“- Hietzinger Hauptstraße 162. www.bunt.at

Haus Helene Gartenblick aufs Haus von der Sauraugasse

1972 Gartenblick mit vollem Veitschi-Bewuchs schmale Hausseite Richtung Osten

1972 Hauseingangsblick vom Westen

1972 Otto Suschny beim Fensterstreichen

Inhaltsverzeichnis

110 JAHRE HAUS HORNER 2022 – 50 JAHRE IM BESITZ DER SUSCHNYS

WIE WIR ZUM HAUS HORNER GEKOMMEN SIND

EINIGE BESICHTIGUNGEN UND WIE WIR ZUM HAUS HORNER GEKOMMEN SIND

UND DANN ENDLICH AM ZIEL – MIT MAMA DIE „ERSTBESTEIGER“ UNSERES FAMILIENDOMIZILS

DIE WECHSELHAFTE GESCHICHTE DES HAUSES HELENE HORNER

EINE ANDERE UND SEHR KONTRÄRE DARSTELLUNG ZUR FAMILIE HORNER

GESCHLOSSENE ODER ÜBERNOMMEN FIRMEN, KINOS UND TANKSTELLEN

GESCHÄFTE ALLER ART – SEINERZEITIGE & AKTUELLE NUTZUNG – NAHE UMGEBUNG VON HIETZING

GESCHÄFTE ALLER ART – SEINERZEITIGE & AKTUELLE NUTZUNG – HIETZING UND NAHE UMGEBUNG

GESCHÄFTE ALLER ART – SEINERZEITIGE & AKTUELLE NUTZUNG – HIETZING UND NAHE UMGEBUNG

GESCHÄFTE ALLER ART – SEINERZEITIGE & AKTUELLE NUTZUNG - HIETZING UND NAHE UMGEBUNG

110 JAHRE HAUS HORNER 2022 – 50 JAHRE IM BESITZ DER SUSCHNYS

(im November 1971 gekauft)

Adolf Loos (10. 12. 1870 – 23. 8. 1933)

zitiert aus Wikipedia

Jugend und Ausbildung

Adolf Loos wurde in Brünn 1870 als Sohn des Steinmetzen und Bildhauers Adolf Loos (1831–1879) geboren, von dem er nicht nur seine künstlerische Begabung, sondern auch seine Schwerhörigkeit erbte. Nach dem frühen Tod des Vaters führte seine Mutter, Marie Loos, den Steinmetz-Betrieb in der Friedhofgasse in Brünn weiter. Ab 1880 wechselte Adolf Loos mit schlechten Sittennoten von Gymnasium zu Gymnasium. Am Stiftsgymnasium Melk etwa blieb er nur ein Jahr, aufgrund schlechtester Noten in Zeichnen und Betragen weigerte man sich dort, ihn erneut aufzunehmen. Nach dem Besuch der k.k. Staatsgewerbeschule in Reichenberg, Böhmen, ab 1885 schloss er 1889 die k.k. deutsche Staatsgewerbeschule in Brünn mit der Matura ab. Danach studierte er, vom Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger unterbrochen, 1890 bis 1893 an der Hochbauabteilung der Technischen Hochschule in Dresden, nachdem er zuvor kurze Zeit an der Akademie für angewandte Kunst Wien studiert hatte. Während seines Studiums wurde er 1891 Mitglied der Burschenschaft Cheruscia Dresden, aus der er 1892 jedoch wieder austrat.

WIE WIR ZUM HAUS HORNER GEKOMMEN SIND

Mein Name ist Peter Thomas Suschny, ich bin der Jüngste unter drei Kindern des Ehepaars Dr. Otto (28. 8. 1924 – 25. 2. 2021) und Kitty Sophie Suschny, geborene Pistol (25. 11. 1924 – 3. 11. 2019).

Bevor ich am 26. 3. 1962 geboren wurde wohnten meine Eltern einige Jahre mit ihren beiden Töchtern Eva-Ruth (* 16. 6. 1957) und Dinah-(Lisa) (* 2. 9. 1960) in einer Gemeindebauanlage der Stadt Wien am Fuße des Schafbergs in 1180 Wien, Crzartoryskigasse, ehe Papa, weil er dann schon rund vier Jahre bei der IAEA-Atombehörde beschäftigt war, besser verdiente und daher eine neue Wohnung mit seiner Familie in 1060 Wien, Loquaiplatz 3/1/4 erworben hat. Diese gehört der Wiener Sozialbau, denn da war dann die Familie schon fast 5-köpfig und eine rund 30 m2Wohnung war auf Dauer zu klein – das war im September 1961 rund ein halbes Jahr vor meiner Geburt.

Diese heuer 2021 60 Jahre alte Anlage war lange Zeit sehr attraktiv und ist heute durch die Tatsache, dass sie seit Mitte der 1980er Jahre in einer Wohnstraße steht, durchaus wieder sehr schön und wohnlich, da wir genau an einem kleinen Park mit Sandkiste auf einem von Sitzbänken gesäumten Spielplatz wohnten, daneben war eine Wiese, die zu Zeiten, als es noch keine Hundezonen gegeben hat, gerne von den Vierbeinern genutzt wurde und dahinter war Richtung Norden ein Weg zum Durchgehen von der Königsegg-Gasse kommend über den Platz und dahinter ein damals üblicher Käfig, wo einerseits Jugendliche von der nahen Hauptschule (Loquaiplatz Haus 4) Fußball spielen konnten, als auch (da kaum ältere Schüler am Samstagnachmittag dort waren) ich im Juni 1968 Fahrrad fahren gelernt habe.

Sollte wer Wert auf prominente Menschen legen: unser Wohnungsnachbar war 1961 – 1970 der österreichische Schauspieler, später Schauspiellehrer Sieghardt Rupp (14. 6. 1931 – 20. 7. 2015) mit seiner dreiköpfigen Familie und der legendäre Rapid-Wien-Spieler Johann Krankl (* 14. 02.1953) – einer der „Helden von Cordoba 1978 “ besuchte die Hauptschule nebenan und zerriss sicher das eine oder andere Paar Schuhe im „Käfig“ vor dieser Grundausbildungsanstalt für 10 bis 14jährige im Park, also so ein Beton- oder Kiesplatz, wie sie damals üblich waren – ohne Tore und Netze, aber eben wie ein Tiergehege umzäunt, damit kein Ball auf die Fahrbahn dazwischen geriet.

Später, bevor wir ausgezogen sind (mangels eigenem Platz wurde die Sandkiste leider als Hunde-WC missbraucht) und mir der Spielplatz nicht nur zu klein wurde, sondern zu laut (das Lieblingsspielzeug vieler Kinder damals waren unglücklicher Weise diese furchtbar lauten mit Papierstreifen ausgerüsteten Knallpistolen). Ich ging dann die Jahre ab 1969/70 öfters in den nur 10 – 12 Gehminuten entfernten Esterházypark. Dort steht auch ein Weltkriegsbunker aus 1940, seit 1958 das „Haus des Meeres“ und diese Grünanlage ist sicher dreimal größer als der Loquaipark und daher ein Paradies für einen Volksschüler, der gerne Fahrrad gefahren ist.

Für meine Eltern wurde die Gegend deshalb immer unattraktiver, da nicht nur vor der Zeit der Wohnstraße der ruhende Verkehr erst dann keine Belastung mehr war, wenn er stillgestanden und der Motor abgedreht war. Die Massenmotorisierung in einem Bezirk mit wenig Neubaubestand und daher wenig Autostellplätzen in den Häusern führte dazu, dass ständig Motoren aufheulten, Menschen Runden gefahren sind, um einen Abstellplatz zu finden und beim Aussteigen mit den Autotüren gedroschen wurden. Ausschlaggebend: der unter unserer Wohnung befindliche Pelzgroßhändler und Kürschner Robert Herzlinger (RH) ist einige Jahre auf das Eckhaus Nummer 1 gezogen, es wurde für meine Eltern einfach zu laut. Statt RH war dann unter uns eine Firma, die vermutlich (ich war ja noch ein Volksschüler und kannte das gar nicht) eine Art Rechenzentrum hatte, weil dort immer Maschinen in der Nacht und gar nicht so leise gelaufen sind (entweder ein Notstromaggregat oder sorgten einige Ventilatoren für die notwendige Kühlung ) und gibt es die lustige Begebenheit, dass Papa einmal nur im Pyjama und Schlafrock unterwegs hinunter gegangen ist, schaute, ob er wen dort erreichte und einem diensthabenden Polizisten dahingehend überzeugen konnte, dass ein Einbrecher ja kaum so bekleidet ist und er als Anrainer nur um Linderung des Lärmpegels anfragen wollte.

Wir mussten fast zwei Jahre lang suchen, ehe wir per Zufall auf ein kleines, feines (da in einer sehr ruhigen Wohngegend gelegen) und damals 60 Jahre altes Haus des berühmten Architekten gestoßen sind, wie uns schon bald ein befreundetes Architektenpaar freudenstrahlend erzählte und uns beglückwünschten. Es wurde 1910 – 12 für eine eben erst im Jänner 1910 zur Witwe gewordenen jüdischen Bankiersgattin mit drei Kindern gebaut.

Die Errichter der Siedlung „Wiener Flur“ Rudolf Peter Hautmann und Klara Hautmann-Kiss (gemeinsam mit Friedrich Rollwagen und „Projektbau“) 1978 – 80 in Liesing an der U-Bahn-Linie U 6 Endstation Siebenhirten gelegen, stellten sich mit einem aus Osteuropa stammenden Buch zum 100er vom Adolf Loos 1970 ein, da er ja ein aus Brünn stammender Alt-Österreicher war und heute sind beide Länder stolz auf diesen prägenden Architekten, der in diesen beiden Staaten das meiste seines großartigen Oeuvres erbaute.

Meine Eltern Dr. Otto Suschny und Kitty Sophie Suschny geborene Pistol

1979 April Eva-Ruth, Dinah-Lisa und Peter Thomas Suschny

1979 April Dinah Suschny während Kirschblüte

1972 PTS mäht die Wiese

1990 Eva Suschny mit Neffen Joachim und Tochter Daliah

1990 Enkelin Daliah Dombrowski mit Opa Otto Suschny

1983 Otto Suschny mit Tochter Eva vor Auto vom Cousin DI Albert Pistol (1962-1991))

1972 Kitty Suschny unterm Kirschenbaum bei entspannter Lektüre

1980 Peter Suschny am Balkon

EINIGE BESICHTIGUNGEN UND WIE WIR ZUM HAUS HORNER GEKOMMEN SIND

Es ging also dann im Laufe des Jahres 1970 los, dass Papa die Zeitung studierte und Mama, da sie sich nach der Geburt ihres ältesten Kindes von der Erwerbsarbeit zurückgezogen hat, alle jene Besichtigungstermine wahrgenommen hat, die nicht am Wochenende möglich waren und das waren gar nicht so wenige - Mama hatte erst wieder viel später, ab 1974 und bis ins Pensionsalter 1995 immer bei einer großen und internationalen Fundraising-Aktion, dem UNWG Bazaar der UNO-Frauengilde mitgeholfen, da war genug zu tun. Vieles von diesem Ehrenamt ging von daheim aus übers Telefon und ich hatte immerhin das erste Dutzend Lebensjahre hinter mich gebracht und konnte das meiste selber tun, dass ich generationsbedingt noch nicht so richtig zum Selberkochen erzogen worden bin, haben aber sowohl ich, als auch die Kücheneinrichtung überlebt, außer dass laut Mama „Hinter dir immer die ganze Küche pickt“ – aber keine Küche ist je in Brand geraten und das einmal ein Topf durch Anbrennen völlig unbrauchbar wurde, gelang mir erst im Sommer 1981, Papa und ich waren alleine zu Hause und ein Tiefkühlsauce-Block für Spaghetti, der leider nicht in der Früh aus dem Gefrierfach genommen wurde, war die einzige mir in Erinnerung gebliebene kleine Katastrophe – falls es schon Mikrowellen gab, bei uns nicht. Papa war zwar als Atombehörde-Mitarbeiter unerschrocken in Punkto Kernreaktoren, aber lange hatte er Angst vor unserem schönen Gästegeschirr, weshalb es ja auch erst seit 1976 einen Geschirrspüler gab – dafür half er bei großen Einladungen artig Mama mit beim Abwasch. Zurück zum Haussuchen: wie bei meiner ersten eigenen Wohnung 1989 habe ich auch noch in Erinnerung, dass die Haussuche ein wohl geplantes und nicht ein „Locker-vom-Hocker“-Unterfangen war, immerhin hatten wir fünf Suschny-Leute schon alle gewisse Vorstellungen, auch wenn Papa und Mama selber noch gelegentlich an eine große Wohnung in einem Außenbezirk dachten, kristallisierte es sich immer mehr heraus, dass es dann doch ein Haus mit Garten werden würde.

Ich erinnere mich aber nur an wenige Häuser, kaum eine Hand voll. In Wahrheit waren es aber sicher um die 40 Besichtigungen, ehe wir das richtige Objekt entdeckten: eines war im 10. Bezirk, ein rund ein Jahrzehnt altes, aber schon teilweise feuchtes Haus, denn Papa schaute sich immer alles genau an und entdeckte einen Fleck am Plafond der Küche, was auf mindestens eine undichten/s Balkon/Dach hingewiesen hat und Mama hatte in Erinnerung, dass „Sindelar“, nachdem die Gasse benannt wurde, ein legendärer Fußballspieler des sogenannten Wunderteams des Hugo Meisel in ihrer Kindheit ab 1924 gewesen ist, der ansonsten neben dem Nationalteam vor allem bei der Wiener Austria kickte. Ein Haus war dort, wo mein Lieblingsverein „Rapid“ spielt, ein Garten oberhalb der Baumgartner oder Hütteldorfer Straßenbahn-Kehrschleife (also 52er oder 49er), ich habe nur noch einen eher steilen Garten in Erinnerung. Also 14. Bezirk. Einmal ums Eck des Haus Horner in der Veitingergasse, eher laut durch die nahe S 80 – Verbindungsbahn. Ob und wann wir was im 18./19. Bezirk gesehen haben, habe ich überhaupt keine Erinnerung, einmal schauten wir spontan mit einem befreundeten Ehepaar auf den Küniglberg (auch 1130) in die Konrad-Duden-Gasse und war das noch ein unbebautes Grundstück. Diese Leute waren ein Wiener Architekten-Ehepaar, die wohl immer nebenbei gesucht haben, denn zu allen ihren in Wien realisierten Bauten haben sie selber 1963 ein markantes und mit viel Glas gebautes Haus am Sonnenweg am Wolfersberg bewohnt, das für bis zu vier Familien geeignet ist. Das Grundstück am Küniglberg dürfte ihnen aber zu teuer oder zu steil gewesen sein, ich kann mich nur erinnern, dass das Ehepaar aus der Architekten-Branche, Klara Hautmann-Kiss und Rudolf Peter Hautmann wohl später genau ihre Traumimmobilie in Michelhausen im Tullnerfeld gefunden hat, das war ein alter ehemaliger Bauernhof mit Ausbau-Potential, Mama meinte später, dass es vielleicht die Idee gegeben hat, dass dort künftig Familien von Kernkraftwerksmitarbeitern wohnen könnten, denn wir waren im Jahre 1974 sogar zweimal dort auf Besuch und das später 1978 abgelehnte Erste Österreichische Atomkraftwerk in Zwentendorf war von dort nicht weit entfernt. Wir blieben aber bis zum Tod von Frau Kiss-Hautmann 2000 immer in gutem Kontakt, das erste Buch über Adolf Loos wurde uns von dem Ehepaar geschenkt und hätte der Witwer nicht bald nach den Philippinen ein zweites Mal geheiratet, hätten wir mehr Kontakt gehabt, er selber ist dann 2013 gestorben, aber zu Weihnachten schrieb man sich gegenseitig immer Grüße. Dieses Buch erschien 1970, zum 100. Geburtstag von Adolf Loos.