Mohn an meinen Wegen... - Inga Anderson - E-Book

Mohn an meinen Wegen... E-Book

Inga Anderson

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Beschreibung

In ihrem Roman beschreibt Inga Anderson fast zärtlich ihre Eindrücke von Kreta. Sie erzählt gefühlvoll von einer großen Liebe und von dem Leid, das dieses Glück begleitet. Sie veranschaulicht ergreifend, in dieser Trauer von Freuden aufgefangen und getragen zu werden. Inga durchlebt mit ihren Figuren alle Höhen und Tiefen. Beim Schließen der Augen sieht man alles vor sich, die geschichtsträchtigen Fleckchen der Insel, die alten Gassen von Rethymnon, das Rauschen des Meeres und man riecht die köstlichen Gerichte der traditionellen griechischen Küche.

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Seitenzahl: 249

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Mohn an meinen Wegen

Ich wollte alles so gerne festhalten…!

Roman von

Inga Anderson

Impressum

© 2019 Inga Anderson

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, Hamburg

ISBN

Paperback

978-3-7497-0458-3

Hardcover

978-3-7497-045905

e-Book

978-3-7497-0460-6

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Einem Kind,das die Dunkelheit fürchtet,verzeiht man gern,tragisch wird es erst,wenn Männer das Lichtfürchten!

Platon

Mohn an meinen Wegen…

Ich wollte alles so gerne festhalten…

Liebe Leserinnen und Leser, entspannen Sie sich und lassen Sie die wunderschöne vielfältige Landschaft der Insel Kreta vor Ihrem geistigen Auge vorüberziehen. Dieses kleine Paradies mit den feinsandigen Stränden, den Palmen, den kulturellen Schönheiten, bis hin zu den Weißen Bergen und den kulinarischen Genüssen der griechischen Küche.

In diesen „Garten Eden“ bettet Inga Anderson die Handlungen des Romans „Mohn an meinen Wegen“. Gefühlvoll schildert sie ihre Erinnerungen an die Aufenthalte auf Kreta und erzählt von einer großen, nicht alltäglichen Liebe, die sie dort fand. Aber auch von dem Schmerz, als sie von diesem Mann Abschied nehmen muss. Sie veranschaulicht ergreifend das selten gewordene Glück, in dieser Trauer und Aussichtslosigkeit von Freuden aufgefangen und getragen zu werden und lässt uns ermessen, was Einsamkeit bedeutet.

Die Autorin beschreibt ihre Romanfiguren so hinreißend, dass der Leser sich genau vorstellen kann, wie sie aussehen, fühlen, ja dass sie sogar unter uns weilen. Die guten Freunde, besonders der quirlige Angelo, Lars und auch Jassy, sowie der Mann ihrer Liebe Geórgios, stehen durch Ingas bildhafte Erzählungen mit dem Leser im Dialog. Durch die anschaulichen Schilderungen der jeweiligen Figuren sind sie nicht leblos auf das Papier des Buches gebannt, nein, sie präsentieren sich real und lebendig. Und wenn man genau hinhört, so vernimmt man die sonore Stimme von Angelo, wie er lacht und weint. Er scheint der Liebling von Inga zu sein, denn ihm widmet sie eine breite Plattform. Da er äußerst temperamentvoll durch diesen Roman wirbelt, wird er mittels seiner „deftigen“ Weltanschauungen gewiss zum Liebling der Leserinnen und Leser werden.

Mit der Reise durch diesen Roman, lässt Frau Anderson uns teilhaben an dem tiefgründigen Gedankenaustausch ihrer Protagonisten und sie versteht es grandios, Freud und Leid zu schildern. Sie bindet ihre Figuren in autobiografische Passagen ein und durchlebt so mit ihnen alle Höhen und Tiefen. Vielleicht können auch Sie mit den Akteuren leben, lachen und vielleicht auch leiden, so wie es Inga erging.

Frau Anderson verfügt über einen humorvollen, flippigen Schreibstil und eine gute Beobachtungsgabe.

Lassen Sie sich entführen in das einmalige Flair der Insel, die nach der griechischen Mythologie der Geburtsstätte Zeus zugeschrieben wird. Genießen Sie die geschichtsträchtigen Fleckchen von Kreta, die romantischen alten Gassen von Rethymnon, das Rauschen des Meeres und der von Knoblauch geschwängerte Wohlgeruch der köstlichen Gerichte steigen dem Leser in die Nase.

Wer Kreta mit seiner vielfältigen Landschaft schon einmal besucht hat, wird Ingas Liebe zu dieser Insel verstehen.

Die Lebensweisheiten der alten griechischen Philosophen begleiten den Leser durch dieses Buch. Trotz der für uns gewöhnungsbedürftigen Ausdrucksweise dieser Zitate, vermitteln sie dem modernen Menschen noch heute eine tiefgründige Weisheit. Einige der alten Leitsätze regen sicherlich den einen oder anderen zum Nachdenken an und vielleicht haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, das große Glück und diese Philosophien schenken Ihnen einen neuen Blick auf ein erkenntnisreiches Leben!

Inga Anderson schreibt in einer leichten und modernen Form, so wie Menschen im Alltag kommunizieren.

Die einzelnen Kapitel lassen Humor und Spannung nicht vermissen.

Alles Verstaubte ist ihr fremd!

Ich habe keine Zeit mehr,absurde Menschen zu ertragen,die ungeachtet ihres Altersnicht gewachsen sind!

Zitat aus: „Meine Seele hat es eilig“

Mario de Andrade

Inga Anderson lebt in Süddeutschland

Sie arbeitet unter

einem Pseudonym

Folgende Bücher sind im tredition-Verlag erschienen:

Band 1: Gehen wir zu dir oder zu mir…?

Illusionen

Band 2: Gehen wir zu dir oder zu mir…?

Emotionen

(August 2019)

In diesen Kurzgeschichten berichtetInga Anderson humorvoll, mit einemkleinen Schmunzeln auf den Lippen undeiner Prise Ernst gewürzt, über die großenLieben des Lebens und den eventuellenKatzenjammer danach.

CovergestaltungundFotografie

Inga Anderson

Pseudonym

Inhaltsverzeichnis

Prolog

Rückblick

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Schlussgedanken

Epilog

Quellennachweis

Rede, damitich dich sehe!

Sokrates

Prolog

Dieser Roman ist eine Hommage an Kreta, dieser wunderschönen griechischen Insel mitten im Kretischen und Libyschen Meer. Kreta hat eine Größe von ca. 8340 qkm. In diesem überschaubaren Fleckchen Erde findet der Reisende eine große Vielfalt der Natur. Angefangen von den Bergen, hin zu den Traumstränden, den einsamen Buchten und den vielen kleinen Inseln um Kreta herum, die kess aus dem blauen Meer herausragen.

Wie in einer Zeitreise wird der Tourist durch die alten Klöster und Ruinen in die Vergangenheit dieser alten Hochkultur geführt.

Der interessierte Urlauber findet Ruhe in den vielen Kirchen und Abteien. Die Mauern dieser geschichtsträchtigen Orte erzählen noch heute von der Blütezeit von vor tausenden Jahren.

Die alte und spannende Geschichte dieser wundervollen Insel schlummert mittlerweile zwischen den Bergen und den weißen Sandstränden.

Lassen Sie sich entführen, hin zu den idyllischen Gässchen der kleinen Städtchen, dem wogenden blauen Meer, der prachtvollen Natur, den traditionellen kulinarischen Speisen und dem süffigen Wein der Kreter. Besuchen Sie die typischen Tavernen, die kleinen Gaststätten und die Cafés mit ihren schön gedeckten Tischen, in denen die Gastfreundschaft noch groß geschrieben und der hungrige Urlauber fürstlich verwöhnt wird.

Kreta ist nicht nur in kulinarischer Hinsicht ein Highlight, nein es ist auch das ideale Wanderziel für Trecking-Touristen.

Viele Jahre begleitete mich der Gedanke, dieses Paradies in einem Buch zu verarbeiten. So entstanden in den vergangenen Monaten meine Romanfiguren, die ich entlang den historischen Orten von Kreta führe.

Vielleicht habe ich Ihnen den Mund auf einen herrlichen Urlaub auf Kreta wässrig gemacht und möglicherweise sind Sie dann ebenso in dieses Kleinod so verliebt, wie ich es bin.

Ihre

Inga Anderson

Rückblick

Es ist noch früh am Morgen. Ich stehe am Fenster und schaue in meinen kleinen Garten. Obwohl ich noch nicht so alt bin, muss ich mich auf meinen Stock stützen, denn mittlerweile kann ich an nasskalten Tagen ohne diese Hilfe nur noch schlecht gehen. Meine Knie spielen nicht mehr mit, denn sie sind wie ich verbraucht und marode. Nach so vielen Jahren muss ich noch immer die Folgen einer verpfuschten Knie OP tragen. Meine armen Knochen schmerzen. Mir ist schon klar, dass auch die vielen überflüssigen Pfunde, die ich mit mir rumschleppe, meiner Gesundheit nicht förderlich sind, aber ich schaffe es nicht, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Nach Geórgios Tod habe ich leider wieder zugenommen.

Erschöpft sehe ich hinaus!

Es regnet in Strömen!

Ich fühle eine große Traurigkeit in mir aufsteigen!

Meine Sehnsucht nach einem lieben Wort oder einer Streicheleinheit ist so groß geworden.

Hoffentlich wird heute endlich mal die Sonne wieder scheinen, sei es auch nur für eine kurze Zeit. Ich bin so ausgehungert danach. Obwohl es laut Kalender schon viel milder sein müsste, macht das Wetter seine Kapriolen. Es ist kalt, windig und regnerisch.

Der von mir so grenzenlos lang empfundene nasskalte Winter soll endlich vorüber sein, denn ich sehne mich nach dem Frühling, nach wärmenden Sonnenstrahlen und einer würzig riechenden lauen Luft. Nach beeindruckenden Morgenröten und blutroten Sonnenuntergängen und dass die Sonne den ganzen Tag über triumphierend am Himmel prangt. Nicht nur wegen meiner alten Knochen, nein, ich warte auch sehnsüchtig auf meinen roten Mohn, der für mich zu jeder Maienzeit wieder blüht. Diese grazile Blume mit ihrer prunkvollen roten Blüte hat mich mein Leben lang begleitet. Ich wünsche mir, dass dieser knallrote Mohn einmal auf meinem Grab zu finden sein wird.

Der gewaltige Regenguss ist vorüber und ich schaue erwartungsvoll zum Firmament. Ich suche nach dem erhofften Regenbogen.

Aber er ist nicht da.

Ob Geórgios ins Licht gegangen ist?

Ich will es mir lieber nicht vorstellen, dass ich nun auf meine alten Tage wirklich alleine bin, ohne ihn, seine Liebe und ohne meine Freunde. In all den vergangenen, elend langen Monaten und Jahren war der Regenbogen die letzte Verbindung zu ihm.

Zu ihm - meiner großen Liebe.

Ich denke, dass es Zeit geworden ist, meinen neuen Roman zu beginnen.

Ächzend setze ich mich an meinen PC. Mein Herz und mein Kopf sind voller Erinnerungen und die Finger meiner kalten Hände können gar nicht schnell genug die Buchstaben der Tastatur treffen, damit ich das sofort umsetzte, was ich gedanklich erfasse.

Mir läuft das Herz über, wenn ich an diese Zeit in meinem Leben zurückblicke. Es waren so wunderschöne und erfüllte Jahre, dass es mich im Nachhinein fast schmerzt, daran zu denken.

 

Das Alter ist nureine zweite Kindheit!

Aristophanes

Kapitel 1

Ein trüber Wintertag lag über der Stadt.

Grau und nass.

Aber meine Stimmung konnte nicht besser sein!

Beschwingt verließ ich das Landgericht unserer Region als stolze Gewinnerin meiner langjährigen Klage gegen eine Klinik.

Endlich war es zu Ende!

Zehn lange Jahre Gerangel um mein Recht lagen hinter mir. Ich hatte wegen einer verpatzten Knie-OP geklagt. Es war ein harter Kampf! Gespickt von winzigen Höhen und schmerzlichen Tiefen. Der Inhaber der Klinik war noch einer der Ärzte, die sich als „Götter in Weiß“ sahen und so schwebte er auch an der Seite seines Anwalts in den Gerichtssaal.

Schon bei der letzten Verhandlung legte er gegen den Schuldspruch des Gerichts Berufung ein und nun wollte er es wieder nicht glauben, dass der Richter auch diesmal von meinen Beweisen überzeugt war. Als das Urteil erneut verkündet wurde, lief sein Gesicht blutrot an. Ich glaube, er stand kurz vor einem Kollaps. Es war für ihn unverständlich, wie eine dumme und vor allem medizinisch ungebildete Patientin es wagen konnte, seine Klinik anzuklagen. Beim Herausgehen aus dem Gerichtssaal zischte er mir feindselig zu, dass ich noch von ihm hören würde.

Lächelnd zuckte ich mit den Schultern!

Er konnte mich nicht mehr einschüchtern, nicht mehr nach all den Jahren.

Auch wenn ich es nicht gerne tue, so muss ich leider zugeben, dass mich diese elend langen Jahre vor Gericht zermürbt haben. Ich wusste stets, dass meine Klage rechtens war, aber würde ich auch vor Gericht Recht bekommen? Es gab Tage während dieses Prozesses, da war ich total down. Zum Glück habe ich eine Freundin, die mir beharrlich Mut machte, nicht die Segel zu streichen und auf keinen Fall aufzugeben. Dafür bin ich ihr noch heute dankbar!

Wie ein zäher Terrier rappelte ich mich immer wieder auf und kämpfte weiter.

Ich stritt verbissen meinen Kampf gegen Verlogenheit und Willkür!

Meine Seele hatte Hunger, Hunger nach Gerechtigkeit und ich hatte das seltene Glück, dass man mir mein Recht auch zu sprach.

Danke dafür!

Mir wurde eine kleine Summe als Schadenersatz zuerkannt. In Deutschland sind das nur Peanuts, im Vergleich zu den Beträgen, die in den USA in so einem Fall im Gespräch sind. Aber eigentlich war das zu erzielende Schmerzensgeld im Laufe dieser Jahre für mich nur sekundär geworden.

Mir ging es um mein Recht! Ich wollte die Fehler und später auch die Lügen der Klinik nicht akzeptieren! Zu Beginn meiner Klage hätte ich es niemals für möglich gehalten, dass im Beisein eines Richters von den Anwälten der Gegenseite so entsetzlich gelogen wird und dass Beleidigungen, Demütigungen und verbale Schläge unter die Gürtellinie an der Tagesordnung sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in meinem Leben so entwürdigt wurde, wie während dieser Klage. Man drehte mir das Wort im Munde herum, dreist und ohne Skrupel. Nichts war diesem Anwalt schmutzig genug, um es für seine Mandantschaft auszuschlachten.

Man unterstellte mir eine Tablettenabhängigkeit. Und das nur, da ich im Aufnahmebericht der Klinik wahrheitsgemäß alle Medikamente gelistet hatte, die ich in diesem Zeitraum von meinem Hausarzt verordnet bekommen hatte. Darunter befand sich ein beruhigendes Präparat, das mir half, meine Wechseljahre Beschwerden zu lindern. Dreist fischte man sich diese Pillen heraus, um die Lüge der Sucht erfinden zu können, um so von den eigenen Fehlern abzulenken.

Als dies nicht fruchtete, stellte man mich als „adipös“ hin und nur wegen dieser „Fettleibigkeit“ hätte ich diese gravierenden Spätfolgen nach der OP. Dieses Wort „adipös“ verfolgte mich während der langen Zeit der Klage. Immer und immer wieder wurde das von der Gegenseite benutzt, um mich zu deklassieren. Aber ich war nicht fett, ganz bestimmt nicht! Zwar hatte ich gewisse Pölsterchen, so wie viele Frauen in meinem Alter, aber „fett“ zu sein, das ist anders.

Mit welcher Dreistigkeit von der Gegenseite bewusst falsches Zeugnis gesprochen wurde, schockierte mich total. So musste ich während eines Prozesstages entsetzt feststellen, dass aus der Patientenakte der Klinik für mich wichtige Unterlagen urplötzlich verschwunden und dass bedeutende Röntgenbilder nicht mehr auffindbar waren, die ich so dringend zu meiner Beweisführung benötigt hätte.

All diese Manipulationen und die haltlosen Beschuldigungen gehörten zu der Zermürbungstaktik gegen mich als Kläger.

Aber ich gab nicht auf!

Im Gegenteil, genau diese Machenschaften motivierten mich weiterzukämpfen.

Bis zum bitteren Ende.

Und ich schaffte es, zu meinem Recht zu kommen!

Als ich nun die gewaltige alte Eichentür des Landgerichts hinter mir ins Schloss fallen hörte, atmete ich auf. Ich spürte, dass eine Zentnerlast von mir genommen war.

Es war vorüber, ich hatte gewonnen!

Während ich gut gelaunt die Straße zu meinem geparkten Auto entlang bummelte, sah ich auf der linken Seite ein Reisebüro. Sollte ich da mal hineingehen? Schließlich hatte ich nach diesem jahrelangen kräftezehrenden Gefecht eine Belohnung verdient. Ja, ich würde mir eine Reise gönnen, mir alleine. Und wenn es nur ein paar Tage waren, aber raus, raus aus allem, was mir so auf meiner geschundenen Seele lastete. Alleine zu verreisen, das hatte ich noch nie gemacht, einfach nur in den Tag hinein leben. Nur für mich da zu sein und Ruhe, Sonne, Meer und Strand zu genießen.

Ja, das war mein Traum!

Eine junge Frau bediente mich. Meine anfängliche Unentschlossenheit war rasch verflogen und ich fragte nach einer Reise nach Kreta. Dieser griechischen Insel gehörte schon seit Jahren mein Herz. Ich kannte Kreta aus zwei früheren Urlauben und hatte mich damals in dieses Paradies verliebt. Das wunderschöne blaue Meer, die traumhafte Natur, die alten Städtchen mit den verwinkelten Gassen, die wilde Romantik der Insel und die alten Kulturen, all das war mir noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Ich konnte mich noch an den Namen des damaligen Hotels erinnern und bat die Dame zu schauen, ob sie dort ein gutes Angebot für mich finden würde.

Und so kam es auch. Im Mai, wenn dort üppig der Mohn blühte, wollte ich auf der Insel sein!

Aber vorher hatte ich noch etwas für mich sehr Wichtiges zu erledigen!

Um meinem Gerichtstrauma „adipös zu sein“ zu entfliehen, beabsichtigte ich mein Selbstwertgefühl etwas aufzupolieren. Aufgrund meiner Abfindung konnte ich es mir leisten, meinen Hüftspeck und meinen kleinen Bauch etwas zu dezimieren und diese Schwachpunkte absaugen zu lassen. Mein Vorhaben war für viele meiner Freunde und besonders für meine Tochter unverantwortlich, aber das störte mich nicht. Die Beleidigungen vor Gericht bezüglich des Schlagwortes „adipös“ saßen tief und drückten auf meine Seele und ich wollte mich unbedingt davon befreien, bevor sich dieser Ballast erst richtig manifestieren konnte.

Ich weiß, dass der eine oder andere meiner Leserinnen und Leser nun die Nase über mich rümpfen wird, über so viel unnötige Eitelkeit, aber für mich war das von großer Bedeutung! Ich wollte damit meine entstandenen Wunden heilen, denn seit den Anschuldigungen der Klinik litt ich durchaus an Minderwertigkeitskomplexen, was meine Figur betraf. Seit dem sah ich meine Hüften mit dem dazugehörenden Hintern tatsächlich als quadratisch an und meine kleine Speckrolle, die wohl jede Frau in meinem Alter durch Geburten mehr oder weniger am Bauch hat, störte mich exorbitant. Mein Umfeld konnte das natürlich nicht nachvollziehen und signalisierte mir, dass ich es maßlos mit meiner Eitelkeit übertreiben würde.

Aber ich ließ mich nicht von meinem Wunsch abbringen.

Eine Klinik in Tschechien verhalf mir meinen Wunsch zu erfüllen. Die OP gelang sehr gut. Mit dem Ergebnis war ich total zufrieden und verließ überglücklich dieses Krankenhaus.

Jetzt konnte ich mich auf meinen Urlaub konzentrieren. Es war noch vieles zu erledigen und zu besorgen. Durch die Absaugung waren mir zum Glück die meisten Hosen viel zu weit geworden. Wie toll, sonst war es stets anders und alle Kleidungsstücke wurden mir permanent zu klein und eng. Da ich nicht so gerne Klamotten einkaufe, musste ich notgedrungen diese Qual auf mich nehmen. Diese Shopping Tour entpuppte sich für mich zu einem knochenharten Tag. Ich hasste und hasse es noch heute, mich in den engen Kabinen umzuziehen, um dann noch in dem grellen Licht schonungslos die körperlichen Mängel präsentiert zu bekommen. Und noch mehr hasse ich es, von Verkäuferinnen „beraten“ zu werden, die mir jeden x-beliebigen Fummel andrehen wollen.

Aber ich schaffte es. Zufrieden und schwer beladen, mit diversen Taschen und Tüten, ging ich zu meinem Auto zurück. Sandalen, Sommerteile und Badeanzüge waren nun zu meinem schon sehr beachtlichen Fundus an Klamotten und Schuhen hinzugekommen. Denn ich gehörte zu den armen, geplagten Frauen, die nie etwas anzuziehen haben!

Zumindest nie das Richtige!

Dabei war es langsam zu einem Problem geworden, all meine Kleidungsstücke in unserer Wohnung unterzubringen. Ich schaffte es bisher nicht, mich von alten Fummeln, Schuhen und Taschen zu trennen. Aber nun war es an der Zeit, endlich diverse Teile zu entsorgen. Zumindest diese, die ich seit vielen Jahren nicht mehr getragen hatte.

Und das waren einige!

Kennen Sie das, liebe Leserinnen? Ich denke schon, dass da einige Damen mit mir im gleichen Boot sitzen. Nach dieser Aktivität standen diverse übergroße Kisten für den Kleidercontainer bereit. Aber trotz dieser Räumungsaktion waren meine Schränke noch immer prall gefüllt.

Nun war es an der Zeit, mich für meinen Urlaub zu rüsten. Als ich am Morgen in meinen kleinen Garten ging, sah ich erfreut, dass der wunderschöne rote Mohn schon kleine Knospen zeigte. Diese Blume war für mich der Inbegriff von Frühling, Sonne, Schönheit und Ästhetik und sie begleitete mich schon mein Leben lang. Ich hatte an sie mein Herz verloren. Leider ist die Blütezeit nicht von langer Dauer, aber egal, ich liebe den Mohn mit den dazu gehörenden blauen Kornblumen. Beide sind für mich wie ein inniges Paar, das gemeinsam erblüht.

Zu dieser Jahreszeit genoss ich schon immer lange Spaziergänge im Feld, um zu sehen, wie sich die zarten Mohnblumen an den Rändern der Kornfelder im Wind wiegen. Da ich leidenschaftlich gerne fotografiere, habe ich mittlerweile eine große Sammlung der verschiedensten Aufnahmen dieser roten Schönheiten in meinem Fundus. Auch noch heute, als eine nicht mehr gar so junge Frau, zieht mich die Grazie dieser Blume noch immer in ihrem Bann und hält mich gefangen.

Doch kommen wir zurück zu meinen Reisevorbereitungen. Für meine privaten Verpflichtungen hatte ich gesorgt und eine Frau gefunden, die mich hoffentlich zu Hause gut vertreten würde. Schon Tage vorher lagen in der kompletten Wohnung Dinge herum, die ich auf alle Fälle mitnehmen wollte. Mein übliches Problem war und ist die 20 kg-Grenze meines Fluggepäcks und es war wie immer für mich fast unmöglich, auch diesmal dieses Limit mit meinen Kleidungsstücken und Schuhen einzuhalten. Ich beschloss daher noch einen Trolley als Handgepäck und einen nicht sehr kleinen Rucksack mitzunehmen.

Die Hinfahrt zum Flughafen verlief reibungslos. Trotz der vielen Gepäckstücke kam ich sehr gut klar. Es war herrlich, dass ich mich nur um mich kümmern musste. Keine unnötigen Diskussionen über irgendwelche Angelegenheiten oder ein Zeitmanagement, keine Debatten darüber, wie man die Wartezeit zum Abflug über die Runden bringen würde, nichts, alles lief so, wie ich es als angenehm empfand. Erstmals war ich nicht gestresst, als ich diese Reise antrat.

Der Flug war angenehm und der Flieger landete sicher und pünktlich. Es verlief alles ohne Zwischenfälle, so wie ich es erhofft hatte. Die Örtlichkeiten des Flughafens waren mir noch von meinen früheren Reisen vertraut. Ich musste nur noch den Koffer vom Gepäckband holen und die entsprechende Reisegesellschaft finden, die mich zum Hotel bringen sollte.

Alles wie gehabt.

Locker und gelöst suchte ich den für mich zuständigen Reiseleiter.

 

Die Ruhe ist eineliebenswürdige Frau und wohnt in derNähe der Weisheit!

Epicharm

Kapitel 2

Meinen Koffer, der haarscharf an den magischen 20 Kilos vorbeigerutscht war, den kleinen Handkoffer hinter mir herziehend und den Rucksack auf dem Rücken, fand ich den passenden Bus zu meinem Hotel. Erfreut stellte ich fest, dass ich nicht die einzige Dame war, die mit großem Gepäck reiste. Nur mit dem Unterschied, dass mich kein Ehemann deswegen runterputzte. Entspannt genoss ich diesen Zustand und ich denke, dass mich einige der mitreisenden Frauen darum beneideten.

Der Fahrer verstaute ächzend meine Sachen. Ich fand, dass er sich nicht so anstellen sollte, dieser Schwächling, schließlich erhielt er ein fürstliches Trinkgeld von mir.

Nach ca. 30 km Fahrt war sie schon zu sehen, die wunderschöne Bucht und der Hafen von Heraklion. Diesen Blick liebte ich so. Es war schon fast Abend, die tief stehende Sonne lag über dem Meer und ließ alles noch schöner erscheinen. Ich genoss die Fahrt zum Hotel.

Es ging steil den Berg hinauf, durch schmale asphaltierte Wege und dann lag es in der langsam eintretenden Abenddämmerung, das kleine bezaubernde Gästehaus am Hang. Während der Fahrt zu meinem Quartier schaute ich aus dem Fenster des kleinen Transferbusses und mein Herz freute sich, denn an den Seiten des Weges blühte der Mohn - üppig und prächtig. Das musste ein gutes Omen für diesen Urlaub sein, denn meine geliebten Mohnblumen hießen mich hier willkommen.

Mit etwas steifen Knochen stieg ich aus, wartete auf mein Gepäck und ging dann zur Rezeption. Ich mochte dieses romantische Familienhotel, mit einem bewegend schönen Blick auf das Meer, die Bucht, den Hafen und dazu die schon tief stehende blutrote Sonne.

Es war ein Traum!

Natürlich bekam ich mein vorher bestelltes Wunschzimmer, das eine große Terrasse hatte, von der man am Abend runter auf das Meer von Lichtern schauen konnte, die sich in Form von Straßenlampen und Lokalen am Ufer entlang schlängelten. Ich genoss diesen Blick und freute mich darauf, dass ich das nun jeden Abend sehen durfte. Man hörte bis hier oben den Lärm der Autos von der Küste, man spürte das Leben in den Straßen. Die Hitze des Tages hatte sich etwas gelegt, die Stadt erwachte langsam zum Leben. Ich konnte mich nicht satt sehen an dem, was ich gerade beschrieben habe, es war genauso, wie ich es in Erinnerung hatte.

Die Abendessenszeit war schon vorüber, aber das Personal bat mich noch eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Eigentlich hatte ich keinen Hunger, denn ich wollte mir nicht gleich wieder meinen Hüftspeck anfuttern. Aber ich ging dann doch ins Restaurant. Schließlich musste ich ja nicht gleich das komplette Buffet plündern.

Als ich durch die breite Schwingtüre ging, fiel mein Blick auf einen übergroßen Spiegel. Da stand ich nun – frisch abgesaugt, im neuen Out-fit. Ich gebe es zu, ja, eitel wie ich nun mal bin, ich gefiel mir! Es war schön zu sehen, dass meine Hüften nun nicht so prall waren und der Bauch sich nur als eine kleine Wölbung unter der Kleidung abzeichnete. Zugegeben, für meine nun etwas bessere Figur hatte ich schließlich auch richtig viel Geld bezahlt, aber das war mir die Sache wert. Denn an mein „Adipös-Trauma“ wollte ich letztlich einen Haken machen. Die Kosten der Absaugung hatte ich gerne investiert, um mich endlich gut zu fühlen und etwas für mich tun, nur für mich und der Urlaub sollte dann die Abrundung werden. So hoffte ich wieder Kraft für meinen nicht leichten Alltag zu finden. Das alles sollte die Belohnung für die langen Jahre meines Kampfes vor Gericht sein.

Einfügen möchte ich noch, dass ich mittlerweile nur noch ab und zu Schmerzen an dem operierten Knie verspürte, seitdem ich meine Reise angetreten hatte. Vielleicht lag es daran, dass ich die Klage gewonnen hatte und nicht mehr der psychischen und physischen Druck meines Alltags auf meinen Schultern lastete. Oder war es generell die Psyche, die mich hier, weit weg von meinem zu Hause, leichter leben ließ? Denn bekanntlich ist diese Symptomatik nicht zu unterschätzen.

Beschwingt ging ich zur Rezeption, um meinen Zimmerschlüssel abzuholen. Kein bisschen Reisemüdigkeit zeigte sich. Als ich dort ankam, warteten im Empfang bereits die beiden Herren, die mir im Münchener Flughafen bereits aufgefallen waren. Sie grüßten beide sehr freundlich. Anscheinend hatten sie mich auch wieder erkannt. Sie waren schon ein ulkiges Pärchen, diese beiden, aber davon möchte ich später erzählen.

Wir bekamen nach dem Essen noch das Hotel gezeigt. Es hatte sich vieles seit meinem letzten Besuch verändert. Durch die Renovierungen war alles noch schöner geworden, noch einladender, als es bei meinem letzten Besuch schon war. Nur der Pool war noch immer sehr klein, aber das ist bei fast allen Hotels auf der Insel so, die nicht direkt am Strand liegen. Mir war das gleich, denn ich schwamm sowieso lieber im Meer, ich brauchte diesen Pool nicht.

Morgen würde ich mir ein kleines Auto mieten und dann starten, dorthin wo die wunderschönen Sandstrände waren, die kleinen versteckten Buchten, die nur wenige Touristen kannten. Ich freute mich schon darauf, so wie sich ein kleines Kind auf Weihnachten freut, so kam ich mir vor.

Es war so paradiesisch schön mal ein paar Tage nur für mich zu sorgen. Ich durfte endlich in meinem Leben die erste Geige spielen. Das war ein ganz neues Gefühl für mich, das ich bisher so noch nicht kannte. Vor mir lag eine wunderschöne Zeit, in der ich mich endlich nach niemand richten musste. Ich konnte tun und lassen was ich wollte.

Ein berauschendes Gefühl!

Die Zeit war mir! Der Tag war mir! Alles gehörte mir, nur mir!

Als wir durch das Hotel geführt wurden, kam ich mit den beiden Herren ins Gespräch. Eigentlich war ich nicht darauf erpicht, gleich mit ihnen in Kontakt zu kommen, da es nicht meine Stärke ist, mit fremden Menschen unbeschwert Small Talk zu führen. Aber der kleinere der beiden Münchener war ein so mitteilungsfreudiger, aufgeschlossener Mensch, dass ich mich ihm nicht entziehen konnte.

Sie waren ein Paar. Beide etwas propper, voller Freude am Leben. Was mir auf Anhieb an ihnen auffiel, war die Tatsache, dass sie so angenehm miteinander umgingen, geprägt von Zärtlichkeit und Respekt. Ich beneidete sie insgeheim darum. Denn aus meinen früheren Beziehungen kannte ich so viel Liebenswürdigkeit in einer Partnerschaft nicht. Mir zog sich schmerzlich das Herz zusammen, als ich hier erleben durfte, dass man mit dem Partner auch harmonisch und achtsam umgehen kann.

So viel Feingefühl hatte ich mir immer in meinen Beziehungen gewünscht. Aber leider fiel die Wahl meiner Partner stets auf Egoisten, die nur sich kannten. In meiner ersten Verliebtheit sah ich nie den eigentlichen Charakter dieser Männer. In jeder neuen Partnerschaft (alleine dieses Wort „Partnerschaft“ passte zu diesen Verbindungen nicht!), dachte ich immer: „Ach, so schlimm ist er gar nicht, wie man es ihm nachsagt. Sicherlich meint er es nicht so!“ Aber ich irrte mich gewaltig, denn alle meinten es genauso, wie sie sich mir gegenüber verhielten.

Alle!

Nur ich wollte es nicht sehen!

Ich war blind auf beiden Augen!

Wenn ich damals schon so aufgeklärt gewesen wäre, wie ich es heute bin und mein aktuelles Wissen über Familienverstrickungen gehabt hätte, wäre ich gewiss in der Lage gewesen, meine ewig gleichen Verhaltensmuster zumindest zu hinterfragen. Aber ich kannte das Zusammenleben zwischen meinen Männern und mir nicht anders und daher rutschte ich immer wieder in die gleichen Schemata. Meine Synapsen waren anscheinend so unauslöschlich mit meinem Verhalten programmiert, dass es kein Entrinnen gab.

Vielleicht war ich es mir damals noch nicht wert, von meinen Partnern geachtet und respektiert zu werden. Eventuell resultierte mein Verhalten aber auch aus meiner Erziehung, dass eine Frau bis zur Selbstaufgabe in einer Verbindung oder Ehe auszuhalten hat. Zum Glück gelang es mir, dieses Dogma zu durchbrechen, denn ich konnte auf die Chronik meines Scheiterns in Form von zwei glücklich geschiedene Ehen und drei weniger glücklich gescheiterten Liebschaften zurückblicken.

Es erweckt vielleicht den Eindruck, dass ich es fünfmal „erfolgreich“ geschafft habe, mich aus diesem Korsett zu befreien, aber dem war nicht so. Zurück blieben die alt bekannten „blauen Flecken“ auf der Seele, die mich noch heute ab und zu heimsuchen. Hierzu möchte ich unbedingt den beachtlichen Klassiker von Francoise Sagan „Blaue Flecken auf der Seele“ erwähnen, denn die Autorin wusste, von was sie schrieb. Nur waren die Verletzungen in meinem Inneren andersgeartet, als die der Figuren aus dem Roman.

Es ist anscheinend ein ungeschriebenes Gesetz, dass es uns irgendwann alle erreicht, das wahre Leben in all seiner Härte, egal in welchen Bereichen! Kürzlich habe ich dazu einen passenden Spruch gelesen: „oder ausgehalten hast, desto länger brauchst du, um dich davon zu erholen“.

Heute bin ich froh und glücklich darüber, dass ich es mir Wert war, das ständige Fremdgehen und die fortwährenden Lügen in fast allen Beziehungen nicht mehr zu akzeptieren. Im Nachhinein weiß ich nicht, was schlimmer für mich war, dass mein letzter Mann mit anderen Frauen in der Kiste lag oder mein Gatte Nr. 1 sich jahrelang gedanklich an meiner Freundin aufgegeilt hatte und dutzende Fotos von ihr besaß. Noch heute tut es mir weh, wenn ich daran denke, wie ich mich fühlte, als ich sein Versteck dieser Aufnahmen fand. Für ihn war ich nie eine adäquate Partnerin, immer nur ein Dummerchen und das sagte er mir auch. Heute weiß ich, dass er mich mit diesen Äußerungen nur klein halten wollte, um seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren, denn er wusste genau, dass ich nicht dumm war!

Diese Trennung vollzog ich damals mit einer erschreckenden Konsequenz und einer absoluten Herzlosigkeit. Da er auf das „Aus“ unserer Ehe überhaupt nicht vorbereitet war, warf ihn diese „Aufhebung unserer Gemeinschaft“ total aus der Bahn. Und das über einen sehr langen Zeitraum.

Das war wohl meine unbewusste, aber vielleicht auch sehr beabsichtigte Rache an ihm.